Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Topic: European Union

Die Wirtschafts- und Währungsunion (WWU)

Title: Die Wirtschafts- und Währungsunion (WWU)

Seminar Paper , 2005 , 27 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Dipl.-Hdl. Michael Schießl (Author)

Politics - Topic: European Union
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Wir schreiben das Jahr 2007. Mittlerweile ist es schon über acht bzw. fünf Jahre her, als die Europäische Union mit dem pünktlichen Start der Wirtschafts- und Währungsunion zum 1. Januar 1999 und der sich daran anschließenden reibungslosen Einführung des Euro-Bargeldes als Zahlungsmittel zum 1. Januar 2002 einen historischen Vertiefungsschritt getan hat. Heute ist Ruhe eingekehrt um die am Anfang so erhoffte, aber auch von vielen so sehr gefürchtete Währung im vereinten Europa. Inzwischen haben zwölf der insgesamt fünfzehn Mitgliedsstaaten der Europäischen Union die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion verwirklicht und ihre eigene Währung gegen den Euro eingetauscht.
In der vorliegenden Arbeit soll zunächst dargestellt werden, was man unter einer Wirtschafts- und Währungsunion versteht. Bevor im Anschluss daran die Entstehungsgeschichte der WWU ausführlich aufgezeigt wird, werden vorher die wichtigsten Gründe für deren Errichtung skizziert. Zum Abschluss wird das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) als zentrale Institution der Währungsunion beschrieben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DEFINITION DER WIRTSCHAFTS- UND WÄHRUNGSUNION

3. GRÜNDE FÜR EINE WIRTSCHAFTS- UND WÄHRUNGSUNION

3.1 POLITISCHE GRÜNDE

3.1.1 Förderung der politischen Einigung Europas

3.1.2 Vergemeinschaftung der Geldpolitik

3.2 WIRTSCHAFTLICHE GRÜNDE

3.2.1 Zunehmende wirtschaftliche Verflechtung

3.2.2 Kosten durch Wechselkursschwankungen

3.2.3 Vollendung des Binnenmarktes

4. ENTSTEHUNGSGESCHICHTE

4.1 VON DEN RÖMISCHEN VERTRÄGEN ZUM WERNER-PLAN

4.2 DER WERNER-PLAN

4.3 VOM WERNER-PLAN ZUM EUROPÄISCHEN WÄHRUNGSSYSTEM (EWS)

4.4 VOM EWS ZUM MAASTRICHTER VERTRAG

4.5 DIE VERANKERUNG DER WWU IM VERTRAG VON MAASTRICHT

4.5.1 Die erste Stufe der WWU

4.5.2 Die zweite Stufe der WWU

4.5.2.1 Das Europäische Währungsinstitut (EWI)

4.5.2.2 Die Konvergenzkriterien

4.5.3 Die dritte Stufe der WWU

5. DAS EUROPÄISCHE SYSTEM DER ZENTRALBANKEN (ESZB)

5.1 DIE ORGANISATION DES ESZB

5.1.1 Der EZB-Rat

5.1.2 Das EZB-Direktorium

5.1.3 Der Erweiterte Rat der EZB

5.2 DIE AUFGABEN DES ESZB

6. AUSBLICK

7. ANHANG

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit befasst sich mit der Entstehung und den zentralen institutionellen Strukturen der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (WWU). Ziel ist es, die politischen und ökonomischen Motive für den Integrationsschritt aufzuzeigen, die historische Entwicklung von den Römischen Verträgen bis zur dritten Stufe der WWU nachzuzeichnen und die Rolle sowie Organisation des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) zu erläutern.

  • Politische und wirtschaftliche Gründe für die Errichtung der WWU
  • Historischer Prozess der währungspolitischen Integration in Europa
  • Der Vertrag von Maastricht und seine Bedeutung für die WWU
  • Kriterien für die Teilnahme an der Währungsunion
  • Organisation, Aufgaben und Unabhängigkeit des ESZB

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Vergemeinschaftung der Geldpolitik

Die Vergemeinschaftung der Geldpolitik besteht aus mehreren Facetten. Historisch gesehen hat die Deutsche Bundesbank durch die Ankerrolle der DM auch den geldpolitischen Kurs anderer EWS-Länder sehr stark bestimmt, was insbesondere gegenüber Frankreich häufig zu Verstimmungen geführt hat. Der Kurswechsel in der französischen Geldpolitik 1983 hin zu einer stabilitätsorientierten Ausrichtung machte die DM zur Leitwährung im Europäischen Währungssystem und die Deutsche Bundesbank de facto zu einer europäischen Zentralbank. Seitdem strebte Frankreich danach, die deutsche monetäre Hegemonie zu durchbrechen und selbst wieder größeren Einfluss auf geldpolitische Entscheidungen zu gewinnen.

