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Das Ende der Mitgliederpartei? Entwicklung und Sozialstruktur der Parteimitglieder von SPD und CDU

Titel: Das Ende der Mitgliederpartei? Entwicklung und Sozialstruktur der Parteimitglieder von SPD und CDU

Seminararbeit , 2005 , 26 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Diplom Staatswissenschaftler Alexander Salatzkat (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit wird aufgezeigt, wie sich die Mitgliederzahlen von SPD und CDU in den letzten Jahren entwickelt haben und wie sich die Mitglieder sozio-strukturell zusammensetzen. Dabei soll unter anderem auch der Frage nachgegangen werden, ob die Parteien überhaupt noch repräsentativ sind oder ob eine kleine elitäre Schicht die Geschicke in Deutschland bestimmt. Und das obwohl jeder Bürger, der Interesse und Engagement zeigt, die Möglichkeit hat, am politischen Willensbildungsprozess sowie der politischen Ausgestaltung teilzunehmen. Dennoch macht sich in Deutschland eine allgemeine Politikverdrossenheit breit und damit einhergehend ein Desinteresse am Parteiengeschehen. Im Allgemeinen gehen die Mitgliederzahlen aller Parteien zurück, insbesondere aber bei der CDU und der SPD. ( Lediglich Bündnis90/Die Grünen bildet hierbei die Ausnahme. Sie haben Ende 2004 eine, wenn auch nur geringe, aber positive Bilanz von plus 160 Mitgliedern.)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historischer Überblick

3 Mitgliederentwicklung

3.1 SPD

3.2 CDU

3.3 Motivation zur Mitgliedschaft

4 Sozialstruktur

4.1 Schichtzugehörigkeit

4.2 Erwerbstätigkeit

4.3 Konfession und Kirchenbindung

4.4 Bildung

4.5 Alter

4.6 Geschlecht

5 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entwicklung und Sozialstruktur der Parteimitglieder von CDU und SPD vor dem Hintergrund einer zunehmenden Politikverdrossenheit in Deutschland und stellt die Frage, ob diese Volksparteien noch als repräsentativ gelten können oder ob ihre Bindung an die Bevölkerung schwindet.

  • Analyse der historischen Entwicklung und Mitgliederzahlen von CDU und SPD.
  • Untersuchung der Motive für Parteieintritte und Parteiaustritte.
  • Betrachtung soziologischer Merkmale wie Schichtzugehörigkeit und Erwerbsstruktur der Mitglieder.
  • Analyse von Konfession, Bildungsgrad, Alter und Geschlechterverteilung innerhalb der Parteien.
  • Reflexion über die Repräsentativität und die Zukunftsaussichten der beiden Volksparteien.

Auszug aus dem Buch

4.2 Erwerbstätigkeit

Bis weit in die 70er Jahre hinein haben vor allem zwei Konflikte die Geschichte der beiden großen Parteien geprägt: der konfessionelle Gegensatz und der Klassenkonflikt. Doch, wie bereits angesprochen, bricht die Verbindung aufgrund der wirtschaftlichen, sozialstaatlichen und gesellschaftlichen Veränderung im postindustriellen Staat zwischen Partei und altem Milieu auf. Die Parteien müssen also ihre Klientel erweitern. Eine SPD kann heute gar nicht mehr als Arbeiterpartei gewinnen, da lediglich 28,9 Prozent (9.590.000 Millionen) der Bevölkerung ArbeiterInnen sind; eine Mehrheit ist das nicht. Die Parteien sind „Volksparteien“ geworden. Die Entideologisierung verhindert zwar eine feste Bindung der Mitglieder, ermöglicht aber andererseits die Öffnung für alle Wählerschichten.

Das bedeutet aber auch, dass die SPD nicht mehr von Arbeitern und damit deren Interessen dominiert wird. Die Potsdamer Untersuchung zeigt deutlich auf, dass sich SPD und CDU gerade in der sozioökonomischen Struktur angeglichen haben. „Die Angestellten und Beamten [bilden] unter den Mitgliedern fast aller im Bundestag vertretenen Parteien die größte Gruppe.“ Gerade für Beamte kann es sehr nützlich sein Mitglied, in einer Partei zu sein. Denn die regierenden Parteien besetzen die hohen staatlichen Posten. Die Beamten sind bei SPD und CDU überproportional vertreten. Lediglich 6 Prozent der Bevölkerung arbeiten im öffentlichen Dienst, bei der SPD sind 23 Prozent der Mitglieder und bei der CDU 18 Prozent der Mitglieder aus diesem Umfeld.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die verfassungsrechtliche Rolle der Parteien ein und thematisiert den Rückgang der Mitgliederzahlen sowie die abnehmende Repräsentativität von CDU und SPD.

