MALINA oder eine Philosophie über Krankheit


Magisterarbeit, 1999

85 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhalt:

1. Einleitung

2. Malina ein Ein- und Überblick

3. Der Roman als eine 'Philosophie über die Krankheit' betrachtet.
3.1. Zum Begriff ' Krankheit'
3.2. Die Darstellung von ' Krankheit' in Malina

4. Malina im Lichte Lacans
4.1. Das ' Ich' des Romans
4.2. Ich- Problematik und Rezeption der Werke von I. Bachmann und Sylvia Plath

5. Ist Liebe in akzeptierender Weise findbar und lebbar ?

6. Feuer
6.1. Dying is an art

7. Die filmische Adaptation des Romans durch Werner Schroeter.
7.1. Das Drehbuch von Elfriede Jelinek
7.2 Die filmische Umsetzung
7.3. Kritik und Rezeption

8. Negation
8.1. Parallelen im Werk von E.M. Cioran und Ingeborg Bachmann.
8.2. Was heißt hier ' weibliches Schreiben' ?

Schlußbemerkungen

Bibliographie:
1. Biographisches zu Ingeborg Bachmann
2. ' The Munich Mannequins' / ' Lady Lazarus ' / ' Edge '
3. Photos / Bildmaterial
4. Zeitungsausschnitte

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit wurde unter der Leitung von Frau Prof. Dr.. Maryse Staiber erstellt, in deren Seminar: ‘Poésie et engagement au 20ème siécle’ ich die Anregung erhielt, mich näher mit dem Werk von Ingeborg Bachmann auseinanderzusetzen.

Mein Schwerpunkt wird sich aber mit der Auseinandersetzung Ingeborg Bachmanns und einem ‘ In- Frage - Stellen’ der gesellschaftlichen - insbesondere, der abendländisch-patriarchalischen-, in jedem Fall der Inhärenz einer symbolischen Ordnung beschäftigen, sowie den Auswirkungen der Gesellschaft auf das Individuum.

Aus diesem Grunde habe ich mich dazu entschieden den Roman Malina zum Gegenstand meiner Untersuchung zu wählen.

Wie ich hoffe im weiteren Verlauf der Arbeit zeigen zu können, ist gerade Malina exemplarisch für die Auseinandersetzung und die Übergriffe der Gesellschaft auf ein Individuum.

Schon der Begriff ‘ Konstruktion’ und Malina ist eine Konstruktion, sowohl als auch jeder Roman Fiktion / Konstruktion ist, deutet auf eine kritische Hinterfragung der bestehenden Gesellschaft hin. Allein schon durch die Tatsache eine bestehende, als ontologisch dargestellte gesellschaftliche Ordnung auf ihre natürliche Begründbarkeit hin zu hinterfragen, stellt Malina in die Nähe zu post- feministischen Fragestellungen, die sich mit eben diesem Punkt, einem philosophischen Hinterfragen der als ontologisch-dargestellten gesellschaftlichen Bedingungen und selbstverständlich insbesondere der Problematik der darin lebenden, differenten Geschlechter auseinandersetzt.

Da Malina zwar kein autobiographischer Roman ‘ in dem Sinne’ einer mit realen Lebensdaten gespickten Biographie ist, jedoch von I.B. selbst als ‘ geistige Biographie’[1] betitelt , sowie ein ‘ Ich’ der Erzähler und Hauptfigur ( teil) ist, ist es klar, daß insbesondere die Einwirkung der 'symbolischen Ordnung' auf ein weibliches Gesellschaftsmitglied verdeutlicht wird.

Trotz und auch wegen dieser Affinität von I.B. zu post-feministischen Fragestellungen, soll sich der ertse und weitgehend durchgehende Schwerpunkt meiner Arbeit mit dem Themenkomplex 'Krankheit' beschäftigen. Durchaus kulturwissenschaftliche Aspekte werden in Malina thematisiert.

Was gilt als " Gesund" / " Krank " ? Was ist die Moral von Gesund und Krank ?

Die Aus- und Einwirkungen der Gesellschaft auf ein Individuum, die in Krankheit , Blessuren bis hin zu Tod, Mord oder Selbstmord reichen, werden in Malina in allen Variationen geschildert und nicht umsonst gehört Malina zum "Todesartenprojekt ", als dessen erster, einziger und vollständiger Roman.

Bedeutsam ist auch die Namensgebung des Romans, da sie auf die Zwiespältigkeit

( oder auch Triplizität) des Buches und der darin enthalten Themen verweist.

Malina® russisch / polnisch : Himbeere[2]

Lateinisch: malin ( schlecht)

Englisch: male (männlich)

Interessanterweise 3 Bedeutungen, die auch auf die 3-er Beziehung- Ivan- Ich – Malina hindeuten könnte. Die Zahl 3 ist zudem für weibliche Schreibweise bedeutsam.[3]

Zudem kann man, wie insbesondere an der Verfilmung Malinas sichtbar wird, barocke Elemente in Bachmanns Roman erkennen. Barock[4] deshalb, da Negation und Pracht / Glück so überschwenglich geschildert werden. Ein weiteres kulturwissenschaftlich bedeutsames Element, wenn man bedenkt, daß unser momentanes Zeitalter, aus der kulturellen Perspektive heraus, oft mit dem Barock verglichen wird.

2. Malina ein 'Ein- und Überblick'

" Das Buch einer Beschwörung, eines Bekenntnisses, einer Leidenschaft: Der Roman handelt von nichts anderem als von Liebe und ist wohl die denkbar ungewöhnlichste Dreiecksgeschichte."[5]

Soweit die Ankündigung des Romans durch den Verlag.

Meine eigene Meinung[6] ist, daß man das Buch lesen muß, um sich einen Eindruck über Inhalt und Stil zu verschaffen. Was natürlich für viele Bücher ein gültiger Ratschlag ist, jedoch insbesondere Malina betrifft. Sicher ist jedoch auch, daß es keine rein narrative Erzählung ist, sondern das immer wieder Brüche, ' Splits', eine durchgängig formulierbare Inhaltsangabe stören.

Aufgrund der schwierigen Formulierbarkeit und - meinem Vorbehalt, daß Malina gelesen werden sollte, um einen Einblick in seinen Inhalt zu bekommen, habe ich mir dennoch 2 Varianten den Inhalt des Romans zu vermitteln , angeeignet. Diese Varianten erschienen mir am geeignetsten, einen Eindruck des Romans zu vermitteln. Man sollte aber vielleicht auch nicht außer acht lassen, daß I.B. selbst, eine Inhaltsangabe nicht gewünscht oder erstrebenswert gefunden hätte...

" Malina wird von einer weiblichen Ich- Figur erzählt. Die Ich- Figur, von Beruf Schriftstellerin, bestimmt einleitend die Einheit von Zeit und Ort der Handlung als

' Heute' und ' Wien'.

In Wien, Ungargasse 6, lebt sie zusammen mit Malina, der beim österreichischen Heeresmuseum angestellt ist; in der Ungargasse 9 wohnt Ivan, ihr Geliebter

( Liebster!), der einen nur vage beschriebenen Beruf ausübt und Vater von 2 Kindern ist.

Im 1. Kapitel sucht Ich darzustellen, wie ' Glücklich mit Ivan' sie ist. "[7]

Dies gelingt ihr meiner Ansicht nach auch!

