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Wesentliche Auswirkungen der Niedrigzinspolitik auf die privaten Krankenversicherungen

Titel: Wesentliche Auswirkungen der Niedrigzinspolitik auf die privaten Krankenversicherungen

Hausarbeit , 2018 , 22 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Kevin Naths (Autor:in)

Gesundheit - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Krankheitsvollversicherung ist die Hauptversicherungsparte der privaten Krankenversicherung (PKV). Ihr Anteil an den gesamten Beitragseinnahmen in Höhe von 36.822,4 Mio. Euro beträgt 70,19 Prozent. Ende 2015 hatten 10,82 Prozent der Bevölkerung in Deutschland eine private Vollversicherung. In Deutschland besteht ein starker Systemwettbewerb zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung, wodurch gerade in den letzten Jahren immer wieder die Frage des Nebeneinanders beider Systeme gestellt wurde.

Probleme im Gesundheitswesen werden bereits seit Jahrzehnten in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Einvernehmen besteht darüber, dass angesichts des kostentreibenden medizinisch-technischen Fortschritts und der Überalterung der Bevölkerung auch für die Zukunft im Gesundheitswesen erhebliche Kostensteigerungen zu erwarten sind.

Spätestens seit Beginn der ersten Finanzmarktkrise im Jahr 2001 haben die privaten Krankenversicherer neben den medizinisch-technischen Fortschritt und der Überalterung der Bevölkerung ein weiteres Problem, nämlich die immer noch bis heute anhaltende Niedrigzinsphase. Da der Privatversicherte einen lebenslangen Anspruch auf die vertraglichen Leistungen und die Teilhabe am medizinischen Fortschritt hat, müssen für jeden in der PKV versicherten Person, Alterungsrückstellungen gebildet werden, um damit höhere Beiträge im Alter abzufedern. Um dieses zu gewährleisten, legen die privaten Krankenversicherer einen Teil der Beiträge auf dem Kapitalmarkt an.

Aufgrund des begrenzten Umfangs dieser Hausarbeit werden nicht alle Ursachen und Auswirkungen der Niedrigzinspolitik auf PKV-Unternehmen thematisiert. Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf die Kapitalanlagen, Beiträge in der PKV und die politischen Auswirkungen zu konzentrieren.

Zu Beginn dieser Arbeit wird sich mit der Ursache und Entwicklung des Zinsniveaus der Europäischen Zentralbank beschäftigt. Als weiterer Punkt wird die Beitragsberechnung und Finanzierung der PKV mit der GKV verglichen. Diese dient zur Klarstellung der unterschiedlichen Systeme. In diesem Zusammenhang werden Begrifflichkeiten wie z. B. das Äquivalenzprinzip und das Umlageverfahren erklärt.

Im abschließenden Teil der Arbeit kommt es zu einem Fazit und einem Ausblick hinsichtlich zukünftiger Entwicklungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wesentliche Aspekte des aktuellen Zinsniveaus

2.1 Ursache des aktuellen Zinsniveaus

2.2 Entwicklung des Zinsniveaus

3 Auswirkungen auf die Beiträge der privaten Krankenversicherung

3.1 Beitragsberechnung der Privaten und gesetzlichen Krankenkasse

3.2 Beitragsentwicklung

3.3 Politischer Einfluss

4 Auswirkungen auf die Kapitalanlagen

4.1 Kapitalanforderungen unter Solvency II

4.2 Kapitalanlagestrategie

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der langanhaltenden Niedrigzinsphase auf die privaten Krankenversicherungen (PKV) in Deutschland, mit besonderem Fokus auf die Beitragsentwicklung, die kapitalmarktbedingten Herausforderungen sowie den damit verbundenen politischen Diskurs.

  • Zusammenhang zwischen Finanzmarktkrisen und sinkender Nettoverzinsung
  • Mechanismen der Beitragskalkulation und das Äquivalenzprinzip
  • Einfluss der Niedrigzinspolitik auf Beitragsanpassungen
  • Debatte um die Bürgerversicherung und das politische Umfeld
  • Anforderungen und Auswirkungen der Solvency II-Richtlinie

Auszug aus dem Buch

3.1 Beitragsberechnung der Privaten und gesetzlichen Krankenkasse

Die Berechnung der Beiträge in der PKV erfolgt nach dem Äquivalenzprinzip. Damit ein Beitrag risikogerecht kalkuliert werden kann, müssen folgende Informationen vorliegen:

- Versicherungsumfang

- Eintrittsalter der zu versichernden Person

- Vorerkrankungen

Eine Besonderheit in der PKV stellt das Anwartschaftsdeckungsverfahren dar, welches aussagt, dass in jungen Jahren Rückstellungen für die im Alter steigenden Versicherungsleistungen gebildet werden. Einen Überblick zum besseren Verständnis der Beitragskalkulation soll die nachfolgende Darstellung geben:

