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Lampenfieber. Ursachen und Bewältigungsstrategien für Bewertungs-Angst

Title: Lampenfieber. Ursachen und Bewältigungsstrategien für Bewertungs-Angst

Seminar Paper , 2005 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Michael Eble (Author)

Communications - Interpersonal Communication
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Sicheres Auftreten und überzeugendes Reden hat in unserer Gesellschaft „die Bedeutung einer Schlüsselqualifikation“ (Sonntag 2003, 12). Doch gerade weil einem öffentlichen Auftreten eine derart hohe Bedeutung zugesprochen wird, verspüren viele Menschen eine regelrechte Angst vor solchen Auftritten. Das so genannte „Lampenfieber ist eine besondere Form der Angst“ (Holzheu 2000, 34). Das Phänomen des Lampenfiebers betrifft nicht nur Personen im Rampenlicht, wie Pressesprecher, Schauspieler oder Musiker. Auch im privaten Umfeld, etwa bei einem Geburtstag oder einer Hochzeit, schrecken viele Menschen davor zurück, eine Rede zu halten; ihr Lampenfieber ist einfach zu groß und übermannt sie oft. So tritt Lampenfieber und die damit verbundene Angst etwa bei Bewerbungsgesprächen, bei Ansprachen auf beruflichen und privaten Festen, auf Parties, bei Musikaufführungen oder Examensprüfungen auf.

Die Liste der möglichen Angstsituationen ist lang und lässt sich von jedem auf Grund eigenen Erlebens fortsetzen. Diese Form der Angst kann sich vor und während der Vortrags- oder Prüfungssituation in verschiedenen Symptomen manifestieren: Dabei sind Schwitzen, Herzklopfen und der rote Kopf oder Blässe sicherlich die geläufigsten. Doch die Angst vor einem (öffentlichen) Auftreten kann auch unter Umständen die Konzentrationsfähigkeit stören und minimieren, Atembeschwerden auslösen, Schlafstörungen verursachen oder auch Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen. Im Extremfall kann eine derartige Störung zu einer Sozialphobie werden, in der die Betroffenen keinen Weg mehr sehen, z. B. mit dem anderen Geschlecht in Berührung zu kommen, und jeglichen Kontakt mit anderen Menschen vermeiden. Um diese Ausprägung soll es aber hier nicht gehen.

Woran kann man Lampenfieber erkennen? Wodurch entsteht diese Angst? Wie kann ihr entgegengewirkt bzw. mit ihr umgegangen werden? Diese Fragen sollen in der vorliegenden Hausarbeit beantwortet werden. Schließlich werden noch einige praktische Strategien zur Bewältigung und zum sicheren Auftreten skizziert und unterschieden. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die verschiedenen Facetten des Lampenfiebers zu ergründen, es in seinen verschiedenen Kontexten zu verstehen, seinen Sinn zu erkennen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man es für sich nutzen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil

1. Lampenfieber als Angst vor Bewertung

2. Bewertungsangst und ihr Auftreten

3. Worin (Bewertungs-)Angst erkennbar wird

3.1 Formen der Angst

3.2 Komponenten

3.2.1 Physiologie

3.2.2 Emotion

3.2.3 Kognition

3.2.4 Verhalten

3.3 Symptome

4. Wie (Bewertungs-)Angst entsteht

4.1 Bedeutungen von Bewertungssituationen

4.2 Erfahrungen und Erwartungen

5. Mit dem Lampenfieber umgehen

5.1 Aufgeregtheit kontrollieren

5.2 Vorstellungen überdenken

5.3 Positive Aspekte der Angst erkennen

5.4 Verhalten anpassen und ändern

6. Mögliche Strategien zur Bewältigung von…

6.1 …Prüfungssituationen

6.2 …Vorträgen

6.3 …Vorstellungsgesprächen

6.4 Was man vermeiden sollte

Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht das Phänomen des Lampenfiebers als spezifische Form der Bewertungsangst. Ziel ist es, die Ursachen, Erscheinungsformen und die physiologischen sowie psychologischen Hintergründe der Angst vor öffentlichen Auftritten oder Prüfungssituationen zu ergründen und praxisorientierte Bewältigungsstrategien aufzuzeigen.

