Indexikalische Unterschiede zwischen den Modalpartikeln DOCH, SCHON, AUCH und ihren betonten Gegenstücken


Hausarbeit (Hauptseminar), 2001

22 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse der Zufallsbelege zu ‚doch‘, ‚schon‘ und ‚auch‘
2.1 Unbetontes vs. betontes ‚doch‘
2.2 Unbetontes vs. betontes ‚schon‘
2.3 Unbetontes vs. betontes ‚auch‘

1. Schlussbemerkung

2. Literaturangaben

1. Einleitung

Dazu, die Modalpartikeln als eine eigenständige grammatische Kategorie anzusehen, etwa weil sie wie alle anderen Kategorien auch eine spezifische “indexikalische” (Diewald / Fischer 1998, S.30) Funktion besitzen, ringen sich bisher nur wenige Linguisten durch (z.B. Meibauer 1994, S.25). Aufgrund bestimmter morphologischer und syntaktischer Kriterien erscheint es jedoch unangemessen, alle Unflektierbaren unter der Sammelbezeichnung ‚Partikel‘ zu subsummieren: Denn anders als Modalwörter und Adverbien besitzen Modalpartikeln keinen Satzgliedwert und sind an die Position im Mittelfeld gebunden (Diew. / Fisch., S.77). Sie realisieren im Gegensatz zu Präpositionen und Konjunktionen keine syntaktischen Relationen und heben sich von Fokus- und Gradpartikeln dadurch ab, dass sie sich auf eine ganze Äußerung oder mehr beziehen und nicht auf genau eine Konstituente des Satzes, d.h. sie haben “Satzskopus” (ebd.). Die Diskurspartikel steht im Kontrast zur satzintegrierten Modalpartikel außerhalb des Satzgefüges (ebd., S.85); und die Antwortpartikel kann anders als die satzgliedunfähige Modalpartikel allein als Antwort dienen.

Neben diesem gröberen Raster schlägt Thurmair (1989) noch ein feineres zur Identifizierung dieser Wortklasse vor, wonach Modalpartikeln (=MP) häufig fakultativ, nicht negierbar, nicht erfragbar und illokutionstypmodifizierend sind (S.37). Sehr umstritten bleibt dabei die Frage nach der Betonbarkeit oder Unbetonbarkeit von MP.

Meibauer argumentiert, dass alle Wortklassen mittels Kontrastakzent betonbar sind und schlussfolgert, dass alles, was eine eigene Kategorie sein will, daher auch betonbar sein muss.

Die Zugehörigkeit zu den Adverbien schließt er aus. Es widerstrebt ihm ferner, eine gesonderte Kategorie anzunehmen, die in allen Kriterien außer der Betonbarkeit mit der MP-Klasse übereinstimmt, zumal er die Betonbarkeit sowie die daraus resultierende, seines Erachtens nach kontextabhängige Bedeutungsvariation hinreichend im Kontrastakzent erklärt sieht.

Andere (z.B. Diewald, SoSe2001; Thurmair 1989) dagegen vertreten die Auffassung, dass bei der betonten Wortform keine MP vorliegt. Es bleibt also zu überprüfen, ob die Betonung nicht ein Anzeiger für die Interpretation gemäß der zugrundeliegenden adverbiellen oder einer anderen etymologisch vorausgehenden Schicht ist. Wenn die Akzentuierung der ausgewählten Formen de facto die adverbielle Lesart hervorruft, müssen die entsprechenden Formen zumindest wie Adverbien Satzglieder bzw. Satzgliedteile repräsentieren können oder auf der semantischen Ebene wie jene angeben, unter welchen Umständen ein Sachverhalt existiert oder sich vollzieht, indem sie der Situierung in Raum und Zeit sowie der Angabe modaler oder kausaler Beziehungen dienen (Helbig/Buscha, S.339).

Ein wirklicher Kategorieunterschied zwischen unbetonter MP und betontem Gegenstück muss allerdings anhand einer erkennbar anderen Funktion der beiden Varianten festzumachen sein.