Der Beitrag ist so kalkuliert, dass in jungen Jahren ein Beitrag gezahlt wird, der über den zu erwartenden Leistungsausgaben liegt. Dieser Überschuss, auch Sparanteil genannt, wird verzinslich am Kapitalmarkt für die Alterungsrückstellungen angelegt. Zur Stabilisierung des Beitrags werden die Alterungsrückstellungen ab einem gewissen Alter sukzessiv aufgelöst, damit ein über die Jahre konstanter Versicherungsbeitrag angeboten werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der PKV im deutschen Gesundheitswesen ein und erläutert die Problematik der langanhaltenden Niedrigzinsphase auf die Alterungsrückstellungen.

2 Wesentliche Aspekte des aktuellen Zinsniveaus: Das Kapitel analysiert die Ursachen und die zeitliche Entwicklung des Zinsniveaus im Kontext der Finanzmarktkrisen seit 2001.

3 Auswirkungen auf die Beiträge der privaten Krankenversicherung: Hier wird der Zusammenhang zwischen der Beitragskalkulation, dem Rechnungszins und dem daraus resultierenden Beitragsanstieg bei privaten Versicherern beleuchtet.

4 Auswirkungen auf die Kapitalanlagen: Dieser Abschnitt behandelt die Anforderungen durch die Solvency II-Richtlinie sowie die notwendigen Anpassungen in den Kapitalanlagestrategien der Versicherungsunternehmen.

5 Fazit: Das Fazit fasst die ökonomischen Herausforderungen für die PKV zusammen und diskutiert mögliche Gegensteuerungsmaßnahmen sowie die politische Debatte um die Bürgerversicherung.

Schlüsselwörter

Private Krankenversicherung, Niedrigzinsphase, Äquivalenzprinzip, Beitragskalkulation, Alterungsrückstellungen, Solvency II, Kapitalanlagen, Rechnungszins, Bürgerversicherung, Finanzmarktkrise, Versicherungsaufsicht, Beitragsentwicklung, Nettorendite, Kapitalanlagestrategie, Gesundheitssystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der langanhaltenden Niedrigzinspolitik auf die Finanzstabilität und Beitragsstruktur privater Krankenversicherungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit umfasst die Themenbereiche der Zinspolitik, der versicherungstechnischen Beitragskalkulation, regulatorische Anforderungen (Solvency II) und politische Reformdebatten im Gesundheitswesen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, in welchem Zusammenhang die Niedrigzinsphase mit der Beitragsentwicklung bei privaten Krankenversicherungen steht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis von Literatur und vorhandenen Datenberichten zum Versicherungsmarkt sowie zur Geldpolitik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Beitragsberechnung, den Auswirkungen der Zinspolitik auf die Kapitalanlagen sowie den politischen Diskussionen bezüglich der Bürgerversicherung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Private Krankenversicherung, Niedrigzinsphase, Äquivalenzprinzip, Alterungsrückstellungen und Solvency II.

Welche Rolle spielt der Rechnungszins für Versicherte?

Der Rechnungszins beeinflusst direkt die Prämienkalkulation; ein niedrigerer Rechnungszins führt bei Versicherern zu notwendigen Beitragserhöhungen, um die langfristige Finanzierung der Leistungen sicherzustellen.

Inwiefern unterscheidet sich die GKV von der PKV bei diesem Thema?

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist durch das Umlageverfahren weniger stark vom Kapitalmarkt und der Niedrigzinsphase betroffen als die kapitalgedeckte private Krankenversicherung.

Was ist das "AUZ"-Verfahren?

Das Verfahren des "aktuariellen Unternehmenszinses" (AUZ) ist ein Prognosemodell, das in Zusammenarbeit mit der BaFin entwickelt wurde, um den Mindestzins für die Kapitalanlagen der Versicherer zukunftsorientiert zu bestimmen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wesentliche Auswirkungen der Niedrigzinspolitik auf die privaten Krankenversicherungen
Hochschule
Private Fachhochschule Göttingen
Note
2,3
Autor
Kevin Naths (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
22
Katalognummer
V392660
ISBN (eBook)
9783668630208
ISBN (Buch)
9783668630215
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wesentliche auswirkungen niedrigzinspolitik krankenversicherungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kevin Naths (Autor:in), 2018, Wesentliche Auswirkungen der Niedrigzinspolitik auf die privaten Krankenversicherungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/392660
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Leseprobe aus  22  Seiten
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