  • Definition von Lampenfieber als Bewertungsangst
  • Analyse der physiologischen und psychologischen Symptomatik
  • Ursachenforschung: Erfahrungen, Erwartungen und Kindheitsprägung
  • Strategien zur Kontrolle von Aufgeregtheit und Entspannungsmethoden
  • Umgang mit spezifischen Situationen wie Prüfungen und Vorträgen

Auszug aus dem Buch

1. Lampenfieber als Angst vor Bewertung

Das Wort „Angst“ lässt sich aus dem lateinischen Begriff „angustiae“ ableiten, was übersetzt so viel bedeutet wie Enge, Not oder Schwierigkeit. In einer derartigen Schwierigkeit kann sich jemand befinden, der Lampenfieber vor einer Musikaufführung empfindet, Angst vor einem Vortrag oder einer Prüfung hat. Alle beschriebenen Situationen haben ein gemeinsames Merkmal: Es geht immer um (anschließende) Bewertung (Bewertung des Prozesses, Bewertung des Selbsterlebens während des Prozesses, Bewertung des Ergebnisses, Bewertung des Selbsterlebens nach Prozess und Ergebnis). Wurde das Musikstück fehlerfrei gespielt, wurden im Vortrag alle wichtigen Aspekte berücksichtigt, sind die Anforderungen des Prüfers erfüllt worden, hat man also bestanden? Diese Fragen können Musiker, Referierende und Prüflinge gleichermaßen begleiten.

Lampenfieber lässt sich also als eine Angst vor Be- bzw. Abwertung und als Erwartung der Aufwertung beschreiben. Der Betroffene fürchtet sich bereits im Vorfeld eines Bewerbungsgesprächs oder einer Prüfungen davor, schlecht abzuschneiden und so evtl. nicht die gewünschte Position zu bekommen oder die Prüfung nicht zu bestehen (vgl. Sonntag 2003, 14) und/oder ist in aufgeregter Erwartung „zu glänzen“.

Die beschriebene Bewertungsangst kann aber auch in täglichen zwischenmenschlichen Beziehungen auftreten. So wird der erste Kontakt mit einer Person des anderen Geschlechts ebenfalls zu einer Bewertungssituation (s. Metzig/Schuster 1998, 8). So kommen im Vorfeld eines derartigen Treffens selbstzweifelnde Fragen nach Aussehen, Attraktivität oder sozialer Geschicklichkeit bzw. verbaler Kompetenz auf. Damit verbunden ist dann auch immer die Frage, ob ein Fehlen oder ein Mangel dieser Attribute vielleicht bedeutet, dass der Andere den Kontakt nach dem ersten Treffen abbricht. Ist aber dann erstmal ein gewisses Maß an Vertrauen entstanden, verflüchtigen sich auch diese Ängste (vgl. Metzig/Schuster 1998, 9).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Lampenfieber als Angst vor Bewertung: Das Kapitel definiert Lampenfieber als eine spezifische Form der Bewertungsangst und beleuchtet deren Rolle in schulischen, beruflichen sowie sozialen Kontexten.

2. Bewertungsangst und ihr Auftreten: Hier wird die biologische Sinnhaftigkeit der Stressreaktion des Körpers, insbesondere die Adrenalinausschüttung, erläutert und die Häufigkeit des Phänomens in verschiedenen sozialen Situationen dargelegt.

3. Worin (Bewertungs-)Angst erkennbar wird: Dieser Abschnitt klassifiziert die Angst in verschiedene Formen, Komponenten und Symptome, wobei physiologische, emotionale und kognitive Faktoren unterschieden werden.

