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Die Ohnmacht des Zaren. Die Russische Revolution als Ergebnis einer verfehlten Herrschaftsstrategie

Title: Die Ohnmacht des Zaren. Die Russische Revolution als Ergebnis einer verfehlten Herrschaftsstrategie

Term Paper , 2015 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: BA Marvin Damer (Author)

World History - General and Comparison
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Beinahe 100 Jahre ist es nun her, dass eines der größten Ereignisse europäischer Geschichte stattfand. Die Russische Revolution 1917 sollte nicht nur die Strukturen Russlands auf Dauer verändern, sondern den Lauf der Geschichte für ganz Europa und darüber hinaus in hohem Maße prägen. Diese Ausarbeitung soll jedoch nicht auf die bedeutenden Konsequenzen der Revolution eingehen. Um das Geschehen der bewegenden Monate des Jahres 1917 begreifen zu können, muss umfassend auf die Ursachen eingegangen werden, die teils viele Jahre vor der Revolution zu suchen sind. Da eine Gesamtanalyse der für das Revolutionsgeschehen ursächlichen Faktoren den Umfang dieser Ausarbeitung sprengen würde, soll vorrangig die Rolle des letzten russischen Zaren und ihre Bedeutung für den Ausbruch der Revolution erforscht werden. Dabei sind Kenntnisse über die Persönlichkeit des Zaren unabdingbar, weshalb diese eng an die politischen Entscheidungen und Geschehnisse gekoppelt sein werden. Zuerst wird die Ausgangssituation Nikolaus’ am Zarenhof beschrieben und dabei auf erste Probleme in der Ausübung der Herrschaft verwiesen. Um sich der konkreten Fragestellung anzunähern, wird im Folgenden die Revolution von 1905 thematisiert, wobei vor allem die langfristige Bedeutung der Geschehnisse im Zentrum der Betrachtung liegt, um so den Zusammenhang zur Russischen Revolution von 1917 deutlich machen zu können. Im letzten Abschnitt schließlich wird die Fragestellung auf Basis dieser Erkenntnisse so gut wie möglich beantwortet. Um eine möglichst präzise und kritische Sicht auf die Ereignisse erlangen zu können, werden verschiedene zeitgenössische Quellen, unter ihnen „Die Geschichte der Russischen Revolution“ von Leo Trotzki oder auch die „Die Kerenski-Memoiren“, in die Arbeit einbezogen. Um den aktuellen Stand der Forschung zu garantieren, werden darüber hinaus auch die Ergebnisse moderner Forschungsliteratur Berücksichtigung finden. Da die Ursachen der Revolution nicht monokausal erklärbar sind, wird es in der Argumentation an einigen Stellen zu Überschneidungen kommen, was das Ergebnis der Ausarbeitung jedoch nicht verschleiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Herrschaftsübernahme und Anfangsschwierigkeiten eines Autokraten

3. Eine Bedrohung für die Zarenherrschaft und Nickys letzter Aufschub

4. Die Katastrophe als notwendige Konsequenz

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle des letzten russischen Zaren, Nikolaus II., und analysiert, inwiefern seine persönliche Eignung und seine verfehlte Herrschaftsstrategie maßgeblich zum Ausbruch der Russischen Revolution von 1917 beigetragen haben.

  • Analyse der Persönlichkeit und der Anfangsjahre der Herrschaft von Nikolaus II.
  • Untersuchung der langfristigen Auswirkungen der Revolution von 1905 auf die Stabilität der Monarchie.
  • Kritische Würdigung der autokratischen Herrschaftsstrategie und der Weigerung gegenüber Reformen.
  • Recherche zur Rolle des Zaren im Kontext gesellschaftlicher Krisen und militärischer Fehlschläge.
  • Auswertung zeitgenössischer Quellen, darunter Tagebücher und Memoiren, im Vergleich mit moderner Forschungsliteratur.

