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Tarifpolitik in internationaler Perspektive - Großbritannien und die USA

Titre: Tarifpolitik in internationaler Perspektive - Großbritannien und die USA

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2004 , 29 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Philipp Rebel (Auteur)

Gestion d'entreprise - Politique économique
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Buchtitel wie „Was wird aus dem Flächentarifvertrag?“ oder „Der Flächentarifvertrag unter Druck“ lassen darauf schließen, dass das deutsche System der Tarifverhandlungen großen Herausforderungen gegenübersteht und überdacht werden muss. Vor diesem Hintergrund – auch wenn der Flächentarifvertrag nicht Gegenstand dieser Arbeit sein soll – scheint ein Blick in andere Länder geboten. Welche Arten von Tarifverhandlungen finden sich dort? Auf welchen Ebenen finden sie statt? Welche Ergebnisse haben sie zur Folge? Im Rahmen dieser Hausarbeit werde ich zunächst in Kapitel 2 den sogenannten Hump-shape Ansatz von Calmfors und Driffill aus dem Jahre 1988 erläutern. Die Theorie beschreibt einen Zusammenhang zwischen dem Zentralisierungsgrad der Lohnverhandlungen und der ökonomischen Performanz eines Landes. Anschließend werde ich in den Kapiteln 3 und 5 die Tarifverhandlungsmodelle Großbritanniens bzw. der USA unter Einbeziehung der wichtigsten Akteure (Arbeitgeber, Gewerkschaften, Staat) darstellen. Großbritannien und die USA bieten sich als Untersuchungsgegenstand an, da sie andere Verhandlungsstrukturen (bezüglich der Tariflöhne) aufweisen als Deutschland und den Mustern der Hump-shape Hypothese entsprechen. Dies bildet auch die Basis für die Einordnung in die von Calmfors und Driffill idealtypisch skizzierten Typen der Tarifverhandlungsmodelle. Diese Einordnung ist ebenfalls Teil der Kapitel 3 und 5 (insbesondere 3.2 und 5.2). Um Theorie mit Empirie verknüpfen zu können, lege ich in den Kapiteln 4 und 6 Statistiken für Großbritannien bzw. USA vor, wobei als Referenzland stets Deutschland herangezogen wird. Die Statistiken befassen sich jeweils mit Arbeitslosen- und Inflationsraten. Ziel soll hierbei sein zu ermitteln, inwiefern die vorliegenden Zahlen den Hump-shape Ansatz widerspiegeln. In Kapitel 7 werde ich das Geschilderte nochmals kurz zusammenfassen und eine abschließende Bewertung vornehmen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Hump-shape Ansatz

3. Institutionelle Rahmenbedingungen für die Tarifpolitik in Großbritannien

3.1. Akteure

3.1.1 Gewerkschaften

3.1.2 Arbeitgeber

3.1.3 Staat

3.2 Tarifverhandlungsmodell

4. Empirischer Teil I

4.1 Vergleich Großbritannien vs. Deutschland

4.1.1 Arbeitslosenquote 1960-2004

4.1.2 Inflation 1979-2005

5. Institutionelle Rahmenbedingungen für die Tarifpolitik in den USA

5.1. Akteure

5.1.1 Gewerkschaften

5.1.2 Arbeitgeber

5.1.3 Staat

5.2 Tarifverhandlungsmodell

6. Empirischer Teil II

6.1 Vergleich USA vs. Deutschland

6.1.1 Arbeitslosenquote 1960-2004

6.1.2 Inflation 1979-2005

7. Zusammenfassung und Abschlussfazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz des Hump-shape Ansatzes von Calmfors und Driffill für die ökonomische Performanz von Großbritannien und den USA im Vergleich zu Deutschland. Ziel ist es, zu ermitteln, ob zentralisierte oder dezentralisierte Tarifverhandlungssysteme tatsächlich zu günstigeren Arbeitslosen- und Inflationsraten führen.

  • Grundlagen des Hump-shape Ansatzes zur Lohnfindung.
  • Analyse der institutionellen Akteure (Gewerkschaften, Arbeitgeber, Staat) in Großbritannien und den USA.
  • Empirischer Vergleich der Arbeitslosenquoten zwischen den Ländern.
  • Empirische Untersuchung der Inflationsraten im Zeitverlauf.
  • Bewertung der ökonomischen Performanz basierend auf dem Zentralisierungsgrad der Lohnverhandlungen.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Gewerkschaften

Der Ursprung der Industrialisierung liegt in Großbritannien. Hieraus erklärt sich auch die ausgeprägte Gewerkschaftstradition, deren Wurzeln oftmals bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen. Die ersten Zusammenschlüsse von Arbeitern entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Bei den Angestellten setzte diese Entwicklung erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ein. Die Anzahl der Gewerkschaften hat sich seit Anfang diesen Jahrhunderts beträchtlich verringert. Während es 1920 noch 1384 Gewerkschaften gab, lag der Wert im Jahre 1995 nur noch bei 238 Gewerkschaften. Diese Reduzierung lässt sich vor allem durch zahlreiche Fusionen, die zwischen Gewerkschaften stattgefunden haben, erklären.

