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Die Gärten in Adalbert Stifters Erzählung "Der Hagestolz". Sinnbilder für Charaktere und Lebensweisen der handelnden Personen

Titel: Die Gärten in Adalbert Stifters Erzählung "Der Hagestolz". Sinnbilder für Charaktere und Lebensweisen der handelnden Personen

Seminararbeit , 1990 , 16 Seiten , Note: 1

Autor:in: Sabine Kern (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Erzählung "Hagestolz" werden zwei Gärten beschrieben: der Garten bei Victor zu Hause und der Garten des Oheims, des ‘Hagestolzes’. Die erste Begegnung mit den Bewohnern der beiden Häuser findet jeweils in Zusammenhang mit den Gärten statt: Victor betritt sein Elternhaus nach dem Abschiedsausflug mit seinen Freunden erst einmal durch den Garten; ebenso lernt er das Haus des Oheims durch erste Eindrücke des Gartens kennen.
Die Schilderung dieser beiden Schauplätze ist mehr als nur ein Rahmen für die Erzählung; die beiden Gärten repräsentieren sehr deutlich die Charaktere ihrer Bewohner bzw. Benutzer. Es ist notwendig, an manchen Stellen auch die Schilderung der beiden zugehörigen Häuser zu berücksichtigen, da diese den Eindruck der äußeren Umgebung abrunden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Auswahl des Themas

1.2 Ziel der Untersuchung

2 HAUPTTEIL

Vorbemerkungen

2.1 Erste Eindrücke der beiden Gärten

2.1.1 Garten Victor

2.1.2 Äußerer Garten Hagestolz

2.1.3 Innerer Garten Hagestolz

2.1.4 Zusammenfassung der ersten Eindrücke

2.2 Ausführliche Beschreibung der beiden Gärten

2.2.1 Garten Victor

2.2.2 Innerer Garten Hagestolz

3 SCHLUSS

3.1 Zusammenfassung

3.2 Offene Fragen / Weitere Forschungsmöglichkeiten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die symbolische Bedeutung der Gartenmotive in Adalbert Stifters Erzählung "Der Hagestolz". Dabei wird analysiert, inwiefern die Ausstattung und der Pflegezustand der Gärten als Rückschlüsse auf die Charaktere und die Lebensweise der jeweiligen Bewohner, insbesondere Victor und seines Oheims, dienen können.

  • Kontrastanalyse zwischen den Gärten von Victor und dem Hagestolz
  • Symbolik von Pflanzen, Bauwerken und Gartenelementen
  • Zusammenhang zwischen Raumgestaltung und Bewohneridentität
  • Verbindung von realen Vorbildern und literarischer Fiktion bei Stifter

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Garten Victor

Victors Zuhause ist nicht sein eigentliches Elternhaus: er lebt mit seiner Pflegemutter und deren Tochter aber seit seiner frühesten Kindheit zusammen, so daß er die beiden als seine Familie betrachtet und die Gemeinschaft dieser drei Menschen hier auch so bezeichnet werden soll.

Victors Zuhause wird zum ersten Mal geschildert, als er am Morgen nach dem Abschiedsausflug mit seinen Freunden nach Hause kommt. Das Haus, in dem er und seine Familie leben, liegt eingebettet in eine liebliche Tallandschaft, und selbst hier offenbar ein wenig versteckt, denn Victor biegt vom Wege ab, um zwischen einem großen Fliederbusch und anderen Büschen den Garten zu betreten.

Die erste, kurze Schilderung des Gartens seines Zuhauses beschränkt sich auf wenige Aussagen: Die “aschgraue Gartenplanke, die ihre Farbe von den unzähligen Regen und Sonnenstrahlen erhalten hatte” (S.10), ein niederes Haus mit glänzenden Fenstern und weißen Vorhängen, Holundergesträuche, Obstbäume, Brunnen, ein bejahrter Apfelbaum, “an den sich wieder Stangen und allerlei andere Dinge lehnten”, Hühner, ein Hund.

