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"Failed States" als Sammelbecken des islamischen Terrorismus. Der Jemen als Beispiel fragiler Staatlichkeit

Titel: "Failed States" als Sammelbecken des islamischen Terrorismus. Der Jemen als Beispiel fragiler Staatlichkeit

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jonas Bickmann (Autor:in)

Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit dem Ende des Kalten Krieges, spätestens seit dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 und dem darauf begonnen 'War on Terror', stellt der Terrorismus eine neue, globale Problematik dar.

Am 07. Januar 2015 verübten islamische Extremisten einen Terroranschlag in Paris auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo, als Reaktion auf Mohammed Karikaturen, die von der Zeitschrift abgedruckt wurden. Sie töteten 12 Menschen. Zu diesem Anschlag bekannte sich die Al Qaida auf der arabischen Halbinsel (AQAP), eine regionale Unterorganisation der Terrororganisation Al Qaida. Es ist bestätigt, dass mindestens einer der Attentäter von Paris zuvor im Jemen gewesen ist. Weiter sagten die Attentäter aus, der Anschlag sei vom ehemaligen Hassprediger Al Qaidas, Anwar al Awlaki, finanziert worden. Awlaki hatte schon früher zum Mord an einem Karikaturisten aufgerufen, bevor er 2011 im Jemen durch einen Drohnenangriff getötet wurde.

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit den Entstehungshintergründen des islamischen Terrorismus, explizit mit der Frage, ob sogenannte 'failed states' als Multiplikator für die Entstehung eines islamischen Terrorismus fungieren. Dies ist sowohl für die
Politikwissenschaft, als auch für die Realpolitik von besonderer Relevanz, da im Kampf gegen den Terror die Prävention eine entscheidende Rolle spielt. Die Untersuchung der Entstehungsfaktoren ist daher unerlässlich.
Beispielhaft wird hierzu, um Bezug auf die Anschläge von Paris zu nehmen, der Jemen untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fragile Staatlichkeit

2.1 Das Konstrukt des Staates

2.2 Funktionen des Staates

2.3 Arten von Staatlichkeit

2.4 Ursachen für das Scheitern von Staaten

3. Terrorismus

3.1 Entstehung religiöser, terroristischer Vereinigungen

4. Der Jemen als Beispiel fragiler Staatlichkeit

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Entstehungsbedingungen des islamischen Terrorismus unter besonderer Berücksichtigung des Konzepts der "failed states". Ziel ist es, die Rolle fragiler Staaten als Multiplikatoren für terroristische Strukturen am Beispiel des Jemen zu analysieren und politikwissenschaftliche sowie realpolitische Zusammenhänge aufzuzeigen.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen fragiler Staatlichkeit
  • Untersuchung von Terrorismus als Kommunikations- und Militärstrategie
  • Erforschung der Ursachen für staatliches Scheitern
  • Beispielhafte Anwendung der Theorie auf den Jemen
  • Diskussion von Lösungsansätzen zur Terrorismusprävention

Auszug aus dem Buch

3. Terrorismus

Der Terrorismus als solcher ist eine Art der Gewaltausübung, welche ihren Erfolg nicht anhand der direkten, physischen Folgen, sondern anhand der indirekten, psychischen Folgen misst. Er hat sowohl in seiner politischen Erscheinung, als auch in seiner Ausführung einen aggressiven Charakter.

Weiter ist der Terrorismus eine Kommunikationsstrategie mit doppeltem Adressaten: Erster Adressat ist der Angegriffene, welchem durch demonstrative Gewalt gezeigt werden soll, welche Verluste er zu erwarten hat, sollte er an seiner momentanen Strategie festhalten.

Zweiter Adressat ist der sogenannte 'zu interessierende Dritte'. Bei diesem handelt es sich um die Personengruppe, für welche die Terroristen nach eigenen Angaben kämpfen, beispielsweise ethnische Minderheiten oder soziale/politisch benachteiligte Klassen. Ziel ist es, den 'zu interessierenden Dritten' aktiv werden zu lassen, also ihn dazu zu bewegen, in den Kampf auf Seiten der Terroristen einzugreifen.

