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James Bond 007 "Goldfinger" - Eine Analyse anhand der feministischen Filmtheorie - Die Inzenierung und narrative Funktion der Bond-Girls

Title: James Bond 007 "Goldfinger" - Eine Analyse anhand der feministischen Filmtheorie - Die Inzenierung und narrative Funktion der Bond-Girls

Term Paper , 2004 , 15 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Marisa Klasen (Author)

Communications - Movies and Television
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Beschäftigt man sich mit dem Phänomen der James Bond-Filme, wird schnell deutlich, dass sich bestimmte Momente in Bonds Abenteuern von DR. NO bis STIRB AN EINEM ANDEREN TAG wiederholen. So auch das Erscheinen der Bond-Girls. Meist blond, blauäugig und attraktiv sind sie in keinem Film mehr wegzudenken. Aber was genau macht sie so anziehend und welche Funktion haben sie innerhalb der Narration? Um diese Fragen zu beantworten, werde ich zwei Filmsequenzen nach zentralen Thesen der feministischen Filmtheorie überprüfen und mich dabei vor allem auf Laura Mulveys Aufsatz Visual Pleasure and Narrative Cinema stützen. Unter Berücksichtigung von Gestik, Mimik, Kleidung sowie Kameraführung und Lichtkomposition werde ich die Frage behandeln, inwiefern die Bond-Girls als Bild dargestellt werden. Bei der Analyse beschränke ich mich auf die Charaktere von Jill Masterson und Pussy Galore, da sie exemplarische Beispiele für die feministische Filmtheorie liefern. Vergleicht man die Inszenierung und Funktion beider Frauenfiguren in den Sequenzen ihres ersten Erscheinens wird das für die Beantwortung meiner Fragestellung ausreichend sein, weshalb ich das dritte Bond-Girl Tilly Masterson weniger beachten werde. Als Methode habe ich die feministische Filmtheorie gewählt, da sich die verschiedenen Forschungsansätze dieser Theorie schon seit mehr als dreißig Jahren mit der Rolle der Frau im Film auseinandersetzen und seitdem viele Erkenntnisse auf diesem Gebiet gewonnen werden konnten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. DIE FEMINISTISCHE FILMTHEORIE

2.1. EIN ÜBERBLICK

2.2. LAURA MULVEY – VISUELLE LUST UND NARRATIVES KINO

III. JAMES BOND - GOLDFINGER

3.1. DER INHALT

3.2. DIE BOND-GIRLS

IV. ANALYSE

4.1. DIE FRAU ALS BILD

4.2. DIE NARRATIVE FUNKTION DER BOND-GIRLS

V. SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der "Bond-Girls" im Film "Goldfinger" vor dem Hintergrund der feministischen Filmtheorie. Das primäre Ziel ist es, die filmische Inszenierung sowie die narrative Funktion dieser Frauenfiguren zu analysieren und zu klären, inwiefern sie durch Kameraführung, Licht und Körpersprache als visuelle Objekte (Bilder) innerhalb einer männlich dominierten Erzählstruktur konstituiert werden.

  • Anwendung der feministischen Filmtheorie nach Laura Mulvey
  • Analyse der visuellen Inszenierung (Gestik, Mimik, Licht, Kamera)
  • Untersuchung der narrativen Funktion weiblicher Charaktere
  • Vergleich der Rollen von Jill Masterson und Pussy Galore
  • Kritische Reflexion über Machtstrukturen und den "männlichen Blick" im Kino

Auszug aus dem Buch

4.1. Die Frau als Bild

In der ersten Sequenz, in der James Bond und Jill Masterson aufeinandertreffen, dringt Bond in ihr Hotelzimmer ein, wo sie mit Unterwäsche bekleidet auf dem Balkon liegt und den Spielpartner von Goldfinger ausspioniert. Mit einem kleinen Mikrophon übermittelt sie Goldfinger das Kartenblatt seines Spielgegners, dass sie durch ein Fernrohr im Blickwinkel hat. Als sie Bond erblickt, ist sie zunächst überrascht, aber er zieht sie schnell in seinen Bann. Ihr Blick folgt jeder seiner Bewegungen und sie scheint von seinem Selbstbewusstsein beeindruckt zu sein. Bond stößt auf keinerlei Gegenwehr, als er Goldfinger befiehlt, von nun an 15 000 $ zu verlieren. James Bond ist der klare Gesprächsführer und fragt Jill Masterson aus, die ohne zu zögern alle Antworten gibt. Die Situation scheint ihr nicht unangenehm zu sein, da sie sich nicht gegen Bond zur Wehr setzt und auch keine Antwort verweigert. Vielmehr findet Jill Masterson an seinem Verhalten Gefallen. Allmählich gefallen sie mir Mr. Bond […] besser als irgendjemand den ich bis jetzt getroffen habe, James (GOLDFINGER USA 1964).

