Verantwortungsbewusstsein und Nachhaltigkeit in Familienunternehmen


Akademische Arbeit, 2017

22 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung...3
2. Unternehmensüberblick...3
3. Definitionen und Begrifflichkeiten...5
Familienunternehmen:...5
Nachhaltigkeit:...6
CSR bzw. Corporate Social Responsibility:...7
Work Life Balance:...8
4. Nachhaltigkeit bzw. CSR und offene Fragen in Bezug auf das Fallbeispiel...9
5. Forschungsfrage...16
Ökonomische Nachhaltigkeit:...16
Personalpolitische Nachhaltigkeit:...17
6. Fazit...18
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1. Einleitung
Vor allem in Deutschland steigt das Ansehen von familiengeführten Unternehmen, sie
stehen heute für Nachhaltigkeit und Verantwortungsbewusstsein, aber leider auch für
schlechtere globale Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Ihren Marktkonkurrenten. Meist
sind Familienunternehmen noch geprägt von positiven Eigenschaften wie Vorbildfunk-
tionen, ethnischen Handeln und allgemeiner sozialer Verantwortung, was wiederum
ihre Schwäche fördert, auf altbewährte Strukturen zurückzugreifen und wenig karriere-
fördernd zu handeln. Familienunternehmen der heutigen Zeit sehen sich in der gesell-
schaftlichen und sozialen Verantwortung. Soziale Einsatzbereitschaft ist für die Mehr-
zahl der deutschen Familienunternehmen nicht nur heute, sondern auch in Zukunft von
Bedeutung. Verantwortungsbewusstes Handeln verbindet man an erster Stelle mit der
Wertschöpfung im eigenen Unternehmen. Der Schwerpunkt liegt auf den Mitarbeitern,
den Kunden, sowie der Einsatzbereitschaft für das soziale Umfeld. Fachwissen und
Kompetenzen der eigenen Mitarbeiter zu nutzen, um die Zufriedenheit der Kunden zu
gewinnen und einen wichtigen Baustein zu schaffen, um den Unternehmenserfolgs zu
sichern, scheint einer der wichtigsten strategischen Schritte zu sein. Zudem bindet man
Fachkräfte langfristig nur, wenn sich Mitarbeiter verschiedener Kulturkreise, Nationali-
täten oder Religionen in einem Unternehmen wohlfühlen. Von nachhaltigen Unterneh-
men wird heute nicht nur erwartet, dass sie sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung
klar sind, sondern diese auch adäquat umsetzen. Die Rahmenbedingen haben sich mit
den Jahren verändert, daher wird erwartet, dass auch die Unternehmen sich anpassen
und auf diverse Veränderungen reagieren. Insgesamt scheint die Diskussion um Nach-
haltigkeit sowohl eine unternehmerische als auch eine ordnungspolitische und damit
gesellschaftliche Herausforderung zu werden.
2. Unternehmensüberblick
In folgender Arbeit soll nun ein analytischer Ansatz der Nachhaltigkeit in Familienunter-
nehmen erläutert werden. Anhand der Fallstudie SOWI600 ,,Karl Meier KG - ein mittel-
ständisches Familienunternehmen" werden Methoden der Nachhaltigkeit in diesem fa-
miliengeführten Unternehmen näher beleuchtet, sowie Instrumente zur besseren Plat-
zierung am Markt herausgearbeitet. Ausgangspunkt der Fallstudie ist die Meier KG, ein
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mittelständisches Familienunternehmen in der dritten Generation. Gründer war Karl
Meier im Jahr 1950. Die Produktionsstätten verteilen sich auf vier Städte, Greven-
broich, Rosenheim, Singen und Deva in der Ukraine. Im Hauptgeschäft bedient die
Karl Meier KG die Verpackungsbranche, sowie Displaybranche für Well- und Vollpap-
pe. Das Tochterunternehmen ist in der dazugehörigen Beratungsbranche angesiedelt
und berät rund um die Verpackungs- und Präsentationsbranche. Der Umsatz liegt bei
