Qualität sticht Quantität? Ein Vergleich quantitativer und qualitativer Methoden in der wissenschaftlichen Forschung


Hausarbeit, 2017

16 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

2
I. INHALTSVERZEICHNIS
I. INHALTSVERZEICHNIS ... 2
II. ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS... 3
III. ABBILDUNGSVERZEICHNIS ... 3
1. EINLEITUNG ... 4
2. GRUNDLAGEN DER QUANTITATIVEN FORSCHUNG... 5
2.1 Q
UANTITATIVE
F
ORSCHUNG ANHAND DER STANDARDISIERTEN
B
EFRAGUNG
... 6
2.2
D
IE
O
NLINE
U
MFRAGE
... 6
3. GRUNDLAGEN DER QUALITATIVEN FORSCHUNG ... 7
3.1
Q
UALITATIVE
F
ORSCHUNG ANHAND DER
,,G
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3.2
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,
WAS IST AUS DIR GEWORDEN
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S
TUDIE
... 9
4. VOR- UND NACHTEILE ­ EIN DIREKTER VERGLEICH... 10
5. INTEGRIERTE FORSCHUNGSMODELLE ... 11
5.1
T
RIANGULATION
... 12
5.2
,,D
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RBEITSLOSEN VON
M
ARIENTHAL
" ­ E
INE
S
TUDIE
... 12
6. FAZIT ... 14
IV. LITERATURVERZEICHNIS ... 15

3
II.
Abkürzungsverzeichnis
Abb.
­
Abbildung
Darst. ­
Darstellung
Et al
­
unter anderem
evtl.
­
eventuell
o.J.
­
ohne Jahr
u.a.
­
unter anderem
u.v.m. ­
und vieles mehr
v.a.
­
vor allem
z.B.
­
zum Beispiel
III.
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Forschungsprozess (eigene Darst. in Anlehnung an Homberg 2015, S. 251) ... 5
Abb. 2: Checkliste zur Online- Befragung, Thielsch/Wenzlin 2012, S.119 ... 7
Abb. 3: Grounded Theory (eigene Darst. in Anlehnung an Mayring 1990, S.79) ... 9

4
1.
Einleitung
Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Ausgangsfrage ,,Qualität sticht Quantität"
und der Überprüfung ihrer tatsächlichen Richtigkeit in der wissenschaftlichen For-
schung. Schließlich lässt sich festhalten, dass bereits eine vorherrschende Diskrepanz
der quantitativen und der qualitativen Forschung auf ihre Begriffsdefiniton zurückgeht.
So wird laut Brockhaus Quantität als ,,die Menge, Größe" (Brockhaus 2000, S.727) de-
finiert, während Qualität als ,,die Güte, Beschaffenheit" (Brockhaus 2000, S.727) be-
schrieben wird.
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die vermeintlichen Unterschiede, sowie Vor- und Nachteile
beider Methoden ersichtlich zu machen und ihre Anwendung präzise und anhand von
angewandten Studien darzustellen. Dafür werden zunächst die theoretischen Grundla-
gen beider Forschungsmethoden im Rahmen der Definition erklärt. Mithilfe ausgewähl-
ter Methoden verschiedener Wissenschaftler wird der Prozess der Datenerhebung und
Datenanalyse exemplarisch veranschaulicht. Die Beschreibung erfolgt getrennt, um
eine überschaubare und auf das jeweilige Thema fokussierte, nachvollziehbare Logik
zu entfalten und zu vertiefen. Zur Ergänzung komplexer Forschungsmethoden werden
ausgewählte Studien übersichtlich vorgestellt, um ihre Komplexität greifbarer und ihre
Durchführung anhand der Praxis zu verdeutlichen. Im Anschluss an die Erläuterung der
Grundlagen zur quantitativen und qualitativen Forschung erfolgt ein Zwischenfazit auf
Grundlage der Zusammenfassung der Vor- und Nachteile der jeweiligen Methode.
Ein daraus entstehender Aspekt ist die Bezugnahme auf die integrativen Forschungs-
methoden und die Darlegung ihrer in sich unterstützenden und nicht ausschließlich
voneinander abgrenzenden Fokussierung. Die vorher scharfe Trennung der For-
schungsmethoden macht ihre jetzige Verschmelzung deutlich und ihre Integrität nach-
vollziehbar.
Zum Abschluss wird ein auf subjektiv betrachtender Ebene beruhendes Fazit bezüglich
der Verwendung qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden gezogen.
Zu erwähnen ist, dass diese Arbeit lediglich die Grundlagen der quantitativen und qua-
litativen Forschung berührt. Dies verhält sich ebenso in der Vorstellung der jeweils aus-
gewählten Methoden und Studien, zu welchen es jeweils ganze Literaturbände gibt, die
das Thema auf mehreren hundert Seiten beleuchten. Ebenso werden nicht sämtliche
forschungsbezogene Erhebungs- und Auswertungsmethoden ausführlich erläutert. Ihre
Erwähnung dient lediglich der Übersicht und der Vollständigkeit des an sich komplexen
Themas. Die genaueste Beschreibung jedes einzelnen Verfahrens übersteigt den Rah-
men dieser Arbeit und bedarf einer eigenen, auf das Thema fokussierte in sich abschlie-
ßende Arbeit und Darstellung.

