Der Mensch ist ein soziales Lebewesen. Im Gegensatz zu bestimmten Tierarten, die alleine durch das Leben gehen und durch ihren Instinkt überleben, braucht der Mensch andere Menschen um in dieser Welt aufzuwachsen und um sich in eine bereits lange vor ihm existierende Gesellschaft zu integrieren. Die unabdingbare Voraussetzung des sozialen Lebens ist die Kommunikation.
Eine menschliche Kommunikation ohne nonverbale Signale ist nicht möglich. Denn erst durch nonverbale Signale ist der Mensch in der Lage Emotionen auszudrücken, durch die Beziehungen entstehen, die wiederum eine Grundlage des sozialen Lebens bilden.
Um bei diesem umfassenden Thema den Ansprüchen des Seminars ,,Arbeitstechniken und Präsentation’’ gerecht zu werden, habe ich mir ganz gezielt Fragen gestellt, die ich in dieser Arbeit versuchen werde zu beantworten:
- Welcher Körpereinsatz ist beim Referieren sinnvoll?
- Wie kann ich meinem Körper dazu nutzen das Publikum aufmerksamer und somit aufnahmefähiger zu
machen?
- Im großen Ganzen: Wie ist die Bedeutung der nonverbalen Signale beim Referieren?
Mein Ziel ist es, Hinweise zu geben, wie ein Redner seine Körpersprache beim Vortragen am effektivsten einsetzen kann. Hierfür sind natürlich allgemeine Grundkenntnisse erforderlich, die ich versuche im Folgenden darzulegen.
,,Der erste Eindruck ist entscheidend, und der letzte bleibt’’1. Diesen ersten Eindruck verschaffen wir uns bereits mit dem Erscheinen im Seminarraum durch unsere nonverbalen Signale. Die Menschen im Buddhismus, sollten aufgrund ihrer Religion stets mit der Maxime leben, dass ihr Gegenüber auf den ersten Blick das eigene Spiegelbild darstellt2. Das heißt, verhält man sich freundlich, so wird sich auch der Zuhörer freundlich verhalten. Zeigt man Interesse, so werden auch die Zuhörer Interesse zeigen u.s.w.
Dies wäre auch in Seminarräumen angebracht. Dozenten und Kommilitonen agieren und reagieren aufeinander durch und mit ihrem Körper.
Aufgrund dieses Aspektes ist es für Lehrende sowie Lernende von großer Bedeutung etwas über nonverbale Kommunikation beim Referieren zu erfahren.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Terminologie
- Begriffsübersicht
- Allgemeines zur Kommunikation
- Verbale und nonverbale Signale
- Grundfunktionen der Kommunikation
- Inhalts- und Beziehungsaspekt der Kommunikation
- Digitale und analoge Kommunikation
- Grundfunktionen der nonverbalen Signale
- Körpersprache des Referenten
- Mimik beim Referieren
- Blick und Blickkontakt beim Referieren
- Gestik und Körperhaltung/-bewegung beim Referieren
- Proxemik
- Öffentliche Zone
- Gesellschaftliche / Soziale Zone
- Persönliche Zone
- Intime Zone
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Bedeutung nonverbaler Signale beim Referieren und zielt darauf ab, Hinweise zu geben, wie ein Redner seine Körpersprache beim Vortragen am effektivsten einsetzen kann. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, wie der Körper eingesetzt werden kann, um das Publikum aufmerksamer und somit aufnahmefähiger zu machen.
- Der Einfluss nonverbaler Signale auf die Kommunikation
- Die Grundfunktionen nonverbaler Signale
- Die Körpersprache des Referenten
- Die Bedeutung der Proxemik beim Referieren
- Praktische Tipps für den effektiven Einsatz der Körpersprache beim Referieren
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung nonverbaler Signale im Kontext der Kommunikation und stellt die zentrale Fragestellung der Arbeit dar, nämlich die effektive Nutzung der Körpersprache beim Referieren.
- Terminologie: Dieses Kapitel definiert grundlegende Begriffe wie Kommunikation, verbale und nonverbale Signale, sowie die verschiedenen Kategorien nonverbaler Signale.
- Grundfunktionen der Kommunikation: Dieses Kapitel behandelt die Inhalts- und Beziehungsaspekte der Kommunikation sowie die Unterscheidung zwischen digitaler und analoger Kommunikation.
- Grundfunktionen der nonverbalen Signale: Hier werden die verschiedenen Funktionen nonverbaler Signale wie Redundanz, Ergänzung, Betonung, Koordination, Substitution und Widerspruch beschrieben.
- Körpersprache des Referenten: Dieses Kapitel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Körpersprache im Rahmen eines Referats, wie Mimik, Blickkontakt, Gestik und Körperhaltung sowie den Einfluss der Proxemik.
Schlüsselwörter
Nonverbale Signale, Körpersprache, Referieren, Kommunikation, Proxemik, Mimik, Gestik, Körperhaltung, Blickkontakt, Publikum, Effektivität, Redner.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Einfluss haben nonverbale Signale beim Referieren?
Nonverbale Signale wie Mimik, Gestik und Blickkontakt sind entscheidend, um Emotionen auszudrücken, Beziehungen zum Publikum aufzubauen und die Aufmerksamkeit zu steuern.
Was bedeutet „Proxemik“ bei einer Präsentation?
Proxemik bezeichnet das Raumverhalten und die Distanzzonen (intim, persönlich, gesellschaftlich, öffentlich) zwischen dem Redner und dem Publikum.
Warum ist Blickkontakt während des Vortrags so wichtig?
Blickkontakt signalisiert Interesse und Wertschätzung gegenüber den Zuhörern und macht das Publikum aufnahmefähiger für die Inhalte.
Was ist der Unterschied zwischen digitaler und analoger Kommunikation?
Digitale Kommunikation bezieht sich auf den verbalen Inhalt (Wörter), während analoge Kommunikation die nonverbalen Signale und den Beziehungsaspekt umfasst.
Wie kann der Körper zur Unterstützung des Inhalts genutzt werden?
Durch gezielte Gestik und eine offene Körperhaltung können wichtige Punkte betont, Strukturen verdeutlicht und die Glaubwürdigkeit des Redners erhöht werden.
Welche Rolle spielt der „erste Eindruck“ im Seminarraum?
Der erste Eindruck wird oft schon beim Betreten des Raumes durch die Körperhaltung vermittelt und entscheidet maßgeblich über die Sympathie und Aufmerksamkeit der Zuhörer.
- Quote paper
- Christoph Egen (Author), 2004, Die Bedeutung der nonverbalen Signale beim Referieren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39755