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Currency Board System in Argentinien

Title: Currency Board System in Argentinien

Term Paper , 2004 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Chrysanth Herr (Author), Christiane Heisterkamp (Author), Christoph Hehemann (Author), Toni Hofmann (Author), Philip Heimbach (Author)

Economics - Monetary theory and policy
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„Politikern wird oft vorgeworfen viel zu versprechen, was sie nicht einhalten können. In Argentinien verkauften Ökonomen den Politikern zwei Utopien, die nicht verwirklicht werden konnten. Ihr Versagen stürzte das Land in die schwerste politische und finanzielle Krise der letzten Jahrzehnte, […]“1. Die erste Illusion beschreibt Prof. Andres Valesco als „Musterknaben-Illusion“2: Argentiniens Fiskalpolitik hielt sich gemäß den Ratschlägen der führenden Ökonomen sklavisch an die Spezifikationen und Richtlinien des Currency Board Systems (CBS). Präsident de la Rua erhöhte in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Steuern, um die strengen Vorgaben des Budgetdefizits zu erfüllen, und verstärkte somit den Abwärtstrend der eigenen Wirtschaft. Die Glaubwürdigkeit der Finanzpolitik im Auge der ausländischen Investoren stand für ihn im Mittelpunkt seiner Erwägungen, die Auswirkungen seiner Politik auf die gesamte Konjunktur ließ er jedoch unberücksichtigt. Die „Zauberstab-Illusion“3 bezeichnet die vermeintlich erbaulichen Effekte des Currency Boards (CB). Durch die Einführung des CBS wurde die exzessive Banknotenproduktion unterbunden und damit das Vertrauen ausländischer Investoren in Argentinien gestärkt. Allerdings ging mit dem CBS nicht nur ein neues monetäres System einher, sondern die gesamte Wirtschaft sollte reformiert werden, da in einem CBS das Abwerten der Währung zum Ausgleich der Budgetdefizite nicht mehr möglich war. Diese Misere überforderte das CB, Argentinien sah in dem CBS ein Heilmittel für seine Wirtschaft und konnte aber nur sehr kurzfristig Erfolge verbuchen. Im Folgenden werden die Eigenschaften eines Currency Board Systems zunächst allgemein vorgestellt. Nachdem die Eigenschaften des Currency Boards verdeutlicht wurden, werden dessen Vor- und Nachteile am Beispiel Argentiniens erläutert und daran aufgezeigt, welche Probleme in Argentinien zu seinem Scheitern geführt haben. Anhand der Analyse kommen wir zu dem Schluss, welche allgemeinen Voraussetzungen für den Erfolg dieses Systems idealer Weise erfüllt sein müssen bzw. unter welchen Bedingungen sich ein Land für ein solches System eignet. 1 Velasco, Hochfliegende Illusionen, S. 1 2 Velasco, Hochfliegende Illusionen, S. 2 3 Velasco, Hochfliegende Illusionen, S. 1

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Konstituierende Merkmale des Currency Board Systems

2.2 Vorteile des Currency Board Systems am Beispiel Argentiniens

2.3 Nachteile des Currency Board Systems am Beispiel Argentiniens

3. Der Weg zum Scheitern in Argentinien

4. Erfolgsvoraussetzungen für das Currency Board

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Funktionsweise und die Effekte eines Currency Board Systems (CBS) am Beispiel der Wirtschaftskrise in Argentinien zu analysieren, um daraus die notwendigen Erfolgsvoraussetzungen für ein solches System abzuleiten.

  • Konstituierende Merkmale und Funktionsweise eines Currency Board Systems
  • Analyse der Vorteile und Nachteile des CBS im Kontext der argentinischen Wirtschaft
  • Untersuchung der Ursachen für das Scheitern des argentinischen Modells
  • Identifikation der essenziellen Erfolgsvoraussetzungen für die langfristige Stabilität
  • Vergleichende Betrachtung von Anpassungsprozessen und Reformbedarf

Auszug aus dem Buch

2.1 Konstituierende Merkmale des Currency Board Systems

Heutzutage besitzt in den meisten Ländern eine Zentralbank die monetäre Autorität. Zentralbanken sind von den Finanzministerien unabhängige Institutionen, die nicht daran gebunden sind, einen bestimmten Wechselkurs oder eine bestimmte Inflationsrate einzuhalten.

Neben den Zentralbanken gibt es noch diverse andere monetäre Systeme. Eines von diesen Systemen ist das CBS. Ein CB bringt Banknoten und Münzen in Umlauf, ist dabei aber an bestimmte Vorgaben gebunden. Die konstituierenden Merkmale des CBS sollen im Folgenden erläutert werden.

