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Der Transaktionskosten-Ansatz. Definition und Bedeutung der Transaktionskosten für die Existenz von Unternehmen

Title: Der Transaktionskosten-Ansatz. Definition und Bedeutung der Transaktionskosten für die Existenz von Unternehmen

Term Paper , 2005 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andrea Grunwald (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Das Anliegen dieser Arbeit ist es, dem Leser einen Einblick in die neoinstitutionale Transaktionkostentheorie zu verschaffen. Der Transaktionskosten-Ansatz umfasst ein weitreichendes Anwendungsgebiet. Er leistet z.B. bemerkenswerte Beiträge in der Untersuchung interner Organisationsgestaltung (Arbeitsteilung/Spezialisierung), betrachtet Strukturwandlungsprozesse und Problemstellungen der Wettbewerbssicherung und Fusionskontrolle, die hier jedoch nicht Gegenstand dieser Arbeit sein sollen. Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Darlegung des Transaktionskosten-Ansatzes als Theorie der Unternehmung. Dabei soll deutlich werden, dass es keine ökonomische Grundlage für die Existenz von Unternehmen unter Vernachlässigung der Transaktionskosten gibt.
Im zweiten Kapitel werden dem Leser zunächst Grundzüge der Transaktionskostentheorie vorgestellt, die einen Überblick über den Gegenstand tranaktionskostentheoretischer Betrachtungen geben. Der hier erwähnte Transaktionskostenbegriff soll im dritten Kapitel dann näher definiert und klassifiziert werden. Darüber hinaus werden hier auch die wesentlichen Einflussgrößen von Transaktionskosten eingehend betrachtet. Im anschließenden vierten Kapitel soll dann die Bedeutung der Transaktionskosten für die Existenz von Unternehmen herausgearbeitet werden, sowie Organisationslösungen zur effizienten Gestaltung von Austauschbeziehungen vorgestellt werden. Im fünften Kapitel erfolgt dann eine kritische Würdigung des Transaktionskosten-Ansatzes, bevor die Arbeit im sechsten Kapitel mit einem Fazit abgeschlossen wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Überblick über Aufbau und Ziel der Arbeit

2. Einordnung und Grundzüge des Transaktionskosten-Ansatzes

2.1 Erklärungsansatz von COASE

2.2. Erklärungsansatz von WILLIAMSON

3. Transaktionskosten

3.1 Definition von Transaktionskosten

3.2 Klassifikation von Transaktionskosten

3.3 Determinanten der Trankaktionskosten

3.3.1 Verhaltensannahmen

3.3.2 Umweltbedingungen

3.3.3 Transaktionsatmosphäre

4. Bedeutung der Transaktionskosten für die Existenz von Unternehmen

4.1 Vertragstheoretische Überlegungen

4.2 Die effiziente Koordinationsform

5. Kritische Würdigung des Transaktionskosten-Ansatzes

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Einblick in die neoinstitutionelle Transaktionskostentheorie. Das primäre Ziel ist es, den Transaktionskosten-Ansatz als ökonomische Theorie der Unternehmung darzulegen und zu zeigen, dass die Existenz von Unternehmen ohne die Berücksichtigung von Transaktionskosten theoretisch nicht begründbar ist.

  • Grundlagen und zentrale Erklärungsansätze der Transaktionskostentheorie (Coase und Williamson).
  • Definition, Klassifikation und messbare Einflussgrößen (Determinanten) von Transaktionskosten.
  • Vertragstheoretische Analyse zur effizienten Gestaltung von Austauschbeziehungen.
  • Kritische Reflexion der theoretischen Prämissen und Grenzen des Ansatzes.

Auszug aus dem Buch

3.3.2. Umweltbedingungen

Hierzu gehören im Wesentlichen die Unsicherheit und die Spezifität. Fallen begrenzte Rationalität der Tauschpartner und Unsicherheit zusammen, können sich daraus in Konsequenz Probleme bzw. hohe Kosten für die Benutzung des Marktes ergeben, da die Unsicherheit der Transaktion eine vollständige Erfassung aller relevanten Faktoren der Transaktion ex ante unmöglich ist. „Unsicherheit ist ein Maß für die Vorhersehbarkeit und die Anzahl der notwendigen Änderungen der Leistungsvereinbarungen während einer Transaktion.“ Oft sind Leistungsvereinbarungen zwischen Transaktionspartnern ex post mit Änderungen (hinsichtlich Mengenanpassungen, Änderungen von Qualitätsstandards, Terminanpassungen, Preisänderungen, etc.) verbunden, die ex ante nicht vorhersehbar und durch konkrete Vereinbarungen zu vermeiden waren. Somit ermöglicht die Unsicherheit ex post Verhaltensspielräume, die die Leistungsvereinbarung unmittelbar erschweren und damit auch die Transaktionskosten in die Höhe treiben.