5
2.
Grundlagen der quantitativen Forschung
Um einen Bezug zu der vorangestellten These zu schaffen, bedarf es im Vorfeld einer
Definition quantitativer als auch qualitativer Forschungsprozesse. Demnach beschäftigt
sich die quantitative Forschung mit der Überprüfung von Hypothesen zu bestehenden
Theorien. Es handelt sich hier um einen zahlenorientierten, naturwissenschaftlichen
Ansatz, bei dem es um die Erkenntnis von Ursache-Wirkungszusammenhängen geht
(Grohnfeldt 2009, S. 124). Dabei werden, bei einer bereits bekannten Grundgesamt-
heit, welche durch eine möglichst große Stichprobe der zu erforschenden Objekte oder
Personen repräsentiert wird, Wahrscheinlichkeitsaussagen über Merkmale, Verhal-
tensformen u.v.m. anhand von zahlenmäßigen Ausprägungen entwickelt. Dabei wird
eine klare Trennung zwischen Datenerhebung und Datenauswertung vorgenommen
(Müller 2008, S. 9). Ziel der quantitativen Forschung ist die Ableitung von objektiven
Handlungsempfehlungen durch die repräsentative Beschreibung, Vorhersage und
Quantifizierung der erhobenen Daten und einer daraus resultierenden Widerlegung o-
der Zustimmung der zuvor bekannten Hypothesen (Albers et al 2009, S. 7).
Abbildung 1: Der Forschungsprozess (eigene Darstellung in Anlehnung an Homberg, 2015 S. 251)
Die Messergebnisse der quantitativen Forschung können durch verschiedene Metho-
den erhoben werden. Die wichtigsten Methoden sind die Beobachtung und die Befra-
gung. Die wissenschaftliche Beobachtung kann dabei definiert werden als ein ,,[...] sys-
tematisches Verfahren, das auf die zielorientierte Erfassung sinnlich wahrnehmbarer
Tatbestände gerichtet ist [...]" (ebd. Lederer o.J., S.3). Sie lässt sich unterscheiden
zwischen teilnehmender/nicht teilnehmender Beobachtung
1
, offener/verdeckter Be-
obachtung
2
, natürlicher/künstlicher Beobachtung
3
und systematischer/unsystemati-
scher Beobachtung
4
(Bortz & Döring, 1995, S. 245). Die dabei gesammelten, theorie-
geleiteten Daten, müssen entsprechend der Gütekriterien der Forschung objektiv, vali-
dierbar und reliabel sein und der Prüfung der vorangestellten Hypothesen dienen (Hom-
burg 2015, S.253). Die Methode der Befragung wird im Weiteren näher erläutert.
Die Auswertung der quantitativen Forschung erfolgt wie bereits benannt, streng ge-
trennt von der Datenerhebung. Die wichtigsten Auswertungsmethoden sind die Codie-
rung, Deskriptivstatistik, die quantitative Inhaltsanalyse und die Inferenzstatistik. Sie
sucht nach Regelmäßigkeiten und Gesetzmäßigkeiten. (Lederer 2014, S. 1).
1
Beobachter nimmt am zu beobachtenden Geschehen aktiv teil oder nicht.
2
Die beobachteten Personen wissen, dass sie beobachtet werden, oder nicht
3
Die beobachtenden Personen befinden sich in ihrem natürlichen Umfeld oder in einem Labor
4
Es liegt ein ausformuliertes Beobachtungskategoriensystem vor oder nicht.
Problem-
formulierung
Unter-
suchungs-
design
Erhebungs-
methode
-
Auswahl
Stichprobee
Erhebungs-
instrument
-
t
Daten-
erhebung
Daten-
analyse