Beim CBS ist die inländische Währung immer an eine „Ankerwährung“ gebunden. Zwischen heimischer Währung und Ankerwährung besteht ein fixer Wechselkurs, der gesetzlich festgehalten wird. Durch das Anbinden der heimischen Währung an die Ankerwährung ist die Inflation im Land des CB in der Regel auf das Niveau beschränkt, wie es im Land der Ankerwährung herrscht. Es wird also mit Hilfe des CB die Stabilität des Landes der Ankerwährung „importiert“.

Unbegrenzte Umwandelbarkeit der heimischen Währung in die Ankerwährung zeichnet das CBS aus. Es dürfen keine Restriktionen bestehen, die ein Umwandeln in die Ankerwährung beschränken. Der Bevölkerung muss es also jederzeit möglich sein, heimische Währung zum festen Wechselkurs in die Ankerwährung umzutauschen. Unter die unbegrenzte Umwandelbarkeit fällt nicht die Aufgabe, Bankguthaben in die heimische Währung umzuwandeln; dies ist Aufgabe der Geschäftsbanken. Das CB sorgt lediglich für eine Umwandelbarkeit der Banknoten und Münzen, die es in den Umlauf bringt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftspolitischen Illusionen in Argentinien und skizziert den Aufbau der Analyse des Currency Board Systems.

2. Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die Merkmale eines Currency Board Systems und analysiert dessen Vor- und Nachteile speziell im argentinischen Kontext.

3. Der Weg zum Scheitern in Argentinien: Es werden die internen und externen Faktoren untersucht, die trotz des CBS zum wirtschaftlichen Zusammenbruch und zum Ende des Konvertibilitätsgesetzes führten.

4. Erfolgsvoraussetzungen für das Currency Board: Hier werden die notwendigen ökonomischen und politischen Bedingungen für ein dauerhaft erfolgreiches Currency Board erarbeitet.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Scheitern in Argentinien primär auf mangelnde Erfüllung der Voraussetzungen und eine verfehlte Politik zurückzuführen ist.

Schlüsselwörter

Currency Board System, Argentinien, Wechselkurs, Ankerwährung, Inflation, Fiskalpolitik, Konvertibilität, Wirtschaftskrise, Geldmenge, Realzins, Finanzsektor, Länderrisiko, Stabilität, Deflation, Auslandsschulden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Funktionsweise des Currency Board Systems (CBS) am Fallbeispiel Argentiniens und untersucht, warum dieses System dort scheiterte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Merkmalen von Currency Boards, den wirtschaftlichen Auswirkungen der Bindung an eine Ankerwährung und den strukturellen Voraussetzungen für den Erfolg solcher Systeme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aus dem Scheitern des argentinischen Modells allgemeine Bedingungen abzuleiten, unter denen ein Currency Board erfolgreich betrieben werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive und analytische Fallstudie durchgeführt, die theoretische Grundlagen des CBS mit historischen Wirtschaftsdaten und politischen Entwicklungen in Argentinien verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition des Systems, den spezifischen Vor- und Nachteilen für Argentinien, der Chronologie des Scheiterns und der theoretischen Herleitung von Erfolgsvoraussetzungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Currency Board System, Argentinien, Ankerwährung, Konvertibilität, Fiskalpolitik und wirtschaftliche Stabilität.

Warum konnte das Currency Board in Argentinien den gewünschten Aufschwung nicht halten?

Das Land erfüllte nicht die notwendigen Voraussetzungen wie eine disziplinierte Fiskalpolitik und eine ausreichende Flexibilität der Faktorpreise, zudem führte die Abhängigkeit vom US-Dollar zu einer schädlichen realen Überbewertung des Pesos.

Welche Bedeutung hatte das „lender-of-last-resort“-Verbot für Argentinien?

Durch das gesetzliche Verbot der Notenbankfinanzierung und der Kreditvergabe bei Liquiditätsengpässen konnten argentinische Banken in der Krise nicht gestützt werden, was den Bankrott des Sektors verschärfte.

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Details

Title
Currency Board System in Argentinien
College
European Business School - International University Schloß Reichartshausen Oestrich-Winkel
Course
Zahlungsbilanz und Wechselkurssysteme
Grade
1,7
Authors
Chrysanth Herr (Author), Christiane Heisterkamp (Author), Christoph Hehemann (Author), Toni Hofmann (Author), Philip Heimbach (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V38928
ISBN (eBook)
9783638378567
ISBN (Book)
9783668271333
Language
German
Tags
Currency Board System Argentinien Zahlungsbilanz Wechselkurssysteme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Chrysanth Herr (Author), Christiane Heisterkamp (Author), Christoph Hehemann (Author), Toni Hofmann (Author), Philip Heimbach (Author), 2004, Currency Board System in Argentinien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38928
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