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Das Ruhrgebiet. Der strukturelle Wandel einer Region. Siedlungsraum, Kultur und Identität.

Title: Das Ruhrgebiet. Der strukturelle Wandel einer Region. Siedlungsraum, Kultur und Identität.

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 36 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Yvonne Metzger (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Ist das Ruhrgebiet noch ein altes schmutziges Industriegebiet Mitten in Nordrhein-Westfalen? Oder ist das Ruhrgebiet inzwischen ein wichtiges Naherholungsgebiet? Oder ist es eine Mischung aus beidem? Das Ruhrgebiet, der (ehemals) größte industrielle Ballungsraum in Europa, hat eine lange und interessante Geschichte und ist immer noch mitten in seiner Entwickelung. Bevölkerung, Stadt, Kultur, Verkehr, Wirtschaft, Natur, Ökologie, Bodenbeschaffenheit, Politik, Bildungswesen, soziale Struktur, Religion und vieles mehr sind Aspekte, die jeweils eine eigene wissenschaftliche Arbeit Wert sind.
Ziel dieses Werkes ist die darstellende Analyse der Entwicklung des Siedlungsraumes, der Kultur und der Identität der Bevölkerung vor dem Hintergrund des tief greifenden Strukturwandels. Dieser wurde durch wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen ausgelöst und findet noch immer noch statt. Es soll versucht werden, die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Komponenten aufzuzeigen und ein Gesamtbild über das Ruhrgebiet zu vermitteln. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Themenbereichen der Stadtplanung und der Kultur. Es wird anhand von historisch-wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen heraus gearbeitet, wie das Ruhrgebiet im Laufe der letzten vier Jahrzehnte den Weg zu einer Kulturlandschaft betreten hat und seine Vergangenheit als industrielles Zentrum von wirtschaftlicher Bedeutung mehr und mehr hinter sich lässt. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, wie die Bevölkerung diesen Veränderungen gegenüber steht. Dieses Werk schildert den Weg vom industriellen Herzen Deutschlands zur Route Industriekultur und fragt nach, wie es den Menschen der Region bei diesem Wandel ergangen ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Sozioökonomische Aspekte des Strukturwandels

2.1. Wirtschaftlicher Strukturwandel - Der Prozess der Deindustrialisierung

2.2. Gesellschaftlicher Strukturwandel - Um- und Neuorientierung

III. Siedlungsraum Ruhrgebiet - Wandel der städtebaulichen Leitbilder und Weiterentwicklung der Siedlungsstruktur

3.1. Entwicklung der Siedlungsstruktur von Beginn der Industrialisierung bis zum Zweiten Weltkrieg

3.2. Stadtentwicklung und Stadtplanung nach dem Zweiten Weltkrieg

3.2.1. Die Bedeutung von Grünflächen in der Stadtplanung der Nachkriegszeit

3.2.2. Die Inhalte einer ökologisch orientierten Stadtplanung in der Gegenwart

3.3. Exkurs: Neue Einkaufszentren im Ruhrgebiet

IV. Das Projekt Internationale Bauausstellung Emscher Park – Verknüpfung von Industrie, Siedlung, Kultur und Natur

4.1. Leitideen, Akteure und erste Bilanz der IBA Emscher Park

4.2. Die Neu- und Umgestaltung von Gartenstädten als Beispiel für neue Wohnkultur

4.3. Kulturregion Ruhrgebiet

4.3.1. Kultur: Sinnstifter – Standortfaktor – Wachstumsbranche

4.3.2. Industriekultur vor der IBA

4.3.3. Industriekultur im Rahmen der IBA - Ausgewählte Beispiele für die Umnutzung alter Industriegebäude als neue Kultureinrichtungen

4.3.3.1. Der Duisburger Innenhafen

4.3.3.2. Der Landschaftspark Duisburg-Nord

4.3.3.3. Kultur in der Stadt Oberhausen

4.3.3.4. Die Zeche Zollverein in Essen

V. Region Ruhrgebiet? - Identität und Image

5.1. Identität im Ruhrgebiet

5.2. Image des Ruhrgebiets

VI. Ausblick – welche Zukunft hat das Ruhrgebiet?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Entwicklung des Siedlungsraums, der Kultur und der Identität im Ruhrgebiet vor dem Hintergrund des andauernden sozioökonomischen Strukturwandels. Im Fokus steht dabei die Untersuchung, wie sich die Region von einem industriellen Zentrum zu einer Kulturlandschaft gewandelt hat und welche Auswirkungen dies auf die Identitätsbildung der Bevölkerung hat.

  • Strukturwandel und Deindustrialisierung
  • Wandel der städtebaulichen Leitbilder
  • Internationale Bauausstellung Emscher Park
  • Bedeutung von Industriekultur
  • Regionale Identität und Imagebildung

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Die Bedeutung von Grünflächen in der Stadtplanung der Nachkriegszeit

Die „neuen grünen Utopien und Visionen von einer besseren, offeneren, gleicheren, ökologischeren und grüneren Industriestadt sind eigentlich noch immer und schon wieder Ausdruck eines deutschen Idealismus.“ Gerade im Ruhrgebiet wurde versucht, das alte Image eines schmutzigen grauen Kohlepotts durch das neue Image einer grünen, ökologisch orientierten Stadtlandschaft zu ersetzen. „Stadthygiene statt Kohlenstaub, Gartenleben kontra Großstadtmoloch.“ Kennzeichnend für diese Visionen war die Schaffung von Landschaftsparks, sogenannten Revierparks und das Einfügen von zahlreichen großen und kleinen grünen Freiflächen in den Städten. Der Landschaftspark in Duisburg-Meiderich beispielsweise verbindet die alten Industriestrukturen mit neuem Grün.

