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Abweichen von selbstauferlegten Moralkodex - Bestechung und Manipulation im Internationalen Olympischen Komitee

Titel: Abweichen von selbstauferlegten Moralkodex - Bestechung und Manipulation im Internationalen Olympischen Komitee

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2001 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anna Hörlein (Autor:in)

Soziologie - Recht und Kriminalität
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Korruption im Zeichen der fünf Ringe: Ein Problem der moralischen Integrität oder der falschen Organisationsstruktur?

In Zuge des viel beachteten Korruptionsskandals um die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2002 entbrannte eine heftige Auseinandersetzung zwischen vehementen Kritikern des olympischen Systems und dessen Anhängern. Es waren in erster Linie
Journalisten, die mit ihren Enthüllungen die Manipulationspraxis innerhalb des IOC und seiner Partnerorganisationen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rückten. Zentrales Thema, neben dem Umgang mit Doping ist die Vergabe der Olympischen Spiele an Bewerberstädte.
Diese Arbeit wird sich an letzterem orientieren, da das Thema Doping eine zu große Reichweite hat und hier den Rahmen sprengen würde.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. KORRUPTION IM ZEICHEN DER FÜNF RINGE: EIN PROBLEM DER MORALISCHEN INTEGRITÄT ODER DER FALSCHEN ORGANISATIONSSTRUKTUR?

2. FORMALE STRUKTURIERUNG, IDEALE UND AUFGABEN DES IOC

3. GEHEIMBUND IOC: IDEALES UMFELD FÜR BESTECHUNG UND INDIVIDUELLE BEREICHERUNG

4. KORRUPTION ALS FOLGE DER KOMMERZIALISIERUNG

5. AUSWIRKUNGEN DER KORRUPTION: RELATION ZWISCHEN ANSCHULDIGUNGEN UND WIRKLICHEM SCHADEN

6. INTERNE REFORMEN, NEUSTRUKTURIERUNG ODER AUFLÖSUNG?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die organisatorische Struktur des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Verbindung mit zunehmender Kommerzialisierung korruptes Handeln begünstigt. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Diskrepanz zwischen den ursprünglichen olympischen Idealen und den modernen ökonomischen Anforderungen eine moralische Krise innerhalb der Organisation provoziert hat.

  • Analyse der formalen Strukturen und Aufgaben des IOC im Kontext der Olympischen Idee.
  • Untersuchung der Rolle der Kommerzialisierung bei der Entstehung von Korruptionsanreizen.
  • Kritische Gegenüberstellung von journalistischen Vorwürfen und sportwissenschaftlichen Perspektiven auf das IOC.
  • Diskussion möglicher Reformansätze zur strukturellen und ethischen Erneuerung der olympischen Bewegung.

Auszug aus dem Buch

Geheimbund IOC: Ideales Umfeld für Bestechung und individuelle Bereicherung

Das IOC ist durch eine sehr starke Personenzentriertheit charakterisierbar. Seit Bestehen wird das Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit entscheidend durch den jeweiligen Präsidenten geprägt. Da das IOC fast ausschließlich durch die Einzelinitiative Coubertins gegründet und getragen wurde, ist dieses Strukturmerkmal tief im IOC verwurzelt. In der Literatur scheint Einigkeit darüber zu herrschen, dass die Korruptionsproblematik und der diagnostizierte Werteverfall erst mit der Präsidentschaft Samaranchs Thema geworden ist. Dies hängt entscheidend mit dessen Professionalisierungspolitik zusammen. Durch Samaranchs offenes Bekenntnis zum Profisport und Sponsoring bekam Olympia erst die ökonomische Bedeutung, die es heute hat.

Samaranch hat die Strukturen des IOC eigentlich kaum verändert, das Umfeld und die Aufgabenstellung aber entscheidend durch die Kommerzialisierung umgestaltet. Kritiker beklagen genau diese Diskrepanz: Das IOC verharrt in Strukturen, die ursprünglich für die Verwaltung und Förderung eines Sportfestes für Amateure geschaffen wurde. Darum geht es bei Olympia allerdings schon seit Jahrzehnten nicht mehr, es dominieren vielmehr Geschäftsinteressen. Anstatt die Strukturen den neuen Gegebenheiten anzupassen, hat Samaranch in der vorhandenen Organisationsform die idealen Vorraussetzungen für den Aufbau zuverlässigen Machtapparat gefunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. KORRUPTION IM ZEICHEN DER FÜNF RINGE: EIN PROBLEM DER MORALISCHEN INTEGRITÄT ODER DER FALSCHEN ORGANISATIONSSTRUKTUR?: Einleitung in die Problematik der Korruptionsskandale innerhalb des IOC und Darstellung der gegensätzlichen Positionen von Journalisten und Sportwissenschaftlern.

2. FORMALE STRUKTURIERUNG, IDEALE UND AUFGABEN DES IOC: Analyse der rechtlichen und strukturellen Grundlagen des IOC, insbesondere des Prinzips der Selbstrekrutierung und der Olympischen Charta.

3. GEHEIMBUND IOC: IDEALES UMFELD FÜR BESTECHUNG UND INDIVIDUELLE BEREICHERUNG: Beleuchtung der personenzentrierten Machtstrukturen unter Juan Samaranch und der daraus resultierenden Anfälligkeit für mafiöse Netzwerke.

4. KORRUPTION ALS FOLGE DER KOMMERZIALISIERUNG: Untersuchung, wie die Öffnung für den Profisport und massive Einnahmen durch TV-Rechte den Rahmen für Bestechung und Kommerzialisierung schufen.

5. AUSWIRKUNGEN DER KORRUPTION: RELATION ZWISCHEN ANSCHULDIGUNGEN UND WIRKLICHEM SCHADEN: Kritische Reflexion darüber, warum die Entrüstung über Korruption im Sport deutlich stärker ausfällt als in anderen Wirtschaftsbereichen.

6. INTERNE REFORMEN, NEUSTRUKTURIERUNG ODER AUFLÖSUNG?: Vorstellung und Diskussion konkreter Reformvorschläge der Forschungsgruppe Olympia zur ethischen und strukturellen Neuausrichtung des Komitees.

Schlüsselwörter

IOC, Korruption, Olympische Spiele, Kommerzialisierung, Juan Samaranch, Sportethik, Treuhandprinzip, Bestechung, Sportökonomie, Professionalisierung, Organisationsstruktur, Olympische Idee, Machtapparat, Manipulationspraxis, Reform.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Korruptionsvorwürfe gegen das Internationale Olympische Komitee (IOC) und hinterfragt, ob die bestehenden internen Strukturen diese Fehlentwicklungen begünstigen.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentral sind die organisatorische Struktur des IOC, die Auswirkungen der zunehmenden Kommerzialisierung durch Sponsoring und TV-Rechte sowie die moralische Ambivalenz der Organisation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der veralteten Struktur des IOC und den realen Korruptionsvorkommnissen kritisch zu beleuchten und Reformvorschläge einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine qualitative Analyse, die verschiedene Literaturquellen, Journalismus und sportwissenschaftliche Stellungnahmen kontrastierend gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert den Wandel von einem Amateursportfest zu einer kommerzialisierten Veranstaltung, die Mechanismen der Machtkonzentration unter Samaranch und die ethische Problematik der Vorteilsnahme.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Korruption, Treuhandprinzip, Kommerzialisierung, Organisationsstruktur und olympische Bewegung.

Warum wird die Präsidentschaft von Juan Samaranch besonders hervorgehoben?

Die Autorin hebt Samaranch hervor, da unter seiner Führung eine Professionalisierung stattfand, die einerseits enorme ökonomische Erfolge brachte, andererseits jedoch als Hauptursache für den Strukturverfall und die Korruptionsanfälligkeit identifiziert wird.

Welche Rolle spielen externe Reformvorschläge im Fazit?

Externe Vorschläge, etwa der Forschungsgruppe Olympia, werden als notwendig betrachtet, da das IOC aus sich heraus kaum zur notwendigen Transparenz fähig scheint, wobei ihre praktische Umsetzung jedoch kritisch hinterfragt wird.

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Details

Titel
Abweichen von selbstauferlegten Moralkodex - Bestechung und Manipulation im Internationalen Olympischen Komitee
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Hauptseminar: IIlegales Verhalten
Note
2,0
Autor
Anna Hörlein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
17
Katalognummer
V3918
ISBN (eBook)
9783638124294
Sprache
Deutsch
Schlagworte
IOC Olympia Korruption
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Hörlein (Autor:in), 2001, Abweichen von selbstauferlegten Moralkodex - Bestechung und Manipulation im Internationalen Olympischen Komitee, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3918
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Leseprobe aus  17  Seiten
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