30 Mio. bei einer Mitarbeiterzahl von 220. In Forschung und Neuerungen wird ange-
messen investiert, jedoch konnten in der Patentanmeldung keine herausragenden Er-
gebnisse erzielt werden. Gewinnrückgänge begünstigen die derzeitige Lage der Karl
Meier KG ebenso wenig. Ein schlechtes Image erntet die Firma aufgrund von zahlrei-
chen Anschuldigungen von Menschenrechtsaktivisten, daher steht die Firma vor allem
arbeitspolitisch schlecht in der Öffentlichkeit dar. Die unternehmerische Situation zeigt
ganz offensichtlich eine Veränderung auch im personalpolitischen Bereich, da die Mit-
arbeiteransprüche sich mit den Jahren sehr verändert haben. Die Standorte der
Produktionsstätten liegen ungünstig aufgrund der schlechten Anbindung. Die Konkur-
renz schläft darüber hinaus nicht und hat sich in zwei der vier Produktionsstädten in
der Nähe angesiedelt und plant zusätzlich zu expandieren. Die Führungsstruktur der
Firma ist so aufgebaut, dass der Gründer 40 % der Anteile hält und seine 5 Kinder je-
weils die restlichen 12 %, ansonsten hat er noch elf Enkelkinder, diese noch ohne Fir-
menanteile. Nur drei seiner fünf Kinder sind im Unternehmen tätig. Differenzen erge-
ben sich bezüglich der Unternehmensanteile, da die beiden Nicht-Mitarbeiter gerne
ihre Anteile abstoßen würden, dies jedoch die Existenz der Firma bedrohen würde. Die
Ansätze innerhalb der Familie die Problematik zu lösen, wie beispielsweise höhere Di-
videnden auszuzahlen oder die Forschung voranzutreiben, sind leider sehr verschie-
den und daher konnte noch keine Einigung erzielt werden.
Der Vorteil der Firma Meier KG ist im Bereich der Nachhaltigkeit, beziehungsweise im
familiengeführten Betrieb, denn Zusammenhalt, festhalten an Traditionen und Werten
gelten immer noch als tugendhaft. Familiengeführte Unternehmen wirken nach Außen
noch immer authentischer als ihre Konkurrenz. Zusammenfassend lässt sich sagen,
dass die Firma Meier KG ein traditionsbewusstes Unternehmen zu sein scheint, dass
aufgrund ihrer Gesellschafterstruktur und der Tatsache Anteile an Nicht-Mitarbeiter der
Familie vergeben zu haben, Konflikte anheizt, die nicht zu einem positiven Unterneh-
menserfolg beigetragen. Des Weiteren ist es wichtig die Balance zwischen Familie und
Unternehmen halten zu können. Die Herausforderung an den Markt sind gestiegen und
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auch die Anforderungen an Innovationen. Die Forschungsergebnisse der Firma sind
eher schlecht und auch das Image hat gelitten. Da sich in der Nähe neue Konkurrenz-
firmen ansiedeln werden, ist die Gefahr der Mitarbeiterabwanderung, aufgrund ihrer
Kenntnisse und Kompetenzen für die Konkurrenz, sehr hoch. Wie man an der Studie
der Familienunternehmen als Arbeitgeber, der Stiftung Familienunternehmen sehen
kann sind die Bedürfnisse der Mitarbeiter gestiegen und sollten auch gehört werden,
ansonsten wird es schwierig werden Personal auf Dauer zu halten (Stiftung Familien-
unternehmen). Jedoch liegt hier der Vorteil auch wieder bei den Familienunternehmen,
die sich oft mit den Standorten ihrer Firmen eng verbunden fühlen und ein
Zusammengehörigkeitsgefühl empfinden und vermitteln. Die Kernfrage meiner Fallstu-
dienarbeit beschäftigt sich mit der Frage:
Welche positive Auswirkung hat eine aktive Umsetzung von CSR bzw. Nachhaltigkeits-
konzepten auf das Unternehmen im wirtschaftlichen und im personalpolitischen Sinn?
Hierzu werden ich im folgenden einige generelle Fragestellungen zu der Situation nä-
her beleuchten, um dann im Anschluss die Forschungsfrage zu beantworten.
