Diese Seminararbeit handelt vom Internet als Instrument der Marktforschung und zeigt die Möglichkeiten und Grenzen des Internets auf. Sie beinhaltet einen praktischen Teil, der die Möglichkeiten einer Internet- Befragung für ein neues Modelabel beschreibt. Die Begriffe Internet-Nutzer und User werden synonym verwendet. Das Internet ist ein physikalisches Netzwerk, das Computer weltweit miteinander verknüpft (VGL. CHAFFEY U. A. 2001, 34). Das amerikanische Verteidigungsministerium nahm im Jahre 1969 ein ausfallsicheres Computernetzwerk in Betrieb, bei dem selbst ein Teilausfall die Funktionsfähigkeit des Gesamtnetzes nicht beeinträchtigt. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Rechner zu militärischen und wissenschaftlichen Zwecken dazu. Das Internet besteht aus zehntausenden von einzelnen Netzen, die miteinander verknüpft sind (VGL. KRONENBERG 1996, 284F). Durch die Entwicklung der Benutzeroberfläche des World Wide Web Anfang der 90er wurde das Internet auch zu wirtschaftlichen Zwecken genutzt und der Internet-Boom nahm seinen Anfang (FRITZ, 2000, 26F). Laut der ARD/ZDF-Online-Studie 2002 nutzt jeder zweite Erwachsene in Deutschland das Internet. [...]
Inhaltsverzeichnis
1 Gegenstand der Arbeit
2 Das Internet
2.1 Internet-Dienste und Netiquette
3 Marktforschung
3.1 Methoden der Datengewinnung
3.2 Anforderung an die zu beschaffenden Daten
4 Marktforschung im Internet
4.1 Befragung im Internet
4.1.1 Befragungsformen
4.1.2 Non-Response bei Befragungen im WWW
4.1.3 Datenqualität bei internetbasierten Umfragen
4.1.4 WWW-Fragebogen
4.1.5 Praxisbeispiel: Fragebogen zur Erhebung im Internet
4.2 Beobachtung im Internet
4.2.1 Methoden der Internet-Beobachtung
4.2.2 Messgrößen bei der Internet-Beobachtung
4.3 Online-Panels
4.4 Web-Experimente
4.5 Rekrutierungsformen der Internet-Marktforschung
5 Grenzen und Möglichkeiten der Internet-Marktforschung
5.1 Vor- und Nachteile von Internet-Befragungen
5.2 Problem der Stichprobenermittlung
5.3 Nutzerressourcen / Stand der Technik
5.4 Rechtliche Rahmenbedingungen
6 Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Hausarbeit untersucht das Internet als Instrument der Marktforschung, indem sie dessen methodische Möglichkeiten und Grenzen analysiert. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der praktischen Anwendung von Online-Befragungsmethoden, die anhand eines konkreten Fallbeispiels zur Konzeption eines Online-Shops für ein neues Modelabel illustriert wird.
- Grundlagen des Internets und relevanter Marktforschungsmethoden
- Differenzierung zwischen reaktiven und nicht-reaktiven Erhebungsverfahren im Web
- Qualitätskriterien und Herausforderungen bei der Durchführung von Online-Befragungen
- Methoden der Internet-Beobachtung und deren Messgrößen
- Diskussion von Stichprobenproblemen und rechtlichen Rahmenbedingungen
Auszug aus dem Buch
4.1.2 Non-Response bei Befragungen im WWW
In diesem Kapitel beziehe ich mich nur auf Befragungen im WWW, die die Mehrheit der Fragebogenuntersuchungen im Internet darstellen. Es gibt verschiedene Typen bei der Bearbeitung von WWW-Fragebögen:
• Complete Responders beantworten alle Fragen
• Unit Nonresponders beteiligen sich nicht an der Befragung
• Answering Drop-Outs Teilnehmer beantworten erst einige Fragen, bevor sie abbrechen
• Lurkers schauen sich den kompletten Fragebogen an, ohne eine Frage zu beantworten
• Lurking Drop-Outs Teilnehmer schauen sich einen Teil der Fragen an und beenden die Befragung, ohne eine Frage zu beantworten
• Item Nonresponders schauen sich alle Fragen an, beantworten aber nur einen Teil
• Item Nonresponding Drop-Outs Teilnehmer beantworten nicht alle von den präsentierten Fragen und schließen den Fragebogen vorzeitig
Zusammenfassung der Kapitel
1 Gegenstand der Arbeit: Einführung in das Thema der Hausarbeit, die das Internet als Marktforschungsinstrument betrachtet und den praktischen Teil der Befragung für ein Modelabel kurz umreißt.
2 Das Internet: Erläuterung der technischen Grundlagen des Internets als physikalisches Netzwerk und dessen Bedeutung als digitales Medium für wirtschaftliche Zwecke.
3 Marktforschung: Definition der Marktforschung als systematische Erhebung und Interpretation von Informationen zur Entscheidungsunterstützung und Vorstellung qualitativer sowie quantitativer Verfahren.
4 Marktforschung im Internet: Detaillierte Betrachtung der verschiedenen Erhebungsmethoden im Internet, unterteilt in Befragung, Beobachtung, Online-Panels und Web-Experimente.
5 Grenzen und Möglichkeiten der Internet-Marktforschung: Kritische Analyse der Vor- und Nachteile von Internet-Befragungen, der Stichprobenproblematik sowie der technologischen und rechtlichen Rahmenbedingungen.
6 Ausblick: Einschätzung zur zukünftigen Rolle des Internets als ergänzende Marktforschungsmethode unter Berücksichtigung von Wachstumspotenzialen und bestehenden Qualitätsbarrieren.
Schlüsselwörter
Internet, Marktforschung, Online-Befragung, WWW, Datenerhebung, Primärforschung, Web-Experimente, Online-Panels, Stichprobenermittlung, Datenqualität, Netiquette, Internet-Beobachtung, Logfile-Analyse, Online-Shop, Zielgruppe
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Nutzung des Internets als Instrument der Marktforschung und beleuchtet dabei sowohl die technischen Möglichkeiten als auch die methodischen Einschränkungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der Differenzierung von Online-Erhebungsmethoden, der Datenqualität, der Rekrutierung von Teilnehmern und den Herausforderungen bezüglich Stichprobenrepräsentativität.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die Eignung des Internets für Marktforschungszwecke zu evaluieren und praxisnahe Ansätze, insbesondere für eine WWW-Befragung, aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Methoden der Marktforschung sowie der konzeptionellen Planung einer Online-Befragung für ein reales, neu zu gründendes Modelabel.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Unterteilung von Datenerhebungsverfahren im Web, wie Online-Befragungen und Logfile-Analysen, sowie eine kritische Bewertung dieser Verfahren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Die wesentlichen Begriffe umfassen Internet-Marktforschung, Web-Surveys, Primärforschung, Datenqualität, Online-Panels und Stichprobenproblematik.
Welche spezifischen Herausforderungen gibt es bei Online-Befragungen?
Die Arbeit identifiziert unter anderem die sogenannte "Selbstselektion" der Teilnehmer, das Problem des "Non-Response" und Schwierigkeiten bei der Ziehung repräsentativer Zufallsstichproben.
Was zeigt das Praxisbeispiel im Anhang konkret?
Im Anhang wird anhand eines Konzepts für ein fiktives Modelabel aufgezeigt, wie ein WWW-Fragebogen methodisch korrekt strukturiert und gestaltet werden kann, um gezielt Anregungen von potenziellen Kunden zu erhalten.
- Quote paper
- Corinna Amrhein (Author), 2003, Internet als Instrument der Marktforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39744