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Internet und Gedächtnis

Título: Internet und Gedächtnis

Trabajo de Seminario , 2003 , 21 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: M.A. Emily Nestler (Autor)

Ciencia del lenguaje / Lingüística
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[...] Soweit die theoretische Vorarbeit. Was nun folgt ist die Anwendung auf den Bereich Internet. Es stellt sich diesbezüglich zunächst die Frage, ob das Internet dazu in der Lage ist, dauerhaft Wissen zu speichern und sinnvoll abrufbar zu machen. Eignet es sich als Speicher kulturellen Gedächtnisses oder fehlen ihm wichtige Eigenschaften eines Speichergedächtnisses? Wenn es keine Speicherfunktion hat, welche Auswirkungen hat dies dann auf unser kollektives Gedächtnis? Und letzten Endes: Wenn das Internet tatsächlich das Buch verdrängen und herkömmliche Archive aussterben lässt – ist es in der Lage dazu, die Gesellschaft zu stabilisieren, ihre Identität zu sichern, ihr Dasein zu legitimieren? Der letzte Abschnitt dieses Kapitels wird dann noch einmal auf die Frage der Oralität und Literalität zurückkommen. Wir werden die neuen Kommunikationsformen E-Mail, ‚Chat’ sowie Hypertext unter die Lupe nehmen und versuchen, sie in die Kategorien Schriftlichkeit/Mündlichkeit einzuordnen. Das Ziel dabei wird sein, unterm Strich sagen zu können, ob mit dem Internetzeitalter eine orale oder literale Welle der Kommunikation auf uns zukommt. Welche Seite überwiegt? Ist es vielleicht sogar an der Zeit, einen vollkommen neuen Begriff einzuführen, der das Phänomen Internet besser beschreiben kann? Ein Begriff, der ausdrückt, dass es kein Schwarz-Weiß (Oralität-Literalität) mehr gibt, sondern dass wir es im Jahre 2003 mit einer Mischform bisheriger Kommunikationsmedien zu tun haben? Wie könnte er lauten? Zuletzt wird das Schlusswort stehe n. Hier werde ich Ergebnisse zusammentragen und einen umfassenden Rückblick auf die Arbeit werfen. Die Zusammenhänge der einzelnen Kapitel und Abschnitte sollen noch einmal verdeutlicht dargestellt und zu einem großen Ganzen zusammengefügt werden. Abschließend werde ich ein paar Schlussüberlegungen anstellen, die einen Blick in unsere Zukunft werfen sollen: In welche Richtung werden wir uns weiterentwickeln? Welche Möglichkeiten haben wir? Was können wir uns für unsere Gesellschaft, unsere Art zu kommunizieren und unsere Kultur wünschen?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Glossar

2.1 Das Gedächtnis

2.2 Oralität und Literalität

3. Gedächtniskulturen im Internetzeitalter

3.1 Das Internet - ein Speicher?

3.2 Neue Oralität oder erweiterte Literalität?

4. Schlusswort

5. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Internets auf unser kulturelles Gedächtnis und analysiert, ob das Medium als langfristiger Speicher für menschliches Wissen fungieren kann oder ob es zu einer Transformation unserer Kommunikationsformen führt. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, inwieweit das Internet das klassische Speichergedächtnis ersetzen kann und ob mit ihm eine neue Form der "Oraliteralität" entsteht.

  • Grundlagen des kulturellen Gedächtnisses sowie Funktions- und Speichergedächtnis
  • Vergleichende Analyse von Oralität und Literalität als Medien zur Wissensspeicherung
  • Kritische Bewertung des Internets als technischer Speicherort für kollektives Wissen
  • Untersuchung moderner Kommunikationsformen wie E-Mail, Chat und Hypertext
  • Konzeptualisierung der "Oraliteralität" als Mischform zwischen Schriftlichkeit und Mündlichkeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Internet – ein Speicher?

Das Gedächtnis braucht einen Speicher, denn ohne Speichergedächtnis, kein zukünftiges Funktionsgedächtnis, also kein kollektives Gedächtnis. Immer öfter wird das Internet als Alternative zur Bibliotheks-Recherche genutzt. Verschiedene Suchmaschinen sollen dabei helfen, gewünschte Informationen ausfindig zu machen. Doch ist das Internet wirklich dazu geeignet, in Zukunft einziger Speicher unseres Wissens zu sein? Viele zeitgenössische Abhandlungen zu diesem Thema antworten mit einem klaren Nein.

