Verschiedene Unterrichtsmethoden


Hausarbeit, 2003

15 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methoden aus verschiedenen Blickwinkeln
2.1 Unterrichtsmethoden aus Lehrersicht
2.2 Unterrichtsmethoden aus Schülersicht

3. Verschiedene Unterrichtsmethoden
3.1 Projektarbeit
3.2 Freiarbeit
3.3 Erkundung/ Ausflug

4. Schlusswort

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Anknüpfend an unser Seminar „Material für die Primarstufe mit dem PC selbst erzeugen“ möchte ich das Thema „ Verschiedene Unterrichtsmethoden“, welches ich bereits in Form eines Referats gemeinsam mit Miriam Müller vorgestellt habe, in meiner Arbeit näher betrachten.

Bevor ich die einzelnen Unterrichtsmethoden vorstelle, möchte ich zunächst darauf eingehen, wie Lehrer und Schüler verschiedene Unterrichtsmethoden empfinden und wie wichtig es daher ist, die geeignete Methode zu wählen. Da es mir nicht möglich ist, alle Unterrichtsmethoden aufzuzeigen, beschränke ich mich auf drei, die für mich sehr bedeutsam sind: Projektarbeit, Freiarbeit (insbesondere der Wochenplan) und Erkundung/ Ausflug. Diese Methoden werde ich zunächst jeweils erläutern und ihre Vorteile und Nachteile aufzeigen. Auffallend ist vielleicht hier schon, dass es sich um drei Methoden handelt, die sehr schülerzentriert sind. Leider ist diese Eigenschaft keineswegs selbstverständlich: „Die Schule bringt es fertig, aus Kindern, die neugierig und wissensdurstig in das erste Schuljahr kommen, innerhalb weniger Jahre apathische und desinteressierte Schüler zu machen.“[1] Laut Angelika Wagner sind dies die Folgen lehrerzentrierten Unterrichts, wobei dessen Verbreitung in den letzten Jahren und Jahrzehnten sicherlich nicht mehr so groß war.

2. Methoden aus verschiedenen Blickwinkeln

Um in meiner Arbeit über verschiedene Unterrichtsformen zu schreiben, bedarf es zunächst einer Definition des Begriffs „Unterrichtsform“. Eine mögliche Definition lautet: „ Unterrichtsformen bezeichnen die Art der Organisation der Interaktionen von Lehrer und Schülern im Unterricht aufgrund der Vorgabe methodischer Rahmenbedingungen.“[2] Wie diese Definition zeigt, geht es im Unterricht um Interaktionen zwischen Lehrern und Schülern. Es ist also wichtig zu wissen, wie Lehrer und Schüler verschiedene Unterrichtsformen wahrnehmen.

2.1 Unterrichtsmethoden aus Lehrersicht

Die Wahrnehmung der Unterrichtsmethode durch den Lehrer erfolgt nicht nur im Kopf, sondern auch „ganzheitlich, ich- und gefühlsbezogen (...) mit dem ganzen Körper.“[3] Das heißt, der Lehrer / die Lehrerin[4] interessiert sich weniger für Vor- und Nachteile einer Methode, wie es der Theoretiker tut. Vielmehr interessiert ihn: „Ist die Aufgabe lösbar? Von allen Kindern? Ist das Unterrichtstempo in Ordnung? Ist die Hausaufgabe klar formuliert?...“ Die Lehrkraft macht somit individuelle Erfahrungen, die für sie wichtig sind und aus denen sie Konsequenzen für ihren künftigen Unterricht ziehen kann. Dem Lehrer ist es auch kaum möglich, eine Unterrichtsmethode isoliert und abstrakt zu betrachten, da er sich meistens mitten im Geschehen befindet und die angewandte Methode nur ein Faktor von vielen ist. Wie erwähnt, wird der Unterricht von der Lehrkraft ich - bezogen erlebt.

Schließlich ist es der Lehrer, der den Unterricht lenkt und der für seine Schüler verantwortlich ist. Er steht unter dem Druck, den vorgeschriebenen Unterrichtsstoff in der vorgeschriebenen Zeit zu behandeln. Ebenso ist es der Lehrer, der damit umzugehen hat, dass Unterricht ausfällt oder dass Schüler sich aggressiv oder desinteressiert verhalten. Die Wahrnehmung des methodischen Handelns ist außerdem körperbezogen: Kinder beobachten und analysieren sehr genau, wie ein Lehrer den Klassenraum betritt; ob er unsicher ist oder großes Selbstbewusstsein ausstrahlt und deutlich macht, wer ab sofort die Regie übernimmt. Ebenso ist es wichtig, dass ein Lehrer die Fähigkeit besitzt, durch Mimik, Gestik und Bewegung Ruhe, Zorn und andere Gefühlsregungen ausstrahlen zu können. Dies zeigt, dass der Lehrer nicht nur mit dem Kopf, sondern mit dem ganzen Körper lehrt.