Ihre vor allem emotionale Abhängigkeit von ihm, die er nicht unbedingt erwidert, wird jedoch auch deutlich.

" Das 2. Kapitel ' Der dritte Mann' beinhaltet eine Folge von Alpträumen

( möglicherweise durch die Verzweiflung des ' Ich' über Ivans Distanzierungen hervorgerufen)

Zu Beginn des Kapitels werden die Einheiten von Ort und Zeit für aufgehoben erklärt.

In den Alpträumen wird die Ich- Figur von ihrem Vater immer wieder verfolgt, vergewaltigt und ermordet; Malina unterstützt Ich, indem er sie beruhigt und durch seine Fragen zur Einsicht in die Bedeutung ihere Vaterträume bringt."[8]

Malina stellt für Ich einen Lebensgefährten im doppelten Sinne dar: Er ist ihr Partner aber auch ein Teilaspekt ihrer Persönlichkeit. Zentraler Bestandteil des dritten Kapitels sind die Dialoge von Malina und Ich, ein philosophieren über Leben, Tod und künstlerischen Prozeß, sowie dem Versuch das Verhältnis zueinander zu klären!

Die Stimmung zwischen ihnen wird aber immer feindseliger...

Daraufhin zieht sich Ich zurück und verschwindet in einem Riss in der Wand.

Der Roman endet mit dem Satz: " Es war Mord!"

Dieser Überblick erschien und erscheint mir einigermaßen angemessen, da er wenigstens knapp das Wichtigste wiederzugeben vermag.

Eine weitere interessante Möglichkeit einen Einblick in den Inhalt von Malina zu bekommen, scheint mir auch die Auseinandernehmung und der Beginn mit der Erklärung / Darstellung der enthaltenen Hauptpersonen zu sein, sowie das Drehbuch ( s. Punkt 7.1.), dieser Arbeit) vorgeht.

3. Der Roman als eine ' Philosophie über die Krankheit'

Diesen Gesichtspunkt möchte ich gleich am Anfang meiner Arbeit untersuchen. Ich halte ihn für sehr wichtig und zudem werden die nachfolgenden, theoretischen Ausführungen über Lacan - insbesondere, die Thematik der dem Individuum inhärenten Spaltung- so wesentlich einleuchtender und verständlicher.

Wichtig auch deshalb, weil Ingeborg Bachmann schließlich eine Dissertation über die 'Existentialphilosophie Martin Heideggers ' geschrieben hat. Liest man Sein und Zeit von ihm und versucht die grundlegenden Gedanken, die darin zum Ausdruck gebracht werden, auf den Bereich ' Krankheit' bzw. ' Krank- Gesund, Normal- Anormal' zu beziehen, so kann man durchaus die Hinterfragung eines ontologischen Seins- Begriffs von seiten Heideggers, mit der Frage nach einem ontologisch, normal- definierten Gesundheitsbegriff des Menschen stellen.

Zudem ist es durch schriftliche Aufsätze von I. Bachmann nachweisbar, daß sie sich mit dem Werk von Georg Groddeck beschäftigt hat, der Krankheit als Symptom beschrieben hat. I. Bachmann entwarf eine Rezension seiner Werke und hob dabei den Gedanken von der Sprache der Krankheit als der zentralen Entdeckung Groddecks hervor: die Krankheit bedeutet etwas.

"Sie will etwas sagen, sie sagt es durch eine bestimmte Art zu erscheinen, zu verlaufen, und zu vergehen oder tödlich zu enden. Sie sagt das, was der Kranke nicht versteht, obwohl sie sein eigenster Ausdruck ist."[9]

Die philosophische Tradition, die in Malina evoziert wird , auch und mit dem Begriff Krankheit verweist zudem nicht nur auf eine große Intertextualität des Romans, sondern sie verweist auch auf eine Spaltung, die der Kultur immanent ist. Ein Nebeneinander von appolinischen und dionysischen Elemten.

Malina stellt einerseits den Repräsentanten der rationalen Erkenntnis dar und andererseits den der künstlerischen Form, des künstlerischen Geistes.

Durch die Verknüpfung von Philosophie ( Satz vom Grund / Heidegger), dem medizinischen Diskurs und der Ordnung der Sprache die aber musische Elemente enthält und trotz des ordentlichen biographischen Diskurses, Träume, Brüche, Legende, usw. wird der Versuch das Unsagbare zu sagen auch über den Begriff "Krankheit". Ein Versuch über die normale Definition von Krankheit hinauszugehen und evtl. Krankheit ' an sich' zu hinterfragen ?

Bevor ich einige Beiträge zum Begriff ' Krankheit' mitheranziehe, die nicht von I.B. oder aus Malina stammen, aber zum selben Kontext gehören, zitiere ich einige Kernaussagen I.B.'s aus : ' Wir müssen wahre Sätze finden' :

" Man stirbt ja auch nicht wirklich an Krankheiten. Man stirbt an dem, was mit einem angerichtet wird."

" Der Arbeitstitel für ' Malina' sei lange Zeit ' Todesarten' gewesen, haben Sie einmal geäußert. Für Sie habe es sich darum gehandelt, zu zeigen, daß unsere Gesellschaft krank ist, daß sie den Einzelnen krank macht, daß man sich am Ende sagt, er stirbt, was aber nicht wahr sei, denn jeder werde getötet."

" … das Leben ist eine ungeheuerliche Kränkung."

" Das Ich stirbt an der Zeit, daran, daß es ein Heute und ein Gestern gibt, im Verlauf…."

3.1. Zum Bergriff 'Krankheit'

Da sich diese Arbeit nicht um eine Darstellung der medizinischen Definitionen von Krankheit und Gesundheit in ihrem möglichen Ausmaß bemühen kann, mir jedoch eine Kurzdefinition dieser Begriffe sinnvoll erscheint, um auf die Setzung und determinierende Begriffsfindung der Medizin aufmerksam zu machen, die auch Ingeborg Bachmann in Malina kritisiert und ironisiert, stelle ich gerafft einige Wurzeln zu diesem Bereich vor.

Krankheit:

griech. ; nosos/ pathos ; latein ; morbus

Eine besondere Verlaufsform der Lebensvorgänge des menschlichen , tierischen und pflanzlichen Organismus und der Biozönose.

Ihre Anzeichen ( Symptome) unterscheiden die Krankheit von den Lebensäußerungen der Gesundheit.

Aber auch: der lebende Organismus sucht gewissermaßen eine einzelne gesteigerte Überleistung, eine Schwächung, einen Ausfall durch entsprechende Regulierung anderer Organleistungen auszugleichen.

Die Krankheit wird also vom Organismus selbst hervorgebracht und ist nicht etwas von außen kommendes Neues , vielmehr eine Anstrengung des Organismus ( bei Hippokrates auch ponos 'Mühe' genannt ) mit eigenen Mitteln die Gesundheit wieder zu erreichen. Aus der Umwelt stammen Anlässe und Auslösungen für den Krankheitsvorgang. Die letzte formbestimmende Ursache liegt in der Reagibilität und Konstiution[10]

Gesund:

Latein: sanitas; der Zustand in dem sich Lebewesen befinden, wenn alle ihre Organe ungestört tätig sind und harmonisch zusammenwirken, sowie die Fortpflanzung gewährleisten.[11]

Weiterhin sollte man sich um Krankheit zu definieren mit Ursprüngen der Medizin beschäftigen, die die Begriffe " Krank – Gesund" schließlich definiert.

