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Irak. Der Konflikt zwischen Schiiten & Sunniten

Eine instrumentalistische Analyse

Titel: Irak. Der Konflikt zwischen Schiiten & Sunniten

Hausarbeit , 2017 , 27 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Patrick Wilhelm (Autor:in)

Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Vorliegende wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit der möglichen Konfessionalisierung von bereits vorhandenen gesellschaftlichen Konflikten. Ziel ist es, die Rolle und Wirkungskraft von Religion als Streitobjekt in einem Konflikt zu erfassen. Aktuell ist sowohl im Nahen als auch Mittleren Osten eine Renaissance von Konflikten zu beobachten, in denen religiöse Symbolik wieder verstärkt eine Rolle spielt. Es handelt sich hierbei um einen Typus von Konflikten, bei dem Religion beziehungsweise die verschiedenen Standpunkte von religiösen Glaubensgemeinschaften erst im Verlauf eines Konfliktes als Streitobjekt heranreifen. Religiöse Inhalte werden somit in vorhandene Auseinandersetzungen sozio-ökonomischer Natur implementiert. Es ist zu verzeichnen, dass konfessionalisierte Konflikte höheres Gewaltpotenzial als sozio-ökonomische Konflikte aufweisen. In der Fachliteratur sind die Bezeichnungen Fundamentalismus und religiöser Nationalismus für dieses Phänomen gängig (...)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung und Fallauswahl

1. Theoretischer Teil:

2.1. Theorie und Hypothesen:

2.2. Das Instrumentalistische Konfliktmodell:

2.3. Operationalisierung:

2.4. Methodischer Zugang

3. Empirie:

3.1. Das Spannungsverhältnis der irakischen Gesellschaft während der Baath Epoche:

3.2. Irakkrieg 2003:

3.3. Konkurrenzkampf um die politische Führung der Nachkriegszeit

3.4. Die irakische Übergangsregierung und die Regierung Maliki

4. Analyseteil

5. Zusammenfassung und Fazit:

5.1 Ausblick:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob es sich bei dem Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten im Irak ab 2003 primär um eine konfessionelle Auseinandersetzung handelte oder ob religiöse Aspekte gezielt instrumentalisiert wurden, um politische Interessen durchzusetzen.

  • Analyse der Rolle von Religion in sozio-ökonomischen Konflikten
  • Untersuchung des gesellschaftlichen Zustands des Irak nach der US-Intervention 2003
  • Anwendung des instrumentalistischen Konfliktmodells auf die irakische Realität
  • Evaluation von Lebensqualität, Sicherheitslage und politischer Partizipation
  • Prüfung der Auswirkungen der Regierung Maliki auf die Konfessionalisierung des Konflikts

Auszug aus dem Buch

3.2. Irakkrieg 2003:

Mit der Besetzung des Iraks am 20. März 2003 durch das US Militär fanden die Besatzer eine stark demoralisierte Gesellschaft vor. Der Irak und seine Bevölkerung waren durch die Jahre der Repression, Menschenrechtsverletzung in eine tiefe gesellschaftliche Krise geraten. Die unterschiedliche Behandlung von Sunniten und Schiiten der politischen Stellung führte zur Spaltung der irakischen Gesellschaft.

Die Besatzungssituation verstärkte die problematischen Bedingungen im Irak zusätzlich als nach dem Einzug der US Streitkräfte der komplette Staatsapparat der Baath-Partei innerhalb weniger Tage zerschlagen wurde. Regierungs- und Governance Strukturen aufgelöst und die durch das Baath Regime geschwächte Gesellschaft versank innerhalb weniger Tage in Anarchie. Nach dem Sturz des Baath Regimes bestand die Erwartung der irakischen Gesellschaft, dass die Besatzer die wirtschaftliche, ökonomische und politische Lage im Irak bald verbessern würden. Diese Erwartungen wurden enttäuscht. Dies begünstigte ein Auseinanderleben der verschiedenen ethno-religiösen Gruppen. Den Besatzungsmächten gelang es nicht ein integratives und partizipatives politisches System im Irak zu implementieren. Dies führte zur Exklusion der sunnitischen Bevölkerungsschichten aus der Politik der Zeit nach dem Baath-Regime. Hass gegen schiitische Mitbürger und die amerikanische Besatzungsmacht waren somit vorprogrammiert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung und Fallauswahl: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob religiöse Symbolik in Konflikten als bloßes Mittel zur Interessendurchsetzung genutzt wird, und begründet die Auswahl des Irak als Fallbeispiel.