2.2 Unterrichtsmethoden aus Schülersicht

Schüler achten im Unterricht häufiger auf Faktoren wie die Umgangsform des Lehrers und die von ihm gewählte Methode. Im Hintergrund dagegen stehen für sie oft die Unterrichtsinhalte. Es steht somit im Vordergrund (zumindest bei älteren Schülern ab etwa der Mittelstufe), welche Sozialformen und Handlungsmuster der Lehrer auswählt. Dass Schüler die unterrichtsmethodischen Kompetenzen des Lehrers oft genauer und gerechter als der Lehrer selbst beurteilen, zeigen folgende Zitate:

- „Ich finde, dass interessant und nicht zu trocken gestalteter Frontalunterricht noch am besten ist. Dazu muss ein Lehrer sich aber durchsetzen können.“ (Gymnasialschüler, 10. Klasse)[5]
- „Bei Frau W. ist der Unterricht manchmal langweilig. Aber wenn er interessant ist, dann ist er ganz interessant. Gruppenunterricht finde ich gut, weil man da selbst etwas machen kann. Neulich haben wir mal einen Fahrradschlauch repariert. Das hat Spaß gemacht!“ (Grundschülerin, 4. Klasse)[6]
- „Ich finde es besonders unangenehm, wenn ein Lehrer einen anti - autoritären Unterrichtsstil hat, da die Schüler nicht mitmachen (...) Besser finde ich, wenn der Lehrer die Zügel in der Hand hält und den Schüler zum Mitmachen animiert. Vor allem muss etwas Konkretes verlangt werden (...) Und der Lehrer muss in der Lage sein, die Klasse leise zu halten.“ (Gymnasialschüler, 10. Klasse)[7]

Diese Bespiele zeigen, dass Schüler durchaus in der Lage sind, ihre Lehrer, sowie deren Methoden ganz genau zu beurteilen. Je älter sie sind, desto differenzierter können sie sich natürlich äußern. Doch auch das Zitat der Grundschülerin zeigt, dass sie schon so etwas wie ihre „Lieblingsmethode“ gefunden hat, nämlich eine Methode, bei der sie selbst aktiv werden kann.

3.Verschiedene Unterrichtsmethoden

3.1 Projektarbeit

Die Projektarbeit ist eine offene Lernform. Entweder einzelne Schüler oder zusammengeschlossene Gruppen bearbeiten ein bestimmtes Gebiet. Am Ende eines Projektes steht meistens ein sichtbares Produkt. Die Arbeit an einem Projekt erstreckt sich meistens über mehrere Unterrichtsstunden oder sogar mehrere Tage (Beispiel Projektwoche). Oft spielen die Erfahrungen und Neigungen der Schüler eine große Rolle in der Auswahl ihres Projektes, sofern sie darüber entscheiden können.

[...]


[1] Wagner, Angelika. Schülerzentrierter Unterricht. München, Berlin, Wien. Urban und Schwarzenberg Verlag. 1976. S. 5

[2] Köck, Peter. Praxis der Unterrichtsgestaltung und des Schullebens. Donauwörth. Ludwig Auer Verlag. 2. Auflage. 1995

[3] Meyer, Hilbert. Unterrichtsmethoden. Frankfurt am Main. Cornelsen Verlag Scriptor. 2. Praxisband. S. 35

[4] Anmerkung: Der Einfachheit halber werde ich in der folgenden Arbeit nur noch die männliche Form des Lehrerberufs benutzen, wobei Lehrerinnen ebenso gemeint sind.

[5] Meyer, Hilbert. Unterrichtsmethoden. Frankfurt am Main. Cornelsen Verlag Scriptor. 2. Praxisband. S. 38

[6] Meyer, Hilbert. Unterrichtsmethoden. Frankfurt am Main. Cornelsen Verlag Scriptor. 2. Praxisband. S. 39

[7] Meyer, Hilbert. Unterrichtsmethoden. Frankfurt am Main. Cornelsen Verlag Scriptor. 2. Praxisband. S. 39

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Verschiedene Unterrichtsmethoden
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,7
Autor
Jahr
2003
Seiten
15
Katalognummer
V39021
ISBN (eBook)
9783638379212
Dateigröße
506 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verschiedene, Unterrichtsmethoden
Arbeit zitieren
Simone Mark (Autor), 2003, Verschiedene Unterrichtsmethoden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39021

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