6
2.1 Quantitative Forschung anhand der standardisierten Befragung
Wie die Definition schon vermuten lässt, sind bei standardisierten Erhebungsmethoden
in der quantitativen Forschung, die Fragen sowie auch die Möglichkeiten der zu geben-
den Antworten vorgegeben und für alle Beteiligten gleichermaßen standardisiert. Die
Ergebnisse können anschließend quantifiziert, also zahlenmäßig ausgewertet, interpre-
tiert und verglichen werden (Homburg 2015, S.252).
Eine standardisierte Befragung kann mündlich, schriftlich, telefonisch als auch Online
durchgeführt werden und bedarf keiner Interpretation, Umformulierung oder Anpassung
der Fragen bezüglich des momentanen Sachverhaltes oder situationsbedingter Kon-
textfaktoren (Homburg 2015, S.267). Voraussetzung für die Durchführung der Befra-
gung ist ihre Konzeption. Handelt es sich um scheinbar einfach formulierte, leicht zu
beantwortende Fragen, müssen diese jedoch in ihrem Kontext dem zu erforschenden
Sachverhalt dienlich sein. Eine ausfallende Frage ist zwar quantifizierbar, doch für die
Interpretation wertlos. Der Forscher muss sich im Vorfeld mit einer einfachen Formu-
lierung hypothesenbezogener Fragen und Antworten auseinandersetzen und diese im
Kontext bereits mit möglichen Ergebnissen und deren Sinnhaftigkeit für die Forschung
verknüpfen. Hinzukommt die Definition einer Zielgruppe die für den zu erforschenden
Sachverhalt von Relevanz ist, um einen Streuverlust und damit unrelevante, im Nach-
hinein schwer identifizierbare Datenerhebungen zu verhindern (Thielsch/Weltzin 2012,
S.112-115).
2.2 Die Online - Umfrage
Die in der heutigen Gesellschaft meist durchgeführte Art der Befragung ist die Online-
basierte Befragung. Im Jahr 2010 belegte sie mit 38 % in der Statistik über angewandte
quantitative Erhebungsmethoden den größten, und vermeintlich weiterhin steigenden
Anteil (Thielsch/Weltzin 2012, S.110). Vorteile dieser Befragungsform ist eine ver-
gleichbar hohe Reichweite und der dadurch entstehende Erhalt an großen, repräsen-
tativen Datenmengen, die in ihrer Interpretation eine beweiskräftigere Ergebnisproto-
kollierung ermöglichen. Vor allem im Zuge der zunehmenden Globalisierung und inter-
national tätiger Unternehmen ist die Nutzung von Online-Ressourcen für grenzüber-
schreitende Zielgruppenbefragungen und damit einhergehenden Kulturveränderungen
und Verhaltenseinstellungen ein Tool fortschrittlichster Entwicklung und für die betrieb-
liche Praxis unumgänglich. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit der direkten Einspie-
lung der Daten in statistische Analyseprogramme (Homburg 2015, S.270). Dies redu-
ziert einen erheblichen Zeitaufwand und Fehlerquellen, den die Kategorisierung und
Veranschaulichung mündlich durchgeführter oder schriftlich verfasster Befragungen er-
fordert. Dennoch gehen mit der Durchführung von internetbasierten Befragungen eine
Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Qualität sticht Quantität? Ein Vergleich quantitativer und qualitativer Methoden in der wissenschaftlichen Forschung
Hochschule
Internationale Fachhochschule Bad Honnef - Bonn
Note
2,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V387823
ISBN (eBook)
9783668620810
ISBN (Buch)
9783668620827
Dateigröße
712 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Forschung, Grounded Theory, Triangulation, Integierte Forschungsmodelle, Qualitative Forschung, Quantitative Forschung
Arbeit zitieren
Laura Schüller (Autor), 2017, Qualität sticht Quantität? Ein Vergleich quantitativer und qualitativer Methoden in der wissenschaftlichen Forschung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387823

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