Die Bedeutung der nonverbalen Signale beim Referieren


Hausarbeit, 2004
15 Seiten, Note: 1,5

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Terminologie
2.1. Begriffsübersicht
2.2. Allgemeines zur Kommunikation
2.3. Verbale und nonverbale Signale

3. Grundfunktionen der Kommunikation
3.1. Inhalts- und Beziehungsaspekt der Kommunikation
3.2. Digitale und analoge Kommunikation

4. Grundfunktionen der nonverbalen Signale Redundanz, Ergänzung, Betonung, Koordination, Substitution, Widerspruch

5. Körpersprache des Referenten
5.1. Mimik beim Referieren
5.2. Blick und Blickkontakt beim Referieren
5.3. Gestik und Körperhaltung/-bewegung beim Referieren
5.4. Proxemik
5.5.1. Öffentliche Zone
5.5.2. Gesellschaftliche / Soziale Zone
5.5.3. Persönliche Zone
5.5.4. Intime Zone

6. Zusammenfassung

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Der Mensch ist ein soziales Lebewesen. Im Gegensatz zu bestimmten Tierarten, die alleine durch das Leben gehen und durch ihren Instinkt überleben, braucht der Mensch andere Menschen um in dieser Welt aufzuwachsen und um sich in eine bereits lange vor ihm existierende Gesellschaft zu integrieren. Die unabdingbare Voraussetzung des sozialen Lebens ist die Kommunikation.

Eine menschliche Kommunikation ohne nonverbale Signale ist nicht möglich. Denn erst durch nonverbale Signale ist der Mensch in der Lage Emotionen auszudrücken, durch die Beziehungen entstehen, die wiederum eine Grundlage des sozialen Lebens bilden.

Um bei diesem umfassenden Thema den Ansprüchen des Seminars ,,Arbeitstechniken und Präsentation’’ gerecht zu werden, habe ich mir ganz gezielt Fragen gestellt, die ich in dieser Arbeit versuchen werde zu beantworten:

- Welcher Körpereinsatz ist beim Referieren sinnvoll?
- Wie kann ich meinem Körper dazu nutzen das Publikum aufmerksamer und somit aufnahmefähiger zu machen?
- Im großen Ganzen: Wie ist die Bedeutung der nonverbalen Signale beim Referieren?

Mein Ziel ist es, Hinweise zu geben, wie ein Redner seine Körpersprache beim Vortragen am effektivsten einsetzen kann. Hierfür sind natürlich allgemeine Grundkenntnisse erforderlich, die ich versuche im Folgenden darzulegen.

,,Der erste Eindruck ist entscheidend, und der letzte bleibt’’1. Diesen ersten Eindruck verschaffen wir uns bereits mit dem Erscheinen im Seminarraum durch unsere nonverbalen Signale. Die Menschen im Buddhismus, sollten aufgrund ihrer Religion stets mit der Maxime leben, dass ihr Gegenüber auf den ersten Blick das eigene Spiegelbild darstellt2. Das heißt, verhält man sich freundlich, so wird sich auch der Zuhörer freundlich verhalten. Zeigt man Interesse, so werden auch die Zuhörer Interesse zeigen u.s.w.

Dies wäre auch in Seminarräumen angebracht. Dozenten und Kommilitonen agieren und reagieren aufeinander durch und mit ihrem Körper.

Aufgrund dieses Aspektes ist es für Lehrende sowie Lernende von großer Bedeutung etwas über nonverbale Kommunikation beim Referieren zu erfahren.

2. Terminologie

2.1. Begriffsübersicht

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2. Allgemeines zur Kommunikation

Kommunikation ist eine allgemeine Sammelbezeichnung für alle Vorgänge, in denen eine bestimmte Information gesendet (signalisiert) und empfangen wird, auch wenn dies nicht wechselseitig geschieht (wie z.B. Organismusreaktion auf Umweltreize). Der zwischenmenschliche Informationsaustausch erfolgt durch den Ausdruck und die Wahrnehmung von Symbolen3. Diese Symbole können durch verbale und nonverbale Signale oder durch die Schrift übermittelt werden.4