Probleme treten auch dann auf, wenn Opportunismus mit hoher Spezifität gekoppelt ist. „Die Spezifität ist als Widmung der im Rahmen der Transaktion benötigten Ressourcen charakterisierbar.“ Der Spezifitätsgrad ist durch die Quasi-Rente messbar, die die Differenz zwischen dem Wert einer Investition in der aktuellen Verwendung bzw. Transaktion und dem Wert der Investition in der nächstbesten Verwendung angibt. Die Quasi-Rente ist umso größer, je höher der Spezifitätsgrad einer zur Disposition stehenden Transaktion ist. Infolge eines hohen Spezifitätsgrades können wechselseitige Abhängigkeiten der Transaktionspartner entstehen, im Extremfall entsteht eine sog. small-numbers-Situation, bei der die eine Partei der einzige Abnehmer, die andere Partei der einzige Hersteller der Transaktion ist. Solche Situationen sind häufig durch die Gefahr opportunistischen Verhaltens gekennzeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Überblick über Aufbau und Ziel der Arbeit: Diese Einleitung skizziert das Anliegen der Arbeit, den Transaktionskosten-Ansatz als Theorie der Unternehmung vorzustellen, und gibt einen Ausblick auf den methodischen Aufbau der Untersuchung.

2. Einordnung und Grundzüge des Transaktionskosten-Ansatzes: Dieses Kapitel verortet den Ansatz in der Neuen Institutionenökonomik und erläutert die bahnbrechenden Perspektiven von Coase und Williamson hinsichtlich der Entstehung von Unternehmen.

3. Transaktionskosten: Hier werden Definitionen und Klassifikationen von Transaktionskosten sowie deren wesentliche Einflussfaktoren wie Verhaltensannahmen, Umweltbedingungen und Transaktionsatmosphäre detailliert analysiert.

4. Bedeutung der Transaktionskosten für die Existenz von Unternehmen: Das Kapitel untersucht mittels vertragstheoretischer Ansätze, wie Unternehmen durch effiziente Koordination Transaktionskosten minimieren können.

5. Kritische Würdigung des Transaktionskosten-Ansatzes: Hier werden die theoretischen Stärken des Modells einer kritischen Prüfung unterzogen, wobei insbesondere die Opportunismusannahme und die Operationalisierbarkeit der Einflussgrößen hinterfragt werden.

6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass der Transaktionskosten-Ansatz eine notwendige ökonomische Erklärung für die Existenz und Organisation von Unternehmen liefert.

Schlüsselwörter

Transaktionskosten, Neue Institutionenökonomik, Unternehmen, Markt, Hierarchie, Kooperation, Opportunismus, begrenzte Rationalität, Spezifität, Unsicherheit, Vertragstheorie, Effizienz, Transaktionsatmosphäre, Hold-up-Problem, vertikale Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Transaktionskosten-Ansatz innerhalb der Neuen Institutionenökonomik, um die Existenz und Entstehung von Unternehmen ökonomisch zu begründen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Kernpunkten gehören die Definition von Transaktionskosten, deren Klassifikation, die Analyse von Verhaltensannahmen sowie die Bedeutung der Koordination für die Effizienz in Unternehmen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, wie sich die Existenz von Unternehmen durch das Einsparen von Transaktionskosten erklären lässt und welche Koordinationsform unter gegebenen Umweltbedingungen am effizientesten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Analyse und Literaturarbeit, wobei die Modelle von Coase und Williamson zur Erklärung der Unternehmensentstehung systematisch aufbereitet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Kapitel 2), die Definition und Determinanten von Transaktionskosten (Kapitel 3) sowie die vertragstheoretische Analyse effizienter Koordinationsformen (Kapitel 4).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Transaktionskosten, begrenzte Rationalität, Opportunismus, Spezifität und das Konzept des Hold-up-Problems.

Wie beeinflusst die "Transaktionsatmosphäre" die Kosten?

Soziokulturelle Faktoren wie soziale Bindungen, Reputation oder technologischer Fortschritt können opportunistisches Verhalten mindern und dadurch die Transaktionskosten senken, da sie Interaktionen transparenter und sicherer machen.

Warum ist die "fundamentale Transformation" für Unternehmen wichtig?

Sie beschreibt den Prozess, in dem aus einer anfänglichen Konkurrenzbeziehung ein bilaterales Monopol durch transaktionsspezifische Investitionen wird, was das Risiko opportunistischen Verhaltens erhöht und die Integration in Unternehmen rechtfertigt.

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Details

Title
Der Transaktionskosten-Ansatz. Definition und Bedeutung der Transaktionskosten für die Existenz von Unternehmen
College
Mangement School Bochum
Grade
1,0
Author
Andrea Grunwald (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V38747
ISBN (eBook)
9783638377249
Language
German
Tags
Transaktionskosten-Ansatz Definition Bedeutung Transaktionskosten Existenz Unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Grunwald (Author), 2005, Der Transaktionskosten-Ansatz. Definition und Bedeutung der Transaktionskosten für die Existenz von Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38747
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