1. Begriffe audiolingual und audiovisuell
Laut dem Universalwörterbuch Duden werden die Begriffe audiolingual und audiovisuell folgenderweise definiert:
„audiolingual [zu lat. audire = hören und lingua = Zunge]: [im Sprachunterricht] vom gesprochenen Wort ausgehend; audiovisuell: zugleich hörbar und sichtbar.“(1) Im Bezug auf Sprachunterricht geht es im ersten Fall um den Einsatz der Tongeräte wie z.B. Kassettenrecorder, CD-ROMs, im zweiten Fall – solchen Medien wie Videorecorder, Audiokurse mit Lehrbüchern, Computer.
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1 DROZDOWSKI, G. (Hrsg.): Deutsches Universalwörterbuch, S. 150.
Inhaltsverzeichnis
1. Begriffe audiolingual und audiovisuell
2. Entwicklung der AL/AV – Methode
2.1 Historischer Überblick
2.2 Entwicklung sprachbezogener Lehrgeräte
2.3 Medienproblem und seine Lösung
3. Die AL/AV – Methode im DaF – Unterricht
4. Funktion der Medien im Fremdsprachenunterricht
5. Medienarten
6. Computer – Nutzung im DaF – Unterricht
6.1 Computer als Lernmittel
6.2 Computer als Werkzeug
6.3 Computer als Kommunikationsmittel
7. Vor- und Nachteile der AL/AV – Methode im DaF - Unterricht
8. Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und den Einsatz der audiolingualen und audiovisuellen Methode im Unterricht Deutsch als Fremdsprache (DaF), wobei ein besonderer Fokus auf die Rolle des Computers als modernes Lehr- und Lernmedium gelegt wird.
- Historische Entwicklung und theoretische Grundlagen von Medien im Sprachunterricht
- Funktion und Klassifizierung von Medienarten im DaF-Kontext
- Didaktische Möglichkeiten der Computernutzung (Lernmittel, Werkzeug, Kommunikationsmittel)
- Kritische Reflexion der Vor- und Nachteile der AL/AV-Methode
Auszug aus dem Buch
6.3 Computer als Kommunikationsmittel
Durch die Anbindung an Internet-Server werden Mikrocomputer in wachsendem Umfang zu potenten, aber dennoch oft kostengünstigen Kommunikationsmitteln, die auch Schulen und Bildungseinrichtungen immer häufiger zur Verfügung stehen. Fremdsprachenlerner und - lehrer können dies vor allem in dreierlei Hinsicht nutzen:
Zum einen können sie beim „Internet-Surfen“ Partnern in Ländern der Zielsprache einen virtuellen Besuch abstatten. Sie müssen sich dabei in einer zielsprachlichen Umgebung bewegen und orientieren. Ihr Weg ist selbst gesteuert und kann von individuellen Informations- (und Unterhaltungs-)bedürfnissen ausgehen. So entsteht mühelos authentische Sprachbegegnung. Interessante Ziele könnten zum Beispiel die Informationsangebote größerer Städte sein (z.B. http://www.berlin.de) oder die Internet-Angebote von Zeitungen und Zeitschriften (FAZ, Spiegel), Rundfunkanstalten, politischen Parteien, gesellschaftlichen Organisationen und Initiativen.
Zum anderen ergeben sich Chancen zu authentischer, nicht simulierter Kommunikation, wenn Lerner sich an Mailboxen, Newsgruppen oder Chat-Kanälen beteiligen. Insbesondere die letztgenannte Möglichkeit bietet sogar eine gewisse Annäherung an mündliche Konversation, weil die Teilnehmer ihre Beiträge an die Bildschirme der zugeschalteten Partner gleich nach der Eingabe auf der Tastatur abschicken, also fast in „Echtzeit“, und diese dann sofort für alle, die zugeschaltet sind, lesbar werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Begriffe audiolingual und audiovisuell: Definition der fachspezifischen Termini und Einordnung der zugehörigen Medien in den Kontext des Sprachunterrichts.
2. Entwicklung der AL/AV – Methode: Darstellung der historischen Wurzeln und der Technisierung des Fremdsprachenunterrichts sowie der Entwicklung sprachbezogener Lehrgeräte.
3. Die AL/AV – Methode im DaF – Unterricht: Erläuterung der methodischen Besonderheiten und der praktischen Umsetzung dieses Ansatzes im Deutschunterricht.
4. Funktion der Medien im Fremdsprachenunterricht: Analyse der vielfältigen Rollen, die Medien als Informationsquellen, Steuerungselemente und Motivatoren einnehmen.
5. Medienarten: Systematisierung der Medien in verschiedene Kategorien, wie visuelle und auditive Mittel sowie deren didaktische Abgrenzung.
6. Computer – Nutzung im DaF – Unterricht: Untersuchung der drei Hauptanwendungsbereiche des Computers: als Lernmittel, als Werkzeug und als Kommunikationsmittel.
7. Vor- und Nachteile der AL/AV – Methode im DaF - Unterricht: Abwägung der Stärken hinsichtlich Lernzielsteuerung und Differenzierung gegenüber Schwächen wie der starken Strukturierung und mechanischen Aufteilung.
8. Zusammenfassung: Resümee über die Chancen neuer Medien für die qualitative Verbesserung der Lehre und die wandelnde Rolle der Lehrenden.
Schlüsselwörter
Deutsch als Fremdsprache, DaF-Unterricht, audiolinguale Methode, audiovisuelle Methode, neue Medien, Computer Assisted Language Learning, CALL, Fremdsprachendidaktik, Sprachlabor, Lernsoftware, Internet im Unterricht, Kommunikationsmittel, multimediales Lernen, Fremdsprachenerwerb, Mediendidaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit behandelt den Einsatz mediengestützter Methoden, insbesondere der audiolingualen und audiovisuellen Ansätze, im Rahmen des Deutsch als Fremdsprache (DaF) Unterrichts.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert auf die historische Entwicklung technischer Lehrgeräte, die Didaktik der Medien im Unterricht sowie die spezifischen Nutzungsmöglichkeiten von Computern (CALL).
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Nutzen und die didaktische Einbettung von Medien – vom klassischen Sprachlabor bis zum modernen Computer – für einen effektiven Fremdsprachenerwerb zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine fachdidaktische Analyse, die auf einer Literaturrecherche zu lerntheoretischen Grundlagen und medientechnischen Entwicklungen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die medien- und methodengeschichtliche Entwicklung, die systematische Einordnung von Medienarten und die detaillierte Untersuchung der Computernutzung im DaF-Unterricht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie "DaF-Unterricht", "Audiolinguale Methode", "Mediendidaktik" und "Computer Assisted Language Learning (CALL)" beschreiben.
Wie verändert der Computer laut der Autorin den Schreibprozess?
Der Computer ermöglicht laut Arbeit durch Funktionen wie Löschen, Ändern und Umstellen eine intensivere Bearbeitung von Texten und mindert den Zwang zur starren Linearisierung der Gedanken.
Welche Bedeutung kommt dem Lehrer beim Medieneinsatz zu?
Der Lehrer bleibt die zentrale Instanz, die entscheiden muss, welches Medium für welche Lehrziele sinnvoll ist und wie die Technik optimal in den Unterricht integriert wird.
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- Marina Lizina (Author), 2002, Die audiolinguale und die audiovisuelle Methode im DaF-Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3911