Zwischenmenschliche Kommunikation setzt immer einen Prozess wechselseitiger Beeinflussung der Kommunikationspartner in Gang und wird daher (soziale) Interaktion genannt.5

Der Kommunikationsprozess verläuft in drei Phasen:

- Verschlüsselung der Information (Encodierung) Sender
- Übermittlung der Information (Signalisierung) Medium
- Entschlüsselung der Information (Decodierung, Interpretation)6 Empfänger

Nach Joseph Weizenbaum7 wird ein Signal erst durch die Interpretation eine Information. D.h., Sender und Empfänger müssen im Kontext stehen, damit die Information so verstanden wird, wie sie gemeint ist. Je identischer der soziale Habitus der an der Interaktion beteiligten Individuen ist, um so exakter stimmt die Interpretation mit dem gesendeten Signal überein. Dies betrifft die verbale, die nonverbale sowie die schriftliche Ebene gleichermaßen.

Um diverse Informationen deuten zu können, müssen wir sie im habituellen, kulturellen, zeitlichen und räumlichen Kontext sehen.8 An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass sich alle beschriebenen Verhaltensmuster/-reaktionen in dieser Arbeit auf den westeuropäischen Kulturbereich beziehen.

Die Art und Weise wie wir kommunizieren, macht uns zu Mitgliedern einer Gruppe, einer Organisation und/oder einer Gesellschaft.9

Die Übermittlung einer Information erfolgt zu 7% verbal und zu 93% nonverbal.10

Genau diese 93% müssen wir versuchen effektiv einzusetzen, wenn wir einen erfolgreichen Vortrag halten wollen.

[...]


1 Ruhleder, R.: Rhetorik und Dialektik. Redegewandtheit, Körpersprache, Überzeugungskunst. Bad Harzburg 1982. S. 58

2 Stemmann, P./Joschke B.: Erfolg durch Zen: Der meisterliche Weg. Landsberg am Lech 1997. S. 128

Quellen:
Heinz Rosenbusch, Otto Schober: Körpersprache und Pädagogik. Baltmannsweiler 2004. S.5
Bernhard Schäfers: Grundbegriffe der Soziologie. Opladen 2002. S.367

3 vgl. Meyers Lexikonredaktion (Hrsg.): Schüler Duden. Die Psychologie. Mannheim 1996. S. 205

4 vgl. Schäfers, B.: Grundbegriffe der Soziologie. Opladen 2003. S. 367

5 vgl. Meyers Lexikonredaktion (Hrsg.): Schüler Duden. Die Psychologie. Mannheim 1996. S. 205

6 ebd. S. 206

7 Prof. Joseph Weizenbaum entwickelte im Massachusetts Institute of Technology (MIT) u.a. das APRA-Netz (erstes Computernetzwerk)

8 vgl. Meyers Lexikonredaktion (Hrsg.): Schüler Duden. Die Psychologie. Mannheim 1996. S. 206

9 Brockhaus Enzyklopädie in vierundzwanzig Bänden.. 12. Band. KIR-LAG. S. 211. Mannheim 1990 S. 211

10 Pease, A. & B.: Der tote Fisch in der Hand und andere Geheimnisse der Körpersprache. Ulm 2003. S. 13

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Die Bedeutung der nonverbalen Signale beim Referieren
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Institut für Soziologie und Soziapsychologie)
Veranstaltung
Einführung in Arbeitstechniken: Vortragen und Präsentieren
Note
1,5
Autor
Jahr
2004
Seiten
15
Katalognummer
V39755
ISBN (eBook)
9783638384469
ISBN (Buch)
9783638762656
Dateigröße
551 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
In dieser Ausarbeitung geht es darum einen Überblick über die Kommunikation im Allgemeinen und einen tieferen Blick in die Nonverbale Kommunikation im Speziellen zu bekommen. Ziel es dem Leser ein Gefühl für seinen Auftritt vor einem Publikum zu vermitteln.
Schlagworte
Bedeutung, Signale, Einführung, Arbeitstechniken, Vortragen, Präsentieren, Referieren, Thema Referate
Arbeit zitieren
Christoph Egen (Autor), 2004, Die Bedeutung der nonverbalen Signale beim Referieren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39755

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