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Einsätze der deutschen Bundeswehr im Ausland

Título: Einsätze der deutschen Bundeswehr im Ausland

Trabajo , 2002 , 16 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Marko Rossmann (Autor)

Política - Sistema político de Alemania
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Durch das Urteil vom 12. Juli 1994 hat das Bundesverfassungsgericht der deutschen Politik einen weiten verfassungsrechtlichen Rahmen für den Einsatz deutscher Soldaten über die Landes- und Bündnisverteidigung hinaus eröffnet. Nun war auch nach dem Grundgesetz der Weg frei für eine Vielfalt unterschiedlicher Einsätze der Bundeswehr in den Systemen kollektiver Sicherheit, denen die Bundesrepublik angehört. Das oberste Ziel bisheriger und zukünftiger Einsätze, ist die Sicherung einer dauerhaften und gerechten Friedensordnung in Europa und zwischen den Völkern der Welt, insbesondere basierend auf Art. 24 Abs. 2 GG. Die Verantwortung für diese politischen Entscheidungsprozesse liegt dabei auch weiterhin bei Bundesregierung und Bundestag und nicht bei den jeweiligen Bündnissystemen.
In der nachfolgenden Darstellung werde ich die verfassungsrechtliche Diskussion wiedergeben, die verschiedenen Klagepunkte der Antragsteller in den vier Organstreitverfahren erläutern, sowie die wesentlichen Gründe des Urteils des Bundesverfassungsgerichts nennen.
Im Schlussteil komme ich auf die Folgen des Urteils für die deutsche Außenpolitik, insbesondere im Kontext der aktuellen Sicherheitspolitischen Lage im Angesicht des "Anti-Terror-Krieges" zu sprechen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. VERFASSUNGSRECHTLICHE DISKUSSION BIS 1994

1. Entwicklung bis zur weltpolitischen Wende 1989/1990

2. 1991-1994

III. KLAGEPUNKTE DER ANTRAGSSTELLER IN DEN VIER ORGANSTREITVERFAHREN

1. Organstreitverfahren 2 BvE 3/92

2. Organstreitverfahren 2 BvE 5/93 und BvE 7/93

3. Organstreitverfahren 2 BvE 8/93

IV. DAS URTEIL DES 2. SENATS DES BVerfG AM 12. JULI 1994 UND DIE URTEILSBEGRÜNDUNG

V. SCHLUSS

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die verfassungsrechtliche Zulässigkeit von Auslandseinsätzen der Bundeswehr vor dem Hintergrund des Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom 12. Juli 1994. Das zentrale Ziel ist es, die Entwicklung der verfassungsrechtlichen Diskussion, die Argumente der Kläger in den betroffenen Organstreitverfahren sowie die Konsequenzen des Urteils für die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik darzulegen.

  • Historische Entwicklung der verfassungsrechtlichen Grundlage für Bundeswehreinsätze.
  • Analyse der vier Organstreitverfahren bezüglich NATO-, WEU- und UN-Einsätzen.
  • Diskussion der Rolle des Parlamentsvorbehalts bei Auslandseinsätzen.
  • Bedeutung von Art. 24 Abs. 2 GG für die Einbindung in Systeme kollektiver Sicherheit.
  • Implikationen für die deutsche Außenpolitik im Kontext aktueller sicherheitspolitischer Herausforderungen.

Auszug aus dem Buch

IV. DAS URTEIL DES 2. SENATS DES BVerfG AM 12. JULI 1994 UND DIE URTEILSBEGRÜNDUNG

Nachdem das Bundesverfassungsgericht am 8. April 1993 in der Frage der AWACS- Beteiligung und am 23. Juni 1993 in der Frage der UNOSOM II- Beteiligung Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung zur Einstellung der Einsätze abgelehnt hatte, kam es am 12. Juli 1994 zum Urteil über die vier Organstreitklagen.

Zur Frage 1.) Das tragende Votum von vier Verfassungsrichtern(Klein, Graßhof, Kirchhof und Winter) befindet die Beschlüsse bzw. Erklärungen der NATO, WEU und UN-Sicherheitsrates für politische Absichtserklärungen ohne Bindungswirkung und somit auch kein Verstoß gegen die Rechte des Bundestages nach Art. 59 Abs. 2 Satz 1 GG. Ihrer Ansicht nach, gingen die Vertragswandlungen nicht so weit, dass de facto neue Verträge vorlägen denen der Bundestag hätte zustimmen müssen. Vertragswandlungen gehörten zum Völkerrecht und "es war ein - auch von dem Wunsch der westeuropäischen Völker getragenes - dringendes politisches Anliegen europäischer Organe und Sicherheitssysteme, sich nicht länger effektiver Mithilfe bei der Friedensschaffung . . . zu versagen."