Gleichzeitig ist der 'zu interessierende Dritte' auch legitimierende Kraft terroristischer Organisationen. Die Terroristen müssen gegenüber dieser Kraft rechtfertigen, was wiederum das Gewaltpotenzial der Terroristen beschränkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des islamischen Terrorismus nach dem 11. September 2001 ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung von "failed states" als Entstehungsfaktoren.

2. Fragile Staatlichkeit: Dieses Kapitel definiert das Konzept des Staates sowie dessen Kernfunktionen und klassifiziert verschiedene Typen von Staatlichkeit, um das Phänomen des Scheiterns messbar zu machen.

3. Terrorismus: Hier wird Terrorismus als eine spezifische Kommunikations- und Militärstrategie analysiert, die darauf abzielt, psychische Wirkungen zu erzielen und als Multiplikator für politische Ziele zu fungieren.

4. Der Jemen als Beispiel fragiler Staatlichkeit: In diesem Kapitel wird die theoretische Analyse auf den Jemen angewandt, wobei die dortigen Defizite in der Staatlichkeit und die Präsenz terroristischer Gruppen konkret aufgezeigt werden.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und plädiert für eine nachhaltige "Bottom-Up"-Methodik zur Stabilisierung fragiler Staaten als präventive Maßnahme gegen Terrorismus.

Schlüsselwörter

Failed States, Fragile Staatlichkeit, Terrorismus, Islamischer Terrorismus, Jemen, Al Qaida, Staatsscheitern, Sicherheitsfunktion, Wohlfahrtsfunktion, Legitimationsfunktion, Gewaltmonopol, Terrorismusprävention, Politische Partizipation, Radikalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Schwächung staatlicher Strukturen (Fragilität) und dem Aufstieg sowie der Verbreitung islamistischer terroristischer Organisationen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Konzept des modernen Staates, die Definitionen von "failed states", die Strategien des Terrorismus und die aktuelle politische Situation im Jemen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, inwiefern fragile Staaten als Multiplikatoren für die Entstehung und das Agieren islamistischer Terrorgruppen fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die theoretische Definitionen (nach Weber und anderen) auf ein konkretes Fallbeispiel (Jemen) anwendet und durch Literaturanalyse stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung von Staatlichkeit und Terrorismus, gefolgt von einer detaillierten Analyse des Jemen als Fallbeispiel für eine "failed state"-Struktur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind failed states, staatliche Kernfunktionen, Gewaltmonopol, islamistischer Terrorismus und Terrorismusprävention.

Warum wird gerade der Jemen als Fallbeispiel gewählt?

Der Jemen dient als Beispiel, da er aufgrund interner Konflikte, schwacher Regierungsführung und der Präsenz von Organisationen wie Al Qaida das theoretische Modell eines fragilen Staates in der Praxis verdeutlicht.

Was schlägt der Autor als Lösung für die Terrorismusproblematik vor?

Der Autor schlägt eine Abkehr von rein militärischen Interventionen hin zu einer "Bottom-Up"-Strategie vor, die durch zivile Investitionen und den Aufbau von Infrastruktur zur Stabilität beiträgt.

Wie unterscheidet sich "failing state" von einem "failed state"?

Ein "failing state" befindet sich in einem aktiven Prozess des Zerfalls, während bei einem "failed state" das staatliche Gewaltmonopol und die grundlegenden Funktionen weitgehend vollständig zusammengebrochen sind.

Welche Rolle spielen "zu interessierende Dritte" im Terrorismus?

Sie fungieren als eine Art doppelte Zielgruppe, die zum einen durch den Terrorakt mobilisiert werden soll und zum anderen die terroristische Organisation legitimiert.

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Details

Titel
"Failed States" als Sammelbecken des islamischen Terrorismus. Der Jemen als Beispiel fragiler Staatlichkeit
Hochschule
Universität Kassel
Veranstaltung
Politischer Islam
Note
1,3
Autor
Jonas Bickmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
14
Katalognummer
V389011
ISBN (eBook)
9783668631205
ISBN (Buch)
9783668631212
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Failed State Fragile State fragile Staatlichkeit Staaten Staatlichkeit Jemen Krieg Entwicklungspolitik Naher Osten Mittlerer Osten Middle East Middle-Eastern-Studies
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jonas Bickmann (Autor:in), 2015, "Failed States" als Sammelbecken des islamischen Terrorismus. Der Jemen als Beispiel fragiler Staatlichkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/389011
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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