Diese nur kurze Beschreibung verrät schon viel über die Bewohner. Haus und Garten scheinen einigermaßen betagt zu sein. Die Gartenplanke ist im Laufe der Zeit völlig verwittert; der Apfelbaum wird ebenfalls als ‘bejahrt’ beschrieben. Andere Anzeichen deuten darauf hin, daß das Anwesen insgesamt aber offenbar gut gepflegt ist: die Fenster glänzen, die dahinter befindlichen Vorhänge sind weiß, am Apfelbaum lehnen Stangen und “andere Dinge”, offenbar Gerätschaften zur Gartenarbeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Hier wird die Relevanz der Naturschilderungen und Kontraste in Stifters Werk dargelegt sowie die Forschungsfrage zur symbolischen Funktion der Gärten definiert.

2 HAUPTTEIL: Dieser Teil analysiert detailliert die Gärten beider Hauptfiguren, zeigt die Parallelen und Kontraste in deren Gestaltung auf und interpretiert diese als Ausdruck der jeweiligen Persönlichkeitsstrukturen.

3 SCHLUSS: Die Ergebnisse werden zusammengeführt, um zu zeigen, dass die Gärten als Spiegelbilder der Charaktere fungieren, und es werden Anknüpfungspunkte für weitere literaturwissenschaftliche Forschungen, insbesondere zu realen Vorbildern, aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Adalbert Stifter, Der Hagestolz, Gartenmotiv, Symbolik, Literatur des Realismus, 19. Jahrhundert, Victor, Oheim, Naturlandschaft, Charakterisierung, Kontrastanalyse, Innengarten, Außengarten, Biedermeier, literarische Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die symbolische Bedeutung der Gartenmotive in Adalbert Stifters Erzählung "Der Hagestolz" als Spiegelbild der Charaktere.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Kontraste zwischen den Wohnumgebungen der Protagonisten, ihre Symbolik und die Verbindung zu deren Lebensweise.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Ableitung von Rückschlüssen auf die Charaktere der Bewohner basierend auf der Ausstattung und dem Zustand ihrer Gärten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die deskriptive Schilderungen interpretiert und in einen Kontext setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in erste Eindrücke sowie eine ausführliche Analyse der Gärten von Victor und dem Hagestolz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem: Gartenmotiv, Symbolik, Stifter, Realismus, Charakterdarstellung und Raumdeutung.

Warum unterscheidet der Autor zwischen Außen- und Innengarten beim Hagestolz?

Diese Unterscheidung ist wesentlich, da der Außengarten das verfallene, isolierte Leben symbolisiert, während der gepflegte Innengarten das verdrängte Bedürfnis des Hagestolzes nach Nähe und Qualität widerspiegelt.

Welche symbolische Bedeutung hat das Glashaus in Victors Garten?

Es symbolisiert die behütete, fast sterile Idylle, in der Victor aufgewachsen ist, und den Schutz vor äußeren Einflüssen.

Welche Rolle spielen reale geografische Vorbilder für die Erzählung?

Wie im Schlussteil erwähnt, gibt es starke Hinweise darauf, dass Stifter reale Orte wie das Kloster Traunkirchen am Traunsee als Vorlage für die Klause nutzte.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Gärten in Adalbert Stifters Erzählung "Der Hagestolz". Sinnbilder für Charaktere und Lebensweisen der handelnden Personen
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Germanistisches Institut)
Veranstaltung
Der Garten in der Literatur
Note
1
Autor
Sabine Kern (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1990
Seiten
16
Katalognummer
V388118
ISBN (eBook)
9783668621725
ISBN (Buch)
9783668621732
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stifter Garten Hagestolz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabine Kern (Autor:in), 1990, Die Gärten in Adalbert Stifters Erzählung "Der Hagestolz". Sinnbilder für Charaktere und Lebensweisen der handelnden Personen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388118
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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