Die vorliegende Hausarbeit geht der Frage nach, inwiefern in linken Parteien der Antisemitismus vorherrschte und ob damit auch Wahlkampf im Jahr 1924 betrieben wurde. Hierbei wird zuerst das bekannte nationalsozialistische Wahlplakat „Der Drahtzieher, ein Jude“ des Völkischen Blocks aus dem Jahr 1924 mit Hilfe des Interpretationsmodells nach Panofsky bearbeitet.
Anschließend wird die Kommunistische Partei Deutschlands und deren Zeitung ‚Die Rote Fahne‘ auf antisemitische Aussagen untersucht. Außerdem werden Aussagen von Politikern der KPD näher betrachtet. Im Anschluss wird kurz die Sozialdemokratische Zeitung ‚Vorwärts‘ vorgestellt und ein Sozialdemokratischer Politiker auf antisemitische Aussagen untersucht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Interpretation eines Nationalsozialistischen Wahlplakates mit antisemitischer Darstellung nach Panofsky
- Völkisch- Sozialer Block, Der Drahtzieher- ein Jude, 1924, Stiftung Schloß Friedenstein Gotha: Museum für Regionalgeschichte Schloß Friedenstein
- Kommunistische Partei Deutschlands
- Die Rote Fahne zur Judenfrage
- Antisemitismus in der KPD
- Paul Levi und Rosa Luxemburg - Jüdische Gründer der KPD.
- Antisemitismus in der SPD
- Fazit zum Antisemitismus in politisch linksorientierten Parteien
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht, inwieweit Antisemitismus in linken Parteien genutzt wurde und ob damit auch Wahlkampf im Jahr 1924 geführt wurde. Die Analyse fokussiert sich dabei auf das nationalsozialistische Wahlplakat "Der Drahtzieher, ein Jude" und dessen Interpretation anhand des Modells von Panofsky. Des Weiteren werden die Kommunistische Partei Deutschlands und ihre Zeitung "Die Rote Fahne" auf antisemitische Aussagen untersucht, sowie die Rolle der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands in diesem Kontext beleuchtet.
- Antisemitische Darstellungen in der Weimarer Republik
- Analyse des nationalsozialistischen Wahlplakates "Der Drahtzieher, ein Jude"
- Antisemitismus in der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD)
- Die Rolle der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) im Kontext des Antisemitismus
- Zusammenhang zwischen Antisemitismus und linker Politik im Wahljahr 1924
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Hausarbeit ein und stellt die Forschungsfrage dar. Anschließend wird das nationalsozialistische Wahlplakat "Der Drahtzieher, ein Jude" mit Hilfe des Interpretationsmodells von Panofsky analysiert. Die Rolle der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und ihrer Zeitung "Die Rote Fahne" im Kontext des Antisemitismus wird im nächsten Kapitel beleuchtet. Des Weiteren werden die antisemitischen Aussagen von Politikern der KPD und der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) untersucht.
Schlüsselwörter
Antisemitismus, Weimarer Republik, Wahlplakat, Panofsky, Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), "Die Rote Fahne", Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), "Vorwärts", Judenfrage, Kapitalismus, Nationalsozialismus, "Judas", Arbeiterklasse, "jüdisches Kapital", politische Propaganda.
Häufig gestellte Fragen
Gab es Antisemitismus in linken Parteien der Weimarer Republik?
Die Arbeit untersucht, inwieweit antisemitische Ressentiments auch in der KPD und SPD vorhanden waren und im politischen Diskurs genutzt wurden.
Wie positionierte sich die Zeitung „Die Rote Fahne“ zur Judenfrage?
Die Arbeit analysiert Artikel der KPD-Zeitung auf antisemitische Aussagen, insbesondere im Zusammenhang mit der Kritik am Kapitalismus.
Welche Rolle spielten jüdische Gründer wie Rosa Luxemburg für die KPD?
Trotz jüdischer Gründungsmitglieder wie Paul Levi und Rosa Luxemburg gab es innerhalb der Partei antisemitische Tendenzen, die oft mit Antikapitalismus vermischt wurden.
Was zeigt das Wahlplakat „Der Drahtzieher, ein Jude“?
Es ist ein Beispiel für die völkische Propaganda von 1924, die antisemitische Stereotype nutzte, um politische Gegner zu diskreditieren.
Wie unterschied sich der Antisemitismus linker Parteien von dem der NSDAP?
Die Arbeit geht der Frage nach, ob linker Antisemitismus eher ökonomisch-begründet („jüdisches Kapital“) war, während der rechte Antisemitismus rassisch-ideologisch motiviert war.
- Arbeit zitieren
- Marvin Block (Autor:in), 2017, Antisemitismus linker Parteien der Weimarer Republik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387978