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Soziale Rolle / Soziale Position

Title: Soziale Rolle / Soziale Position

Seminar Paper , 1998 , 15 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Matthias Rischer (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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In dieser Abhandlung soll es darum gehen, zu erklären, wie soziale Interaktion funktioniert. Die Begriffe „Rolle“ und „Position“ sollen als feste Begriffe dazu dienen, dynamische Prozesse in einer statischen Relation zu veranschaulichen. Ziel der unter Punkt 4 angeführten Rollentheorien ist, zu erklären, wie Interaktion trotz Individuation und prinzipiell nur begrenzter Erkennbarkeit des anderen dennoch möglich ist. Als Gegebenheit werden Individualität, Sozialität und gegenseitige Abhängigkeit der Menschen untereinander angenommen. Der Positionsbegriff stellt den einzelnen in den Zusammenhang von Organisationssystemen, der Rollenbegriff in den von Interaktionssystemen. Der Begriff „soziale Rolle“ wird definiert als „ein Bündel normativer Verhaltenserwartungen, die von einer Bezugsgruppe oder mehreren Bezugsgruppen an Inhaber bestimmter sozialer Positionen herangetragen werden. Rollen sorgen für ein regelmäßiges, vorhersagbares Verhalten als Voraussetzung für kontinuierlich planbare Interaktionen und erfüllen somit eine allgemeine soziale Orientierungsfunktion.“ Die Verhaltenserwartungen werden zwar an Individuen herangetragen, beziehen sich aber auf die sozialen Positionen, die die Individuen einnehmen, sind also auf Individuen als Positionsträger gerichtet. Die Bezugsgruppen erwarten von dem Positionsträger, daß er bestimmte Dinge tut, andere unterläßt. „Sie sind die Regisseure für sein Rollenspiel im wirklichen Leben. Sie schauen darauf, daß er das tut, was man ihrer Meinung nach in seiner Position tun sollte, sie haben normative Erwartungen“ Die Bezugsgruppen wären überrascht, wenn der Positionsträger etwas ganz anderes unternimmt als es ein Inhaber seiner Position gemeinhin tut - Sie haben antizipatorische Erwartungen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1) Begriffsdefinitionen

1.1 Soziale Rolle

1.2 Soziale Position

2) Kernbedeutung/ Randbedeutung

2.1 Zum Positionsbegriff

2.2 Zum Rollenbegriff

2.3 Die Beziehung: Soziale Rolle/ soziale Position

2.3.1 Von der Position zur Rolle

3) Begriffliche Differenzierungen im Anschluß an das Rollenkonzept des „Homo Sociologicus“ (1.-5.)

3.1 Paradigmen der Rollenanalyse

4) Die Rollen - Theorien (Kritik)

4.1 Die Rollentheorie von Talcott Parson

4.2 Das interaktionistische Rollen - Konzept (nach Mead)

4.2.1 Zur symbolisch - interaktionistischen Perspektive

4.3 Kritik

4.3.1 Kritik an der strukturell - funktionalen Rollen - Theorie

4.3.2 Kritik an dem interaktionistischen Rollen - Konzept

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden soziologischen Konzepte der "sozialen Rolle" und der "sozialen Position", um zu erklären, wie soziale Interaktionen trotz individueller Differenzen und gegenseitiger Abhängigkeit funktionieren. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie diese Begriffe als feste analytische Kategorien dazu dienen können, dynamische soziale Prozesse verständlich zu machen.

  • Definition und Abgrenzung der Begriffe Soziale Rolle und Soziale Position.
  • Analyse des Rollenkonzepts im Kontext von Linton, Parsons und Dahrendorf.
  • Diskussion der interaktionistischen Perspektive nach George H. Mead.
  • Untersuchung von Rollenkonflikten und Entlastungsstrategien.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der strukturell-funktionalen sowie der interaktionistischen Rollentheorie.

Auszug aus dem Buch

1.1) Der Begriff: Soziale Rolle

Der Begriff „soziale Rolle“ wird definiert als „ ein Bündel normativer Verhaltenserwartungen, die von einer Bezugsgruppe oder mehreren Bezugsgruppen an Inhaber bestimmter sozialer Positionen herangetragen werden.