3. Definitionen und Begrifflichkeiten
Da Begriffe wie Nachhaltigkeit / CSR oder Familienunternehmen, etc. des Öfteren in
dieser Arbeit vorkommen werden, hierzu ein Paar Definitionen zur besseren Verständ-
lichkeit:
Familienunternehmen:
Die Stiftung Familienunternehmen beschreibt den Begriff des Familienunternehmens
als ein Unternehmen in beliebiger Größe, Entscheidungsrechte liegen im Besitzstand
von natürlichen Personen, die Mitbegründer der Firma sind, das Gesellschaftskapital
stellen oder deren Ehepartner, Eltern, Kinder oder direkte Nachkommen sind. Ebenso
als Familienunternehmen gelten Firmen, deren Leitung durch einen Familienvertreter
gestellt wird oder mindestens 25 % der Gesellschaftsanteile halten (Stiftung Familien-
unternehmen).
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Nachhaltigkeit:
Nachhaltigkeit bedeutet zum einen,vor allem für den Rat für nachhaltige Entwicklung
Umweltgesichtspunkte gleichrangig mit sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten
zu beachten. Und zum anderen, für Klaus Michael Meyer-Abich, Physiker und Philo-
soph, die Darstellung in drei gleichberechtigten Säulen der Natur, der Gesellschaft und
der Wirtschaft (K. M. Meyer-Abich, 2001, S. 303f.). Die Deutsche Nachhaltigkeitstrate-
gie der Bundesregierung von 2016 untermauert nochmals wofür Nachhaltigkeit stehen
soll. Für soziale Sicherheit und wirtschaftliche Entfaltungsmöglichkeiten bei gleichblei-
bendem unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Auch hier steht im Mittelpunkt das
Dreieck der Wirtschaft, Soziales und der Umwelt.
Dreieck der Nachhaltigkeit:
Abbildung 1 Dreieck der Nachhaltigkeit: selbst erstellt
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Soziales
Verbesserung der Qualifikation
Work Life Balance
Verbesserung der Gesundheit
Soziales Engagement
Umwelt
Wiederverwertbare Verpackungen
Ressourcenverbrauch senken
CO ² Austoß verringern
Nachhaltig-
keit
Wirtschaft
Kontinuität vor allem in
Familienunternehmen
Langfristige Orientierung
Hoher Qualitätsanspruch

CSR bzw. Corporate Social Responsibility:
Corporate Social Responsibility steht auch für unternehmerische Verantwortung und ist
als Teilbereich der Nachhaltigkeit zu sehen. Die Europäische Kommission spricht bei
soziale Verantwortung von Unternehmen, im Sinne von gesamtgesellschaftlicher bzw.
ökologischer Verantwortung ganz klar vereinfacht von der Verantwortung für die Folgen
der unternehmerischen Aktivitäten. Durch die neue CSR EU-Strategie von 2014 sollen
des Weiteren soziale, biologische, ethische, Menschenrechts- und Verbraucherangele-
genheiten in enger Kooperation mit der Interessensgruppe in die Betriebsführung und
in ihr Kernkonzept eingebettet werden (Europäische Kommission, 2011). In der Abbil-
dung unten kann man sehr gut sehen wofür CSR heute steht:
Corporate Social Responsibility Tree:
CSR
air
success
corporations
recycling
repair
social
recover
globalthink
strategy
target
society
work life balance
market
technology
perspective
economic
customers
tree
time
world
nature
informations
change life
earth
business
animals
Abbildung 2 Corporate Social Responsibility Tree: selbst erstellt
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Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Verantwortungsbewusstsein und Nachhaltigkeit in Familienunternehmen
Hochschule
Technische Universität Kaiserslautern  (Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Fallstudienarbeit
Note
2,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
22
Katalognummer
V387638
ISBN (eBook)
9783668618886
ISBN (Buch)
9783668618893
Dateigröße
674 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unternehmen Marketing, Social Marketing, Familienunternehmen, Nachhaltigkeit, Affektives Commitment, Normatives Commitment, CSR, Work life Balance
Arbeit zitieren
Marina Zuber (Autor), 2017, Verantwortungsbewusstsein und Nachhaltigkeit in Familienunternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387638

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