Der Text, den ich Rahmen unseres Seminars zu bearbeiten und in einem Referat vorzustellen hatte, stammt von Fritz Oser und Susanna Sarasin und trägt den gleichen Titel wie diese Belegarbeit.
In einem ersten Abschnitt möchte ich einen Überblick über die Theorie der Basismodelle geben, also versuchen, zu erklären, was Basismodelle eigentlich sind, dann werde ich darauf eingehen, welche Basismodelle gefunden wurden, durch welche Sequenzierungen sie bestimmt sind und wovon sie abhängig sind. In einem letzten Abschnitt werde ich noch Teile des Forschungsprogramms, das sich mit den Basismodellen auseinandersetzt, darstellen und natürlich dessen Ergebnisse zusammentragen.
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Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Überblick über die Theorie der Basismodelle
3. Welche Basismodelle gibt es
4. Forschungsprogramm und dessen Ergebnisse
5. Zusammenfassung der Ergebnisse
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die von Fritz Oser und Susanna Sarasin entwickelte Theorie der Basismodelle des Unterrichts zu erläutern, ihre Anwendung als Strukturierungshilfe für Lernprozesse aufzuzeigen und empirische Erkenntnisse aus deren Forschungsprogramm darzustellen.
- Theoretische Fundierung der Basismodelle und der Unterscheidung von Sicht- und Tiefenstrukturen.
- Klassifizierung verschiedener Basismodelle in Abhängigkeit vom jeweiligen Lernzieltyp.
- Analyse der Bedeutung einer bewussten Sequenzierung von Lernprozessen.
- Diskussion der empirischen Ergebnisse zur tatsächlichen Anwendung von Basismodellen im Schulalltag.
Auszug aus dem Buch
2. Überblick über die Theorie der Basismodelle
Im Unterricht werden beim Lernen eines Kindes zwei Ebenen des inneren Handelns auffällig. Die erste Ebene bezieht sich auf die Sichtstrukturen. Dazu gehört alles, was von außen unmittelbar zum Unterricht beitragen kann, insbesondere das, was die Lehrperson arrangiert, um bei den Schülern Lernprozesse auszulösen (z.B. Methoden, Aufteilung des Materials, Sozialformen, Auswahl von Beispielen,...). Die zweite Ebene ist die der inneren Prozesse des Lernens, die in der Psychologie allgemein auch als Operationen bezeichnet werden (z.B. Anwenden, Durcharbeit, Memorieren,...). Mit letzteren hat sich der Lernpsychologie bisher schon intensiv auseinandergesetzt, allerdings nicht damit, in welcher Reihenfolge dies Operationen ablaufen, also mit ihrer Sequenzierung. Darum geht es nun aber Wissenschaftlern, wie Oser und Sarasin.
Basismodelle sind Hypothesen darüber, wie die Operationen ablaufen und über die Gesetzmäßigkeiten ihrer Abfolge. Man untersuchte also die unterschiedliche Sequenzierung von inneren Prozessen des Lernens, die im Kind ablaufen, damit es lernt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Der Autor stellt das Ziel der Arbeit vor, die Theorie der Basismodelle von Oser und Sarasin zu erläutern und deren Forschungsprogramm zu skizzieren.
2. Überblick über die Theorie der Basismodelle: Dieses Kapitel definiert die Unterscheidung zwischen Sichtstrukturen und inneren Lernprozessen sowie die Funktion von Basismodellen als Hypothesen zur Sequenzierung.
3. Welche Basismodelle gibt es: Hier werden die zwölf identifizierten Basismodelle aufgelistet, die jeweils unterschiedlichen Zieltypen des Lernens zugeordnet sind.
4. Forschungsprogramm und dessen Ergebnisse: Es wird die Analyse des Unterrichtsalltags beschrieben, wobei die Diskrepanz zwischen theoretischem Anspruch und tatsächlicher Anwendung von Basismodellen aufgezeigt wird.
5. Zusammenfassung der Ergebnisse: Das Kapitel schließt mit der Erkenntnis, dass der Basismodellansatz zwar eine hilfreiche Strukturierung ermöglicht, jedoch im Unterrichtsalltag bisher zu wenig reflektiert genutzt wird.
Schlüsselwörter
Basismodelle, Unterrichtstheorie, Lernprozesse, Sichtstruktur, Sequenzierung, Wissensaufbau, Instruktionsdesign, Schulpädagogik, Lehr-Lern-Forschung, kognitive Operationen, Lernstrategien, Unterrichtsplanung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem theoretischen Konzept der "Basismodelle des Unterrichts" von Oser und Sarasin, das untersucht, wie Lernprozesse sequenziell strukturiert werden können, um Lernerfolge zu optimieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Differenzierung zwischen äußeren Unterrichtsarrangements (Sichtstrukturen) und inneren Lernoperationen sowie die wissenschaftliche Begründung für die Abfolge dieser Lernschritte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Nutzen der Basismodelle als Handlungsschemata für Lehrpersonen darzulegen und aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Sequenzierung Lernprozesse im Kind wirksam unterstützt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung des Textes von Oser und Sarasin sowie auf der Darstellung empirischer Analysen, die durch Videographierungen von Unterrichtsstunden und Lehrerinterviews gewonnen wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Basismodelle, eine Auflistung der existierenden Modelle und eine Auswertung des Forschungsprogramms, welches die Diskrepanz zwischen Theorie und Unterrichtspraxis beleuchtet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Basismodelle, Sichtstruktur, Sequenzierung, Lernprozesse, Wissensaufbau und Unterrichtsqualität.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Sichtstruktur und Basismodell wichtig?
Die Unterscheidung verdeutlicht, dass Lehrpersonen zwar die äußeren Methoden (Sichtstruktur) frei gestalten können, diese jedoch immer im Dienst der kognitiv notwendigen Abfolge (Basismodell) stehen sollten, um das Lernziel zu erreichen.
Welches Hauptergebnis lieferte die Untersuchung zur Schulpraxis?
Die Untersuchung ergab, dass zwar viele Unterrichtsabschnitte dem Basismodell des Wissensaufbaus entsprechen, sich Lehrer jedoch oft zu wenig bewusst darüber sind, welche konkreten inneren Lernprozesse sie bei den Schülern durch ihre Planung auslösen möchten.
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- Steffanie Rosenhahn (Author), 2002, Basismodelle des Unterrichts: Von der Sequenzierung als Lernerleichterung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3876