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Die "curia Lossonum" und die von Rudolf Losse gestiftete Peter- und Paulskapelle

Titel: Die "curia Lossonum" und die von Rudolf Losse gestiftete Peter- und Paulskapelle

Hausarbeit , 2005 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Pierre Fütterer (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Neben vielen berühmten Persönlichkeiten des Mittelalters, deren Leben bis in alle Details durch reiches Quellenmaterial beleuchtet wird, entdecken Historiker von Zeit zu Zeit Personen, deren Bedeutung für die Geschichte erst bei genauerem Hinsehen erkannt wird. Erstaunlich ist es dann, wenn man durch Quellenarbeit deren tatsächlichen Einfluss erfährt und es sich zeigt, in wessen Schatten sie agierten und wozu ihr Engagement führte. Eine dieser vordergründig unscheinbaren Personen des spätmittelalterlichen Lebens ist Rudolf Losse, Bürger der Stadt Eisenach.
Dieser Rudolf Losse hat es verstanden, sich - wie er selbst sagt -„…per immensos labores…“, große Reichtümer in Form von Pfründen zu erwerben und war in Diensten vieler großer Männer seiner Zeit.
Diese Untersuchung beschäftigt sich jedoch nicht mit seinem Pfründenerwerb, sondern mit seinem allodialen Hof in Eisenach und der von ihm dort gestiftete Peter- und Paul-Kapelle sowie den dafür von seinen Gönnern und Dienstherren erwirkten Vergünstigungen und Privilegien, die aus verschiedenen Quellenstellen der Nova Alemaniae erschlossen wurden.


Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographischer Abriss

3. Die Auswertung der Quellen

3.1. Inhaltliche Zusammenfassung

3.2. Lage und Baulichkeiten

3.3. Die Vergünstigungen

4. Die weitere Geschichte des Hofes

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den allodialen Hof des Bürgers Rudolf Losse in Eisenach sowie die von ihm gestiftete Peter- und Paulskapelle, wobei der Fokus auf der Erwirkung von Privilegien und Vergünstigungen bei seinen Gönnern liegt, anstatt auf seinem Pfründenerwerb. Es wird analysiert, wie diese privaten Angelegenheiten durch Quellen wie Testamente und Urkunden dokumentiert sind und in welchem Verhältnis Losses politischer Einfluss zu seinem privaten Wirken stand.

  • Biographische Skizze von Rudolf Losse
  • Analyse der Quellen zum Lossenhof und der Kapelle
  • Topographische Lage und bauliche Beschaffenheit des Hofes
  • Untersuchung der erlangten Ablässe und Privilegien
  • Historische Nachnutzung und Geschichte des Lossenhofes

Auszug aus dem Buch

Lage und Baulichkeiten

Der folgende Abschnitt soll der Lage des Lossenhofes (Abb. 2) und seiner Kapelle, sowie deren Architektur anhand der Quellen und Literatur gewidmet sein.

Der Hof der Losses liegt „infra parrochie beate Marie ibidem limites…“ Etwas konkreter wird in NA 677 ausgesagt, dass der Hof „…in opido Ysnacensi in platea longea, qua itur ad valvam sancte Marie virginis…“ liege. Darin befindet sich die als „capella Lossonum“ bezeichnete Peter- und Pauls- Kapelle.

Genaueres über die Lage des Lossenhofes erfährt man in Losses erstem Testament. Hierin heisst es: die „…allodialis et paterna curia […] sita in longa platea de valva beate Marie virginis versus castrum Ysnacense procendete inter domos Tilonis de Frankenhusin et Iohannis de Warca…“. Der hintere Teil wird von den Gärten des verstorbenen Johannis Losse und der Ubel Kunne sowie „…ad viam iuxta murum opidi Ysnacensis…“ begrenzt.

Doch wie sieht die Anlage des Hofes aus?

Losse selbst spricht von einem Hof mit mehreren Gebäuden und Garten (Abb. 1). „In parte anteriori pro maiori parte lapidea…“, das heisst also, dass der vordere Teil hauptsächlich aus Stein gebaut war. Er besteht aus der „antiqua caminata“, dem „…domus inter Iohannis de Wartza sitam…“, sowie dem „domus supra portas“. Im rückwärtigen Teil des Anwesens befindet sich der Garten mit weiteren Gebäuden, wie man aus NA 989 entnehmen kann. Genannt werden ein „orreum sollempne“, ein „torritorium“ (Darre), sowie ein „vivarium“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Rudolf Losse als spätmittelalterliche Persönlichkeit dar und definiert das Untersuchungsziel: die Analyse seines allodialen Hofes, der gestifteten Kapelle und der durch ihn erwirkten Privilegien.