Auszug aus dem Buch

Die Katastrophe als notwendige Konsequenz

Am 26. Februar 1917, drei Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges, sollte es in Sankt Petersburg zu „Rußlands zweite(m) Blutsonntag“ kommen. Drei Tage zuvor, am 23. Februar kam es wieder einmal zu Demonstrationen in der Hauptstadt. Die durch den Kriegszustand und die Witterung bedingten wochenlangen Lebensmittelengpässe hatten die russische Bevölkerung stark demoralisiert. Auf diesem Nährboden der Unzufriedenheit konnte sich Unmut gegenüber der russischen Administration rasch verbreiten. Die staatlichen Behörden reagierten auch in diesen Februartagen mit repressiven Maßnahmen. Während sich die Streiks in Sankt Petersburg ausweiteten, kam es zu Konfrontationen mit der Polizei, was die soziale Unruhe nur noch weiter anheizte. Als der in Mogiljav weilende Zar schließlich davon erfuhr, unterschätzte er die Lage erheblich und ordnete an, dass das Militär die Angelegenheit bereinigen solle. Nikolaus hatte wenig aus den Ereignissen des Oktobers 1905 gelernt, was ihm diesmal jedoch endgültig zum Verhängnis werden sollte. Zu groß war die Enttäuschung über das Ausbleiben der ersehnten Landreformen, über die Lage Russlands im Krieg, die mangelnde Versorgung der städtischen Bevölkerung und über Ergebnisse der Zarenherrschaft insgesamt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die zentrale Forschungsfrage zur Rolle von Nikolaus II. als Ursache für die Revolution von 1917 und erläutert die methodische Herangehensweise anhand zeitgenössischer Quellen.

2. Herrschaftsübernahme und Anfangsschwierigkeiten eines Autokraten: Dieses Kapitel thematisiert den Amtsantritt des Zaren, seine persönliche Überforderung und das Fehlen einer reformorientierten Herrschaftsstrategie.

3. Eine Bedrohung für die Zarenherrschaft und Nickys letzter Aufschub: Hier wird die Revolution von 1905 als entscheidender Wendepunkt analysiert, der das Vertrauensverhältnis zwischen Volk und Zar nachhaltig zerrüttete.

4. Die Katastrophe als notwendige Konsequenz: Der Fokus liegt auf dem Jahr 1917, dem Scheitern des Zaren in der Kriegskrise und dem letztlich erzwungenen Abdankungsprozess.

5. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die persönliche Unzulänglichkeit des Zaren in Verbindung mit seinem starren Traditionsbewusstsein den Untergang der Romanow-Dynastie begünstigte.

Schlüsselwörter

Russische Revolution, Nikolaus II., Zarenherrschaft, Autokratie, 1905, Oktobermanifest, Abdankung, Romanow, politische Krise, Machtstrategie, Reformunfähigkeit, Geschichte, Russland, Erste Weltkrieg, Monarchie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Ausarbeitung?

Die Arbeit analysiert die Ursachen der Russischen Revolution unter dem spezifischen Fokus der Rolle des letzten Zaren, Nikolaus II., und dessen politischer Entscheidungen.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Herrschaftsjahre von Nikolaus II., die Auswirkungen der Revolution von 1905 sowie die sozio-politischen Spannungen, die zum Sturz der Monarchie führten.

Was ist die zentrale Forschungsfrage des Autors?

Die Arbeit geht der Frage nach, inwieweit die individuelle Persönlichkeit des Zaren und seine strikte Weigerung, das autokratische Herrschaftssystem zu reformieren, als Hauptursachen für den Zusammenbruch der Zarenherrschaft gelten können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Es handelt sich um eine historische Quellenanalyse. Der Autor wertet zeitgenössische Quellen wie Tagebücher und Memoiren (z. B. von Leo Trotzki und Alexander Kerenski) im Kontext moderner Forschungsliteratur aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch: Er beginnt mit den Anfangsschwierigkeiten des Zaren, führt über die Zäsur der Revolution von 1905 hin zu den eskalierenden Ereignissen des Jahres 1917, die schließlich in die Abdankung mündeten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Autokratie, Reformunfähigkeit, Machtstrategie, Traditionsbewusstsein und das Scheitern der Romanow-Dynastie.

Warum war die Rolle von Nikolaus II. für das Ende der Monarchie so entscheidend?

Der Autor argumentiert, dass der Zar durch seine Unfähigkeit zur Modernisierung und seine unnachgiebige Haltung ein geistiges Band zum Volk zerschnitt, was notwendige Reformen verhinderte und die Revolution radikalisierte.

Welche Bedeutung wird der Revolution von 1905 beigemessen?

Das Jahr 1905 wird als „Warnschuss“ gesehen, der Risse im Fundament des Zarenreiches hinterließ, die Nikolaus II. trotz kurzfristiger Stabilisierungsversuche durch das Oktobermanifest nicht dauerhaft kitten konnte.

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Details

Title
Die Ohnmacht des Zaren. Die Russische Revolution als Ergebnis einer verfehlten Herrschaftsstrategie
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Grade
2,0
Author
BA Marvin Damer (Author)
Publication Year
2015
Pages
12
Catalog Number
V387747
ISBN (eBook)
9783668621329
ISBN (Book)
9783668621336
Language
German
Tags
Zar Nikolaus II. Russische Revolution
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
BA Marvin Damer (Author), 2015, Die Ohnmacht des Zaren. Die Russische Revolution als Ergebnis einer verfehlten Herrschaftsstrategie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387747
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