Vorlesungsprotokoll zur Sitzung "Parsons: soziologische Theorie als grand theory"


Vorlesungsmitschrift, 2017

10 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

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Inhaltsverzeichnis
1. Zur Einführung: Parsons´ Theorie und die amerikanische Moderne ... 3
2. Biografisches ... 3
3. Zum Werk Parsons: Ziele/ Vorgehensweise ... 3
3.1. The social system? ... 5
3.2. Pattern variables ... 6
3.3. Agil-Schema ... 7
3.4. Modernisierung und sozialer Wandel ... 8
3.5. Grundlinien der Theorie Parsons´ ... 9
Literaturverzeichnis ... 10

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1. Zur Einführung: Parsons´ Theorie und die amerikanische Moderne
amerikanischen Soziologie in den 1930er Jahren
Europa USA nach dem ersten WK ­ Soziologie Orientierung Parsons Theorie Einordnung: in
Seit den Nachkriegsjahrzehnten dominierte Parsons soziologische Theorie.
2. Biografisches
1902 wurde Parsons als als Sohn eines protestantischen Priesters in Colorado geboren.
Er studierte Biologie und Ökonomie und fertigte von 1925-1927 seine Dissertation über den
Kapitalismusbegriff in Heidelberg an. In seinem weiteren Leben nahm er verschiedene
Lehrpositionen ein, unter anderem an der Harvard University. Ab 1945 war er Berater der
US-Regierung zum Wiederaufbau Deutschlands in der Nachkriegszeit. Er ist der Gründer des
Department of Social Relations" an der Harvard University und wurde 1949 zum Präsident
der American Soc. Association ernannt. Er verstarb 1979 in München.
3. Zum Werk Parsons: Ziele/ Vorgehensweise
Seine Ziele lagen in der Aufstellung einer allgemeinen unabhängigen soziologischen Theorie
und in der Vereinheitlichung der Sozialwissenschaften in einem theoretischen Modell.
Prof. X stellte im folgenden Teil die Grundgedanken Parsons´ vor. Die Basis seiner Theorie
ergab sich demnach aus einer ,,angeblichen" Konvergenz der unterschiedlichen
utilitaristischen Handlungstheorien von Theoretikern wie Durkheim, Weber, Marshal und
Pareto. Ihnen sei unabhängig voneinander eine kritische Haltung zum Utilitarismus
zuzuschreiben, die Parsons in seinem 1937 erschienenen Werk ,,The structur of social
action" vorstellt. Seine Konvergenzthese besagt, dass seine Vorreiter gemeinsame
Grundlagen geschaffen hätten, die die unrsprünglich von Hibbes gestellte Frage nach sozialer
Ordnung in ähnlicher Theoriebildung beantworteten und eine gemeinsame Richtung damit
einschlagen würde. Eine voluntaritische Handlungstheorie sei die Antwort auf die Frage nach
der sozialen Ordnung.
Hobbsche Frage ­ Rückgang darauf, seine Lösung für soziale Ordnung überzeugt Parsons
nicht, da der Preis des Absolutismus durch einen Leviathan zu groß...diese utilitaristische
Lösung des Ordnungsproblems habe schwächen. Ebenso wie die idealistische Lösung. Sein