Das erste Problem beginnt auf der Ebene elektrischer Datenträger. Diese nämlich sind keinesfalls unzerstörbar geschweige denn unsterblich. Z.B. CD-Roms zersetzen sich nach einigen Jahren, werden schnell zerkratzt und damit unlesbar und setzen eine bestimmte Software zum Lesen der gespeicherten Daten voraus, die in einigen Jahren vermutlich nicht mehr auf dem Markt zu finden sein wird. Um elektrische Informationen über die Zeit zu retten muss sie also ständig gewartet und auf neue Datenträger kopiert werden, was mühsam, teuer und zeitaufwendig ist.

Vielleicht werden die Forscher eines Tages einen digitalen Datenträger entwickeln, der ähnlich resistent und dauerhaft wie ein Buch sein wird, doch damit werden nicht alle Probleme gelöst sein. Das Phänomen Internet bringt noch ganz andere, inhaltliche Nachteile mit sich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Umbruchs durch Computertechnologien für das kulturelle Gedächtnis und skizziert den theoretischen Rahmen sowie die Anwendung auf das Internet.

2. Glossar: Dieses Kapitel definiert grundlegende Begriffe wie das kulturelle Gedächtnis, das Funktions- sowie Speichergedächtnis und setzt diese in Bezug zu den Medien Oralität und Literalität.

3. Gedächtniskulturen im Internetzeitalter: Hier wird kritisch hinterfragt, ob das Internet als dauerhafter Speicher dienen kann und welche Auswirkungen die neuen Kommunikationsformen auf unsere Gedächtniskultur haben.

4. Schlusswort: Das Schlusswort führt die Erkenntnisse zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass das Internet aktuell keinen stabilen Speicher für das kulturelle Gedächtnis darstellt, aber eine neue Mischform der Kommunikation hervorbringt.

5. Bibliographie: Das Verzeichnis listet sämtliche herangezogene Fachliteratur und Quellen auf, die für die theoretische und inhaltliche Fundierung der Arbeit genutzt wurden.

Schlüsselwörter

Internet, kulturelles Gedächtnis, Speichergedächtnis, Funktionsgedächtnis, Oralität, Literalität, Oraliteralität, Kommunikation, Wissensspeicherung, Hypertext, Medienwandel, Wissensflut, Identitätssicherung, Wissensaneignung, Digitalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der digitalen Vernetzung auf das menschliche Gedächtnis und die Stabilisierung kulturellen Wissens.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Medientheorie (Gedächtnisformen), die Geschichte der Schriftkultur sowie die Analyse moderner digitaler Kommunikationsmedien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob das Internet die Rolle eines dauerhaften Speichers für das kulturelle Gedächtnis übernehmen kann und welche kommunikativen Veränderungen damit einhergehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine theoretisch fundierte Analyse durchgeführt, die medienwissenschaftliche Konzepte (wie das kulturelle Gedächtnis nach Assmann) auf moderne Internetphänomene überträgt.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Problematik der digitalen Datenspeicherung, den Vergleich von E-Mails/Chats mit mündlicher Kommunikation sowie die Untersuchung des Hypertexts als hybrides Medium.

Was charakterisiert die Arbeit inhaltlich?

Sie zeichnet sich durch eine kritische Distanz zur Annahme einer totalen digitalen Speicherbarkeit aus und führt den Begriff der "Oraliteralität" ein.

Warum hält die Autorin das Internet für keinen geeigneten Speicher?

Aufgrund der Kurzlebigkeit digitaler Datenträger, der fehlenden Selektionskriterien für Wissensqualität und der ständigen Überschreibung von Inhalten durch Updates.

Was genau bedeutet der Begriff „Oraliteralität“?

Der Begriff beschreibt die im Internetzeitalter entstandene Mischform, welche die Vorteile mündlicher Spontaneität mit den Vorteilen der schriftlichen Wissensverbreitung verbindet.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Internet und Gedächtnis
Universidad
RWTH Aachen University
Curso
Proseminar Schrift und Gedächtnis
Calificación
1,3
Autor
M.A. Emily Nestler (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
21
No. de catálogo
V39313
ISBN (Ebook)
9783638381185
Idioma
Alemán
Etiqueta
Internet Gedächtnis Proseminar Schrift Gedächtnis
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M.A. Emily Nestler (Autor), 2003, Internet und Gedächtnis, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39313
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