Begriff, Aufgaben und Ziele der Wissenschaft


Hausarbeit, 2003

16 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition Wissenschaft
2.1 Definitionen der Wissenschaft
2.2 Kontroversen bezüglich des Begriffinhalts der Wissenschaft
2.3 Werturteilsproblem
2.4 Aussagen der Wissenschaft
2.5 Einteilung der Wissenschaft
2.6 Einzelwissenschaften

3. Aufgaben der Wissenschaft
3.1 Fundierende Funktion
3.2 Kritische Funktion
3.3 Utopische Funktion

4. Ziele der Wissenschaft
4.1 Kognitive, praktische und deskriptive Ziele der Wissenschaft
4.1.1 Kognitive Wissenschaftsziele
4.1.2 Praktische Wissenschaftsziele
4.1.3 Deskriptive Wissenschaftsziele
4.2 Rechenmodell

5. Resümee

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Wissenschaft wird heutzutage in vielen Bereichen benötigt und ihre Erkenntnisse auch angewendet. Ihr Gebiet ist sehr umfassend. Sie lässt sich in kaum einen Bereich mehr wegdenken und reizt immer wieder zum Forschen. Der Fortschritt der Wissenschaft schreitet immer weiter voran, sei es im Bereich der Wirtschaft, Technik, Medizin, Biologie etc.

Die folgende Ausarbeitung soll prüfen welche Eigenschaften die Wissenschaft hat, wie sie funktioniert und was ihre Zielsetzung ist.

Die Wissenschaft kann unterschiedliche Bedeutungen bzw. Darstellungsbereiche haben. Sie kann häufig in einen bestimmten Bereich abgegrenzt werden, innerhalb dessen, der jeweilige Fall als Wissenschaft bezeichnet werden kann. Es wird heute noch immer darüber diskutiert, wie der Inhalt des Begriffes zu definieren ist. Dazu gibt es von der Wissenschaft bestimmte Vorstellungen, jedoch steht die Lösung immer noch zur Diskussion. Ihre Aufgaben können dort anfangen, wo jemand anfängt an einem gegeben Umstand zu zweifeln und kann von induktiven Aussagen bis hin zu empirischen Aussagen führen. Ihre Ziele können theoretisch aber auch praktisch sein.

„Die Wissenschaft war ursprünglich das systematische Ganze der Erkenntnis (Philosophie des Altertums und des Mittelalters); mit der Ausbildung der neuzeitlichen Naturwissenschaften beginnt die Auflösung des universalen Wissenschaftsbegriffs zugunsten stärkerer Betonung der Einzelwissenschaften. Zugleich wurde die mathematisch-naturwissenschaftliche Methode Vorbild aller Wissenschaftlichkeit, der gegenüber im ausgehenden 19. Jahrhundert die Geisteswissenschaften die in ihrem Wesen liegende, andersartige Methodik geltend machten.“[1]

Sehr bedeutsame Wissenschaftler des Altertums und des Mittelalters waren u.a. Aristoteles (384 – 322 v. Chr.; er war überzeugt, dass die Erde eine Kugel sei), Hippokrates (um 460 – 375 v. Chr., wissenschaftliche Heilkunde) und Isaac Newton (1643 –1727; Theorien zur Gravitation, die Anziehung der Himmelskörper untereinander). Einer der bedeutsamsten Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts war u.a. Albert Einstein (1879 – 1955; Entwicklung der Relativitätstheorie).[2]

In der Antike wurden schon von Aristoteles oder Thomas von Aquin (1226 – 1276) wissenschaftliche Überlegungen zur Wirtschaftlich angestellt. Die Wirtschaftswissenschaft bzw. Nationalökonomie bekam erst mit dem Entstehen der Nationalstaaten im 17. und 18. Jahrhundert stärkere Aufmerksamkeit. Die heutigen Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften legte der schottische Nationalökonom Adam Smith (1723-1790).[3]

Eine zusammenhängende Geschichte der Wissenschaft besteht erst seit dem Zweiten Weltkrieg. Angefangen in England, über Amerika und schließlich in den ehemaligen sozialistischen Ländern, insbesondere in der ehemaligen Sowjetunion.[4]

Das Gebiet der Wissenschaft ist noch lange nicht vollständig erkundet. Solange es Menschen gibt, wird es auch wissenschaftliche Erkenntnisse bzw. Forschungen geben. Der Mensch wird von Natur aus immer weiter forschen, sei es aus eigenen Interessen, Ruhm oder Geld. Wissenschaftliche Forschungen werden immer größere Ausmaße annehmen. Dies kann immer mehr durch die technischen Gegebenheiten unterstützt werden.

Ihre einzelnen Gebiete werden immer weiter differenziert, worauf grundsätzlich zu achten ist. Es werden die Hauptthemen unterteilt und entsprechend definiert.

2. Begriffsdefinition Wissenschaft

2.1 Definitionen der Wissenschaft

Die Wissenschaft kann als Tätigkeit, Institution bzw. Organisation oder nach dem Ergebnis definiert werden.

Sie kann als Tätigkeit gesehen werden, die auf die systematische Gewinnung von Erkenntnissen gerichtet ist. Sie soll den Wissensbestand vergrößern.[5]

Beispiel: In einer Produktionshalle stehen verschiedene Maschinen, die zusammen dafür gedacht sind, ein Endprodukt aus vielen Einzelteilen zu erstellen. Es stellt sich nun die Frage, wie sich der Prozess der Erstellung des Endprodukts verbessern lässt.