Aus diesem Grund sollte der geldpolitische Willensbildungsprozess in einer supranationalen Organisation vergemeinschaftet werden, die nach französischen Vorstellungen ausgestaltet werden sollte. Das Kalkül der französischen Politik ging jedoch nicht auf. Insbesondere in der Frage der Unabhängigkeit der Zentralbank konnte sich Frankreich nicht gegenüber Deutschland durchsetzen, so dass im Maastrichter Vertrag Elemente für die Europäische Zentralbank festgeschrieben wurden, die weitgehend der deutschen Geldverfassung entsprechen: Status der Unabhängigkeit (Art. 108 EGV) und Verbot der Finanzierung öffentlicher Haushaltsdefizite durch das ESZB (Art. 101 EGV). Dieses Beispiel zeigt, dass der wirtschafts- und währungspolitische Integrationsprozess durch politische Kompromisse zwischen Deutschland und Frankreich stark vorantrieben wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einleitende Darstellung des historischen Vertiefungsschrittes der EU durch die Einführung des Euro und der thematischen Schwerpunkte der Arbeit.

2. DEFINITION DER WIRTSCHAFTS- UND WÄHRUNGSUNION: Herleitung des Begriffs der Wirtschafts- und Währungsunion durch die Definition der beiden Bausteine Wirtschaftsunion und Währungsunion.

3. GRÜNDE FÜR EINE WIRTSCHAFTS- UND WÄHRUNGSUNION: Analyse der politischen Beweggründe, wie Frieden und Stabilität, sowie der wirtschaftlichen Faktoren, darunter die Reduktion von Transaktionskosten und die Vollendung des Binnenmarktes.

4. ENTSTEHUNGSGESCHICHTE: Historischer Rückblick auf die Entwicklung von den Römischen Verträgen über den Werner-Plan und das EWS bis hin zur vertraglichen Verankerung in Maastricht.

5. DAS EUROPÄISCHE SYSTEM DER ZENTRALBANKEN (ESZB): Detaillierte Betrachtung der Organisation, der Entscheidungsorgane wie dem EZB-Rat und den Aufgaben des ESZB.

6. AUSBLICK: Würdigung der bisherigen Bilanz der WWU und Einschätzung der Herausforderungen durch die EU-Erweiterung.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Wirtschafts- und Währungsunion, WWU, Europäische Zentralbank, ESZB, Euro, Maastrichter Vertrag, Konvergenzkriterien, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Geldpolitik, Binnenmarkt, Wechselkursschwankungen, Wirtschaftsraum, Integration, Preisstabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die Entstehungsgeschichte, die Hintergründe sowie die institutionelle Ausgestaltung der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen umfassen die politischen und ökonomischen Ursachen der Integration, den geschichtlichen Pfad von den Anfängen bis zur Implementierung des Euro sowie die Struktur des Europäischen Systems der Zentralbanken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die Motivation hinter der Währungsunion und die Funktionsweise der zentralen währungspolitischen Institutionen in Europa zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung offizieller Dokumente und Verträge zur europäischen Integration.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische und ökonomische Begründung, den historischen Prozess und die institutionelle Beschreibung des ESZB.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text?

Wichtige Begriffe sind WWU, ESZB, Euro, Maastrichter Vertrag, Konvergenzkriterien, Geldpolitik und Europäische Integration.

Welche Rolle spielte das Europäische Währungsinstitut (EWI) in der zweiten Stufe?

Das EWI fungierte als Vorläufer der EZB und war entscheidend für die Harmonisierung der geldpolitischen Instrumente und die Vorbereitung auf die dritte Stufe der WWU.

Was bedeutet der "Stabilitäts- und Wachstumspakt"?

Der Pakt verpflichtet Mitgliedsstaaten zur Einhaltung solider Staatsfinanzen und sieht Sanktionsmechanismen bei übermäßigen Haushaltsdefiziten vor, um die Stabilität des Euro zu sichern.

Excerpt out of 27 pages  - scroll top

Details

Title
Die Wirtschafts- und Währungsunion (WWU)
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Course
Einführung in das politische System der EU
Grade
2,3
Author
Dipl.-Hdl. Michael Schießl (Author)
Publication Year
2005
Pages
27
Catalog Number
V38999
ISBN (eBook)
9783638379069
ISBN (Book)
9783638692502
Language
German
Tags
Wirtschafts- Währungsunion Einführung System
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Hdl. Michael Schießl (Author), 2005, Die Wirtschafts- und Währungsunion (WWU), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38999
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  27  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint