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Der Kugelstoß

Title: Der Kugelstoß

Term Paper , 2004 , 15 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Tobias Jantz (Author)

Sport - Theory and Practice
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Summary Excerpt Details

Das Kugelstoßen gehört zu den leichtathletischen Wurf- und Stoßdisziplinen, ist seinem Charakter nach schnellkraftorientiert und den azyklischen Bewegungen zuzuordnen. Bereits Homer berichtete in seiner Ilias über Steinstoßwettbewerbe der Soldaten während der Belagerung Trojas. Im 17. Jahrhundert waren es englische Soldaten, die Wettbewerbe im Kanonenkugelstoßen durchführten. Um das Jahr 1860 wurde das Kugelstoßen reglementiert: Das Gewicht wurde auf 16 Pfund (=7,257 kg) festgelegt und der Stoß erfolgte fortan aus einer vorgegebenen Fläche heraus. Das war anfangs ein Quadrat mit 7 Fuß (ca. 2,13) Kantenlänge, das gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch einen Kreis ersetzt wurde. Allerdings war dieser Kreis damals nicht betoniert, sondern wurde einfach in die Asche eingezeichnet. Das Kugelstoßen ist seit 1896 olympisch und konnte bis zu Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts eine kontinuierliche Leistungssteigerung verzeichnen. Seither stagniert die Entwicklung aus Gründen, die hier nicht diskutiert werden. In der vorliegenden Arbeit soll vielmehr das Kugelstoßen als sportliche Disziplin beschrieben werden. Auf die physikalischen und biomechanischen Grundlagen aufbauend sollen die beiden im Hochleistungssport vorzufindenden Techniken erläutert werden. Im abschließenden Teil der Arbeit werden methodische Empfehlungen für das Lehren und Lernen des Kugelstoßens dargeboten. Dabei werden jedoch keine Übungsbeispiele gegeben, von denen es unzählige gibt, sondern es wird eine methodische Stufenfolge erläutert, die zum Erlernen der Technik eingehalten werden sollte. Bei der konkreten Auswahl der Übungen sind der Kreativität des Lehrenden keine Grenzen gesetzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. PHYSIKALISCHE GRUNDLAGEN DES KUGELSTOßES

2.1 VORBEMERKUNGEN

2.2 ALLGEMEINE PHYSIKALISCHE GESETZMÄßIGKEITEN FÜR DEN KUGELSTOß

2.3 BIOMECHANISCHE GESETZMÄßIGKEITEN FÜR DEN KUGELSTOß

3. DIE LEISTUNGSSTRUKTUR DES KUGELSTOßENS

4. DIE TECHNIKEN DES KUGELSTOßES

4.1 VORBEMERKUNGEN

4.2 DIE ANGLEITTECHNIK

4.3 DIE DREHSTOßTECHNIK

5. DAS LEHREN UND LERNEN DES KUGELSTOßES

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit beschreibt das Kugelstoßen als sportliche Disziplin. Auf Basis der physikalischen und biomechanischen Grundlagen werden die im Hochleistungssport verbreiteten Techniken erläutert, um schließlich methodische Empfehlungen für den Lehr-Lern-Prozess abzuleiten.

  • Physikalische Parameter der Flugweite
  • Biomechanische Prinzipien der Beschleunigung
  • Leistungsfaktoren: Kondition, Koordination und Konstitution
  • Detaillierte Analyse der Angleittechnik und Drehstoßtechnik
  • Methodische Stufenfolge zur Vermittlung der Technik

Auszug aus dem Buch

2.3 Biomechanische Gesetzmäßigkeiten für den Kugelstoß

Um die gewünschte maximale Abfluggeschwindigkeit der Kugel zu erreichen, muss diese beschleunigt werden. Da der Beschleunigungsweg durch die Anatomie des Sportlers und das Regelwerk (Stoßen aus dem Ring heraus) begrenzt ist, ist eine Leistungsentwicklung fast ausschließlich über die Vergrößerung der Beschleunigungskraft möglich. Diese wird in Form eines Kraftstoßes übertragen. Es muss eine hohe mechanische Leistung, die Beschleunigungsleistung Pa, abgegeben werden. Das heißt, innerhalb einer relativ kurzen Zeit muss eine möglichst große Energiemenge auf die Kugel übertragen werden.