Vorläufer der Medizin war Asclépios , Sohn von Apollon und einer Nymphe.

Interessant, daß es sich um einen Sohn Apollos handelt, da Apollo für das Prinzip der Ordnung steht. Die Medizin also schon hierdurch einen ordnungsweisenden Charakter erhält.

Nach Asclépios erscheint Hippocrates, geb. 460v. Christus, auf Cos, als Sohn einer Asclépiade. Medizin und Philosophie stehen in enger Verbindung.

Mit den Vorsokratikern erscheinen die 4 Prinzipien: physis ( notions de nature), cosmos ( d'ordre naturel ), nomos ( la loi naturelle), logos für die Medizin als relevant.

Die Medizin war ursprünglich eine Untersuchung an Leichen. Sie beschäftigt sich damit gegen die natürlichen , sterblichen Gegebenheiten anzukämpfen.

Krankheit und Tod sind also eng miteinander verbunden.

Es gibt 2 grundlegende Konzepte für den Mediziner, entweder ist der Kranke für seine Krankheit verantwortlich, oder er ist das Opfer unglücklicher Umstände.

Aber immer gilt:

" La médecine est étroitement lieé à l' ensemble de la culture, toute transformation dans les conceptions médicales étant conditionnée par des transformations dans les ideés de l'époque."[12]

Die Medizin erichtet einen Diskurs über Normal / Anormal, Krank/ Gesund.

Zudem sollte man sich immer die Frage stellen, die auch in Malina zum Ausdruck kommt.

" Qu'un malade souffre plus ou moins, est ce là quelque chose qui offre de l'intérêt pour l' Académie des Sciences?"[13]

Denn anscheinend holt sich die Gesellschaft niemals eine tödliche Krankheit.[14]

Malina untersucht aber immerhin die krankmachenden Einflüsse der Gesellschaft auf ein Individuum und versucht, oder kann damit versuchen auch auf eine der Gesellschaft immanente Krankheit zu verweisen. Wie sich 'die Krankheit' in Malina präsentiert, werde ich versuchen im folgenden Abschnitt zu untersuchen.

3.1. Die Darstellung von Krankheit in Malina

Schon auf Seite 9, des Romans erwarten den Leser erste Anspielungen auf den Bereich der Medizin und den Gesundheitszustand der Erzählerin ® " Ich", sogar in Verbindung zu einer zeitlichen Dimension, nämlich : ' Heute' , was meine Theorie eine Verbindung von Heideggers Sein und Zeit, Bachmanns Rezeption und deren Verarbeitung in Malina, oder dem Thema ' Krankheit' allgemein zu sehen, unterstützt.

" Wenn ich hingegen 'heute' sage, fängt mein Atem unregelmäßig zu gehen an, diese Arhythmie setzt ein, die jetzt auch schon auf einem Elektrokardiogramm festzustellen ist, (…), aber den Beweis für die Störung kann ich erbringen, im fahrigen Code der Mediziner verfaßt, für etwas, das dem Angstanfall vorausgeht, mich disponiert macht, mich stigmatisiert, heute noch funktionell, so sagen sie, meinen sie die Beweiskundigen. ( …) , und in dieser pathologischen Erregung (…)"

( M.A.: S.9)

" (…) dann ist es nicht wie mit dem Kranksein ander Zeit, obwohl die Zeit plötzlich mit dem Ort zusammenfällt, (…)". ( M.A.: S.13)

" Die erste Erkenntnis des Schmerzes.( …), zum ersten Mal unter die Menschen gefallen, (…)".

( M.A.: S.22 )

Diese Andeutungen auf eine vorhandene Krankheit, zunächst auf das "Ich" bezogen führen den Leser , wenn auch sehr behutsam, und für jeden Leser anders stellbar, fragbar, lesbar, so stellen sich doch Fragen in dieser Art ein : Ja, was hat sie denn? Was für eine Krankheit? Wieso, merkwürdige Krankheit, etc…

Um ein wenig von dem generellen Kranksein des " Ich" abzukommen, bzw. I. Bachmanns Auffassung zu untermauern, daß die " Krankheit' nicht nur dem " Ich" entspringt und nicht rein biologistisch- medizinisch- hier klingt auch gleich eine Kritik an der Schulmedizin, an- zu kurieren ist, sondern vielmehr auch von dem Verhalten der Umgebung und den Mitmenschen abhängt, betont sie die Bedeutung der Liebe, in diesem Fall ihre Liebe zu Ivan.

" Aber noch sehr viel mehr geschieht seit dieser kurzen Besitzübernahme, und es kommt mir seltsam vor, daß die Medizin, die sich für eine Wissenschaft und eine rapid fortschreitende hält, nichts von diesem Vorkommnis weiß : daß hier, in diesem Umkreis, wo ich bin, der Schmerz im Abnehmen ist, (…), daß die Unglücke weniger werden, der Krebs und der Tumor, das Asthma und der Infarkt, die Fieber, Infektionen und Zusammenbrüche, sogar die Kopfschmerzen und die Wetterfühligkeit sind abgeschwächt, und ich frage mich, ob es nicht meine Pflicht sei, die Wisssenschaftler zu informieren von diesem einfachen Mittel (…)". ( M.A.: S.28)

Im übrigen demonstriert diese Textstelle auch sehr schön den Zusammenhang, oder stellt eben durch diese textuelle Insertion / Anordnung, einen Bezug zwischen physischer und psychischer Krankheit dar.

" Hier ist auch, (…), fast beruhigt, und die Schizothymie, das Schizoid der Welt, ihr wahnsinniger, sich weitender Spalt, schließt sich fast unmerklich."

( M.A.: S.28)

Der Zusammenhang von ' Krankheit' und Liebe, die diese Krankheit eventuell heilen oder zumindest lindern könnte, wird wiederholt :

" (…) mit Ivan müßte es mir gelingen, (…), er wird diese Gedanken von mir nehmen, er soll mich erlösen." ( M.A.: S.78)

Aber da Ivan mich nicht liebt, …"

Weiterhin verstärken sich im Verlauf des Romans die Anspielungen , die auf eine Krankheit,

' Krankheit' allgemein bezogen sind. Sie weiten sich auch auf andere Bereiche aus (sogar auf die Liebe), beziehen andere Bereiche mit ein, wie ein Virus…

" Ich weiß den Namen des Virus, aber ich werde mich hüten, ihn vor Ivan auszusprechen.

Was murmelst du da?

Von was für einer Krankheit redest du? ( Ivan fragt stellvertretend für den Leser?)

Aber doch nicht Krankheit, …und überdies habe ich kein Wort von dem Virus gesagt."

( M.A.: S.33)

Abgesehen von der Virus – Affinität der ' Krankheit' oder ' Gesundheit', zeigt sich aber auch, daß immer stärker, der Zusammenhang und die Wechselwirkung von " Ich" und Gesellschaft /Umwelt und dem Befinden eines Menschen angesprochen wird. Zudem verzahnen und verschlingen sich immer mehr die Bereiche, die das " Ich" in eine bessere oder – zumeist- schlechtere / schlechte Verfassung versetzen.

" (…) es sei denn, ich hätte auch ein Talent, jemanden einzuladen, mir das kaputtzumachen.(…) Was kaputtmachen? Mein Gutgehen? Welches Gutgehen?" (M.A.: S.45)

" (…) – sagen sie, daß ich krank bin, verreist, tot!" ( M.A.: S.49)

Deutlich wird nun auch die Frage nach der Bedeutung und Festlegung der Bereiche

' Krank- Gesund' durch gesellschaftliche Bestimmungen, Regeln usw.