2. Biographischer Abriss: Das Kapitel zeichnet den Lebensweg Rudolf Losses von seiner Herkunft aus einem Ministerialengeschlecht über sein Studium und seine Tätigkeit im Dienst des Trierer Erzbischofs bis hin zu seinem politisch einflussreichen Wirken und Tod nach.

3. Die Auswertung der Quellen: Dieser Abschnitt unterteilt sich in die inhaltliche Zusammenfassung der Belege, eine architektonische Beschreibung von Hof und Kapelle sowie eine Untersuchung der erwirkten Privilegien und Ablässe.

4. Die weitere Geschichte des Hofes: Hier wird der Eigentumsübergang des Hofes nach Losses Tod, die verschiedenen Besitzerwechsel und die spätere Umnutzung des Areals durch die Stadt und die Forstverwaltung dargelegt.

5. Schluss: Die Zusammenfassung unterstreicht die Verknüpfung von Losses politischem Einfluss mit der Ausstattung seiner Kapelle und stellt fest, dass der familiäre Besitz trotz seiner Bemühungen infolge seiner Exkommunikation verloren ging.

Schlüsselwörter

Rudolf Losse, Eisenach, Lossenhof, Peter- und Paulskapelle, Spätmittelalter, Nova Alamanniae, Erzbistum Trier, Privilegien, Ablasswesen, Ministerialengeschlecht, Testamente, Balduin von Luxemburg, Karl IV., Stadtgeschichte, Quellenanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Wirken und den privaten Besitzungen des spätmittelalterlichen Bürgers Rudolf Losse in Eisenach, insbesondere mit seinem allodialen Hof und der von ihm gestifteten Kapelle.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Biographie Losses, die architektonische Beschreibung seines Hofes sowie die historische Analyse der von ihm erwirkten geistlichen und weltlichen Privilegien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Untersuchung zielt darauf ab, zu klären, wie Losse Vergünstigungen und Privilegien für seine Kapelle bei Gönnern und Dienstherren erwirkte, und inwieweit seine politischen Tätigkeiten dies begünstigten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse. Hierbei werden zeitgenössische Urkunden, Testamente und die Sammlung „Nova Alamanniae“ ausgewertet und durch einschlägige Fachliteratur ergänzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Losses Lebenslauf, die spezifischen Informationen zum Lossenhof inklusive seiner Baulichkeiten sowie die detaillierte Analyse der erlangten Ablässe und Freiheitsrechte dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Rudolf Losse, Lossenhof, Peter- und Paulskapelle, Spätmittelalter, Privilegien, Ablasswesen und Quellenanalyse.

Warum spielt die Exkommunikation für den Ausgang des Hofes eine Rolle?

Es wird vermutet, dass der Verlust des Hofes aus dem Familienbesitz unmittelbar nach Losses Tod nicht zuletzt dieser kirchenrechtlichen Sanktion geschuldet sein könnte.

Was hat es mit den "Gedächtnisleistungen" auf sich?

In seinem Testament legte Losse fest, welche Mittel dem Kaplan und Pförtner zur Verfügung stehen sollten und welche memorialen Dienste (Gedächtnisleistungen) der Kaplan für ihn und seine Verwandten erbringen musste.

Konnten alle Fragen zum Verhältnis von Leistung und Gegenleistung geklärt werden?

Während einige Dienste wie die als Bote Karls IV. nachvollziehbar sind, bleibt das Zustandekommen anderer Privilegien, etwa bei Erzbischof Gerlach oder den Bischöfen von Worms und Soana, aufgrund der Quellenlage weitgehend spekulativ.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die "curia Lossonum" und die von Rudolf Losse gestiftete Peter- und Paulskapelle
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Ü zur Methodik: Geistliche Karrieren im Spätmittelalter
Note
1,0
Autor
Pierre Fütterer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
16
Katalognummer
V38974
ISBN (eBook)
9783638378864
ISBN (Buch)
9783638843096
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lossonum Rudolf Losse Peter- Paulskapelle Methodik Geistliche Karrieren Spätmittelalter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Pierre Fütterer (Autor:in), 2005, Die "curia Lossonum" und die von Rudolf Losse gestiftete Peter- und Paulskapelle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38974
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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