Um die maximale Beschleunigungsleistung zu erreichen, durchläuft die Kugel zwei voneinander abhängige Phasen: a) Vorbeschleunigung im System Sportler-Kugel. Im Zuge dieses Bewegungsabschnittes sind optimale Bedingungen für die folgende Phase zu schaffen. Das heißt, der Sportler und die Kugel sollen eine möglichst hohe Anfangsgeschwindigkeit erreichen. Dabei ist eine zweckmäßige Stellung der Körperglieder zueinander und zur Kugel zu sichern. b) Hauptbeschleunigung zum Erreichen von v0. Während dieser Phase wird die Kugel durch das Beschleunigen und Bremsen einzelner Körperglieder auf seine maximale Geschwindigkeit beschleunigt (vgl. Hinz, 1991, S. 27).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Bietet einen geschichtlichen Abriss des Kugelstoßens und definiert das Ziel der Arbeit, die Disziplin aus wissenschaftlicher und methodischer Sicht zu beleuchten.

2. PHYSIKALISCHE GRUNDLAGEN DES KUGELSTOßES: Erläutert die für die Flugweite entscheidenden Parameter wie Abfluggeschwindigkeit und -winkel sowie die biomechanischen Erfordernisse der Beschleunigung.

3. DIE LEISTUNGSSTRUKTUR DES KUGELSTOßENS: Analysiert die für Spitzenleistungen notwendigen Faktoren Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Konstitution.

4. DIE TECHNIKEN DES KUGELSTOßES: Beschreibt detailliert die zwei Haupttechniken, die Angleittechnik und die Drehstoßtechnik, einschließlich ihrer jeweiligen Bewegungsphasen.

5. DAS LEHREN UND LERNEN DES KUGELSTOßES: Bietet einen methodischen Leitfaden in vier Stufen zum Erlernen der Angleittechnik.

Schlüsselwörter

Kugelstoßen, Leichtathletik, Abfluggeschwindigkeit, biomechanische Grundlagen, Leistungsstruktur, Schnellkraftfähigkeit, Angleittechnik, O’Brien-Technik, Drehstoßtechnik, Beschleunigungsweg, Stoßauslage, Stemmbewegung, methodische Stufenfolge, Sportdidaktik, Wurfdisziplinen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Kugelstoßen als sportliche Disziplin unter Berücksichtigung physikalischer, biomechanischer und technischer Aspekte sowie methodischer Lehransätze.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Physik des Wurfs, der biomechanischen Leistungsstruktur, der Technikbeschreibung der Angleit- und Drehstoßmethode sowie der methodischen Vermittlung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die fundierte Beschreibung der Sportart Kugelstoßen, um auf Basis der biomechanischen Grundlagen methodische Empfehlungen für den Lernprozess zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender biomechanischer und sportwissenschaftlicher Standardwerke, um die Technik und den Lernweg theoretisch abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die physikalischen Grundlagen, die Analyse der Leistungsstruktur sowie die detaillierte Beschreibung der Angleit- und Drehstoßtechnik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Kugelstoßen, Schnellkraft, Abfluggeschwindigkeit, Angleittechnik, Drehstoßtechnik und methodische Stufenfolge.

Warum stagniert die Leistungsentwicklung im Kugelstoßen laut Autor?

Der Autor führt an, dass die Entwicklung seit Beginn der 90er Jahre stagniert, betont jedoch, dass die Gründe hierfür in der Arbeit nicht weiter diskutiert werden.

Welche Rolle spielt die Auftaktbewegung in der Angleittechnik?

Die Auftaktbewegung hat keinen direkten Einfluss auf das Resultat, dient aber dazu, eine optimale Ausgangsposition und den längstmöglichen Beschleunigungsweg zu sichern.

Warum ist die Drehstoßtechnik koordinativ anspruchsvoller?

Aufgrund der komplexeren Drehbewegung und der höheren Anforderungen an die Winkelbeschleunigung und Koordination ist sie schwerer zu erlernen als die geradlinige Angleittechnik.

Was ist die Kernempfehlung für das Lehren des Kugelstoßens?

Der Autor empfiehlt eine methodische Stufenfolge, die mit der allgemeinen Schulung beginnt, über den Standstoß zum Angleiten führt und schließlich in der Gesamtbewegung mündet.

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Details

Title
Der Kugelstoß
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg
Grade
sehr gut
Author
Tobias Jantz (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V38839
ISBN (eBook)
9783638377928
Language
German
Tags
Kugelstoß
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Jantz (Author), 2004, Der Kugelstoß, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38839
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