In dieser Arbeit soll genau auf diese Problematik eingegangen werden. Mit Hilfe von Zufallsbelegen aus Fernsehtalkshows wird die sich aufdrängende Hypothese überprüft, nach der sich MP auf einen pragmatischen Prätext (Diew. / Fisch., S.75) bzw. eine als wichtig erachtete, implizite Aussage beziehen, während beim betonten Gegenstück der Bezug auf eine explizite Äußerung vorliegt. Die Auswahl der zu untersuchenden drei Wortformen basierte auf der Frequenz ihrer Verwendung. Es mussten Beispieläußerungen zu der unbetonten sowie der betonten Form gefunden werden, wodurch ‚wohl‘, ‚eigentlich‘ u.v.a. als Kandidaten recht bald ausschieden, da sie betont in der natürlichen Erwachsenensprache viel seltener erscheinen als in von Sprachwissenschaftlern konstruierten Sätzen.

Das Ergebnis dieser zweifellos knappen und unerschöpften Untersuchung fällt nicht eindeutig aus. Es wird festgestellt, dass sowohl die unbetonte als auch die betonte Variante an Implizites anknüpfen kann. Die dennoch auffallenden Unterschiede werden unter den einzelnen Lexemen dargestellt und kommentiert.

2. Analyse der Zufallsbelege zu ‚doch‘, ‚schon‘ und ‚auch‘

2.1 Unbetontes vs. betontes ‚doch‘

Bei Brauße (1988) werden beide Vorkommen getrennt behandelt, die unbetonte Form als MP, die betonte Form als Adverb oder betonte MP (S.98).

Die Autorin stellt fest, dass der Hauptton in einem Satz mit unbetontemdochauf einer anderen Konstituente liegt, die somit als Trägerin neuer Information gekennzeichnet wird. Daraus, dass ein Satzteil rhematisch ist, schließt sie, dass “der im Satz ausgedrückte Sachverhalt” – anders als bei betontemdoch– “noch nicht Gegenstand des Gesprächs gewesen” (S.101) ist, da sonst eine andere Fokussierung vorliegen würde. Das unbetontedochnimmt also Bezug auf erschließbare, implizite Sätze, q und –q, die aus Handlungen oder Äußerungen abgeleitet werden können, die aber noch nicht thematisiert worden sind und von denen –q korrigiert werden soll (vgl. ebd.).

Ähnlich formuliert es Lerner (1987) in seinem Mögliche-Welten-Ansatz. Eine Äußerung veranlasst z.B. die Person A zu vermuten, dass B daraus etwas Naheliegendes folgert, nämlich –q. Da in diesem Fall das Naheliegende jedoch nicht zutrifft, korrigiert A die Nicht-Erwartung, die B seiner Meinung nach hegt, durchdoch(vgl. S.205). Die Korrektur der Proposition –q, die dem Vorkommen des unbetontendochvorausgeht und implizit ist, stellt für ihn die invariante Grundbedeutung (S.204) von ‚doch‘ dar.

Thurmair nimmt eine klare Abgrenzung vor: “Trägt ein Ausdruck, der auch Modalpartikel sein kann, einen Akzent, liegt er in einer anderen Funktion vor, etwa als Gradpartikel oder als Satzadverb; hier wirkt also der Akzent disambiguierend.” (S.22).

Unbetontesdochträgt für sie die Merkmale “<BEKANNT>” (S.111) und in bestimmten Fällen “<KORREKTUR>” (S.112). Wenn diese MP verwendet wird, wurde vorher beiden Sprechern oder der Allgemeinheit bekanntes Wissen nicht berücksichtigt und soll nun wieder präsent gemacht werden (vgl. S.111-112). Korrigieren kanndochihres Erachtens nach vorher Geäußertes oder aus der Handlung Erschlossenes (ebd.).

Nach Diewald und Fischer dientdochder Indizierung von Alternativen, aus denen der Sprecher eine Option auswählt (S.92): Der “Sprecher legt sich auf eine der Alternativen fest, wobei er die Existenz einer entgegengesetzten Entscheidung anerkennt” (S.93), und der Sprecher entscheidet sich für seine Äußerung trotz einer entgegengesetzten Alternative. Ein mögliches Schema fürdochwäre demnach:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Auf der Basis dieser verschiedenen Ansätze soll nun in zwei – zwar willkürlichen und nicht repräsentativen, aber interessanten - Beispielen die genaue Bezugnahme des unbetontendochermittelt werden.