James Bond trägt in dieser Sequenz einen blauen sportlichen Hosenanzug aus Frottee und über seiner Schulter hängt ein Handtuch. Seine Kleidung ist dem Hotel-Ambiente angepasst und fällt kaum auf. Jill Masterson hingegen ist nur mit schwarzer Unterwäsche bekleidet, die dem Zuschauer sofort ins Auge fällt, da die Kamera sehr lange auf ihrem Körper verweilt, als sie das erste Mal im Bild ist (Abb.1). Auch die Gestik beider Charaktere weist Unterschiede auf. Während James Bond mit sehr energischem Schritt zu Jill Masterson auf den Balkon tritt, sie aus einer verdeckten Position ausgiebig mustert (Abb.2) und sie dann vorerst keines Blickes mehr würdigt (Abb.3), ist sie zwar überrascht, aber zeigt keine Reaktion sich gegen das Eindringen von Bond zu wehren. Sie verweilt auf der Liege und schaut zu Bond auf (Abb.4).

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Die Autorin führt in die Thematik der James Bond-Filme ein, begründet die Wahl der feministischen Filmtheorie als Analysemethode und grenzt den Untersuchungsgegenstand auf die Frauenfiguren Jill Masterson und Pussy Galore ein.

II. DIE FEMINISTISCHE FILMTHEORIE: Dieses Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Entwicklung der feministischen Filmtheorie, von der frühen Frauenbewegung bis hin zu psychoanalytischen Ansätzen und der zentralen Arbeit von Laura Mulvey über den "männlichen Blick".

III. JAMES BOND - GOLDFINGER: Hier werden der inhaltliche Plot des Films "Goldfinger" kurz zusammengefasst und die Bedeutung der Bond-Girls als wiederkehrendes, essenzielles Element der Reihe eingeordnet.

IV. ANALYSE: Im Hauptteil wird detailliert untersucht, wie die Bond-Girls durch filmische Mittel wie Licht, Einstellungsgrößen und Körperdarstellung zu Objekten degradiert werden und welche (geringe) narrative Bedeutung sie für den Fortgang der Handlung haben.

V. SCHLUSS: Die Ergebnisse werden zusammengeführt: Die Analyse bestätigt, dass Bond-Girls überwiegend als "Bild" inszeniert werden, um die männliche Dominanz des Protagonisten zu unterstreichen, wobei ein Ausblick auf die veränderte Rollenverteilung in neueren Filmen gegeben wird.

Schlüsselwörter

James Bond, Goldfinger, Feministische Filmtheorie, Laura Mulvey, Visuelle Lust, Narratives Kino, Männlicher Blick, Inszenierung, Filmische Analyse, Gender, Repräsentation, Skopophilie, Filmästhetik, Geschlechterrollen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der filmwissenschaftlichen Analyse der Frauenfiguren, den sogenannten "Bond-Girls", im Film "Goldfinger" unter Anwendung feministischer Theorien.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit behandelt die Themen Filmästhetik, Psychoanalyse im Kino, Gender-Repräsentationen und die Erzählstrukturen des klassischen James Bond-Kinos.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch filmische Mittel die Frau als reines "Bild" und Lustobjekt für den männlichen Zuschauer konstituiert wird, um Machtverhältnisse innerhalb der Narration zu festigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt die feministische Filmtheorie, wobei sie sich insbesondere auf Laura Mulveys wegweisenden Aufsatz "Visual Pleasure and Narrative Cinema" sowie ergänzende Ansätze wie die Semiotik stützt.

Was genau wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert konkret die Sequenzen des ersten Auftretens von Jill Masterson und Pussy Galore im Film "Goldfinger", wobei Lichtgestaltung, Kameraeinstellungen, Mimik und Gestik untersucht werden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Analyse wird vor allem durch Begriffe wie "männlicher Blick", "Skopophilie", "Objektifizierung", "narrative Verzögerung" und "Geschlechterrollen" geprägt.

Warum ist Pussy Galore eine interessante Figur für die Analyse?

Pussy Galore stellt eine Ausnahme zu anderen Bond-Girls dar, da sie anfangs Widerstand leistet und für den Protagonisten ein "Rätsel" darstellt, das er erst lösen muss, was die Autorin als untypisch für den Bond-Film einstuft.

Welche Rolle spielt die Lichtsetzung für die Kernaussage?

Die Autorin argumentiert, dass die Lichtgestaltung im Film "geschlechtsdifferenziert" eingesetzt wird: Bond wird oft in einer Weise beleuchtet, die Macht und Stärke betont, während die Frauenfiguren durch spezifische Ausleuchtung eher als visuelle, attraktive Bilder hervorgehoben werden.

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Details

Title
James Bond 007 "Goldfinger" - Eine Analyse anhand der feministischen Filmtheorie - Die Inzenierung und narrative Funktion der Bond-Girls
College
Ruhr-University of Bochum  (Inistut für Medienwissenschaften)
Course
Analysemethoden
Grade
1.0
Author
Marisa Klasen (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V38858
ISBN (eBook)
9783638378086
Language
German
Tags
James Bond Goldfinger Eine Analyse Filmtheorie Inzenierung Funktion Bond-Girls Analysemethoden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marisa Klasen (Author), 2004, James Bond 007 "Goldfinger" - Eine Analyse anhand der feministischen Filmtheorie - Die Inzenierung und narrative Funktion der Bond-Girls, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38858
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