2 Historischer Überblick: Das Kapitel zeichnet den Weg von der „Stunde Null“ nach 1945 bis hin zur heutigen Parteienverdrossenheit und dem Verlust traditioneller Wählergruppen nach.

3 Mitgliederentwicklung: Hier wird der drastische Mitgliederschwund von SPD und CDU sowie die individuelle Motivation der Bürger für Parteiein- und -austritte detailliert analysiert.

4 Sozialstruktur: Dieses zentrale Kapitel untersucht die soziologische Zusammensetzung der Mitgliedschaft hinsichtlich Schicht, Beruf, Konfession, Bildung, Alter und Geschlecht.

5 Ausblick: Der Ausblick resümiert die mangelnde Repräsentativität der Parteien und reflektiert über die Herausforderungen für die künftige Mitgliederrekrutierung in einer schnelllebigen, digitalisierten Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Volksparteien, CDU, SPD, Parteimitglieder, Mitgliederentwicklung, Sozialstruktur, Politikverdrossenheit, Partizipation, Repräsentativität, Erwerbsstruktur, Kirchenbindung, Parteienverdrossenheit, Parteien, Wahlverhalten, Parteiaustritte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der aktuellen Situation der beiden großen deutschen Volksparteien, SPD und CDU, unter dem Gesichtspunkt des Mitgliederschwunds und der sich wandelnden Sozialstruktur innerhalb dieser Parteien.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Mitgliederentwicklung im Zeitverlauf, die Beweggründe für den Ein- oder Austritt aus Parteien sowie soziologische Aspekte wie die berufliche Zusammensetzung, Bildung und Konfession der Mitglieder.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob die großen Volksparteien in Deutschland angesichts sinkender Mitgliederzahlen und veränderter soziologischer Strukturen überhaupt noch repräsentativ für die Bevölkerung sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung existierender empirischer Daten, insbesondere der Ergebnisse des Potsdamer Projekts „Parteimitglieder im Vergleich“ sowie parteieigener Statistiken und Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine Untersuchung der Mitgliederentwicklung und eine tiefgehende Analyse der Sozialstruktur anhand von Variablen wie Schicht, Alter, Geschlecht und Bildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie Volksparteien, Parteimitgliedschaft, Sozialstruktur, Politikverdrossenheit, Partizipation und Repräsentativität.

Warum ist laut der Arbeit das „Stallgeruch“-Phänomen problematisch?

Das „Stallgeruch“-Phänomen beschreibt bestehende soziale Netzwerke und die sogenannte „Ochsentour“ innerhalb von Parteien, die nach Ansicht der Arbeit insbesondere junge, neue Mitglieder von einem Parteieintritt abschrecken können.

Inwiefern hat sich die Zusammensetzung der SPD gewandelt?

Die Arbeit stellt fest, dass sich die SPD von einer klassischen Arbeiterpartei zu einer Arbeitnehmerpartei gewandelt hat, wobei Angestellte und Beamte heute unter den Mitgliedern eine dominante Rolle spielen.

Warum wird die „virtuelle Agora“ im Ausblick als gescheitert bezeichnet?

Der Autor führt aus, dass die Hoffnung, durch das Internet eine digitale Demokratisierung und breitere Bürgerbeteiligung zu erreichen, nicht erfüllt wurde, da formal höher Gebildete ihren Wissensvorsprung behaupten und die Partizipation weitgehend in ihrem Kreis verbleibt.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Ende der Mitgliederpartei? Entwicklung und Sozialstruktur der Parteimitglieder von SPD und CDU
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg  (Professur für Innenpolitik und Vergleichende Regierungslehre)
Veranstaltung
IS-Seminar: Volksparteien: Ein Auslaufmodell?
Note
2,0
Autor
Diplom Staatswissenschaftler Alexander Salatzkat (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
26
Katalognummer
V38982
ISBN (eBook)
9783638378925
ISBN (Buch)
9783638654739
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ende Mitgliederpartei Entwicklung Sozialstruktur Parteimitglieder IS-Seminar Volksparteien Auslaufmodell
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom Staatswissenschaftler Alexander Salatzkat (Autor:in), 2005, Das Ende der Mitgliederpartei? Entwicklung und Sozialstruktur der Parteimitglieder von SPD und CDU, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38982
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Leseprobe aus  26  Seiten
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