1. Beispieldiskussion

Situation: Ein junger Mann besucht mit seiner Freundin eine Talkshow, weil er ein Problem mit ihrem Übergewicht hat. Er äußert sich, sie rechtfertigt sich, und die Moderatorin sucht nach einer Lösung. Sie schlägt dem Pärchen gemeinsames Joggen vor. In Erwartung der Einwände, dass das, wenn man ein Kleinkind habe, schlecht möglich sei, hält sie eine besondere Kinderkarre bereit, die sie den beiden schenken will. Doch der Freund zögert und reagiert auf diesen Ratschlag nur mit einem fragenden Blick.

Äußerung Mod.: “Markus? Ja, du musst doch auch deine Liebste dann, wenn du sie wirklich liebst, auch’n bisschen unterstützen dabei, hä?”

Analyse: Der “Hauptton” nach Brauße liegt aufunterstützen, damit ist der Sachverhalt ‚Markus unterstützt X‘ als neu markiert. Dasdochnimmt Bezug auf den aus dem Blick des Mannes erschließbaren, zuvor nicht geäußerten Satz –q: ‚Markus muss X nicht unterstützen‘ und negiert diese Negation in einem Argumentationsschritt mit logischer Implikatur:

Die große, als allgemeingültig dargestellte Prämisse (vgl. Brauße 1986, S.212-213) lautet: ‚Wer seine Freundin wirklich liebt, unterstützt sie auch beim Abnehmen‘. Die kleine, auf die Situation bezogene Prämisse lautet: ‚Du liebst deine Freundin‘. Aus beiden Voraussetzungen ergibt sich die Conclusio: ‚Also musst du sie doch auch beim Abnehmen unterstützen‘.

Nach Lerner würde aus der vom Freund in etwa so geäußerten Proposition p: ‚Meine Freundin soll abnehmen‘ für diesen und für andere Hörer normalerweise folgen: ‚Also ist es ihr Problem, und ich muss sie dabei nicht unterstützen‘ (= -q). Dass diese Annahme nicht den Erwartungen der Moderatorin entspricht, signalisiert sie durch das widersprechendedoch.

Laut Thurmair wurde im vorliegenden Fall der von der Sprecherin als bekannt unterstellte Sachverhalt vom Hörer nicht berücksichtigt und soll nun durch die Äußerung als ‚doch relevant‘ für den Zusammenhang wieder präsent gemacht werden.

Im letzten Ansatz nach Diewald und Fischer würde die Moderatorin sich für die Alternative +q entscheiden, obwohl sie weiß, dass zumindest Markus zu der Alternative –q tendieren wird. Der pragmatische Prätext, auf den sichdochbeziehen würde, wären also die beiden im Raum stehenden Alternativen ‚Markus muss X auch dabei unterstützen‘ oder ‚Markus muss X nicht auch dabei unterstützen.‘ Die relevante Situation, in der die Äußerung fällt, ist, dass Markus zwar denkt, er muss sie nicht unterstützen,dochdie Moderatorin meint, er muss sie unterstützen.

Alle Ansätze sind anwendbar und erklären plausibel das Auftreten des unbetontendoch. In jedem Fall kommt heraus, dass sich die Moderatorin mit ihremdoch-Satz auf eine implizite negierte Äußerung bezieht, auf die durch den Blick und das Zögern des Mannes zu schließen ist.

2. Beispieldiskussion

Situation: Eine Mutter möchte nicht, dass der Vater das gemeinsame, ihm bisher vorenthaltene Kind kennenlernt, weil sie mit einem neuen Ehemann eine kleine glückliche Familie aufgebaut hat, in der kein zweiter Vater Platz hat. Sie zählt nun zur Rechtfertigung ihres eigennützigen Wunsches Scheingründe auf, die ein regelmäßiges Zusammensein von Kind und Vater ohnehin unmöglich machten.

