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Unternehmenskauf und -verkauf. Asset Deal versus Share Deal

Title: Unternehmenskauf und -verkauf. Asset Deal versus Share Deal

Research Paper (undergraduate) , 2005 , 43 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Nicole Maier (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die Gründe des Unternehmers für eine Veräußerung können aus privaten oder unternehmensstrategischen Erwägungen heraus resultieren. Es stellt sich ihm die Frage bzw. das Problem die Veräußerung für sich nach seinen rechtlichen und steuerlichen Zielen optimal zu gestalten. An diesem Punkt wird der Steuerberater eingeschaltet, da er in ständiger Beziehung mit seinem Mandant steht und die Rahmenbedingungen kennt. Die Veräußerungsmöglichkeiten sind vielfältig. Doch die geeignete Lösung für den Veräußerer zu finden, wobei die Interessen des Erwerbers unvermeidlich miteinfließen werden, ist eine Herausforderung für den Berater. Die Schwierigkeit besteht darin die Vorstellungen von Käufer und Verkäufer beim Unternehmenskauf bzw. –verkauf miteinander zu verknüpfen. Das Steuerrecht sowie das Zivilrecht kennen keine einheitliche Vorschrift für eine Unternehmensveräußerung, da die unternehmerische Tätigkeit von der Rechtsform abhängig ist und demzufolge unterschiedlich besteuert wird. Der Kauf bzw. Verkauf gestaltet sich vielschichtig, da dieser unter anderem durch steuerliche Aspekte geprägt ist. Durch die ständige Rechtsprechung und Gesetzesänderungen herrscht zwangsläufig immer eine gewisse Planungsunsicherheit. Durch das StSenkG und UntStFG haben sich die ertragsteuerlichen Bedingungen für den Käufer und Verkäufer wesentlich geändert.5 Die Änderungen bewirkten eine weitergreifende Besteuerung von Veräußerungsvorgängen, sowie die Abschaffung einiger Unternehmenskaufmodelle. Unter anderem ist ein Systemwechsel vollzogen worden, der das Anrechnungsverfahren durch das Halbeinkünfteverfahren ersetzte. Infolge der Veränderungen bei einem Unternehmensverkauf bzw. -kauf muss die Beratung in der Praxis durch umsetzbare, systemkonforme Gestaltungsmöglichkeiten erfolgen, um die steuerlichen Ziele der Beteiligten verwirklichen zu können. Im Folgenden der Arbeit sollen die Grundmodelle der Veräußerung, der Asset Deal und Share Deal, erläutert und anhand von ertragsteuerlichen Gesichtspunkten dargelegt werden. Der Umfang des Themengebietes beschränkt sich auf steuerrechtliche Aspekte. Die nachfolgenden Fälle sind auf das Inland begrenzt, wobei immer von einer voll entgeltlichen Veräußerung auszugehen ist. Insoweit werden Themen wie die zivilrechtliche Gestaltung der Verträge, Haftung, Gewährleistungen, Garantien, arbeitsrechtliche Gesichtspunkte, einbringungsgeborene Anteile und Finanzierungsaspekte außer Acht gelassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Motive für Unternehmenskäufe und Unternehmensverkäufe

3 Asset Deal

3.1 Allgemeines

3.2 Verkauf durch natürliche Personen und Personengesellschaften

3.2.1 Verkauf von Privatvermögen

3.2.2 Verkauf von Betriebsvermögen

3.2.2.1 Betrieb / Teilbetrieb

3.2.2.2 Mitunternehmeranteil

3.2.2.3 Kaufpreisaufteilung beim Erwerber

3.2.2.4 Veräußerer gleich Erwerber

3.3 Verkauf durch Kapitalgesellschaft

3.4 Neutralisierung des Veräußerungsgewinns beim Verkäufer

4 Share Deal

4.1 Allgemeines

4.1.1 Share Deal

4.1.2 Relevante Beteiligung

4.2 Verkauf durch natürliche Personen und Personengesellschaften

4.2.1 Verkauf von Privatvermögen

4.2.1.1 Besteuerung von privaten Veräußerungsgeschäften

4.2.1.2 Besteuerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften

4.2.2 Verkauf von Betriebsvermögen

4.2.2.1 Besteuerung der Anteile an Personengesellschaften

4.2.2.2 Besteuerung der Anteile an Kapitalgesellschaften

4.2.2.3 Neutralisierung des Veräußerungsgewinns beim Veräußerer

4.3 Verkauf durch Kapitalgesellschaft

4.3.1 Besteuerung der Anteile an Personengesellschaften

4.3.2 Besteuerung der Anteile an Kapitalgesellschaften

4.4 Vergleich der Unternehmenskaufmodelle

5 Steuerliche Problemfelder

5.1 Interessengegensatz

5.2 Nutzung der Verlustvorträge

5.3 Realisierung von Körperschaftsteuerguthaben

5.4 Steuergestaltende Möglichkeiten

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Studienarbeit untersucht die steuerlichen Aspekte bei Unternehmenskäufen und -verkäufen mit einem Fokus auf die beiden zentralen Modelle "Asset Deal" und "Share Deal". Ziel ist es, die steuerlichen Konsequenzen für Käufer und Verkäufer bei unterschiedlichen Rechtsformen aufzuzeigen und die daraus resultierenden Interessenkonflikte sowie Gestaltungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung und Gesetzgebung zu analysieren.

