Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Economía de las empresas - Historia económica y social

Was ist Neoliberalismus? Eine Darstellung der Theorien nach Walter Eucken und Friedrich August von Hayek

Título: Was ist Neoliberalismus? Eine Darstellung der Theorien nach Walter Eucken und Friedrich August von Hayek

Trabajo de Seminario , 2018 , 19 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Jakob Stähle (Autor)

Economía de las empresas - Historia económica y social
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Neoliberalismus ist eine am Anfang des 20. Jahrhunderts entstandene Weiterentwicklung des Liberalismus, die einen freien Markt mit den Merkmalen des privaten Eigentums, der freien Preisbildung sowie Wettbewerbsfreiheit zum Ziel hat. Vor diesem Hintergrund wird der Neoliberalismus gerne mit dem Kapitalismus gleichgesetzt, wobei beiden Begriffen unterschiedliche Ideale zugrunde liegen. So liegt der Fokus in der Theorie des Neoliberalismus auf den menschlichen Bedürfnissen und deren freiheitlichen Entfaltung wohingegen der Kapitalismus auf das Kapital fokussiert ist.

Zusätzlich ist zu bemerken, dass es den einen Neoliberalismus gar nicht gibt, vielmehr ist der Neoliberalismus in viele Varianten, sogenannten Schulen, unterscheidbar. Die bekanntesten dieser Strömungen sind die Freiburger Schule und die Österreichische Schule. Erstere, auch als Ordoliberalismus nach Walter Eucken bekannte und in Deutschland eher verbreitete, Variante des Neoliberalismus, sieht, als Lehre aus den negativen Erfahrungen mit dem Laissez-faire- Liberalismus, eine minimale staatliche Intervention als gerechtfertigt an, wohingegen die im englischsprachigen Raum verbreitete Österreichische Schule nach Friedrich August von Hayek mehr auf die selbstregulierende Kraft des Marktes setzt. Hier zeigt sich auch die Unterscheidbarkeit der einzelnen Strömungen.

Die vorliegende Seminararbeit stellt nun in kurzer und prägnanter Form die Freiburger Schule des Ordoliberalismus nach Eucken und die Österreichischen Schule nach Hayek dar und zieht einen Vergleich der beiden Strömungen um ihre Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufzeigen, wobei sie keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie soll dem Leser einen ersten Überblick über die genannten Strömungen bieten und die Vielfältigkeit des Neoliberalismus darlegen. Als theoretische Grundlage dieser Seminararbeit werden die veröffentlichen Bücher von Eucken und Hayek, Fachartikel sowie Fachbücher herangezogen und beschrieben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstehung des Neoliberalismus

2.1. Das „Colloque Walter Lippmann“

2.2. Die Mont Pèlerin Society

3. Der Ordoliberalismus nach Walter Eucken

3.1. Leben und Wirken von Walter Eucken

3.2. Euckens Verständnis der Nationalökonomie

3.2.1. Euckens sieben konstituierende Prinzipien

3.2.2. Euckens regulierende Prinzipien

4. Die Österreichische Schule nach F.A. von Hayek

4.1. Leben und Wirken von Friedrich August von Hayek

4.2. Die Nationalökonomie nach Hayek

4.2.1. Das grundlegende Problem des Wissens

4.2.2. Von der „Katallaxie“ und „Nomokratie“

4.2.3. Hayeks Staatsverständnis

5. Ein Vergleich der beiden Theorien

6. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, das Verständnis des Neoliberalismus durch eine differenzierte Betrachtung seiner beiden Hauptströmungen, der Freiburger Schule nach Walter Eucken und der Österreichischen Schule nach Friedrich August von Hayek, zu schärfen und ihre wesentlichen theoretischen Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufzuzeigen.

  • Historische Genese des Neoliberalismus (Colloque Walter Lippmann & Mont Pèlerin Society)
  • Ordoliberalismus: Euckens konstituierende und regulierende Prinzipien
  • Österreichische Schule: Hayeks Wissensproblem, Katallaxie und Nomokratie
  • Vergleichende Analyse der ordoliberalen und österreichischen Positionen
  • Kritische Reflexion über die heutige Relevanz neoliberaler Ideen in der Wirtschaftspolitik

Auszug aus dem Buch

3.2. Euckens Verständnis der Nationalökonomie

Zentrales Element der Freiburger Schule nach EUCKEN ist die von ihm vertretene Vorstellung, dass Ökonomie eine Ordnung benötigt. Daraus leitete sich der Name Ordoliberalismus dieser Schule von lateinisch ordo für „Ordnung“ ab. Grund für diese Vorstellung ist, dass seiner Meinung nach der klassische Liberalismus aufgrund fehlender staatlicher Rahmenbedingungen und des einhergehenden zügellosen Wütens des Laissez-faire für dessen Scheitern verantwortlich war. Der Ordoliberalismus sieht es als gesetzt an, dass der Wettbewerb eine anhaltende Aufrechterhaltung benötigt, da der selbstregulierenden Kraft der Märkte nicht mehr zu trauen ist, also das automatische Gleichgewicht der Märkte nach LÉON WALRAS und die natürliche Ordnung nach Smith nicht funktionsfähig sind. Diese Aufrechterhaltung der Ordnung soll durch den „starken Staat“ erfolgen, dessen Hauptaufgabe es ist, Machtkonzentrationen zu verhindern.