Der Bereich ' Krank ' wird hierbei eindeutig, wenn schon nicht negativ, so doch als nicht wünschenswert konnotiert / denotiert. In jedem Fall aber, als ein Zustand des Außen, des Anderen, als nämlich der Norm, die ' Gesundheit' heißt.

Und vor allem wird betont, daß das " Ich" keine Möglichkeit hat, diesen Normen / Spielregeln und weitergedacht- der ' symbolischen Ordnung ' zu entkommen.

" Ich lasse es dich nicht sagen

Siehst du

damit du im Spiel bleiben mußt

Ich will kein Spiel

Es geht aber nicht ohne Spiel.

Durch Ivan, der das Spiel will…" ( M.A.: S.85)

Ivan als Vertreter der patriarchalen Weltordnung ? Trotz ihrer Liebe zu ihm, gehorcht auch er dem ' Gesetz des Vaters'.

Die Andersartigkeit des " Ich" tritt immer mehr hervor und damit ihre Außenseiterposition. ( Und, dies – aber eher gedanklich reflektiert, ihre Krankheit)

Ivan bezeichnet sie denn auch als Hexe, von jeher ein Begriff / Schimpfwort / Vergleich für Frauen,mit dem auch auf ihre Andersartigkeit angespielt wird.

" Mit diesem Talent, ja, das hast du, natürlich

Eine Hexe bist du, nütz das endlich aus..." ( M.A.: S.86)

I.B. selbst ist in den folgenden Textstellen sehr nah an den Gedanken des feministischen Diskurses[15], es wird klar gestellt, daß trotz des Lebens in einer Gesellschaft, Mann und Frau unterschiedlichen Regeln zu folgen haben, anderen Gesetzen unterworfen sind.

Wenn das Individuum sich diesen Regeln und Gesetzen nicht anpaßt, gilt es eben als krank, anders, Hexe, Jude,

Diese Stelle wird weiter ausgebaut,

" Man sieht es an der Haut auf den Händen

Ich sehe es bei den Frauen sofort

(...)

Manchmal siehst du richtig alt aus

Heute siehst du zwanzig Jahre jünger aus

Lach mehr, lies weniger, schlaf mehr, denk weniger

Du machst dich doch alt

(...)

Hieran sieht man auch die Regel, Ordnung, daß man auf seine Gesundheit zu achten hat

Gleich siehst du jünger aus, ich treib dir das Alter aus!" ( M.A.: S.104)

Sehr schön wird bei diesen Feststellungen Ivans deutlich, wie ‘eine Frau zu sein hat’, nämlich schön, glatte Hände, jung, ...

Diese Anforderungen stellt auch die Gesellschaft an eine Frau. Alter und Häßlichkeit ( diese Forderungen gelten selbstverständlich auch für den Mann, nur nicht so stark ) sind nicht erwünscht, ausgeschlossen und man denke nur an die Kankheiten des Alters

Abgesehen von einigermaßen ordentlichen Händen hat ' Ich' davon nicht viel vorzuweisen...

Aber Ivan wird fähig sein, sie in eine ' schöne Frau' zu verwandeln.

Was ist mit ihm?

Männlichen Status und Regeln?

Ist er intelligent? Kann sie ihm nicht zur Intelligenz verhelfen?

" Was weiß Ivan von dem Gesetz, das für mich gilt? aber es wundert mich doch,, daß Ivan in seinem Wortschatz das Gesetz hat." ( M.A.: S.86)

" Glissons. Glissons." ( M.A.: S.87)

Ein nicht unbedingt nötiger Texteinschub, der aber sehr schön verdeutlicht, was I.B. sich wünscht und was exakt die Feststellung der heutigen Post- Feministinnen ist: Glissons. Glissons. Ein Oszillieren, Gleiten außerhalb der festgelegten Regeln und Normen und doch wieder ein " Inhärent- Sein" in diesen Normen.

Ich gleite weiter zu S.99, die noch einmal den Unwillen des ‘ Ichs’ gegen Bürokratie ausdrückt.

" Ich bin natürlich gegen jede Verwaltung, gegen diese weltweite Bürokratie, unter die , von den Menschen und ihren Abbildungen..."

Die Erwähnung der Abbildhaftigkeit streift damit auch wieder den Einfluß der

‘ symbolischen Ordnung’ auf die Befindlichkeit / Befindlichkeitszuschreibung eines Individuums Diese festgelegte Abbildhaftigkeit / symbolischer Ordnung inhärent, macht sie krank, oder ist doch zumindest das, was ‘ Ich’ verabscheut und somit von der übrigen Gesellschaft ( die es zumindest hinnimmt) abgrenzt.

Die 'Bulgaren – Story' ist für das Thema Krankheit eigentlich unrelevant - obwohl eine fiktive? Krankheit der ' Morbus Buerger' erwähnt wird -, aber relevant in Bezug auf Ihr Handeln gegenüber dem Bulgaren, daß sich von anderen Gesellschaftsmitgliedern unterscheidet. Sie hilft ihm nämlich wirklich und praktisch! ( M.A.: S.116)

Man kann darin vielleicht auch einen Hinweis darauf sehen, daß auch 'fiktive' Krankheiten anerkannt werden sollten, wenn sie für das Individuum von Bedeutung sind.

Ab S.143 folgen Schilderungen nervtötender Übergriffe der Gesellschaft und der Umwelt auf das Individuum, durch Briefe, Einladungen, Telefonate. Diese Eingriffe ziehen sich aber im übrigen durch den ganzen Roman hindurch.

Und sie zeigen auch, wie sehr ein Individuum von der " Norm" abhängig ist.

"... Geräuschempfindlichkeit der letzten Zeit krankhaft gesteigert hatte "

Die Verbindung von Norm und Krankheit wird deutlich.

" ... Zeiteinteilungen ( Norm) erschienen mir krankhaft, aber ich war bereit zuzugeben, daß meine Einstellung der Zeit gegenüber, meine Nichteinstellung vielmehr, ein krankhaftes Ausmaß angenommen habe." ( M.A.: S.146)

Es folgt im Roman das Kapitel ' Der dritte Mann'. Ein Kapitel, daß hauptsächlich Träume, Rückblicke, Assoziationen und Verbindungen des ' Ich' zu ihrem Vater und ihrer Familie beinhaltet.

In diesem Kapitel über ihren Vater, bleibt Krankheit relativ unerwähnt. Am Ende heißt es jedoch – Mord.

( oder völliger Zusammenbruch)

"...daß man hier eben nicht stirbt, hier wird man ermordet.( ) Es ist der ewige Krieg."

Das" Vaterkapitel" stellt insofern jedoch die Extremform von Krankheit dar und endet, wie auch der Roman, endet mit Mord. Es ist zugleich eine Rebellion gegen diese Art von väterlichem Gesetz, gegen eben diese Form zu leben, ein Leben unter dem symbolischen und hier auch realem Gesetz des Vaters, daß nicht nur Krankheit, sondern den totalen Zusammenbruch herbeiführt.

Zudem erscheint die Krankheit am "Wissen" .

" Und in der Wiener Universität habe ich auf einen Stab geschworen. Es war mein einziger Schwur.

