Meine Prüfungsvorbereitung für das mündliche Kunstabi in Hessen als übersichtliche Zusammenfassung einzelner Künstler und ihrem Werk, Kunstepochen und mehr.
Inhaltsverzeichnis
Auguste Rodin
Erotische Zeichnungen
Die Bürger von Calais
Das Höllentor
Der Kuss
Balzac
Der Denker
Kritik
Käthe Kollwitz
Biografie
Arbeiten
Ein Weberaufstand
Bauernkrieg
Brot
Nie wieder Krieg
Pablo Picasso
Biografie
Blaue Periode
Rosa Periode
Les demoiselles d´Avignon
Guernica
Dora Maar
Maske
Stier
Laute
Harlekin
Realismus 1840-1880
Impressionismus 1860-1900
Auf dem Weg zum Expressionismus
Expressionismus
Kubismus 1907-1925
Neue Sachlichkeit 1920-1933
Surrealismus 1924-1945
Abstrakter Expressionismus 1945-1960
Konkrete Malerei
Pop Art
Figurative Malerei
Strategien künstlerischen Arbeitens
Abstraktion
Deutungsoffene und –geschlossene Kunstwerke
Malweise
Malkonzepte
Form
Bildaufbau
Farbe
Kontraste
Porträt
Grafik
Methoden für Interpretationen
Analyse
Zielsetzung & Themen
Dieses Werk bietet eine tiefgehende kunsthistorische Analyse bedeutender Künstler sowie einen methodischen Leitfaden für die Bildanalyse, um das Verständnis für verschiedene Kunstepochen und stilistische Entwicklungen zu fördern.
- Werkmonografien zu Auguste Rodin, Käthe Kollwitz und Pablo Picasso
- Detaillierte Untersuchung von Schlüsselwerken und deren Entstehungskontext
- Einführung in die wichtigsten Kunstströmungen von der Moderne bis zum Abstrakten Expressionismus
- Darstellung von Arbeitstechniken, Farblehre und kompositorischen Gestaltungsprinzipien
- Systematische Ansätze für die kunstwissenschaftliche Interpretation und Bildanalyse
Auszug aus dem Buch
Die Bürger von Calais
Rodins Werk „Die Bürger von Calais“ ist ein Paradebeispiel für Rodins innovative, ja teilweise sogar revolutionäre Kunstauffassung. Besonders in der damaligen Denkmalskunst galt die Frage der Präsentation als zentrales Würde-Motiv des Werkes. Rodins Entwurf sah statt des gängigen erhabenen Sockels einzig eine Plinthe vor und holt damit seine Bürger auf Augenhöhe der Betrachter gleichsam auf den Boden zurück. Vielfach wurde hierbei von der „Demokratisierung“ der Plastik im Allgemeinen und der Denkmalskunst im Speziellen gesprochen.
Ein weiteres auffälliges Merkmal der Gruppe ist ihre Allansichtigkeit, die der monumentalen Denkmaltradition der Frontalansicht den Laufpass gibt. Rodin fokussierte bei den jeweils ganz individuell gestalteten Gruppenmitgliedern besonders auf die Hände als bedeutendsten Ausdrucksträger nicht nur dieses Werks. Zum einen die Körperhaltung der Figuren, zum anderen die „sprechenden“, charaktervollen Hände verdeutlichen die unterschiedlichsten Gefühle der dem Opfertod entgegenblickenden Bürger deutlich. Keinem der einzeln benennbaren Bürger wird seine Individualität genommen, obwohl sie alle zusammen als (wenngleich recht heterogene) Schicksalsgemeinschaft erscheinen – es ist auch dieser Spagat, der das Werk Rodins zu einem seiner unumstrittenen Hauptwerke macht.
Zusammenfassung der Kapitel
Auguste Rodin: Vorstellung des Bildhauers als Wegbereiter der Moderne, der durch die Abkehr vom Akademismus und die Verwendung des Fragmentarischen neue Maßstäbe setzte.
Käthe Kollwitz: Analyse der sozialkritischen Kunst von Kollwitz, die sich intensiv mit menschlichem Leid, Armut und existenziellen Erfahrungen auseinandersetzt.
Pablo Picasso: Übersicht des vielseitigen Schaffens von Picasso, von den frühen Perioden über die Erfindung des Kubismus bis hin zur politischen Aussage in Werken wie Guernica.
Realismus 1840-1880: Beschreibung des Interesses an einer wirklichkeitsgetreuen Darstellung des Alltags ohne idealisierende Tendenzen.
Impressionismus 1860-1900: Untersuchung der Faszination für Licht und Atmosphäre sowie der Abkehr vom Historienbild hin zur Momentaufnahme des großstädtischen Lebens.
Auf dem Weg zum Expressionismus: Überblick über die künstlerischen Vorläuferbewegungen, die zur Radikalisierung der Bildsprache führten.
Expressionismus: Erläuterung der neuen, emotionsgeladenen Bildsprache, die das Ziel verfolgte, das Wesen der Dinge aufzuzeigen.
Kubismus 1907-1925: Darstellung der systematischen Bildzerlegung in geometrische Grundelemente und der Einführung der Mehrperspektivität.
Neue Sachlichkeit 1920-1933: Betrachtung der sozialkritischen und detailgetreuen Darstellungen, die auf die Nachkriegskrisen reagierten.
