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Peter Greenaways Film der "Kontrakt des Zeichners" und seine Bezüge zu Moralität und Leidenschaft

Title: Peter Greenaways Film der "Kontrakt des Zeichners" und seine Bezüge zu Moralität und Leidenschaft

Intermediate Examination Paper , 1996 , 45 Pages , Grade: 2+

Autor:in: Britta Kerger (Author)

German Studies - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Der Kontrakt des Zeichners - The Draughtsman`s Contract“ ( im folgendem abgekürzt mit DC oder „Kontrakt“ ) von Peter Greenaway. Laut Christiane Barchfeld1 versucht Greenaway in DC eine Verbindung von klassischem Erzählkino ( classical narrative style ) , Experimental- / Strukturalfilm ( structural/ formal cinema) und art-cinema .Das „ Erzählkino“ ist hauptsächlich durch eine durchgängig erkennbare, fortlaufende Handlung gekennzeichnet. Beim artcinema soll gerade diese durchgängige Erzähllinie aufgebrochen werden. Außerdem finden sich autoreflexive Elemente .
Filme die sich selbst zum Thema haben, Film in der weitesten Bedeutung darstellen, über Film nachdenken, Film bewusst machen. Metafilme. Filme über das Medium Kunst und den schöpferischen Prozess in der Kunst im allgemeinen ( auch Literatur, Malerei...). Die Reflexionen sind dabei immer noch in eine Story eingebettet und mit einem Schuss Ironie gewürzt. Ironie, welche die Unvereinbarkeit von Elementen die sich gegenüberstehen skizziert. Z.B. mit Fiktionsironie, ein Teilaspekt der romantischen Ironie, die den Artefaktcharakter des Films unterstützt. Der Film reflektiert somit nicht nur die Darstellungsfunktion bildlicher Phänomene sondern auch die der Sprache. IErotik und Leidenschaft , bewirken sie etwas - und wenn , was ? Möchte Greenaway dem Publikum eine Moral vermitteln? Bevor ich eine Inhaltsangabe von DC versuche füge ich hinzu , dass ich mich hier mit dem Medium Film befasse obwohl unser Kursthema sich auf Literatur bezog. Genau hierin findet sich eine Spezialität Greenaways ( s.art-cinema) , der seine Drehbücher selbst schreibt und vor allem auch versucht literarische Aspekte in seine Filme einzubringen . In DC z.B. erkennbar an den kunstvollen Dialogen und der Verwendung hauptsächlich sprachlicher Formen wie Allegorie, Metapher ... . Die Allegorie impliziert mehrere Bedeutungsebenen2 , ein wichtiges Kriterium für Greenaways Werke, denn das „ Spiel“ mit unterschiedlichen Bedeutungsebenen taucht in jedem seiner Filme auf. Ein Grundanliegen Greenaways ist es , das Medium Film in Richtung eines Gesamtkunstwerkes ( Vereinigung von Bild , Sprache, Musik, Bewegung ) zu gestalten. Zitat Greenaway 3 : „ Ich glaube an die Entwicklung einer neuen Sprache. Was passiert wenn ich Filme mache? Ich erfinde ein Vokabular. Eine Grammatik . Eine Syntax . Kurz : Ich versuche eine ( künstliche ) Sprache zu schaffen

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) „Versuch“ einer Inhaltsangabe von dem Film „Der Kontrakt des Zeichners“

3.) Allgemeine filmische Mittel, die P. Greenaway in seinen Filmen verwendet

4.) Unmittelbar auffallende Filmmotive die auf Erotik / Leidenschaft hindeuten

5.) Mythopoetische und allegorische Motive in dem Film „Der Kontrakt des Zeichners“

5.1.) Persephone - Mythos

5.2.) Hermes - Mythos

5.3.) Mythische Bedeutung der Zahl zwölf. Die zwölf Arbeiten des Herakles → Die drei Äpfel der Hesperiden

6) Untersuchung der Landschaftsbilder im Film „Der Kontrakt des Zeichners“

6.1.) „Der Kontrakt des Zeichners“ als Fruchtgarten. Annäherung an die Gartensymbolik im Film „Der Kontrakt des Zeichners.“

6.2.) Die besondere Bedeutung der Früchte inklusiv der Aspekte von Eva Hohenberger „Die Früchte der Frauen“

7.) Untersuchung

7.1.) der im Film sichtbaren Elemente

Wasser / Nebel

Feuer

7.2.) der Tiersymbolik, insbesondere von Hund

Pferd

8.) „Der Kontrakt des Zeichners” als „Spiel“ betrachtet

8.1.) „Der Kontrakt des Zeichners“ als Damespiel

8.2.) Das „Spiel“ um gesellschaftliche und politische Macht- / Besitzverhältnisse, und die "Beziehungsfalle", oder das "Spiel der Geschlechter".