Rollen sorgen für ein regelmäßiges, vorhersagbares Verhalten als Voraussetzung für kontinuierlich planbare Interaktionen und erfüllen somit eine allgemeine soziale Orientierungsfunktion.“

Die Verhaltenserwartungen werden zwar an Individuen herangetragen, beziehen sich aber auf die sozialen Positionen, die die Individuen einnehmen, sind also auf Individuen als Positionsträger gerichtet. Die Bezugsgruppen erwarten von dem Positionsträger, daß er bestimmte Dinge tut, andere unterläßt. „Sie sind die Regisseure für sein Rollenspiel im wirklichen Leben. Sie schauen darauf, daß er das tut, was man ihrer Meinung nach in seiner Position tun sollte, sie haben normative Erwartungen“

Die Bezugsgruppen wären überrascht, wenn der Positionsträger etwas ganz anderes unternimmt als es ein Inhaber seiner Position gemeinhin tut - Sie haben antizipatorische Erwartungen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Themenfelder soziale Rolle und Position ein und skizziert das Ziel, Interaktionsprozesse durch diese Begriffe verständlich zu machen.

1) Begriffsdefinitionen: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe der sozialen Rolle sowie der sozialen Position und grenzt diese voneinander ab.

2) Kernbedeutung/ Randbedeutung: Hier werden die theoretischen Wurzeln der Positions- und Rollenbegriffe beleuchtet und ihre Beziehung zueinander, insbesondere im Hinblick auf soziale Systeme, diskutiert.

3) Begriffliche Differenzierungen im Anschluß an das Rollenkonzept des „Homo Sociologicus“ (1.-5.): Dieses Kapitel untersucht die Paradigmen der Rollenanalyse unter Bezugnahme auf Dahrendorfs Konzept des Homo Sociologicus.

4) Die Rollen - Theorien (Kritik): Das abschließende Hauptkapitel stellt die strukturell-funktionale Rollentheorie und das interaktionistische Konzept gegenüber und kritisiert beide Ansätze hinsichtlich ihrer mechanistischen Sichtweise bzw. ihrer Vernachlässigung von Machtaspekten.

Schlüsselwörter

Soziale Rolle, Soziale Position, Rollentheorie, Interaktion, Strukturfunktionalismus, Homo Sociologicus, Normative Erwartungen, Rollenkonflikt, Sozialisation, Internalisierung, Symbolischer Interaktionismus, Rollenhandeln, Rollenspiel, Sanktionen, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der soziologischen Analyse von sozialem Handeln durch die Begriffe der sozialen Rolle und der sozialen Position.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die Definition von Rollen, das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, die Entstehung von Rollendruck und Rollenkonflikten sowie die theoretische Fundierung in verschiedenen soziologischen Schulen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Begriffe Rolle und Position dynamische soziale Interaktionsprozesse in einem statischen Modell zu erklären und zu systematisieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse, in der klassische Konzepte von Soziologen wie Ralph Linton, Talcott Parsons und George H. Mead gegenübergestellt und kritisch gewürdigt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Begriffsdefinitionen, die Analyse der Beziehung zwischen Rolle und Position, die Diskussion des Homo Sociologicus sowie die kritische Gegenüberstellung von strukturell-funktionalen und interaktionistischen Rollentheorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem soziale Rolle, Position, Interaktion, Rollenkonflikt, Strukturfunktionalismus und Sozialisation.

Was versteht man unter dem "Homo Sociologicus" nach Dahrendorf?

Es handelt sich um den Menschen als Träger sozial geformter Rollen, wobei das Individuum an der Schnittstelle zur Gesellschaft steht und seine Handlungen primär durch soziale Erwartungsstrukturen bestimmt werden.

Warum wird das interaktionistische Rollenkonzept kritisiert?

Kritiker werfen diesem Konzept vor, dass es zentrale soziologische Probleme wie Macht, Herrschaft und Zwang in Interaktionsprozessen nicht ausreichend thematisiert.

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Details

Title
Soziale Rolle / Soziale Position
College
Technical University of Braunschweig
Course
Proseminar: Einführung in die Soziologie - Grundbegriffe und theoretische Ansätze
Grade
2,7
Author
Matthias Rischer (Author)
Publication Year
1998
Pages
15
Catalog Number
V39747
ISBN (eBook)
9783638384391
Language
German
Tags
Soziale Rolle Soziale Position Proseminar Einführung Soziologie Grundbegriffe Ansätze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Rischer (Author), 1998, Soziale Rolle / Soziale Position, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39747
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