Abgesehen von der Tatsache, dass es schon Leitbilder einer grünen Stadt in der Zeit vor der Jahrhundertwende gab, haben sich die Grundsätze aus der Phase nach dem zweiten Weltkrieg mehr oder weniger bis heute erhalten. Im Rahmen des Wiederaufbaus verstärkte sich mehr und mehr das Prinzip des aufgelockerten, funktional und verkehrstechnisch weiträumigen Städtebaus. Das städtische Grün sollte zunächst funktional unterschiedliche Bereiche voneinander trennen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ruhrgebiet als größten industriellen Ballungsraum Europas und skizziert das Ziel der Analyse, die Zusammenhänge zwischen Strukturwandel, Stadtplanung und Kultur aufzuzeigen.

II. Sozioökonomische Aspekte des Strukturwandels: Dieses Kapitel erläutert den Prozess der Deindustrialisierung seit den 1950er Jahren und beschreibt die daraus resultierenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen wie Arbeitsplatzverluste und Wertewandel.

III. Siedlungsraum Ruhrgebiet - Wandel der städtebaulichen Leitbilder und Weiterentwicklung der Siedlungsstruktur: Hier werden die historische Siedlungsentwicklung sowie die städtebaulichen Planungen nach 1945 analysiert, wobei der Fokus auf ökologischen Leitbildern und der Entwicklung von Einkaufszentren liegt.

IV. Das Projekt Internationale Bauausstellung Emscher Park – Verknüpfung von Industrie, Siedlung, Kultur und Natur: Das Kapitel untersucht das Großprojekt IBA, welches durch die Umnutzung von Industriebrachen und die Inszenierung von Industriekultur neue Maßstäbe für die Region setzte.

V. Region Ruhrgebiet? - Identität und Image: Die Autorin hinterfragt die regionale Identität des Ruhrgebiets, beleuchtet das Wirken von Medien und Organisationen und analysiert, wie das Image der Region von innen und außen wahrgenommen wird.

VI. Ausblick – welche Zukunft hat das Ruhrgebiet?: Der Ausblick thematisiert die Zukunftsperspektiven der Region, unter anderem die demographischen Herausforderungen, die Rolle als Kulturhauptstadt und die Notwendigkeit konsequenter Imagearbeit.

Schlüsselwörter

Ruhrgebiet, Strukturwandel, Deindustrialisierung, Stadtplanung, IBA Emscher Park, Industriekultur, Regionale Identität, Gartenstädte, Denkmalschutz, Dienstleistungssektor, Ballungsraum, Kulturlandschaft, Standortwettbewerb, Lebensqualität, Bevölkerungsstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Transformation des Ruhrgebiets von einer montanindustriell geprägten Region hin zu einer modernen Kulturlandschaft unter besonderer Berücksichtigung der Stadtplanung und Identitätsfragen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen den sozioökonomischen Strukturwandel, die städtebauliche Entwicklung, die Internationale Bauausstellung (IBA) Emscher Park sowie die Bedeutung von Industriekultur und regionaler Identität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine darstellende Analyse der Entwicklung des Siedlungsraums, der Kultur und der Identität der Bevölkerung vor dem Hintergrund tiefgreifender wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderungen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine darstellende Analyse auf Basis historisch-wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen, unterstützt durch die Auswertung existierender Fachliteratur und Studien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Deindustrialisierung, die Wandlung der städtebaulichen Leitbilder, die Bedeutung des IBA-Projekts sowie die Untersuchung der Identitätsbildung und des Images des Ruhrgebiets.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Strukturwandel, Industriekultur, Stadtplanung, regionale Identität und postindustrielle Urbanität charakterisiert.

Welche Rolle spielt die IBA Emscher Park für die Region?

Die IBA fungierte als strukturumgestaltendes Merkmal, das durch die Sanierung von Siedlungen und die Umnutzung alter Industrieanlagen einen Prozess der nachhaltigen Entwicklung und kulturellen Aufwertung einleitete.

Wie bewertet der Autor die kulturellen Inszenierungen im Ruhrgebiet?

Der Autor weist darauf hin, dass kulturelle Großprojekte kritisch reflektiert werden müssen, da eine übertriebene Inszenierung dazu führen kann, dass sich die lokale Bevölkerung nicht mehr mit diesen Angeboten identifiziert.

Welche Problematik sieht der Autor bei der Identitätsbildung?

Die Identitätsbildung ist aufgrund fehlender naturgeographischer oder politischer Einheiten komplex und stützt sich heute eher auf strukturelle Bedingungen und die gemeinsame Geschichte der Montanregion, wobei die ehemals prägende Gemeinsamkeit durch den Strukturwandel abnimmt.

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Details

Title
Das Ruhrgebiet. Der strukturelle Wandel einer Region. Siedlungsraum, Kultur und Identität.
College
University of Münster  (Institut für Geographie)
Course
Kulturgeographie
Grade
1,3
Author
Yvonne Metzger (Author)
Publication Year
2004
Pages
36
Catalog Number
V38753
ISBN (eBook)
9783638377294
ISBN (Book)
9783638734752
Language
German
Tags
Ruhrgebiet Eine Betrachtung Siedlungsraum Kultur Identität Hintergrund Wandels Region Kulturgeographie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yvonne Metzger (Author), 2004, Das Ruhrgebiet. Der strukturelle Wandel einer Region. Siedlungsraum, Kultur und Identität., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38753
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