Äußerung Mutter: “Ich möchte das Familienglück nicht zerstören, und es sind wahnsinnig viele Kilometer zwischen uns.” [Sie weist auf die Kosten hin, das Publikum raunt.]

Äußerung Vater: “Dú bezahlst doch das Geld nicht / Dú bezahlst’s doch nicht, wenn ich darunter fahre.”

Analyse: Der Kontrastakzent aufdustellt die Information, die das Pronomen trägt in den Mittelpunkt des Mitteilungsinteresses. Es ist Teil einer Korrektursequenz, deren Fortsetzung unausgesprochen aber erschließbar ist: ‚nicht du, sondern ich‘. Zu einem impliziten, vorausgehenden und negierten Bezugssatz, den derdoch-Satz laut Brauße (1988) korrigiert, gelangt man nur über eine Paraphrase: ‚Es ist nicht so, dass X nicht bezahlt, sondern Y (=der Vater).‘ Einer solchen im Raum stehenden Behauptung könnte Y mit: ‚Es ist doch so, dass X (=du) nicht bezahlst, sondern Y (=ich)‘ widersprechen. Die tatsächliche Äußerung wäre dann als verkürzte Form dieser Umschreibung zu verstehen.

Was die antizipierten Erwartungen des Gesprächspartners betrifft, könnte man sich als übliche Schlussfolgerung von Y aus Xs Satz ‚die lange Fahrt ist so teuer‘ ‚also muss ich viel bezahlen‘ vorstellen.

Xs von Y antizipierten Erwartungen werden Y zunächst durch kontrastiertes ‚du nicht‘ korrigiert. ‚Doch du nicht‘ demonstriert, dass im Raum auch die negierte Möglichkeit ‚Nicht X nicht (,sondern Y nicht‘) zur Debatte steht, welche hier vom Vater zurückgewiesen wird. Kurz, er ruft implizit das negative Gegenstück mit hervor: ‚nicht du nicht‘, welches dann durchdochnegiert werden kann.

Wendet man Thurmairs Merkmale an, so wird impliziert, dass die Mutter Wissen, das ihr bekannt sein muss, nicht berücksichtigt hat. Mitdochzeigt der Vater, dass diese Information aber zu berücksichtigen ist, weil sie ein Argument dafür ist, dass dem Besuch des Vaters beim Kind finanziell nichts im Wege steht.

Dasdochist schließlich desgleichen dadurch charakterisierbar, dass der Vater sich auf die Alternative ‚du bezahlst nicht‘ festlegt, obwohl er weiß, dass die andere Alternative ebenso in Frage kommt.

Autorenübergreifend ist hier so etwas wie ein nonverbaler Prätext als Bezugspunkt Voraussetzung. Denn eine explizite Äußerung +q ist nicht realisiert worden, und ohne eine Verknüpfung zu dem Impliziten +q wäre dasdochüberflüssig.

Durch die Betonung von ‚doch’, so Diewald und Fischer, entsteht die adversative Bedeutung, die ihrer Meinung nach kein Bestandteil der Grundbedeutung ist (S.92). Die adversative Komponente entsteht demnach suprasegmental, was an der immer betonten und immer adversativ gebrauchten Antwortpartikel ‚doch’ zu sehen ist (S.93).

Nach Brauße verhält sichDOCHwie ein Adverb, wenn es im Mittelfeld auf eine vorangegangene Meinungsverschiedenheit hinsichtlich eines Sachverhalts verweist. Die Meinungen q und –q standen sich konträr gegenüber (vgl. alles S.99). Mit einemDOCH-Satz soll die Meinung, dass –q gilt, korrigiert werden: ‚Es gilt nicht –q, es gilt DOCH q‘.