Sie kann als Institution bzw. Organisation verstanden werden. Dies bedeutet, dass ein System bestehend aus Menschen und Sachen innerhalb des Prozesses der Erkenntnisgewinnung zusammen wirken .[6]

Beispiel: Es sollen bessere Standards für Arbeitsbedingungen in der Produktion entwickelt werden. Dazu ist es wichtig, dass alle Betroffenen (Arbeitnehmer, Arbeitgeber etc.) zusammenarbeiten.

Der Terminus „Wissenschaft“ stellt das Ergebnis der Erkenntnisbemühung/ Tätigkeit dar.[7]

Beispiel: Wissenschaft dient als Begriff für eine entsprechende Ausarbeitung (geistig, schrift­lich, mündlich etc.) einer jeweiligen Thematik.

Die Wissenschaft lässt sich weiter im subjektiven und im objektiven Sinne unterscheiden. Im subjektiven Sinne bedeutet, dass das Wissen eines individuellen menschlichen Subjektes systematisch geordnet oder systematisch reflektierend im Bewusstsein vorhanden ist. Im objektiven Sinne bedeutet, dass das Wissen in Form von systematisch geordneten Gefügen von Sätzen vorhanden ist.[8]

2.2 Kontroversen bezüglich des Begriffinhalts der Wissenschaft

Es ist schwierig zu sagen, ob die Wissenschaft lediglich ihren Zweck erfüllt, indem Wissen erlangt wird und praktische Zwecke bzw. Anwendungsbezüge außer acht gelassen werden. Eine Differenzierung wird hierbei zwischen der „reinen“ Wissenschaft und der „angewandten“ Wissenschaft gemacht. Die angewandte Wissenschaft orientiert sich an praktischen Zwecken.[9] Umstritten ist nur, was unter praktischen Zwecken bzw. Anwendungsbezügen gemeint ist. Eine Sichtweise ist, dass man die Orientierung an den Bedürfnissen und der Wohlfahrt des Individuums in den Vordergrund stellt.[10]

In der Betriebswirtschaftslehre gab es immer wieder Kontroversen, ob sie zur „reinen“ oder „angewandten“ Wissenschaft gehört.[11] Es hat sich zwar durchgesetzt, dass die Betriebswirtschaftslehre zur angewandten Wissenschaft gehört, dennoch gibt es keine eindeutige und gültige Trennungslinie.

2.3 Werturteilsproblem

Im Rahmen der angewandten Wissenschaft ist es ein häufig diskutiertes Thema, ob wissenschaftliche Aussagen Werturteile enthalten dürfen. Im Gegensatz zu Sachurteilen (deskriptiv), welche Sachverhalte nur beschreiben, geben Werturteile (normativ) Sachverhalte bewertend wieder.[12] Ob die angewandte Wissenschaft wertfrei sein soll oder ob es zu ihrer Aufgabe gehört Normen zu setzten, ist noch nicht abschließend geklärt.[13]

[...]


[1] URL: http://www.wissen.de/xt/default.do?MENUNAME=Suche&query=wissenschaft, 21.10.2003.

[2] Vgl. Matthias Vogt: „Das große Buch der Allgemeinbildung“, DuMont, 2001, S.219, 224.

[3] Vgl. Matthias Vogt: „Das große Buch der Allgemeinbildung“, DuMont, 2001, S.298.

[4] Vgl. J.Kuczynski: „Wissenschaft und Gesellschaft“, Pahl-Rugenstein, 1974, S. 7.

[5] Vgl. Raffee, H.: „Grundprobleme der Betriebswirtschaftslehre“, UTB, 1974, S. 13.

[6] Vgl. Raffee, H.: „Grundprobleme der Betriebswirtschaftslehre“, UTB, 1974, S. 13.

[7] Vgl. Raffee, H.: „Grundprobleme der Betriebswirtschaftslehre“, UTB , 1974, S. 13.

[8] Vgl. Raffee, H.: „Grundprobleme der Betriebswirtschaftslehre“, UTB, 1974, S. 13.

[9] Vgl. Raffee, H.: „Grundprobleme der Betriebswirtschaftslehre“, UTB, 1974, S. 14-15.

[10] Vgl. Raffee, H.: „Grundprobleme der Betriebswirtschaftslehre“, UTB, 1974, S. 14-15.

[11] Vgl. Raffee, H.: „Grundprobleme der Betriebswirtschaftslehre“, UTB, 1974, S. 15.

[12] Vgl. URL: http://www.wu-wien.ac.at/wwwu/institute/vw2/vwII_kl_vo_meth1_ws00.pdf, 21.10.2003, S.5.

[13] Vgl. Raffee, H.: „Grundprobleme der Betriebswirtschaftslehre“, UTB, 1974, S. 15.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Begriff, Aufgaben und Ziele der Wissenschaft
Hochschule
Hochschule Bremen
Veranstaltung
Betriebswirtschaftslehre
Note
2,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
16
Katalognummer
V38870
ISBN (eBook)
9783638378208
ISBN (Buch)
9783638881395
Dateigröße
463 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Begriff, Aufgaben, Ziele, Wissenschaft, Betriebswirtschaftslehre
Arbeit zitieren
Frederick Berger (Autor), 2003, Begriff, Aufgaben und Ziele der Wissenschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38870

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