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Vorschlag ist eine voluntaristische Handlungstheorie. Laut Parsons ist eine stabile soziale
Ordnung dann möglich, weil die Individuen freiwillig bestehende normative Ordnungen als
Grundlage ihrer Handlungsorientierungen verwenden.
Auch die liberaleren Vorstellungen von Smith und Locke könne ihn nicht überzeugen, denn
sie ignorieren unvereinbare Interessen, also Hobbes´ Hauptpunkt
Warum sollte sich auch ein Mensch auf einmal dazu entscheiden, dass Risiko einzugehen,
seine Rechte komplett an einen übermächtigen Herrscher wie den Leviathan abzugeben?
Seine Antwort darauf und der Kern von Parsons Handlungstheorie ist die ,,Unit act". Dies
bezeichnet eine sogenannte Handlungseinheit in dem von ihm so bezeichneten
handlungstheoretischen Bezugsrahmen dem ,,Action frame of reference", der laut Parsons´
aus vier Elementen besteht.
1. Frame of reference: Akteurs-Situation
2. Unit: Grundeinheit sozialer Systeme = der Mensch, der Akteur selbst
3. das Handeln an sich als ,,voluntaristisches System" (pos./neg., affektiv, bedeutsam usw.)
4. ,,Normative Muster" Teil von Kultur und Handlung, Handlung als motiviertes Verhalten,
das kulturelle Muster nutzt
Für Parsons ist das Individuum ein soziales Wesen, das die sozialen Strukturen (Normen und
Werte) als Einzelwesen internalisiert. Handlungsziele / -situation und Mittel und
Bedingungen von zentraler Bedeutung. Hohe Orientierung am Normen und Werten (sind
kontrollierbare Mittel)
Im Kernabschnitt der Vorlesung wurden den Teilnehmern der Vorlesung nunweitere
Einblicke in die verschiednen strukturfunktionalistischen Ansätze gewährt.
Von Parsons entwickelter action frame of reference sind alle Elemente enthalten die soziales
Handeln ermöglichen
Zusätzlich zu den vier erwähntehn: RECHERCHE!!! Warum so viele bzw. mehr als die 4
5. Dualität der Analyse von Handlung (Bedeutung für die Akteure und Bedeutung für
Beobachter)

5
6. Handlungssystem determiniert durch Erfordernisse der Situation, Bedürfnisse und
Fähigkeiten der Person, Sozialintegration als Bedürfnis dabei und dass die Bedingungen
seines Funktionierens aufrechterhalten werden
7. System der sozialen Beziehungen von Akteuren (Rollen als Muster sozialer Beziehungen,
an die sich Individuen halten bzw. sich daran orientieren/ Gruppenstandards, Sanktionen
usw.)
8. System strukturierter Erwartungen, Handeln als angemessen ansehen von Akteuren die
Rollen einnehmen, an die Erwartungen gestellt werden
9. Institutionalisierte Rollen vermitteln Variabilität der ,,menschlichen Natur"
10. Arten von Institutionen/ funktionale Trennung in: situationale, instrumentelle und
integrative Institutionen (Beispiele: Verwandtschaft, Medizin: Rolle des Arztes, Autorität-
Hierarchie)
11. sozialer Wandel kann beschrieben werden, wenn die Interdependenz der
d.h. Akteur in einer bestimmten Situation, der sein Handlungsziel an Werten in Form
situationsangemessener Normen orientiert und damit nicht sein Handlungsziel, sondern seine
Wahl möglicher Mittel dadurch eingeschränkt sieht (Weinbach 2009: 99)
3.1. The social system?
Systematische Ausarbeitung der Konzeption von 1945:
,,Strukturfunktionalismus": Welche Strukturen des Sozialen müssen erhalten werden,
damit soziale Ordnung fortbesteht?
Jedes Handeln ist ein Element der Erhaltung sozialer Strukturen, sie wird von Parsons
primär unter diesem Aspekt betrachtet.
Für Parsons zentral: ,,Werte und Normen" sorgen für gesellschaftliche Stabilität (sie
sind überindividuell, vgl. ,,unit act"). Die Frage nach dem Erhalt sozialer Strukturen im
Handeln wird bei Parsons fokussiert auf die Frage nach der Aufrechterhaltung von
,,Werten und Normen" (,,normativischer Strukturfunktionalismus")
Drei (später vier) Teilsysteme des Handlungssystems:
- ,,Verhaltenssystem"
Bedürfnisse
- ,,persönliches System"
Motive
- ,,soziales System"
Rollen
- (,,kulturelles System")
Werte und Normen
Jede Art von Handeln (individuell oder kollektiv) lässt sich von diesen vier
Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Vorlesungsprotokoll zur Sitzung "Parsons: soziologische Theorie als grand theory"
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Theorien der Gesellschaft und des Sozialen
Note
1,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
10
Katalognummer
V387504
ISBN (eBook)
9783668615380
Dateigröße
527 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziologische Theorien, Soziologie, Vorlesungsprotokoll, Protokoll, Parsons, Grand theory
Arbeit zitieren
Lysann Prescher (Autor), 2017, Vorlesungsprotokoll zur Sitzung "Parsons: soziologische Theorie als grand theory", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387504

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