Trotz der nach wie vor hohen Zahl an Arbeitnehmervereinigungen, sind 85% aller Gewerkschaftsmitglieder auf die 23 wichtigsten Gewerkschaften verteilt (vgl. Goodman/Marchington/Berridge/Snape/Bamber 1998: 36). Aus dem Workplace industrial relations survey (WIRS) geht ebenfalls hervor, dass Gewerkschaftsmitglieder durchschnittlich in 2,5 Vereinigungen registriert sind. Die neuere Entwicklung der Gewerkschaften – damit beziehe ich mich auf den Zeitraum nach dem zweiten Weltkrieg bis heute – lässt sich in 3 Entwicklungsphasen einteilen: die erste Phase reicht von 1948 bis 1968. Hier stieg die Mitgliederzahl von 9,3 Mio. auf 10,2 Mio., wobei dieser Anstieg in Relation zum Wirtschaftswachstum moderat ausfällt. Der Organisationsgrad – der Anteil der Gewerkschaftsmitglieder, an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen – lag im Jahre 1968 demnach bei 43% (vgl. Goodman/Marchington/Berridge/Snape/Bamber 1998: 37).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung nach der ökonomischen Performanz verschiedener Tarifverhandlungssysteme vor und erläutert das methodische Vorgehen durch den Hump-shape Ansatz.

2. Der Hump-shape Ansatz: Das Kapitel führt in die Theorie ein, die einen Zusammenhang zwischen dem Zentralisierungsgrad der Lohnverhandlungen und der ökonomischen Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft postuliert.

3. Institutionelle Rahmenbedingungen für die Tarifpolitik in Großbritannien: Hier werden die Akteure des britischen Systems sowie das sich in Richtung Dezentralisierung entwickelnde Tarifverhandlungsmodell detailliert beschrieben.

4. Empirischer Teil I: In diesem Kapitel werden Statistiken zur Arbeitslosenquote und Inflation in Großbritannien im Vergleich zu Deutschland präsentiert, um den Hump-shape Ansatz zu prüfen.

5. Institutionelle Rahmenbedingungen für die Tarifpolitik in den USA: Die Analyse der Akteure und des dezentral geprägten amerikanischen Systems verdeutlicht die Rolle des Staates und der Arbeitgeber bei der Lohnfindung.

6. Empirischer Teil II: Dieser Teil führt den bilateralen Vergleich für die USA und Deutschland fort, wobei der Fokus erneut auf den empirischen Daten zur Arbeitslosenquote und Inflation liegt.

7. Zusammenfassung und Abschlussfazit: Das Fazit bewertet die empirischen Ergebnisse und stellt fest, dass die Hump-shape Hypothese die ökonomische Realität nur sehr eingeschränkt erklären kann.

Schlüsselwörter

Hump-shape Ansatz, Tarifpolitik, Lohnverhandlungen, Großbritannien, USA, Deutschland, Gewerkschaften, Arbeitslosenquote, Inflation, Tarifverhandlungssystem, Zentralisierungsgrad, ökonomische Performanz, Flächentarifvertrag, Dezentralisierung, Arbeitsmarktökonomik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob die Theorie des Hump-shape Ansatzes die ökonomische Leistungsfähigkeit von Ländern mit unterschiedlichen Tarifverhandlungssystemen erklären kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Tarifverhandlungssysteme von Großbritannien und den USA im Vergleich zu Deutschland sowie deren Auswirkungen auf Arbeitslosigkeit und Inflation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die empirische Überprüfung, ob Länder mit einem dezentralen Lohnfindungssystem eine bessere ökonomische Performanz aufweisen als Länder mit einem intermediären System.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt einen theoretischen Ansatz, um Rahmenbedingungen zu analysieren, und kombiniert diesen mit einer vergleichenden statistischen Datenanalyse über mehrere Jahrzehnte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung des Hump-shape Ansatzes, die institutionelle Beschreibung der Verhandlungssysteme sowie empirische Kapitel zu Arbeitslosen- und Inflationsraten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hump-shape Ansatz, Tarifpolitik, Lohnverhandlungen, Arbeitsmarktökonomik, Dezentralisierung und makroökonomische Performanz.

Wie hat sich das britische System laut der Untersuchung verändert?

Das britische System hat sich seit den 1980er Jahren deutlich in Richtung einer Dezentralisierung der Tarifverhandlungen auf Unternehmensebene entwickelt.

Welche Rolle spielt die Notenbank bei der Interpretation der Inflationsdaten?

Der Autor argumentiert, dass die unterschiedliche Ausrichtung der Notenbanken (restriktiv versus wachstumsorientiert) die Inflationsraten stärker beeinflusst als das Tarifverhandlungssystem allein.

Wird die Hump-shape Hypothese durch die Daten bestätigt?

Die Ergebnisse zeigen, dass die Hypothese nur partiell bestätigt wird, da keine konsistenten statistischen Zusammenhänge über den gesamten betrachteten Zeitraum erkennbar sind.

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Résumé des informations

Titre
Tarifpolitik in internationaler Perspektive - Großbritannien und die USA
Université
Ruhr-University of Bochum
Cours
Arbeitsmarktökonomik
Note
1,3
Auteur
Philipp Rebel (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
29
N° de catalogue
V39456
ISBN (ebook)
9783638382168
Langue
allemand
mots-clé
Tarifpolitik Perspektive Großbritannien Arbeitsmarktökonomik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Philipp Rebel (Auteur), 2004, Tarifpolitik in internationaler Perspektive - Großbritannien und die USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39456
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Extrait de  29  pages
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