  • Systematischer Vergleich der steuerlichen Behandlung von Asset Deal und Share Deal.
  • Analyse der Besteuerung von Veräußerungsgewinnen für natürliche Personen und Kapitalgesellschaften.
  • Untersuchung der steuerlichen Auswirkungen von Unternehmensnachfolgen und Umstrukturierungen.
  • Darstellung steuerlicher Problemfelder, insbesondere bei Interessenkonflikten zwischen Käufer und Verkäufer.
  • Bewertung von Gestaltungsmöglichkeiten zur Steueroptimierung bei Unternehmenskäufen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Allgemeines

Im Steuerrecht wird der Begriff Asset Deal als Kauf bzw. Verkauf von einzelnen WG, Wirtschaftsgütergesamtheiten und Mitunternehmeranteilen bezeichnet.14 Das Zivilrecht definiert den Asset Deal als einen Sachkauf i. S. v. § 433 Abs. 1 S. 1 BGB. Der Asset Deal ist ein Unternehmenskauf durch Übertragung der gesamten Aktiva und Passiva des Unternehmens im Unterschied zum Share Deal, bei dem Anteile an einer Gesamthand verkauft werden. Beim Asset Deal erfolgt der Kauf durch die Einzelübertragung sämtlicher Sachen und Rechte.15

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die steuerliche Komplexität von Unternehmensverkäufen ein und betont die Notwendigkeit einer strukturierten steuerlichen Beratung unter Berücksichtigung aktueller Rechtsänderungen.

2 Motive für Unternehmenskäufe und Unternehmensverkäufe: Das Kapitel beleuchtet die divergierenden Interessen von Käufern und Verkäufern, die häufig zu einem Interessenkonflikt führen, da Verkäufer steuerliche Begünstigungen suchen, während Käufer Abschreibungspotenziale anstreben.

3 Asset Deal: Es werden die steuerlichen Konsequenzen beim Asset Deal erläutert, wobei insbesondere die Einzelübertragung von Wirtschaftsgütern sowie die Besteuerung der Veräußerung von Privat- und Betriebsvermögen im Vordergrund stehen.

4 Share Deal: Dieses Kapitel analysiert die Besteuerung beim Erwerb von Anteilen an Kapitalgesellschaften und untersucht die Unterschiede bei der Veräußerung durch natürliche Personen, Personengesellschaften und andere Kapitalgesellschaften.

5 Steuerliche Problemfelder: Hier werden zentrale Herausforderungen wie Interessengegensätze, die Nutzung von Verlustvorträgen und Möglichkeiten zur Realisierung von Körperschaftsteuerguthaben detailliert betrachtet.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass keine pauschale steuerliche Lösung existiert, sondern eine individuelle Gestaltung durch den Steuerberater essenziell ist, um einen Kompromiss zwischen den widerstreitenden Interessen der Vertragsparteien zu finden.

Schlüsselwörter

Asset Deal, Share Deal, Unternehmenskauf, Unternehmensverkauf, Besteuerung, Steuerliche Gestaltung, Betriebsvermögen, Personengesellschaft, Kapitalgesellschaft, Veräußerungsgewinn, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Halbeinkünfteverfahren, Stufentheorie, Reinvestitionsrücklage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die steuerlichen Rahmenbedingungen und Konsequenzen beim Kauf und Verkauf von Unternehmen, speziell unter dem Vergleich der beiden Modelle Asset Deal und Share Deal.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die steuerliche Behandlung der Veräußerung von Betriebsvermögen und Anteilen, die Rolle des Steuerberaters bei Interessenkonflikten sowie Möglichkeiten zur Steueroptimierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die steuerlichen Vor- und Nachteile von Asset Deal und Share Deal für Käufer und Verkäufer bei verschiedenen Rechtsformen zu analysieren, um Grundlagen für eine interessengerechte Gestaltung zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten steuerrechtlichen Literaturanalyse, der Auswertung aktueller Gesetzgebung (wie StSenkG und UntStFG) sowie der Einbeziehung der Rechtsprechung, insbesondere von BFH-Urteilen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Besteuerung beim Asset Deal und Share Deal sowie die Untersuchung spezifischer steuerlicher Problemfelder wie Verlustnutzung und Gestaltungsoptionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Asset Deal, Share Deal, Unternehmenskauf, Veräußerungsgewinnbesteuerung sowie die verschiedenen steuerlichen Rücklagenbildungen.

Wie unterscheidet sich die steuerliche Behandlung von Asset Deal und Share Deal für den Käufer?

Der Käufer bevorzugt meist den Asset Deal, da er hier die Anschaffungskosten als Abschreibungspotenzial nutzen kann, während er beim Share Deal lediglich Anteile erwirbt, die oft nicht oder nur eingeschränkt steuerlich absetzbar sind.

Welche Bedeutung hat die Stufentheorie bei einem Asset Deal?

Die Stufentheorie dient dazu, den Kaufpreis, der über den Buchwerten liegt, auf die einzelnen Wirtschaftsgüter zu verteilen, um für den Erwerber ein Abschreibungspotenzial zu generieren.

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Details

Title
Unternehmenskauf und -verkauf. Asset Deal versus Share Deal
College
University of Cooperative Education Villingen-Schwenningen
Grade
1,3
Author
Nicole Maier (Author)
Publication Year
2005
Pages
43
Catalog Number
V39446
ISBN (eBook)
9783638382083
ISBN (Book)
9783656625360
Language
German
Tags
Unternehmenskauf Asset Deal Share Deal
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Maier (Author), 2005, Unternehmenskauf und -verkauf. Asset Deal versus Share Deal, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39446
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