Sie hebt hervor, dass beim betontenDOCHein Bezug auf zwei konträre Meinungen vorliegt, von denen mindestens der –q-Satz zuvor explizit geäußert werden musste (S.100)

Während es für Brauße (1988) keine große Rolle spielt, welcher Kategorie die besagten betonten Formen angehören, muss betontesDOCHnach Ansicht von Meibauer eine Modalpartikel sein. Eine neue Kategorie zu postulieren, widerspräche dem Prinzip der Einfachheit, und diese Variante den Adverbien zuzuordnen, sei nicht möglich, weil das notwendige Distributionskriterium der Erststellenfähigkeit nicht auf es zutrifft. Thurmair hält die betonten Formen mit Ausnahme vonJA,BLOßundNUR, die sie trotz Akzent zu den MP zählt, für Gradpartikeln oder Satzadverbien (vgl. S.22-23), also für Lexeme, die intensivierend zu Adjektiven und Adverbien treten (Helbig/Buscha 1986, S.478), wie ‚weit fleißiger, recht schön, überaus angenehm’, oder die “die Einstellung des Sprechers” (ebd. S.501) über die Proposition mit Hilfe von propositionalen, erststellenfähigen und als Antwort möglichen Wörtern ausdrücken, wie ‚vermutlich, wahrscheinlich, sicher’ und die mit Paraphrasen, wie ‚es ist ... so, dass etwas geschieht‘ (ebd.), identifiziert werden können.

Im Folgenden werden wiederum zwei Beispiele ausführlich auf die Anwendbarkeit der Kriterien hin überprüft.

3. Beispieldiskussion

Situation: Mehrere Menschen mit einer Behinderung oder mit Entstellungen sprechen über ihre Alltagsschwierigkeiten. Eine Frau mit einem stark verzerrten Gesicht berichtet von ihren Ängsten, sich außer Haus zu begeben. Die Moderatorin versucht, sie aufzumuntern, indem sie ihr sagt, dass sie nicht entstellt sei. Die Betroffene berichtet, dass sie mit einem Mann verheiratet ist, dem ihr Aussehen keine Probleme bereitet, was sie jedoch nicht von ihrer Scheu befreit.

Als ein Zuschauer aufsteht, um sich am Gespräch zu beteiligen, will die Moderatorin ihn zunächst in das gerade Gehörte einbeziehen, bevor er eventuell zu einem ganz anderen Thema etwas sagt.

Äußerung Mod.: “Kannst du verstehen, dass jemand der DOCH etwas lädiert ist im Gesicht, dass der Hemmungen hat, vor die Tür zu treten?”

Analyse: Es wurde im Vortext darauf hingewiesen, dass die Frau sich nicht zu schämen brauche und dass es ohnehin nicht auf das Äußere, sondern auf die inneren Werte ankomme. DasDOCHin der Äußerung der Moderatorin relativiert nun den vorher gegenüber der Betroffenen suggerierten Eindruck von Normalität.

Implizit standen sich im Diskurs wirklich zwei konträre Meinungen gegenüber, nämlich einmal die politisch korrekte, dass keiner der Gäste entstellt sei, und einmal die tabuisierte, dass einige Krankheiten und Verletzungen das Aussehen in Wahrheit sehr stark beschädigt haben. Anders als von Brauße gefordert, wurde aber weder q noch –q wörtlich geäußert. Um ihre Postulate an das beobachtete Auftreten vonDOCHin alltäglicher Rede anzupassen, müsste man die synonymen Äußerungen ebenfalls als expliziten Vortext ansehen, so dass das ‚nicht entstellt‘ der Moderatorin einem ‚nicht lädiert‘ gleichzusetzen wäre. Diese letzte Aussage wird dann von ihr selbst als ‚DOCH lädiert‘ korrigiert. Insofern würde sich betontes DOCH in der Tat auf konkret Geäußertes beziehen und sich in seiner Verweisfunktion vondochunterscheiden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Indexikalische Unterschiede zwischen den Modalpartikeln DOCH, SCHON, AUCH und ihren betonten Gegenstücken
Hochschule
Universität Hamburg  (Institut für Germanistik I)
Veranstaltung
Hauptseminar: Modalpartikeln und Co
Note
1
Autor
Jahr
2001
Seiten
22
Katalognummer
V3963
ISBN (eBook)
9783638124669
Dateigröße
598 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Modalpartikeln als eigene Wortart; Problem der Betonbarkeit
Arbeit zitieren
Martina Ochs (Autor), 2001, Indexikalische Unterschiede zwischen den Modalpartikeln DOCH, SCHON, AUCH und ihren betonten Gegenstücken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3963

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