Klappe zu, Maus lebt. Falle mit E-Mail


Technischer Bericht, 2018

15 Seiten


Leseprobe

1 Einführung

Ja, Mäuse sind als ungebetene Haustiere nicht wirklich gerne gesehen; sie knabbern an Pappkartons, Isolierungen und allem, was ihnen auch nur entfernt verdaubar oder für den Nestbau geeignet erscheint. Wer allerdings schon einmal miterlebt hat, wie sehr die kleinen Säugetiere leiden, wenn die Schlagfalle sie nicht genau im Genick erwischt, mag vielleicht schon ernsthaft über eine Lebendfalle nachgedacht haben. Lebendfallen verkürzen allerdings den notwendigen Kontrollzeitraum von wenigen Tagen - innerhalb derer die in einer Schlagfalle getöteten Mäuse ausgesprochen unangenehm zu riechen beginnen - auf wenige Stunden; schließlich hilft es weder dem eigenen Gewissen noch der Maus, wenn diese in der Falle elendig verdurstet oder erfriert.1

Was liegt also näher als die im Neuland-Zeitalter gebotenen technischen Möglichkeiten zu nutzen, per E-Mail unmittelbar über die erfolgreiche Mäusejagd informiert zu werden und dem kleinen Racker zeitnah wieder die Freiheit schenken zu können.2

2 Konstruktion

Wir wollen daher im Folgenden eine sehr einfach nachzubauende Falle vorstellen, deren Mikrocontroller die Maus mit Hilfe eines Infrarotsensors erkennt, den Schließmechanis- mus über einen Servo auslöst und uns gleichzeitig über einen Webserver eine E-Mail schickt.

2.1 Falle

Als Falle verwenden wir eine robuste Drahtgitterfalle, deren Länge (Abbildung 2.1) auch größeren Mäusen beim Zuschnappen den Schwanz erhält aber gleichzeitig engmaschig genug ist, um auch den kleineren Exemplaren ein Entkommen zu verbieten. Außerdem ermöglicht uns das Drahtgitter die sehr einfache Montage der übrigen Bauteile mit Hilfe von Kabelbindern (Abbildung 2.8).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.1: Elbe Lebendfalle bei Amazon[1]

Kapitel 2. Konstruktion 2.2. Abstandssensor

2.2 Abstandssensor

Der in Abbildung 2.2 dargestellte Abstandssensor 2Y0A21 von Sharp[2] kann den Abstand von Objekten im Bereich von etwa 5 cm bis 80 cm erkennen1 und damit sicher feststellen, ob sich eine Maus in der Falle befindet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.2: Sharp 2Y0A21 Abstandssensor bei Amazon[2]

Wie in Abbildung 2.3 sichtbar, passt der Abstandssensor mit seinen zwei Optiken freundlicherweise genau zwischen zwei Gitterstreben. Befestigt haben wir ihn einfach mit einem Kabelbinder. Wichtig ist dabei, dass die Anschlusskabel aus dem Inneren der Falle nicht von den mäuslichen Nagezähnen erreicht werden können.2 Aus diesem Grund haben wir die gefährdete Stelle zusätzlich (in Abbildung 2.3 noch nicht sichtbar) mit einem kleinen Stück sehr engmaschigen Drahtgitters gesichert.

Kapitel 2. Konstruktion 2.3. Servo

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.3: Befestigung des Abstandssensors

2.3 Servo

Da die notwendige Haltekraft des Servos in Abbildung 2.5 auf Grund der in Abbildung 2.8 erkennbaren Hebelwirkung des Auslösedrahtes extrem gering ist, reicht der in Abbildung 2.4 dargestellte SG-90 Microservo[3] aus, um den Auslösedraht zu halten und im entscheidenden Moment frei zu geben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.4: SG-90 Microservo bei Amazon[3]

Auch den Servo haben wir mit einem Kabelbinder sicher an der Falle befestigt (Abbil)

[...]


1 Der Aufwand, die Maus prophylaktisch jedes Mal in der Falle mit frischem Obst und kuscheligem Nistmaterial zu versorgen, erscheint dem Autor dann vielleicht doch ein wenig übertrieben.

2 Ob Hausmäuse allerdings in Wald und Flur überhaupt so richtig glücklich werden, ob ein Kilometer ausreicht, sie daran zu hindern, den Weg nach Hause zu finden und ob der Autor wirklich große Lust hat, um 23:00 Uhr zum dritten Mal an diesem Tag im strömenden Regen mit dem Fahrrad seiner Tierliebe Ausdruck zu verleihen, mag vorerst undiskutiert bleiben.

1 Konkret verbaut haben wir das momentan etwas schwer erhältliche Vorgängermodell 2D120X, das sogar noch einen etwas geringeren Abstandsbereich besitzt.

2 Beim Versuch, sich aus der Falle zu befreien, denkt die Maus ob ihres geringen technischen Verständnisses nicht darüber nach, dass auch ein vollständiges Durchtrennen der Sensorkabel die durch Federkraft zugehaltene Falle nicht wieder öffnen kann.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Klappe zu, Maus lebt. Falle mit E-Mail
Hochschule
Hochschule Bremen
Autor
Jahr
2018
Seiten
15
Katalognummer
V388472
ISBN (eBook)
9783668628106
Dateigröße
2001 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mausefalle, Lebendfalle, E-Mail, Mikrocontroller, ESP8266, NodeMCU
Arbeit zitieren
Prof. Dr.-Ing. Jörg Buchholz (Autor), 2018, Klappe zu, Maus lebt. Falle mit E-Mail, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388472

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