Surrealismus 1924-1945: Fokus auf die Darstellung des Unterbewussten und der Traumwelt zur Überwindung der rationalen Realität.
Abstrakter Expressionismus 1945-1960: Diskussion der Abkehr von der gegenständlichen Malerei zugunsten individueller Ausdrucksformen und der Rolle des Betrachters.
Konkrete Malerei: Analyse der Betonung von Fläche, Linie und Farbe als eigenständige Werte ohne interpretatorische Ebene.
Pop Art: Darstellung der Erhebung banaler Alltagsgegenstände und der Konsumwelt zum künstlerischen Motiv.
Figurative Malerei: Erläuterung der Wiederbelebung des Menschen als zentrales, oft gequältes Motiv in einer abstrakten Bildumgebung.
Strategien künstlerischen Arbeitens: Systematisierung verschiedener Methoden wie Nachahmen, Zitieren, Erzählen und Symbolisieren.
Abstraktion: Erläuterung des Prozesses der Reduktion und Verzerrung zur Darstellung eines geistigen Gehalts.
Deutungsoffene und –geschlossene Kunstwerke: Untersuchung der Wirkmechanismen von Evokation, Propaganda und Suggestion.
Malweise: Übersicht verschiedener technischer Ausführungen von lasierend bis pastos.
Malkonzepte: Definition von koloristischen, monochromen und valeuristischen Ansätzen.
Form: Analyse der grundlegenden grafischen Elemente wie Punkt, Linie und Fläche.
Bildaufbau: Erläuterung der Gestaltungsprinzipien, Proportionen und Kompositionslinien.
Farbe: Darstellung der Bedeutung und Wirkung von Farben sowie der Differenzierung nach Ton und Intensität.
Kontraste: Zusammenstellung der wichtigsten formalen und inhaltlichen Kontrastmöglichkeiten.
Porträt: Klassifizierung verschiedener Darstellungsformate vom Bildniskopf bis zur Ganzfigur.
Grafik: Überblick über die verschiedenen manuellen Zeichnungstechniken und mechanischen Druckverfahren.
Methoden für Interpretationen: Darstellung wissenschaftlicher Herangehensweisen zur Kunstbetrachtung.
Analyse: Checkliste für die strukturierte Untersuchung eines Kunstwerks.
Schlüsselwörter
Auguste Rodin, Käthe Kollwitz, Pablo Picasso, Kubismus, Expressionismus, Surrealismus, Bildanalyse, Kunstgeschichte, Malerei, Bildhauerei, Ästhetik, Formensprache, Kunstströmungen, Interpretation, Gestaltung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Publikation grundsätzlich?
Die Arbeit dient als umfassendes Kompendium, das sowohl Porträts bedeutender Künstler der Moderne als auch eine grundlegende theoretische Basis für die kunstwissenschaftliche Analyse und Interpretation von Bildern vermittelt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Werkanalyse wichtiger Repräsentanten der Kunstgeschichte (Rodin, Kollwitz, Picasso), die Einordnung kunsthistorischer Epochen sowie die Vermittlung technischer und theoretischer Grundlagen der bildenden Kunst.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Vermittlung von Fachwissen zur systematischen Bildbeschreibung und -deutung, unterstützt durch konkrete Beispiele aus verschiedenen, einflussreichen Kunstrichtungen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Publikation stellt verschiedene Interpretationsmethoden vor, darunter die werkimmanente Analyse, die soziohistorische Einordnung, die biografisch-psychologische Betrachtung sowie die rezeptionsästhetische Analyse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei große Biografieteile zu den Künstlern sowie umfangreiche Abschnitte zu Kunstströmungen, technischen Arbeitstechniken, Farb- und Formenlehre sowie methodischen Analyseinstrumenten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kunstgeschichte, Bildanalyse, Epochen, Malstile, Kompositionsprinzipien und künstlerische Strategien charakterisiert.
Was macht das Werk "Die Bürger von Calais" von Rodin so revolutionär?
Die Revolution liegt in der Präsentation: Anstelle eines erhabenen Sockels wählte Rodin eine Plinthe auf Augenhöhe der Betrachter, was als Demokratisierung der Denkmalskunst gewertet wird, kombiniert mit einer allansichtigen Gruppenkomposition.
Warum verwendet Picasso in seinem Porträt "Dora Maar" solch verzerrte Formen?
Die Verzerrung und Mehrperspektivität dienen der künstlerischen Analyse. Picasso kombiniert hierbei Profil und Frontalansicht, um eine tiefere Wahrheit über das Motiv auszudrücken, die über eine bloße naturgetreue Abbildung hinausgeht.
Welche Rolle spielt der "Höllentor"-Zyklus für Rodins Schaffen?
Das Höllentor wird als sein Lebenswerk betrachtet, an dem er 37 Jahre lang arbeitete. Es diente ihm zudem als Reservoir für zahlreiche Figuren, die er isolierte und als eigenständige Skulpturen (wie "Der Denker") neu definierte.
- Arbeit zitieren
- Ann-Kathrin Latter (Autor:in), 2013, Kunst Abi 2013: Übersicht zu Rodin, Kollwitz, Picasso, Kunstepochen und Fachbegriffen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388743