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Errichtung eines Joint Ventures zur Wasser- und Sanitätsversorgung in Cartagena, Kolumbien

Title: Errichtung eines Joint Ventures zur Wasser- und Sanitätsversorgung in Cartagena, Kolumbien

Scientific Study , 2002 , 40 Pages , Grade: 2

Autor:in: DI (FH) Rainer Müller (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

1 Joint Venture

1.1 Begriff

Im weiteren Sinn handelt es sich um eine Zusammenarbeit von nicht gebietsansässigen Unternehmen mit Partnern aus dem Gastland (Auslandsmarkt), d. h. alle Formen der Kooperation, einschl. Lizenzvergabe, Vertragsmanagement, Vertragsfertigung und Gemeinschaftsunternehmen.

Im engeren Sinn wird es auch als Beteiligungs-, Gemeinschafts-Partnerschaftsunternehmen oder joint ownership ventures bezeichnet. Dabei handelt es sich um Unternehmen, die durch folgende Charakteristika gekennzeichnet sind:

* kapitalmäßige Beteiligung und Tragung anteiligen Risikos seitens aller Partner
* Investoren aus verschiedenen Wirtschaftsgebieten
* längerfristige bzw. dauerhafte Zusammenarbeit auf vertraglicher Basis

1.2 Struktur, Zweck und Handlungsspielraum

Joint Ventures können nach den Hauptkriterien technologischer und wirtschaftlicher Entwicklungsstand des Gast- bzw. Ziellandes, Wirtschaftssystem des Ziellandes, Beteiligungshöhe des ausländischen Partners, Zweck und Gegenstand des Joint Ventures, Dauer, Partnerstruktur nach Nationalität und politischer bzw. Wirtschaftsebene und Freiheitsgrad des Joint Ventures unterschieden werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Joint Venture

1.1 Begriff

1.2 Struktur, Zweck und Handlungsspielraum

1.2.1 Technologischer und wirtschaftlicher Entwicklungsstand des Ziellandes

1.2.2 Wirtschaftssystem des Ziellandes

1.2.3 Beteiligung des ausländischen Partners

1.2.4 Zweck und Gegenstand

1.2.5 Dauer der Zusammenarbeit

1.2.6 Partnerstruktur nach Nationalität bzw. Herkunftsland

1.2.7 Freiheitsgrad des Joint Ventures

2 Errichtung und Durchführung eines Joint Ventures – Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen in Cartagena, Kolumbien

2.1 Partnerschaftsprofil

2.2 Partnerschaftsdaten

2.3 Einleitung

2.4 Public-private Partnership in Kolumbien

2.4.1 Eine lange Geschichte der „Freunderlwirtschaft“

2.4.2 Ein schwaches lokales, öffentliches System der Administration

2.4.3 Eine schlechte wirtschaftliche Lage und wachsende Armut

2.5 Aufkommen von günstigen Bedingungen für PPP`s

2.5.1 Der Dezentralisierungseffekt

2.5.2 Teilnehmer des privaten Sektors

2.5.3 Gesetzliche Bestimmungen

2.5.4 Cartagena als Pionier

2.6 Cartagena Partnerschaft

2.6.1 Umstrittene Verhandlungen

2.6.2 Der Inhalt des Joint Venture Vertrages

2.6.3 Die Leistungen der AGUACAR

2.7 Die Partnerschaft und der Wasserbedarf der Armen der Stadt

2.7.1 Motivation der Stakeholder für Pro-Arme-Initiativen

2.7.2 Die gesetzliche Verantwortung für Wasser und sanitäre Einrichtungen

2.7.3 Die Wassertarifgliederung und die Armen der Stadt

2.8 Pro-Arme-Initiativen innerhalb des PPP

2.8.1 Barrio Nelson Mandela

2.8.2 Kommunale Rechnungslegung

2.8.3 El Pozón

2.8.4 Die „Business Partners for Development” Initiative

2.8.5 Die große Bedeutung von Armenintiativen

2.9 Bildung städtischer Kapazitäten zur Hilfeleistung eines Pro-Armen PPP

2.10 Schlüsselstunden in der Cartagena – Partnerschaft – Erfahrung

3 Kommentar zu Cartagena

3.1 Weitere internationale Joint Ventures

3.1.1 Brasilien

3.1.2 Algerien

3.1.3 Kolumbien

3.2 Sichtweise eines Privaten über Joint Ventures

3.3 Finden eines Joint Venture Partners

3.4 Joint Venture Verband

3.5 Förderungen der EU

3.5.1 JOP

3.5.2 JEV

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Etablierung und Durchführung von Joint Ventures im Bereich der Wasser- und Sanitätsversorgung am Beispiel von Cartagena, Kolumbien, mit dem Ziel, die Herausforderungen und Chancen öffentlich-privater Partnerschaften (PPP) in einem Entwicklungskontext aufzuzeigen.