9.) Welchen Stellenwert Elemente in P.Greenaways Film, und welcher erhalten die erwähnten erotischen Zusammenhang besteht zu dem Kursthema "Moralität und Leidenschaft?"

10.) Ist es Greenaways Absicht dem Zuschauer eine bestimmte Moral zu vermitteln - wenn ja, welche?

11.) Kommentar

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Film „Der Kontrakt des Zeichners“ von Peter Greenaway hinsichtlich seiner Darstellung von Erotik und Leidenschaft sowie deren Bezug zum übergeordneten Kursthema der Moral und Leidenschaft in der deutschen Literatur. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die filmische Inszenierung dieser Themenkomplexe, die Bedeutung symbolischer Elemente sowie die Absicht des Regisseurs bezüglich moralischer Vermittlung.

  • Analyse der narrativen und formalen filmischen Mittel (z. B. Statik, Allegorien, Ironie).
  • Untersuchung mythopoetischer und allegorischer Motive (Persephone, Hermes, Herakles).
  • Deutung der Landschafts- und Fruchtsymbolik in Bezug auf weibliche Macht und Sexualität.
  • Betrachtung des Films als metaphorisches „Spiel“ um Macht- und Besitzverhältnisse.

Auszug aus dem Buch

1.) Einleitung

Die vorliegende Hausarbeit befaßt sich mit dem Film „Der Kontrakt des Zeichners - The Draughtsman′s Contract“ (im folgendem abgekürzt mit DC oder „Kontrakt“) von Peter Greenaway. Peter Greenaway wurde am 05. 04. 1942 in Newport geboren und gilt als experimentierfreudigster Filmemacher des neuen britischen Kinos.(s. Biographisches im Anhang) Mit dem „Kontrakt des Zeichners” gelang ihm 1982 der erste größere kommerzielle Kinoerfolg. Laut Christiane Barchfeld versucht Greenaway in DC eine Verbindung von klassischem Erzählkino (classical narrative style), Experimental- / Strukturalfilm (structural/ formal cinema) und art-cinema .Das „Erzählkino“ ist hauptsächlich durch eine durchgängig erkennbare, fortlaufende Handlung gekennzeichnet. Beim art-cinema soll gerade diese durchgängige Erzähllinie aufgebrochen werden. Außerdem finden sich autoreflexive Elemente.

Filme die sich selbst zum Thema haben, Film in der weitesten Bedeutung darstellen, über Film nachdenken, Film bewußtmachen. Metafilme. Filme über das Medium Kunst und den schöpferischen Prozeß in der Kunst im allgemeinen (auch Literatur, Malerei...). Die Reflexionen sind dabei immer noch in eine Story eingebettet und mit einem Schuß Ironie gewürzt.Ironie, welche die Unvereinbarkeit von Elementen die sich gegenüberstehen skizziert. Z.B. mit Fiktionsironie, ein Teilaspekt der romantischen Ironie, die den Artefaktcharakter des Films unterstüzt. Der Film reflektiert somit nicht nur die Darstellungsfunktion bildlicher Phänomene sondern auch die der Sprache.

Im Gegensatz zu seinen früheren Filmen konnte Greenaway in DC zum ersten Mal Schauspieler einsetzen, wobei er großen Wert darauf gelegt hat Theaterschauspieler zu engagieren . Nur sie schienen imstande seine hochartifiziellen Dialoge und oftmals lang anhaltenden Einstellungen zu spielen . Die ersten Filme Greenaways waren hauptsächlich Experimentalfilme (auch structural/formal cinema), bei denen kein thematischer Bezug zu den dargestellten Reflektionen erkennbar sein mußte.Da das Thema unseres GKC „Moralität und Leidenschaft. Die Debatte um die Liebe und Erotik in der deutschen Literatur vom 18. bis zum 20. Jahrhundert“ lautete, möchte ich in dieser Arbeit folgende Themen schwerpunktmäßig bearbeiten: Wie stellt Peter Greenaway im „Kontrakt“ Erotik und Leidenschaft dar? Welchen Stellenwert erhalten Erotik und Leidenschaft, bewirken sie etwas - und wenn, was? Möchte Greenaway dem Publikum eine Moral vermitteln?

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Einführung in das Thema, den Film sowie die methodischen und theoretischen Grundlagen der Arbeit.

2.) „Versuch“ einer Inhaltsangabe von dem Film „Der Kontrakt des Zeichners“: Detaillierte Wiedergabe der Filmhandlung von der Ankunft Nevilles bis zu seinem Tod.