In seinem 1952, nach seinem Tod, veröffentlichten Buch „Grundsätze der Wirtschaftspolitik“ ist EUCKEN der Ansicht, dass diese erstrebenswerte Ordnung „zwei Gruppen von Prinzipien“ benötigt, um entstehen zu können und um aufrechterhalten zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema durch die aktuelle politische Debatte und Vorstellung der beiden zentralen neoliberalen Strömungen.

2. Die Entstehung des Neoliberalismus: Darstellung der historischen Entwicklung des Begriffs sowie der entscheidenden Gründungsereignisse nach der Weltwirtschaftskrise.

3. Der Ordoliberalismus nach Walter Eucken: Erläuterung der theoretischen Grundlagen von Walter Eucken, insbesondere der konstituierenden und regulierenden Prinzipien zur Sicherung der Wirtschaftsordnung.

4. Die Österreichische Schule nach F.A. von Hayek: Analyse von Hayeks ökonomischer Theorie, fokussiert auf das Wissensproblem, die spontane Ordnung (Katallaxie) und sein Staatsverständnis.

5. Ein Vergleich der beiden Theorien: Synoptische Gegenüberstellung beider Schulen, um sowohl inhaltliche Übereinstimmungen in der Systemkritik als auch fundamentale Differenzen in der Methodik aufzuzeigen.

6. Schlusswort: Fazit zur Vielfalt des Neoliberalismus und kritische Einordnung der heutigen wirtschaftspolitischen Realität.

Schlüsselwörter

Neoliberalismus, Ordoliberalismus, Freiburger Schule, Österreichische Schule, Walter Eucken, F.A. von Hayek, Soziale Marktwirtschaft, Wettbewerb, Katallaxie, Nomokratie, Mont Pèlerin Society, Wirtschaftsordnung, Markt, Staat, Laissez-faire.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema der Seminararbeit?

Die Arbeit untersucht das Wesen des Neoliberalismus, indem sie die theoretischen Ansätze der Freiburger Schule nach Walter Eucken und der Österreichischen Schule nach Friedrich August von Hayek darstellt und vergleicht.

Welche Themenfelder werden primär behandelt?

Die Arbeit umfasst die Entstehungsgeschichte des Neoliberalismus, die ordoliberalen Prinzipien von Eucken, die ökonomischen Ansichten von Hayek sowie einen direkten Vergleich dieser beiden Denkrichtungen.

Was ist die Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, was Neoliberalismus eigentlich ist und inwiefern sich die Theorien von Eucken und Hayek unterscheiden, um die Heterogenität dieses oft pauschal verwendeten Begriffs zu verdeutlichen.

Welche methodische Vorgehensweise wählt der Autor?

Die Untersuchung basiert auf einer Literaturanalyse, bei der primäre Werke von Eucken und Hayek sowie ergänzende Fachliteratur herangezogen werden, um die Theorien systematisch zu beschreiben.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt im Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Ausarbeitung der sieben konstituierenden sowie regulierenden Prinzipien nach Eucken und die Analyse von Hayeks Wissenskonzept, seiner Theorie der Katallaxie und seines Staatsverständnisses.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Ordoliberalismus, Österreichische Schule, Wettbewerbsordnung, spontane Ordnung (Katallaxie), Nomokratie, Staat, Markt und Wirtschaftspolitik.

Wie unterscheidet Eucken die Rolle des Staates von der Hayeks?

Eucken sieht den Staat als Bewahrer einer stabilen Ordnung durch einen klaren Katalog an Prinzipien, während Hayek den Staat vorrangig auf die Setzung allgemeiner Rahmenregeln (Nomos) begrenzt sieht, da komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge aufgrund von Informationsmangel nicht zentral steuerbar sind.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für die Gegenwart?

Der Autor stellt fest, dass der Neoliberalismus kein einheitlicher Begriff ist und regt dazu an, die aktuelle wirtschaftspolitische Praxis kritisch zu hinterfragen, ob sie den Prinzipien der ordoliberalen oder österreichischen Theorien noch entspricht.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Was ist Neoliberalismus? Eine Darstellung der Theorien nach Walter Eucken und Friedrich August von Hayek
Universidad
University of applied sciences, Munich
Calificación
1,7
Autor
Jakob Stähle (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
19
No. de catálogo
V388898
ISBN (Ebook)
9783668671003
ISBN (Libro)
9783668671010
Idioma
Alemán
Etiqueta
Eucken Hayek Neoliberalismus Ordoliberalismus Liberalismus Soziale Marktwirtschaft Wirtschaftstheorie Wirtschaftspolitik Volkswirtschaftslehre
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jakob Stähle (Autor), 2018, Was ist Neoliberalismus? Eine Darstellung der Theorien nach Walter Eucken und Friedrich August von Hayek, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388898
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  19  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint