Unterrichtsentwurf zu Friedrich Schillers „Verbrecher aus Infamie“ (1786)
Thema der Unterrichtsstunde: Friedrich Schillers „Verbrecher aus Infamie“ – „Hunger nach Rache“ – Die Entwicklung des Christian Wolf unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Einflüsse
Stundenziel: Die SuS sollen die Entwicklung des Protagonisten Christian Wolf vom Verbrecher bis hin zum Mörder erschließen, indem sie Plakate und ein Rollenspiel zur Thematik kreativ gestalten.
Teilziele:
Die SuS sollen
- sollen das Zitat aus der Lektüre „Verbrecher aus Infamie“ von Friedrich Schiller einordnen, indem sie mit Hilfe des Impulses den Kontext wiederherstellen,
- sollen die Entwicklung des Christian Wolf, unter Berücksichtigung externer Einfluss nehmender Faktoren verstehen, indem sie mehrere Abschnitte intensiv bearbeiten,
- sollen die Entwicklung von Christian Wolf gestalten, indem sie sein Verhalten szenisch umsetzten
Inhaltsverzeichnis
- Sachanalyse
- Didaktisch-methodischer Kommentar
- Reflexion zur gehaltenen Unterrichtsstunde
- Literatur
- Anhang
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Unterrichtsstunde soll den Schülerinnen und Schülern (SuS) die Entwicklung des Protagonisten Christian Wolf in Schillers Novelle „Der Verbrecher aus Infamie“ näherbringen. Dabei wird insbesondere der Einfluss der gesellschaftlichen Verhältnisse auf sein Handeln beleuchtet. Die SuS sollen verstehen, wie Christians Bedürfnis nach Rache aus seinem sozialen Umfeld entsteht und wie die Gesellschaft ihn in eine Situation drängt, die ihn zum Mörder macht.
- Die Entwicklung des Protagonisten Christian Wolf
- Die Rolle der Gesellschaft in der Entstehung von Kriminalität
- Der Einfluss von Rache und Verzweiflung auf das menschliche Handeln
- Die Bedeutung von Empathie und sozialer Gerechtigkeit
- Die Weimarer Klassik und Friedrich Schiller als bedeutender deutscher Dichter
Zusammenfassung der Kapitel
Sachanalyse
In Schillers „Der Verbrecher aus verlorener Ehre“ wird der Protagonist Christian Wolf als ein Mensch dargestellt, der durch die soziale Ungerechtigkeit und die Unfähigkeit der Gesellschaft, ihn zu integrieren, immer tiefer in die Kriminalität abrutscht. Seine Liebe zu Johanne, die ihn aufgrund seiner Armut ablehnt, und die brutale Reaktion der Gesellschaft auf seinen Wilddiebstahl, der aus Not geboren ist, führen ihn schließlich zum Mord. Die Sprache Schillers ist für eine elfte Klasse gut verständlich und beinhaltet verschiedene Metaphern, die den SuS bereits aus der Sekundarstufe 1 bekannt sein sollten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Schillers Werk „Der Verbrecher aus Infamie“?
Die Erzählung beschreibt den sozialen Abstieg von Christian Wolf, der durch Armut, Zurückweisung und gesellschaftliche Ungerechtigkeit zum Wilddieb und schließlich zum Mörder wird.
Welche Rolle spielt die Gesellschaft im Schicksal des Protagonisten?
Die Gesellschaft wird als unnachgiebig und unfähig zur Integration dargestellt. Sie drängt Wolf durch harte Strafen und soziale Stigmatisierung in eine ausweglose Spirale der Kriminalität.
Was ist das Hauptziel dieses Unterrichtsentwurfs?
Schüler sollen die Entwicklung Christian Wolfs vom Außenseiter zum Verbrecher erschließen und dabei den Einfluss externer gesellschaftlicher Faktoren verstehen.
Welche methodischen Elemente werden im Unterricht genutzt?
Der Entwurf sieht die Gestaltung von Plakaten, intensive Textarbeit an ausgewählten Abschnitten sowie ein Rollenspiel zur szenischen Umsetzung von Wolfs Verhalten vor.
Für welche Klassenstufe ist dieser Entwurf konzipiert?
Der Unterrichtsentwurf ist für die 11. Klasse (Sekundarstufe II) ausgelegt, da Schillers Sprache und die moralischen Fragestellungen für dieses Alter angemessen sind.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2014, Unterrichtsentwurf zu Friedrich Schillers "Verbrecher aus Infamie" (1786), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/391861