3.) Allgemeine filmische Mittel, die P. Greenaway in seinen Filmen verwendet: Analyse der ästhetischen Gestaltung, insbesondere Kameraführung, Montage und der Einsatz von Ironie und Allegorien.

4.) Unmittelbar auffallende Filmmotive die auf Erotik / Leidenschaft hindeuten: Untersuchung der visuellen Hinweise auf Erotik, speziell durch die Farbsymbolik (Rot) und typografische Elemente.

5.) Mythopoetische und allegorische Motive in dem Film „Der Kontrakt des Zeichners“: Deutung mythischer Anspielungen wie dem Persephone- oder Hermes-Mythos und deren Relevanz für den Film.

6.) Untersuchung der Landschaftsbilder im Film „Der Kontrakt des Zeichners“: Analyse der Gartengestaltung als Symbolraum für Macht und Fruchtbarkeit.

7.) Untersuchung: Untersuchung der im Film sichtbaren Elemente (Wasser, Feuer) und Tiersymbolik (Pferd, Hund) als Bedeutungsträger.

8.) „Der Kontrakt des Zeichners” als „Spiel“ betrachtet: Interpretation des Films als ein metaphorisches Damespiel und Kampf um soziale Machtpositionen.

9.) Welchen Stellenwert erhalten die erwähnten erotischen Elemente im „Kontrakt“, und welcher Zusammenhang besteht zu dem Kursthema "Moralität und Leidenschaft?": Synthese der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der erotischen Symbolik und deren theoretischer Einordnung.

10.) Ist es Greenaways Absicht dem Zuschauer eine bestimmte Moral zu vermitteln - wenn ja, welche?: Diskussion über die didaktische Intention des Regisseurs und dessen Ablehnung einer eindeutigen moralischen Botschaft.

11.) Kommentar: Reflexion über die Vieldeutigkeit des Films und die eigene Herangehensweise an das Kursthema.

Schlüsselwörter

Peter Greenaway, Der Kontrakt des Zeichners, Erotik, Leidenschaft, Moral, Symbolik, Allegorie, Mythologie, Barock, Filmtheorie, Machtverhältnisse, Geschlechterrollen, Fruchtbarkeit, Sterilität, Bildästhetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit analysiert den Film „Der Kontrakt des Zeichners“ von Peter Greenaway unter dem Gesichtspunkt von Moralität, Leidenschaft und erotischer Symbolik, eingebettet in den Kontext der deutschen Literaturgeschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die filmische Ästhetik Greenaways, die Verwendung mythischer Allegorien, die Symbolik von Natur und Elementen sowie die Machtdynamiken zwischen den Geschlechtern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, wie Greenaway Erotik und Leidenschaft filmisch darstellt, welche Bedeutung diese für die Moraldebatte haben und ob der Film eine explizite moralische Botschaft transportiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine filmwissenschaftliche Analyse, die Symbolik, Motivforschung und den theoretischen Diskurs (unter Einbeziehung von Foucault und Mythenforschung) kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung filmischer Mittel, mythischer Motive, landschaftlicher Symbolik, tierischer Motive sowie eine Deutung des Films als „Spiel“ um Macht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Greenaway, Erotik, Leidenschaft, Symbolik, Allegorie, Machtverhältnisse, Filmtheorie und Barock.

Wie spielt die „Statue“ eine Rolle im Film?

Die Statue fungiert als eine Art Beobachter oder Schiedsrichter des „Spiels“, die am Ende aus ihrer Position ausbricht und symbolisch die Unvereinbarkeit von Mensch und Natur sowie die Konsequenzen des Spiels verdeutlicht.

Warum wird der Film als „Damespiel“ interpretiert?

Aufgrund des englischen Titels „Draughtsman“ und der strategischen Konstellation der Charaktere lässt sich der Film als ein Spiel um 12 „Züge“ oder „Zeichnungen“ lesen, bei dem verschiedene Fraktionen um den Erhalt von Macht und Erbschaft kämpfen.

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Details

Title
Peter Greenaways Film der "Kontrakt des Zeichners" und seine Bezüge zu Moralität und Leidenschaft
College
Humboldt-University of Berlin  (NdL)
Course
GKC
Grade
2+
Author
Britta Kerger (Author)
Publication Year
1996
Pages
45
Catalog Number
V39322
ISBN (eBook)
9783638381246
ISBN (Book)
9783638705899
Language
German
Tags
Peter Greenaways Film Kontrakt Zeichners Bezüge Moralität Leidenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Britta Kerger (Author), 1996, Peter Greenaways Film der "Kontrakt des Zeichners" und seine Bezüge zu Moralität und Leidenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39322
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