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Zur Lage der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in den stationären Hilfen zur Erziehung

Was nicht passt wird passend gemacht?!

Titel: Zur Lage der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in den stationären Hilfen zur Erziehung

Masterarbeit , 2017 , 100 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Alexander Dörnbrack (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Master-Thesis von Herrn Dörnbrack untersucht die Migrationssituation geflüchteter unbegleiteter Minderjähriger (umF) in Deutschland insbesondere in Hinblick auf ihre Situation in der Kinder- und Jugendhilfe, vor allem in Wohngruppen und Pflegefamilien. Dabei wird auch das Wissen der KJH in den 1980er und 1990er Jahren im Umgang mit umF rekonstruiert und kritisch auf die Vernachlässigung dieses Wissens heute hingewiesen.

Die Arbeit verfolgt stringent ihr Thema und ermöglicht ein differenziertes Urteil hinsichtlich der Leistungen der stationären Hilfen zur Erziehung bezüglich umF. Es werden die notwendigen Aspekte in gebotener Kürze angesprochen. Besonders hervorzuheben ist die Rekonstruktion des historischen Wissens der KJH über geflüchtete Kinder und Jugendliche in den 1980er und 1990er Jahren Diese zeigt zweierlei: Erstens gibt es ein historisches Wissen der KJH, das Hinweise zur Lösung aktueller Fragestellungen enthält; zweitens ist dieses Wissen der KJH selbst wenig präsent. Insofern leistet die vorliegende Master-Arbeit auch einen Beitrag zu Geschichte und Gedächtnis der Kinder- und Jugendhilfe. Zugleich arbeitet der Text heraus, wie sich die Schwankungen der rechtlichen und politischen Diskurse hemmend auf die fachlich notwendige Konzeption der Kinder- und Jugendhilfe bezüglich der umF auswirken.
[Auszüge aus der Bewertung des Dozenten]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition: „unbegleiteter minderjähriger Flüchtling“

3. Daten und Fakten zu „unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen“

3.1 Aktuelle Flüchtlingsbewegungen in Europa und Deutschland

3.2 Fluchtmotive der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge

3.3 Fluchtverläufe von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

4. Rechtliche Grundlagen

4.1 Internationale Rechtslage für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

4.1.1 Internationale Schutzabkommen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

4.1.2 Dublin-Verfahren

4.2 Deutsche Rechtslage für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

4.2.1 Asylverfahren in Deutschland bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

4.2.2 Umsetzung der rechtlichen Regelungen in Deutschland

5. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und deren Entwicklungsverläufe aus psychologischer Perspektive

5.1 Grundbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen

5.2 Psychische Traumatisierung bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

5.2.1 Traumadefinition und Traumafaktoren

5.2.2 Verlauf einer Traumatisierung bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

5.2.3 Erscheinungsformen von Trauma-Symptomen

5.2.4 Konzept der sequentiellen Traumatisierung nach Keilson

5.3 Besondere Belastungsfaktoren von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

5.3.1 Risikofaktoren und Vulnerabilität bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

5.3.2 Resilienz und Copingstrategien bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

6. Erfahrungen der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in den stationären Hilfen zur Erziehung

6.1 Umgang und Reaktionen der Kinder- und Jugendhilfe auf die Migrationsbewegungen in den 80er- und 90er-Jahren

6.2 Erfahrungen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Wohngruppen in den stationären Hilfen zur Erziehung in den 80er- und 90er-Jahren

6.3 Erfahrungen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Pflegefamilien im Rahmen der stationären Hilfen zur Erziehung in den 80er und 90er-Jahren

6.4 Gesetzeslage für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in den 80er- und 90er-Jahren

7. Leistungen und Handlungsfelder der Kinder- und Jugendhilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus dem Bereich der stationären Hilfen zur Erziehung