Das abweichende Votum von vier anderen Richtern - die Senatsvorsitzende Limbach und die Richter Böckenförde, Kruis und Sommer - geht von einer verbindlichen Feststellung zum Aufgabenbereich dieser Organisationen aus und hebt die Zustimmungspflicht des Bundestages hervor und somit einen Verfassungsverstoß. Sie kommen zu der Auffassung, dass die Verträge sich wesentlich verändert hätten, weil sie, jedenfalls zu belegen mit den Fällen Adria und AWACS, einen anderen Inhalt bekommen hätten. Der von den „unterliegenden“ Richtern vorgeworfene Verfassungsverstoß kam nicht zum tragen, aufgrund der Stimmengleichheit im 2. Senat.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Einleitung in die Thematik des Urteils vom 12. Juli 1994 und den daraus resultierenden weiten verfassungsrechtlichen Rahmen für Auslandseinsätze der Bundeswehr.

II. VERFASSUNGSRECHTLICHE DISKUSSION BIS 1994: Analyse der verfassungsrechtlichen Grundlagen und der politischen Debatte über Auslandseinsätze vor dem Hintergrund des Wandels nach 1989/90.

III. KLAGEPUNKTE DER ANTRAGSSTELLER IN DEN VIER ORGANSTREITVERFAHREN: Detaillierte Auflistung der rechtlichen Argumente der Antragsteller gegen die Bundesregierung in Bezug auf spezifische Einsatzszenarien.

IV. DAS URTEIL DES 2. SENATS DES BVerfG AM 12. JULI 1994 UND DIE URTEILSBEGRÜNDUNG: Darlegung der Entscheidung des Gerichts, der kontroversen Voten sowie der Einführung des Parlamentsvorbehalts.

V. SCHLUSS: Zusammenfassende Bewertung der Folgen des Urteils für die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik unter Berücksichtigung jüngerer Einsätze.

Schlüsselwörter

Bundeswehr, Auslandseinsätze, Bundesverfassungsgericht, Grundgesetz, Organstreitverfahren, Parlamentsvorbehalt, kollektive Sicherheit, NATO, Vereinte Nationen, Verteidigung, Außenpolitik, Art. 87a GG, Art. 24 Abs. 2 GG, Friedenssicherung, Krisenbewältigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die verfassungsrechtliche Zulässigkeit von Auslandseinsätzen der Bundeswehr durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1994.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die verfassungsrechtliche Debatte, die Kontrolle durch das Parlament und die Einbindung der Bundeswehr in internationale Sicherheitssysteme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erläuterung, wie das Urteil des Bundesverfassungsgerichts den rechtlichen Rahmen für deutsche Auslandseinsätze grundlegend verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse von Verfassungsurteilen und der wissenschaftlichen Aufarbeitung der sicherheitspolitischen Debatte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Argumente in den Organstreitverfahren und die detaillierte Urteilsbegründung des 2. Senats.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Parlamentsvorbehalt, Grundgesetzänderung, kollektive Sicherheit und die Rolle der Bundesregierung bei Auslandseinsätzen.

Welche Bedeutung hat der Parlamentsvorbehalt laut Urteil?

Das Gericht entschied, dass jeder bewaffnete Auslandseinsatz der Bundeswehr der vorherigen Zustimmung des Bundestages bedarf.

Wie bewertet der Autor die Folgen des Urteils für die heutige Außenpolitik?

Der Autor warnt vor einer Zweckentfremdung des Art. 24 Abs. 2 GG und fordert eine eigenständige europäische sicherheitspolitische Position unabhängig von den USA.

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Detalles

Título
Einsätze der deutschen Bundeswehr im Ausland
Universidad
University of Leipzig  (Institut für Politikwissenschaft)
Curso
Hauptseminar: Das Bundesverfassungsgericht
Calificación
1,7
Autor
Marko Rossmann (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
16
No. de catálogo
V3874
ISBN (Ebook)
9783638123976
ISBN (Libro)
9783640256945
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bundesverfassungsgericht; Out of Area; Auslandseinsätze der Bundeswehr Organstreitverfahren;
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marko Rossmann (Autor), 2002, Einsätze der deutschen Bundeswehr im Ausland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3874
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