4. Wie (Bewertungs-)Angst entsteht: Es werden die Ursachen von Bewertungsangst untersucht, wobei sowohl die Bedeutung aktueller Situationen als auch prägende Erfahrungen aus der Kindheit im Zentrum stehen.

5. Mit dem Lampenfieber umgehen: Dieses Kapitel stellt praktische Ansätze wie Entspannungstechniken, das Überdenken negativer Vorstellungen und die bewusste Nutzung positiver Stressaspekte vor.

6. Mögliche Strategien zur Bewältigung von…: Abschließend werden spezifische Ratschläge für Prüfungssituationen, Vorträge und Vorstellungsgespräche gegeben sowie Verhaltensweisen benannt, die Betroffene zur Angstbewältigung vermeiden sollten.

Schlüsselwörter

Lampenfieber, Bewertungsangst, Leistungsangst, Prüfungsangst, Stressreaktion, Adrenalin, soziale Angst, Selbstwertgefühl, Entspannungsmethoden, Autogenes Training, Muskelrelaxation, Vorstellungsgespräch, Rhetorik, Kommunikation, Bewältigungsstrategien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen des Lampenfiebers und analysiert dieses als eine Form der Bewertungsangst in diversen Lebensbereichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die Definition der Angst, ihre biologischen und psychologischen Ursachen, die vielfältigen Erscheinungsformen sowie praktische Methoden zur Bewältigung ab.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Facetten des Lampenfiebers zu entwickeln und dem Leser Möglichkeiten aufzuzeigen, wie er mit dieser Angst umgehen und sie sogar für sich nutzen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine theoretische Aufarbeitung auf Basis einschlägiger Fachliteratur zu den Themen Rhetorik, Psychologie und Kommunikation, um das Phänomen ganzheitlich zu erklären.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Lampenfieber, die Analyse der Entstehungsursachen, die detaillierte Beschreibung der Symptome und Komponenten sowie konkrete Bewältigungsstrategien für verschiedene Situationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Lampenfieber, Bewertungsangst, Stressreaktion, Selbstwertgefühl, Entspannung und Bewältigungsstrategien.

Warum ist das Verständnis von "Erwartungsangst" für den Betroffenen wichtig?

Das Verständnis hilft dabei, den Teufelskreis aus negativen Vorannahmen und der Angst vor der Angst zu durchbrechen, indem man lernt, die Situation realistischer und weniger bedrohlich einzuschätzen.

Welchen Einfluss haben Kindheitserfahrungen auf Lampenfieber?

Kindheitserfahrungen, insbesondere ein an Leistung gebundenes Lob der Eltern, können grundlegende Glaubenssätze etablieren, die das Selbstwertgefühl im Erwachsenenalter abhängig vom Erfolg in Bewertungssituationen machen.

Warum wird vom Alkoholkonsum zur Angstbewältigung abgeraten?

Abgesehen von der Gefahr der Gewöhnung wirkt Alkohol als bewusstseinsverändernde Substanz negativ auf den Geist und bietet keine nachhaltige oder gesunde Lösung für den Umgang mit Stresssituationen.

Was ist mit dem „Dialog mit der Angst“ gemeint?

Es ist eine Technik, bei der die Betroffenen bewusst mit ihrer Angst in Kontakt treten, um herauszufinden, wovor das Angstgefühl eigentlich warnt und wie es als konstruktives Signal für ein angemessenes Verhalten genutzt werden kann.

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Details

Title
Lampenfieber. Ursachen und Bewältigungsstrategien für Bewertungs-Angst
College
University of Bonn  (Zentrum für Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Course
Proseminar "Rhetorik"
Grade
2,0
Author
Michael Eble (Author)
Publication Year
2005
Pages
20
Catalog Number
V39293
ISBN (eBook)
9783638381017
Language
German
Tags
Lampenfieber Proseminar Rhetorik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Eble (Author), 2005, Lampenfieber. Ursachen und Bewältigungsstrategien für Bewertungs-Angst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39293
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