7.1 Rahmenbedingungen in den Wohngruppen der stationären Hilfen zur Erziehung

7.1.1 Lebensraum stationäre Wohngruppen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

7.1.2 Praktische Ausgestaltung der Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Wohngruppen

7.2 Pflegefamilien für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in den stationären Hilfen zur Erziehung

7.2.1 Rahmenbedingungen im Pflegekinderwesen in den stationären Hilfen zur Erziehung

7.2.2 Praktische Ausgestaltung der Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Pflegefamilien

8. Ausblick und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge (umF) im Kontext der stationären Hilfen zur Erziehung. Ziel ist es, zu analysieren, ob die vorhandenen Strukturen den spezifischen Bedürfnissen dieser Zielgruppe gerecht werden und welche Faktoren – etwa rechtliche Rahmenbedingungen oder psychologische Belastungen – die Betreuungssituation beeinflussen.

  • Rechtliche Grundlagen auf internationaler und deutscher Ebene
  • Psychologische Entwicklungsverläufe und Traumatisierung bei umF
  • Historische Erfahrungen der Kinder- und Jugendhilfe seit den 80er-Jahren
  • Anforderungen an Wohngruppen und Pflegefamilien als Betreuungsformen
  • Bedeutung von Resilienz und Bewältigungsstrategien

Auszug aus dem Buch

3.2 Fluchtmotive der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge

Das Phänomen der Flucht bzw. der Migration ist kein Phänomen unserer Zeit, sondern begleitet die Menschheit seit Tausenden von Jahren. Der Migrationsforscher Klaus Bade spricht sogar vom „Homo migrans“, welcher sich über die ganze Welt ausgebreitet hat. Diese Einschätzung wird durch den Fakt untermauert, dass im Jahre 2010 mit 214 Millionen Menschen über 30% der Weltbevölkerung in einem Land lebten, in dem sie nicht geboren wurden. Von dieser Gruppe wurden im Jahr 2010 16,3 Millionen Menschen als Flüchtlinge eingestuft (vgl. Hargasser 2015, S. 16f.). An dieser Stelle ist zu klären, inwieweit zwischen Migrationsbewegungen und Flüchtlingsbewegungen bzw. zwischen den Begriffen Migration und Flucht unterschieden werden muss. Eine abschließende Definition des Phänomens der Migration hat sich im wissenschaftlichen Diskurs bisher nicht herauskristallisiert. Abhängig von der jeweiligen inhaltlichen Schwerpunktsetzung wird der Begriff Migration unterschiedlich definiert.

Im deutschsprachigen Raum scheint die Definition von Grinberg u. Grinberg von der Mehrheit anerkannt zu werden, die die Migration als „den Akt und die Wirkung des Übergangs von einem Land zum anderen mit dem Ziel, sich in diesem niederzulassen“(Grinberg, L./Grinberg R. 1990, S.14 zitiert nach Weeber/Gögercin 2014, S. 13f.) beschreibt. Diese Definition bezieht sowohl die räumliche Veränderung als auch die individuellen psychosozialen Folgen von Migration ein (vgl. Weeber/Gögercin 2014, S. 13f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den immensen Handlungsdruck auf Jugendämter und freie Träger und stellt die Forschungsfrage, ob bestehende Strukturen der stationären Hilfe den Bedürfnissen unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge gerecht werden können.

2. Definition: „unbegleiteter minderjähriger Flüchtling“: Dieses Kapitel klärt das begriffliche Konstrukt von „umF“ und verdeutlicht, warum dieser Begriff am ehesten der besonderen Situation und Schutzbedürftigkeit der Zielgruppe entspricht.

3. Daten und Fakten zu „unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen“: Hier werden aktuelle weltweite Migrationsbewegungen analysiert und Fluchtmotive sowie -verläufe exemplarisch anhand der Situation in Syrien und der Risiken auf den Fluchtwegen dargestellt.

4. Rechtliche Grundlagen: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über die internationale und deutsche Rechtslage, einschließlich der Genfer Flüchtlingskonvention, der Kinderrechtskonvention und der Auswirkungen des Dublin-Verfahrens auf die Situation der Jugendlichen.

5. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und deren Entwicklungsverläufe aus psychologischer Perspektive: Das Kapitel widmet sich psychologischen Grundbedürfnissen, dem Konzept der sequentiellen Traumatisierung nach Keilson sowie den Auswirkungen von Fluchterfahrungen auf die psychische Gesundheit und Resilienz.

6. Erfahrungen der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in den stationären Hilfen zur Erziehung: Ein historischer Abriss der 80er- und 90er-Jahre, der aufzeigt, wie die Kinder- und Jugendhilfe damals auf Zuwanderung reagierte und welche Betreuungsformen sich in der Praxis entwickelten.

7. Leistungen und Handlungsfelder der Kinder- und Jugendhilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus dem Bereich der stationären Hilfen zur Erziehung: Eine detaillierte Analyse der heutigen Rahmenbedingungen und der praktischen Umsetzung der Betreuung in stationären Wohngruppen sowie in Pflegefamilien.

8. Ausblick und Fazit: Das Kapitel führt die Erkenntnisse zusammen und resümiert, inwieweit die stationären Hilfen zur Erziehung eine angemessene Unterstützung für umF leisten können, unter Berücksichtigung politischer und struktureller Einflüsse.

Schlüsselwörter

unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, stationäre Hilfen zur Erziehung, Jugendhilfe, Traumatisierung, Fluchtmotive, Aufenthaltsstatus, Kindeswohl, Resilienz, Wohngruppen, Pflegefamilien, Migration, Dublin-Verfahren, soziale Arbeit, Integration, Vulnerabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (umF) innerhalb der deutschen stationären Hilfen zur Erziehung und analysiert, inwieweit die vorhandenen Betreuungsstrukturen deren Bedürfnissen gerecht werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen für umF, die psychologischen Auswirkungen von Flucht und Traumatisierung sowie die historische und aktuelle Praxis der Unterbringung in Wohngruppen und Pflegefamilien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu ergründen, ob die stationären Hilfen zur Erziehung den Bedürfnissen von umF gerecht werden oder ob die Strukturen primär der Bewältigung politischer Aufträge dienen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche, den Vergleich aktueller Situationen mit historischen Entwicklungen sowie seine eigene berufliche Erfahrung in der Kinder- und Jugendhilfe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Klärung der rechtlichen Lage, eine tiefgehende psychologische Betrachtung der Zielgruppe und eine Analyse der praktischen Ausgestaltung der stationären Unterbringung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem umF, stationäre Hilfen zur Erziehung, Traumapädagogik, Resilienz, Dublin-Verfahren und Asylrecht.

Welchen Stellenwert nimmt das Konzept der sequentiellen Traumatisierung nach Keilson ein?

Das Konzept dient als essenzieller theoretischer Rahmen, um die kumulativen Traumatisierungsprozesse von Flüchtlingskindern – vor, während und nach der Flucht – besser zu verstehen und für die Praxis der Pädagogen nutzbar zu machen.

Wie bewertet der Autor die Unterbringung in Pflegefamilien im Vergleich zu Wohngruppen?

Der Autor stellt fest, dass Pflegefamilien für jüngere Kinder erfolgversprechender sein können, während Wohngruppen für ältere Jugendliche oft sinnvollere Strukturen bieten, wobei die Qualität jeweils stark von fachlicher Begleitung und Ressourcen abhängt.

Ende der Leseprobe aus 100 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zur Lage der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in den stationären Hilfen zur Erziehung
Untertitel
Was nicht passt wird passend gemacht?!
Hochschule
Fachhochschule Koblenz - Standort RheinAhrCampus Remagen
Note
1,7
Autor
Alexander Dörnbrack (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
100
Katalognummer
V388202
ISBN (eBook)
9783668627475
ISBN (Buch)
9783668627482
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umf Flüchtlinge Wohngruppe Pflegefamilien stationäre Hilfen zur Erziehung Jugendhilfe Traumatisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Dörnbrack (Autor:in), 2017, Zur Lage der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in den stationären Hilfen zur Erziehung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388202
Blick ins Buch
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