( ...) Schon als Kind da ich mich anders nicht wehren konnte, wurde ich sofort schwer krank, ...und man konnte mich nicht auf den Weg schicken zu schwören. Alle Leute mit nur einem einzigen Schwur haben es eben schwerer. Mehrere Schwüre kann man sicher brechen, aber einen nicht."

Überleben (und damit Gesundheit) wird durch Erkennen und Wissen aber unmöglich.[16]

Wenn auch in wenigen Sätzen wird sehr stark die Ironie gegenüber der Medizin sichtbar.

" Der Augenblick der Wahrheit kommt, wenn Kunden unserem Fachmann Fragen stellen, wenn Verfahrenstechnik, Kalkulation, Rendite, Verpackungsmaschinen, Lieferzeiten zur Debatte stehen, Vivioptal für den Kann-mich-an-nichts-erinnern Typ. Nehmen Sie morgens... und der Tag gehört Ihnen! Ich brauche also nur Vivioptal!" ( M.A.: S.265)

Die besondere Haltung der Gesellschaft zu ' Gesund' und ' Krank', drückt sich auch wie folgt aus:

" ... nichts Besonderes, sie drücken den anderen die Schlafmittel in die Hand, das Rasiermesser, sie sorgen dafür, daß man kopflos an einem Felsenweg spazierengeht, daß man in einem fahrenden Zug betrunken die Tür aufmacht, oder sich einfach eine Krankheit einstellt. Wenn man lange genug wartet, kommt ein Zusammenbruch, es kommt ein langes oder ein kurzes Ende. Manche überleben das ja, aber man überlebt es eben nur" ( M.A.: S.233)

Dies Zitat erinnert an Bertolt Brecht : Es gibt viele Arten zu töten. Sie können einem ein Messer in den Bauch stecken, einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, ... nur weniges davon ist in diesem Staat verboten.

I. Bachmann setzt dagegen: " Wer ein Warum zu leben hat , erträgt fast jedes Wie." ( M.A.: S.225)

Vielleicht sollte sich die Medizin weniger mit der Norm- Erhaltung, als mit den wirklichen Bedürfnissen ihrer Patienten beschäftigen und auch Abweichungen von der Norm tolerieren, wenn das Individuum selbst ein "Warum" zu leben hat ud vielleicht sollte auch die gesellschaft ihre definition von ' Krank' und ' Gesund', sowie ihre Anforderungen an ein Individuum in diesen Kategorien, von Zeit zu Zeit überprüfen.

Denn die Gesellschaft ist der allergrößte Mordschauplatz ( M.A.: S.291)

Trotz der Sorgen um den anderen: " Was machen denn deine Bronchien? Hast du überhaupt Bronchien?" ( M.A.: S.280), kommt es während des Lebens immer wieder zu Blessierungen.

" Die Zusammenhänge habe ich natürlich vergessen. Ich nehme an, daß die Blessierten manchmal so zu den Blessierten sprechen und dann weiterleben irgendwo, so wie auch ich weiterlebe, bedeckt von allen möglichen Blessierungen."

( M.A.: S.278)

"... es ist mir einfach schlecht." ( M..A.: S.291)

Vielleicht hat 'Krankheit', als solche erkannt, auch ihre Vorteile aufzuweisen, sie kann , wie im Sinne von Groddeck weiergeführt auch krankmachende Faktoren verdeutlichen.

"… mit dem linken Fuß konnte ich vorübergehend nur schlecht auftreten, er schmerzte, und der Schmerz wurde von einem Stöhnen begleitet, ach Gott, ach Gott. So kommt es oft im Körper zuerst zu diesen gefährlichen, folgenreichen Anwandlungen, die einen gewisse Worte aussprechen lassen, denn vorher hatte ich nur in einigen philosophischen Seminaren eine begriffliche Bekanntschaft mit Gott gemacht, wie mit dem Sein, dem Nichts, der Essenz, der Existenz, dem Brahma."

( M.A. : S.277)

Wie noch im weiteren Verlauf der Arbeit angesprochen, sind auch die Männer nicht unschuldig an Krankheiten die sich für die Frau ergeben, und obendrein selbst sehr "krank".

" Die Männer sind nämlich verschieden voneinander, und eigentlich müßte man in jedem einzelnen einen unheilbaren klinischen Fall sehen,…" ( M.A. : S.282)

" Eine einzige Frau muß schon mit zuviel Merkwürdigkeiten fertig werden, und das hat ihr vorher niemand gesagt, auf welche Krankheitserscheinungen sie sich einstellen muß, man könnte sagen, die ganze Einstellung des Mannes einer Frau gegenüber ist krankhaft, obendrein ganz einzigartig krankhaft, so daß man die Männer von ihren Krankheiten gar nie mehr wird befreien können." ( M.A. : S.283)

All dies, und die auch ausgedrückte seelisch und praktisch unterlassene Hilfeleistung der Gesellschaft[17] führen zu Krankheit oder im Extremfall zum Tod. "Es war Mord!" ( M.A. : S.356)

4. Malina im Lichte Lacans

Jaques Lacans Theorie des Subjekts basiert gleichermaßen auf linguistischen und psychologischen Untersuchungen und stellt den Zusammenhang zwischen der entwicklungsgenetischen und sprachlich- kulturellen Determinierung des Menschen dar.

Ich denke, daß Lacans Grundgedanken sehr gut zu Malina passen, denn die Spaltung und der Todestrieb (' the death drive' )eines Individuums werden klar dargestellt. Der Titelname Malina beinhaltet nicht nur die in der Einleitung erwähnte 3er Bedeutung, sondern auch die Spaltung eines Individuums in männliche und weibliche Anteile. Mal : male: männlich, darum wie sich ein Subjekt[18]

( in dieser Gesellschaft?) konstituiert. Die Endung – a als die weibliche Komponente. Zudem geht es um Sprache, da es sich ja um einen Roman handelt. Allerdings ist sogar im Roman die Sprache ein wichtiges thematisiertes Element , Sprachspiele- Sätze mit Ivan[19], Telefongespräche mit Ivan usw. Da Malina um die Geschichte eines Subjekts zentriert ist,daß aber nuneinmal in einer Gesellschaft lebt, geht es also genau darum einen Zusammenhang zwischen der entwicklungs-genetischen und sprachlich- kulturellen Determinierung des Individuums zu finden.

" Insbesondere das Traumkapitel in Malina ist die Geschichte einer Vergewaltigung: der Vergewaltigung der Frau durch den Mann, des Individuums durch die Gesellschaft und des sprechenden Subjekts durch die ihm auferzwungenen Sprach- und Seinsformen."[20]

In Malina steht der Wunsch nach Identität in Einheit mit dem Begehren nach einer ausdrucksvollen Sprache. Aber auch um die Spaltung, die dem Individuum – nach Lacan- inhärent ist, dreht sich Malina.

Zumindest solange ein Individuum unter dem symbolischen Gesetz des Vaters lebt – und sich nach Lacan dadurch konstituiert- ( in dieser Gesellschaft), was es bei Eintritt in die Sprache tut, ist eine Einheit mit sich selbst unmöglich geworden, denn die Sprache kann immer nur repräsentieren.