1. Theoretischer Teil:: Hier werden die theoretischen Konzepte wie Primordialismus und das instrumentalistische Konfliktmodell dargelegt, um Hypothesen über die Rolle von Religion als intervenierende Variable aufzustellen.

3. Empirie:: Dieses Kapitel analysiert die historische Entwicklung des Irak von der Baath-Epoche über den Krieg 2003 bis hin zur Regierung Maliki unter Berücksichtigung sozio-ökonomischer Bedingungen.

4. Analyseteil: Dieser Teil prüft anhand von Indikatoren wie Sicherheitslage und Lebensqualität die aufgestellten Hypothesen hinsichtlich der Konfessionalisierung und Gewaltbereitschaft im Irak.

5. Zusammenfassung und Fazit:: Die Arbeit resümiert, dass die US-Intervention und die darauffolgende politische Marginalisierung sozio-ökonomische Konflikte in konfessionelle Bahnen lenkten, wobei Religion gezielt zur Mobilisierung genutzt wurde.

Schlüsselwörter

Irak, Sunniten, Schiiten, Konfessionalisierung, Instrumentalismus, Religionskonflikte, Baath-Regime, Politische Eliten, US-Intervention, Sozio-ökonomischer Konflikt, Gewaltpotenzial, Nuri al-Maliki, Demokratie, Regierungsführung, Identitätspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Mechanismen, durch die gesellschaftliche Konflikte im Irak nach 2003 eine religiöse Dimension annahmen und ob diese Konfessionalisierung politisch instrumentalisiert wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle von Religion als Konfliktfaktor, die Auswirkungen der US-Besatzung, die sozio-ökonomische Krise des Irak und das Verhalten politischer Eliten bei der Machtallokation.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist zu ergründen, ob Religion eine eigenständige Ursache für den Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten darstellt oder ob sie lediglich zur Durchsetzung machtpolitischer Interessen genutzt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine qualitativ-deskriptive Analyse, basierend auf wissenschaftlicher Sekundärliteratur, Zeitungsartikeln und Daten zur Lebensqualität und Sicherheitslage.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Ausgangslage während der Baath-Zeit, die Folgen des Irakkriegs 2003, den politischen Konkurrenzkampf und die Regierungszeit von Nuri al-Maliki.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Konfessionalisierung, Instrumentalismus, Irak, Sunniten-Schiiten-Konflikt, politische Eliten und sozio-ökonomische Stabilität.

Welche Rolle spielte die US-Besatzung für die Konfessionalisierung?

Laut der Analyse trug die US-Besatzung durch die Zerschlagung bestehender Strukturen und die Exklusion sunnitischer Eliten dazu bei, konfessionelle Kategorien zu verfestigen und den Konflikt ethno-religiös aufzuladen.

Wie bewertet der Autor die Auswirkungen von Nuri al-Malikis Regierung?

Der Autor argumentiert, dass unter Nuri al-Maliki die Marginalisierung sunnitischer Kräfte zunahm, was die konfessionelle Spaltung weiter vertiefte und das Gewaltpotenzial erheblich steigerte.

Was unterscheidet das instrumentalistische Modell vom Primordialismus?

Das instrumentalistische Modell betrachtet Religion als abhängige Variable und Einflussfaktor, während der Primordialismus Religion als eine kulturelle, oft unveränderliche Hauptursache für Konflikte sieht.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Irak. Der Konflikt zwischen Schiiten & Sunniten
Untertitel
Eine instrumentalistische Analyse
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
2,0
Autor
Patrick Wilhelm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
27
Katalognummer
V388892
ISBN (eBook)
9783668629684
ISBN (Buch)
9783668629691
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Irak Sunniten Schiiten Instrumentalismus Nuri-al-Maliki Intervention Irakkrieg Terrorismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patrick Wilhelm (Autor:in), 2017, Irak. Der Konflikt zwischen Schiiten & Sunniten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388892
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Leseprobe aus  27  Seiten
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