  • Struktur und Funktionsweise von Joint Ventures in der Infrastrukturwirtschaft
  • Analyse der spezifischen Rahmenbedingungen und der Historie von PPPs in Kolumbien
  • Evaluierung der Auswirkungen von Joint Ventures auf die Versorgung armer Bevölkerungsschichten
  • Bedeutung von institutionellen Kapazitäten der Stadtverwaltung für den Erfolg von PPP-Projekten
  • Vergleichende Betrachtung internationaler Joint-Venture-Beispiele und Förderinstrumente der EU

Auszug aus dem Buch

2.6.1 Umstrittene Verhandlungen

Die Verhandlungen zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor waren sehr umstritten und wurden zuerst von den starken wirtschaftlichen Gruppen in der Stadt bekämpft. Die Angebotsphase wurde von Gabriel Garcia durchgeführt. AGBAR war der einzige Interessent und die Zuerkennung erfolgte am 30. Dezember 1994, der Tag bevor er sein Amt niedergelegt hat. Sein Nachfolger Guillermo Paniza verfechtete die Bedingungen, die sein Vorgänger ausgehandelt hatte. Er sah folgende Anteilsaufteilung vor: 50% AGBAR, 40% private Investoren, 10% Regierung. Paniza behauptete, dass laut Gesetz die staatlichen Beteiligungen aber mindestens 50% ausmachen müssen.

Die ursprüngliche Absicht von Paniza war den gesamten Vertrag zu annullieren und zu den vorherigen Vereinbarungen zurückzukehren, wo der Bereich noch unter einer staatlichen Gesellschaft verwaltet wurde. Während einer 4-stündigen Diskussion mit Menahem Libhaber, dem Weltbankprojektmanager, konnte man ihn von den Vorzügen einer PPP überzeugen.

So wurden dann die Bedingungen mit AGBAR wieder neu verhandelt und so wurden die Anteile der Stadt Cartagena auf 50% festgelegt. AGBAR hat 46% und private Investoren 4% der Anteile. Die 50% wurden nicht in Geld eingezahlt – sondern entsprachen dem Firmenwert (goodwill).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Joint Venture: Dieses Kapitel definiert den Begriff Joint Venture und erläutert dessen strukturelle Merkmale und Einsatzbereiche in Abhängigkeit vom wirtschaftlichen Entwicklungsstand des Ziellandes.

2 Errichtung und Durchführung eines Joint Ventures – Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen in Cartagena, Kolumbien: Der Hauptteil analysiert detailliert die Einführung der Public-Private-Partnership in Cartagena, die politischen Rahmenbedingungen, die Rolle der Stadtverwaltung sowie spezielle Initiativen zur Versorgung ärmerer Bevölkerungsschichten.

3 Kommentar zu Cartagena: Das Kapitel bietet eine reflektierende Zusammenfassung der Erfahrungen aus Cartagena, ergänzt durch einen internationalen Vergleich und Informationen zu Förderprogrammen sowie zum Finden von Joint-Venture-Partnern.

Schlüsselwörter

Joint Venture, Cartagena, Kolumbien, Wasserversorgung, Public-Private Partnership, PPP, Infrastrukturwirtschaft, Sanitärversorgung, Stadtverwaltung, Weltbank, Investitionen, Pro-Arme-Initiativen, Reformprozess, AGUACAR, AGBAR

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Implementierung und den operativen Betrieb von Joint Ventures im Sektor der Wasser- und Sanitätsversorgung anhand einer Fallstudie aus Cartagena, Kolumbien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die ökonomischen Grundlagen von Joint Ventures, die Bedeutung gesetzlicher Reformen, die Interaktion zwischen öffentlicher Hand und privaten Akteuren sowie die Auswirkungen auf soziale Bedürfnisse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch öffentlich-private Partnerschaften infrastrukturelle Defizite in Entwicklungsländern behoben werden können und welche Rolle die institutionellen Kapazitäten der lokalen Verwaltung dabei spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine praxisorientierte Fallstudie, die den institutionellen Wandel und die Auswirkungen der Partnerschaft in Cartagena analysiert und mit allgemeinen theoretischen Konzepten sowie internationalen Erfahrungen abgleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen Partnerschaftsdaten, die historische Genese der PPP in Kolumbien, die operativen Leistungen des Joint Ventures AGUACAR und die Bemühungen zur Einbindung ärmerer Stadtteile.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Joint Venture, PPP, Cartagena, Wasserversorgung, Infrastrukturwirtschaft und soziale Gerechtigkeit.

Welche Rolle spielt die Weltbank bei der Partnerschaft in Cartagena?

Die Weltbank fungierte als wichtiger Finanzierer und forderte die private Beteiligung als Vorbedingung für die Kreditvergabe, da sie darin eine Garantie für die effiziente Verwendung der Mittel sah.

Wie gehen die Armen-Initiativen mit dem Thema Wassergebühren um?

In Vierteln wie Nelson Mandela wurde ein kollektives Rechnungslegungssystem eingeführt, bei dem die Gesamtrechnung durch die Anzahl der Haushalte dividiert wird, um die Zahlungskultur zu fördern und den Zugang zum Netz zu erleichtern.

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Details

Title
Errichtung eines Joint Ventures zur Wasser- und Sanitätsversorgung in Cartagena, Kolumbien
College
FH JOANNEUM Kapfenberg  (Infrastrukturwirtschaft)
Course
BWL
Grade
2
Author
DI (FH) Rainer Müller (Author)
Publication Year
2002
Pages
40
Catalog Number
V3961
ISBN (eBook)
9783638124645
ISBN (Book)
9783638697378
Language
German
Tags
Wasser Joint Ventures BWL
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
DI (FH) Rainer Müller (Author), 2002, Errichtung eines Joint Ventures zur Wasser- und Sanitätsversorgung in Cartagena, Kolumbien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3961
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