Der Mangel an Sprache als Ausdrucksmittel findet sich in Malina gehäuft. Allein schon durch die vielen musikalischen Elemente und Anweisungen ( accelerando), sowie durch die Erzählkostruktion wird eine ' normale' Schreibweise kritisiert und versucht eine neue Sprache heraufzubeschwören, doch Sprache bleibt Sprache, also bestimmten Regeln und Gesetzen unterworfen, der Idealfall wäre ein Leben ohne Sprache.

Dieser Idealfall findet sich angedeutet in der Erzählung der Legende der Prinzessin von Kagran, die ohnehin den Idealfall darstellt , auch für den Bereich der Liebe.

Die Legende spielt in einem Da- Sein ohne Zeit und Ordnung und auf der Basis von Gestik. ( Spiegel ; ich werde meine Augen verlieren ...im Spiegel wird Sonntag sein)

Auf dieser Basis wird eine Sprache gewonnen, die sich in einem uneingeschränkten, nicht determinierten Raum ansiedelt, in dem nicht das Wort das Leben vertritt, sondern als Geste verwendet , das Leben bedeutet. Zudem gerät die Prinzessin an die Grenzen der Gesellschaft.

" Sie war an die Grenze der Menschenwelt gekommen."

Das " Ich" kann nur unbewußt zu sich selbst kommen, nicht durch Sprache.

Lacans Ethik erstellt keine neue Ordnung, was auch für Bachmanns Schreibweise wichtig ist. Der Diskurs von Lacan rinnt[21], der von I. Bachmann auch… Es geht also auch bei Lacan um Grenzüberschreitung, nämlich die des symbolischen Gesetzes

( was nur im Tod möglich ist – Autismus?), wenn ein Subjekt zu sich selbst finden will.

Auch dies ist in Malina enthalten.

Wichtig ist eine Grenzüberschreitung: der Gesellschaft ( gesellschaftlichen Regeln), der Sprache und der Liebe.

Denn Sprache beinhaltet auch, oder vor allem den Wunsch nach Anerkennung, genauso wie Liebe, den Wunsch nach ' Geliebtwerden' beinhaltet. Beides führt aber bei zu großer Vollkommenheit oder Identifikation zu völligem Besitzanspruch oder zu Krieg.

Dennoch geht es I. Bachmann wenigstens um den Versuch einer Grenzüberschreitung:

" Nun steckt aber in jedem Fall, auch im alltäglichsten von Liebe der Grenzfall (...). Der Wunsch wird in uns wach die Grenzen zu überschreiten, die uns gesetzt sind. (...) Es ist auch mir gewiß, daß wir in der Ordnung bleiben müssen, daß es den Austritt aus der Gesellschaft nicht gibt und wir uns einander prüfen müssen. Innerhalb der Grenzen aber haben wir den Blick gerichtet auf das Vollkommene, das Unmögliche, Unerreichbare, sei es der Liebe, der Freiheit oder jeder reinen Größe."[22]

Wichtig ist auch diese Erkenntnis, daß es den Austritt aus den Regeln ( Liebe, Gesellschaft, Sprache) eben nicht gibt, oder zumindest, daß dieser Austritt nicht - noch nicht?- möglich ist, denn Bachmann bleibt die Utopie einer Lebbarkeit als Utopie !

Lacan sagt auch, in dieser Art bewegt sich die Sprache als eine Struktur des Anklangs der jouissance. In diesem Sinn, so, bringt Sprache eine Teilung in das Subjekt. Und die Menschen sind immer dahinter, dahintergeworfen, die verbotene jouissance wiedereinzuholen. Was aber ist jouissance ?

Einfach genommen, ist jouissance Lacans Anstrengung das Libido- Konzept Freuds zu übersetzen.

Andererseits oder in einer anderen Art gelesen, bezeichnet jouissance daß, was den Menschen (hin- und herschweifen) unbestimmt läßt, zwischen dem Sublimen und dem Lächerlichen, Lust und Schmerz, Sein und Nichts.

Jouissance ist die Essenz oder Qualität, die den Wert des Lebens für eine Person / den Einzelnen ausmacht.

(" In this way language serves as a structure of alienation from jouissance. As such, language intoduces a certain division in the subject. And humans are forever after " thrown" by the experienceof trying to recuperate forbidden jouissance."

" What ,then, is jouissance ? Simply put, jouissance is Lacan's effort to translate Freud's concept of libido. Put another way, jouissance names that which makes human beings vacillate between the sublime and the ridiculous, pleasure and pain, being and nothingness: the value one assigns to one's being at the level of worth. Jouissance is the essence or quality that gives one's life it's value." / Original- Zitat, Lit.angabe, s. Fußnote, Pleasures to death)

In Malina wird -wie erwähnt- versucht durch eine "neue" Sprache die Kritik an der symbolischen Ordnung zum Ausdruck zu bringen,[23] auch durch den Einbezug von musikalischen Elementen. Die Geschichte des Ichs in der Auseinandersetzung mit dem Repräsentanten der symbolischen Ordnung gestaltet sich als verzweifelte Suche nach einm harmonischen Ort in der privaten und sprachlichen Wirklichkeit. Doch die 3. Modalität als Wahrheit bleibt das Unmögliche. Denn Inhalt des Lebens ist der Tod, oder Entropy.

(" The aim of all life is death ( or entropy).")

Oder eben Grenzüberschreitung in allen Bereichen, doch dies ist eben mit Lacan dem Individuum nicht möglich und auch in Malina bleibt nur der Tod als Grenze / Grenzüberschreitung oder das Imaginäre in der Legende der Prinzessin von Kagran z.B., wobei auch dort der Tod eine entscheidende Grenze bedeutet. Die imaginierte Liebesbeziehung und Rettung der Prinzessin kann auch nur stattfinden, weil die Zeit keine Rolle spielt, es andere Ausdrucksformen als die Sprache gibt...

Jedoch: "Mein Leben ist zu Ende, denn er ist auf dem Transport zum Fluß ertrunken, er war mein Leben. Ich habe ihn mehr geliebt als mein Leben."

Du triebst mir die Dornen ins Herz...[24]

Auch im Imaginären ( des Buches, des Menschen ? Õ Lacan behauptet, daß Traum und Imaginäres im Traum als vorsprachliche Formen verstanden werden können, ist ein Mythos.) besteht der Ideal - Zustand im Nicht -Sein.

Lacan vermutet eher, daß die Existenz defekt ist.

Es ist zudem so, daß die Sprache mangelhaft ist ( leckt) und deswegen nicht ( alles / vollständig) bezeichnen kann.

In ' Die Suversion des Subjekts' bezeichnet Lacan das Sein des Subjekts als sein Objekt a. Diese Stelle vor der Bezeichnung ( des Subjekts) , die sich auf dem Fehlen des Zeichens gründet und damit das Sein selbst versprachlicht, ist ( auch) jouissance.

Solange ( Seitdem) wir nicht wirlich Zugang zum unbewußten Anderen durch Wissen haben, sind wir definitionsgemäß keine ganzen / einheitlich- vollständigen Wesen.

In Lacans Sprache, sind wir in Relation zum 'Selbst- Wissen' , Eins- Minus.

Lacan vermutet, daß der Sinn für Einheit / Geschlossenheit / Vollständigkeit, noch in perzeptueller ( bildlicher) Erfahrung enthalten, verlorengeht bei der menschlichen Anstrengung ein Ding zu repräsentieren.

Doch für immer dahinter, kann der Einzelne ein Ding nur durch das Rückgreifen auf Wörter er- kennen. Und Wörter implizieren die Absenz 'des Dings' als Ganzes oder Präsentes.

Dies ist so, obwohl Wörter versuchen das Ding in sich zu repräsentieren, aber sie können nie eins sein mit dem, was sie sagen, verkörpern wollen, niemals im Sinn des Ganzen , alles sagen.

Lacan vermutet in diesem Zusammenhang auch, daß Existenz schmerzhaft ist, da sie auf Beziehungen / Bezeichnungen, die von einem Verlust herrühren, aufbaut.

(" Lacan argued, rather, that being is defective."

It is that which language lacks and so cannot designate. In " The Subversion of the subject," Lacan called the being of the subject its object a. This place beyond designation which is caused by the lack of a signifier and ' makes being itself languish 'is jouissance'."[25]

[...]


[1] Grimkowski, Sabine: Das zerstörte Ich, Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg, 1992, S.71

" Ausdrücklich eine Autobiographie, aber nicht im herkömmlichen Sinn. Eine geistige, imaginäre Autobiographie." Selbst wenn man mit der Verbindung von Biographie und Autorschaft vorsichtig sein sollte, finde ich die ' wirklichen' Parallelen von Ingeborg Bachmanns Schreiben und ihrem Leben immerhin bemerkenswert.

Ich zitiere hierzu einen Brief von Toni Kienlechner, 12.01.1988, aus: Kohn- Waechter, Gudrun: Das Verschwinden in der Wand, Metzler Verlag, Stuttgart, 1992:"Ihre Freundin Toni Kienlechner schrieb mir:

ich bin sicher, dass ingeborg bachmann nach malina nicht mehr wesentlich an den todesarten weitergearbeitet hat. (...) aus diesen unterhaltungen kann ich mit sicherheit behaupten, dass malina ihr den neuen anstoss gegeben hat , das konzipierte und in grösseren Stücken bereits fertiggeschriebene weiterzudenken, dass sie nach malina noch tatsächlich weitergeschrieben hätte das bezweifle ich. wir haben uns oft gesehen, täglich telefoniert, ich weiss, dass sie vor allem beschäftigt war mit der

" fertigstellung" der Erzählung Simultan. sie hatte aus vertraglichen Gründen noch die Auflage, dem piper-verlag, von dem sie sich getrennt hatte, ein weiteres Buch dort, bei ihrem alten Verlag herauszubringen. ich erinnere ein gespräch, in dem sie mir freudig erleichtert mitteilte, sie habe eine reihe fast fertiger erzählungen in einer alten Schublade gefunden, und das "sei die rettung"- das waren die geschichten simultan. damit war sie beschäftigt, auch beschäftigt mit der überprüfung der übersetzung ins italienische von malina, mit dem freund roberto calasso von verlag 'adelphi', zuletzt noch mit der überprüfung der simultan- erzählungen im italienischen. ( auch adelphi). sie war bereits sehr erschöpft. sehr von Tag zu Tag lebend. ich wage mit sicherheit zu behaupten, dass sie schon die älteren Teile von todesarten ( sie wurden viel früher geschrieben) in dieser letzten Zeit, den letzten zwei Jahren, nicht mehr vorgenommen worden sind, sodass " sie" durch malina eigentlich nur in der konzeption, nicht aber in der überarbeitung beeinflusst worden sind. (...)die tragik ist, dass Ingeborg Bachmann nicht mehr arbeiten konnte." ( Orthographie des Zitats )

[2] Stoll, Andrea ( Hg.): Ingeborg Bachmanns ' Malina', Suhrkamp- Verlag, Frankfurt a. Main, 1992, S.225/226:

" Der Name ' Malina' wirkt wie ein verschwiegenes Geheimzeichen. er ist slawisch, das polnische und russische Wort für die Himbeere oder den Himbeerstrauch. Im Griechischen zeigt das Grundwort noch deutlich den Zusammenhang : der Dornbusch, der Röte gibt. Im Russischen ist das Wort ähnlich dem Wort ' klein, gering, unbedeutend' ( auch Malik: Junge, Bursche, Knabe). Die Himbeere ' Rubus idaeus' weist als Gattungsnamen ' die Röte, die Rose' auf und als Artnamen die Herkunft vom Gebirge Ida, dem Reich der Bergmutter Kybele. (…) Das germanische Kompositum weist auf das Weibliche hin, die Beere, die die Hinde, die Hirschkuh gern frißt, ein sehr altes Wort. die Kybele- Verehrung, war sehr ausgebreitet, bis nach Inner- Asien und Süd- Rußland hinein, und als Fruchtbarkeitsgedanke von fast monotheistischer Synthetik, wie es im Titel ' Mater Deum Magna' überliefert ist."

[3] Meyer, Eva : Zählen und Erzählen, Semiotik des Weiblichen, Frankfurt a. Main, o.Jg.

[4] Barock : barocco: portugiesisch: ziselierte Perlen ; weitere Def. des Barock, vgl. Calloway,Stephen:

Baroque, baroque, la culture de l'excès , Phaidon Verlag, London, 1994

[5] Bachmann, Ingeborg; Malina, Rückseite / Buchdeckel des Romans, Suhrkamp - Verlag, Frankfurt a. Main, 1971, für diese Ausgabe, 1997

[6] Stoll, Andrea ( Hg.): Malina, Suhrkamp- Verlag, Frankfurt a. Main, 1992, S.185: " … der Roman ist nur als Ganzheit zu betrachten !", verifiziert ein wenig meine Meinung, zumindest unterstützt es sie.

[7] Bail, Gabriele: Weibliche Identität, Edition Herodot, Göttingen, 1984

[8] Bail, Gabriele: ebda. , Weibliche Identität

[9] Bachmann, Ingeborg: Werke, Bd.4, S.351

[10] Brockhaus- Enzyklopädie, Wiesbaden,1970, 10.Bd, S.592

[11] Brockhaus- Enzyklopädie, ebda., Bd.7

[12] Pr. Tubiana, Maurice ; Les chemins d'esculape, Flammarion, 1995

[13] Pr. Tubiana, Maurice ; ebda. S.1-50

[14] vgl.: Sontag, Susan: Krankheit als Metapher, Carl Hanser Verlag, München, 1987, S.92

" Die Gesellschaft holt sich bekanntermaßen niemals eine tödliche Krankheit." Interessant zum Themenkomplex der Definition von 'Krank und Gesund' ist auch das Werk von Georges Devereux: Normal –Anormal.

[15] Eigentlich ist die Differenz von Feminismus und Post- Feminismus geläufig und geregelt.

Ich stelle also fest, daß ich wie folgt differenziere: Feminismus: Beginn / Vorläufer des Post- Feminismus: Hauptsächlich Fragen der Frauenbewegung, des Status ‘ Frau’ in der Gesellschaft, praxisorientiert, auf Veränderung gesellschaftlicher Bedingungen für Frauen ...

Post- Feminismus: Theoretisch orientiert, das Hauptaugenmerk liegt nicht auf dem Schwerpunkt, konkrete praxisorientierte Veränderungen oder Stellungnahmen zu dem Bereich ‘ Frau’ zu erreichen, sondern insbesondere philosophisch- pschychoanalytisch orientiert über das Zustandekommen des Begriffs ‘ Frau’ zu reflektieren, bzw. , erst einmal bewußt zu machen, daß es sich um ein Zustandekommen , eine Setzung handelt, die den Begriff ‘ Frau’ und auch ‘Mann’ bestimmt und nicht um eine ontologisch, begründbare Tatsache. Also eine Reflektion und Bewußtmachung über die Konstruktion der Geschlechter.

[16] Emma ( ZS), Nr.2, Feb.1991: "Bachmann weiß: Wenn man überlebt hat, ist Überleben dem Erkennen im Wege."

[17] Die unterlassene Hilfeleistung der Gesellschaft verdeutlicht sich nicht nur sehr schön in dem angeführten Zitat : " …daß alle abwarten, sie tun nichts weiter, tun nichts Besonderes, sie drücken den anderen die Schlafmittel in die Hand, das Rasiermesser, …", sondern auch in dem ' Aufruf' an Lily : " Benachrichtigt war ja nur Lily. Ich bringe den Satz nicht zustande, ich möchte schreien : Benachrichtigt warst ja nur du! Und was hast du getan, du hast nichts getan, du hast es nur ärger gemacht!" ( M.A. : S.226)

[18] Sicher geht es in Malina und bei Lacan auch um die Identitätsbildung eines Subjekts überhaupt, und auch hier lassen sich durch die in Malina enthaltenen Traumelemente Verbindungen zu Lacans Spiegelstadium ziehen. Da diese Verbindung zu Lacan mir aber nicht als das Wichtigste erscheint, deute ich seine Spiegeltheorie hier nur als Fußnote an: "… das Kind, das sich noch im Zustand der Ohnmacht und der unkoordinierten Motorik befindet, antizipiert imaginär das Ergreifen und die Beherrschung der Einheit des Körpers. Diese imaginäre Vereinheitlichung geschieht durch Identifizierung mit dem Bild des Ähnlichen als einer totalen Gestalt ; die Identifizierung geschieht und aktualisiert sich in der konkreten Erfahrung, bei der das Kind sein eigenes Bild im Spiegel wahrnimmt. Ursprünglich ist das Ich nach der Theorie Lacans ein Anderer, das Spiegel- Ich, in dem das Kind einen zusammenhängenden Corpus wahrnimmt, mit dem es sich identifiziert und mittels dessen es schließlich eine Vorstellung vom eigenen Körperbild gewinnt und damit von sich selbst. Das Spiegelbild als Bild vom Ich ist aber eine Illusion, da es das Kind wie einen einheitlichen Körper reflektiert, als den es sich auf dieser Entwicklungsstufe noch nicht erlebt.

Die Entdeckung, daß das Spiegelbild ein Bild des selbst ist, kann deshalb eine so entscheidende Wirkung zeitigen, weil es den Körper erstmals als umgrenzte und gegliederte Einheit des eigenen selbst identifizierbar macht. Die umgrenzte und organisierte Einheit ist in Bezug auf das Erleben noch Illusion. Als solche löst sie jedoch den Wunsch nach und die Fähigkeit durch Eingrenzung aus.Das Selbstbild im Spiegel erfüllt gerade in seiner Diskrepanz zum Selbsterleben die doppelte Funktion von Bewältigung und Antizipation.

Auf diese Weise erwirbt das Subjekt auch eine erste Fähigkeit zur Repräsentation- noch nicht der begrifflichen zwar, aber einer piktoralen, die es ihm ermöglicht sich in ein Verhältnis zur Realität zu setzen, indem es sie verdoppelt, bestehe sie nun im eigenen Körper oder in den Personen oder sogar in Objekten, die sich neben ihm befinden.

Nach dem Muster der ersten Identifizierung, bei dem das Kind sich im Bild des ihm Ähnlichen wiedererkennt, werden auch alle weiteren Identifizierungen vorgenommen. Ein Ich differenziert sich also in der Antizipation von Ähnlichem aus.

An der Spiegelstufenerfahrung ist nun der Verdoppelungseffekt, der als Bestandteil der Szene, die das Menschenkind zum Subjekt macht, nicht fortzudenken ist, prägnant. Erst die verdoppelte Gestalt, das Kind im und vor dem Spiegel, erzeugt den Wunsch, sich mit der Projektionsfigur auf der Spiegelfläche in Deckung zu bringen, um damit imaginär eine im Grunde nicht reale, weil dem Erleben widersprechende Einheit herzustellen.

Selbstbild und innere Realität werden erst durch das Spiegelbild als diskrepant wahrgenommen, das nach Lacan gerade darum den Prozess der Ich- Bildung in Gang setzt." aus: Bauer, Edith: Drei Mordgeschichten, Peter Lang Verlag, Frankfurt a. Main, 1998, S.79/ 80

[19] Grimkowski, Sabine: Das zerstörte Ich, Verlag Königshausen und Neumann, Würzburg, 1992, S.92 "Immerhin haben wir uns ein paar erste Gruppen von Sätzen erobert, törichten Satzanfängen, Halbsätzen, Satzenden, von der Gloriole gegnseitiger Nachsicht umgeben, und die meisten Sätze sind bisher unter den Telefonsätzen zu finden.

Neben den 'Telefonsätzen' gibt es ' Kopfsätze', ' Schachsätze', ' Müdigkeitssätze', Schimpfsätze'. Daß Ich Kategorien für diese Art von Sätzen findet, zeigt ihr Bewußtsein für die Besonderheit der Art von Kommunikation." Zudem schreibt I.B. gegen den ordentlichen Diskurs der Konversation. Eine Sprachform gegen das Ich. Insbesondere beim Besuch des Ich's bei den Altenwyls:"... ich ersticke wenn es Abend wird und Konversation gibt." ( M.A.: S.167)

[20] Schottelius, Saskia: Das imaginäre Ich; Peter Lang Verlag, Frankfurt a. Main, 1990, S.1

[21] Ragland, Sullivan, Ellie: Peasures to death, Routledge Verlag, London/ New York, 1993, S.178:

"... because Lacans ethic is a new ethics which breaks with epistemology and ontology."

[22] Schottelius, Saskia: Das imaginäre Ich, Peter Lang Verlag, Frankfurt a. Main, 1990, S.81

[23] Schottelius, Saskia : Das imaginäre Ich, "Die Kritik an symbolischer Ordnung / Unterordnung des Subjekts an Repräsentanten wird zum Ausdruck gebracht."

[24] s. Anhang, Abb. 2

[25] Ragland- Sullivan, Ellie: Pleasures to death, Routledge Verlag, London/ New York, 1993, S.80-100

Ende der Leseprobe aus 85 Seiten

Details

Titel
MALINA oder eine Philosophie über Krankheit
Hochschule
Université de Strasbourg  (Dep. Allemande)
Veranstaltung
Literatur und Politik
Note
2
Autor
Jahr
1999
Seiten
85
Katalognummer
V39746
ISBN (eBook)
9783638384384
Dateigröße
910 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Eine Arbeit, die sich mit dem Roman MALINA von Ingeborg Bachmann beschäftigt. Die Zahl 3 als wichtige Zahl und auch die 3 Kapitel des Originalromans MALINA zeigen dies, wird in der Arbeit öfters übernommen. Anhand von 3 Bereichen -literaturtheoretischer, psychoanalytischer(Lacan) und filmtheoretischer Texte, wird versucht EINE mögliche Lesart von MALINA herauszuarbeiten.
Schlagworte
MALINA, Philosophie, Krankheit, Literatur, Politik
Arbeit zitieren
Britta Kerger (Autor), 1999, MALINA oder eine Philosophie über Krankheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39746

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