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Mit Learning Networks zu mehr Effizienz am Arbeitsplatz: Grundlagen und Kritik aus lerntheoretischer Perspektive

Title: Mit Learning Networks zu mehr Effizienz am Arbeitsplatz: Grundlagen und Kritik aus lerntheoretischer Perspektive

Seminar Paper , 2004 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Thomas Duda (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Blickt man auf die letzten 20 Jahre zurück, so lassen sich zahlreiche gewichtige Entwicklungen in der Wirtschaftswelt feststellen, die einen tiefgreifenden Wandel im Arbeitsalltag eines Arbeitnehmers nach sich ziehen und ihn mit neuen Anforderungen konfrontieren. So zwingen etwa die fortschreitende Globalisierung und der damit einhergehende Rationalisierungsdruck für Unternehmen deren Mitarbeiter zu immer mehr Innovativität und Effizienz in der Leistungserstellung. Die postindustrielle Gesellschaft ist eine Wissensgesellschaft. Besonders in rohstoffarmen Ländern wird modernes Wissen zum wichtigsten Produktionsfaktor. Auch Wissen selbst wird produziert und muß aufgrund seiner beobachtbar zunehmenden Obsoleszenz schnell und effektiv umgesetzt werden, um ökonomisch verwertbar zu sein. Im Rahmen eines Wissensmanagements ist ein möglichst reibungsloser Wissenstransfer an die Mitarbeiter erforderlich, um Wettbewerbsvorteile für das Unternehmen zu schaffen1. Generell ersetzt das lebenslange Lernen das Lernen auf Vorrat. Heutzutage hat ein Mitarbeiter nur noch 15 – 20% des für seinen Beruf benötigten Wissens im Kopf. Da seine Arbeitsanforderungen aber nicht konstant bleiben, ersetzt er sein Wissen im Laufe seiner Erwerbsbiographie durchschnittlich 2 – 3 mal2. Folglich ist die betriebliche Weiterbildung auf dem Vormarsch und der Trend, dem die Mitarbeiter ausgesetzt sind, heißt „learning networks.

Diese Arbeit versucht nun, die mit dem Begriff learning networks umrissenen Formen von E-Learning überblicksartig darzustellen und sie aus lerntheoretischer Perspektive zu bewerten. Da die große Fülle von Lerntheorien hier jedoch sinnvoller Weise nicht einbezogen werden kann, soll eine Konzentration auf eine Bewertung der E-Learning- Konzepte aus konstruktivistischem Blickwinkel erfolgen. In einem ersten Teil werden grundsätzliche Gedanken und Merkmale des Konstruktivismus aufgeführt. Ein zweiter Teil gibt einen Überblick über das E-Learning und zeigt Stärken und Schwächen aus konstruktivistischer Sicht auf. Der dritte Teil beschäftigt sich mit Aspekten der Effizienz am Arbeitsplatz, die sich aus den ersten beiden Teilen ergeben. Im letzten Teil soll ein abschließendes Fazit gezogen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die konstruktivistische Lerntheorie

2.1 Die Vorläufer des Konstruktivismus

2.2 Konstruktivistische Grundgedanken

2.3 Der Aspekt des selbstgesteuerten Lernens

2.4 Implikationen für die Gestaltung von konstruktivistischen Lernumgebungen

2.5 Kritik am Konstruktivismus

3. Learning Networks und die Varianten des E-Learnings

3.1 Eigenschaften von Learning Networks

3.2 Formen des E-Learnings

3.2.1 Computer-Based-Training (CBT) zur Vermittlung von Hardskills

3.2.2 CBTs zur Vermittlung von Softskills

3.2.3 Web-Based-Training (WBT) – selbstgesteuertes Online-Lernen

3.2.4 Virtuelle Seminare (VS) – synchrones Online-Lernen

3.2.5 Lernplattformen – komplexe Lernumgebungen.im Internet oder Intranet

3.2.6 E-Learning aus konstruktivistischer Sicht

4. Learning Networks und die Effizienz am Arbeitsplatz

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern Learning Networks und verschiedene Formen des E-Learnings auf Basis der konstruktivistischen Lerntheorie zu einer gesteigerten Effizienz am Arbeitsplatz beitragen können. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie modernes Lernen in Wissensgesellschaften gestaltet sein muss, um den Anforderungen an lebenslanges Lernen gerecht zu werden.

  • Konstruktive Lerntheorie und ihre Anwendbarkeit auf betriebliche Weiterbildung
  • Anforderungen und Merkmale selbstgesteuerten Lernens
  • Analyse verschiedener E-Learning-Varianten (CBT, WBT, VS)
  • Gestaltung konstruktivistischer Lernumgebungen zur Transfersicherung
  • Bewertung des Einflusses von Learning Networks auf die Arbeitseffizienz

Auszug aus dem Buch

2.4 Implikationen für die Gestaltung von konstruktivistischen Lernumgebungen

Konstruktivistische Lernumgebungen versuchen vor allem, zwei Probleme traditioneller behaviouristischer Lernarrangements zu vermeiden, das sogenannte träge Wissen und den mangelnden Transfer. Träges Wissen ist oberflächlich und funktionslos. Das meist vorgegebene Wissen wird eingeprägt, aber nicht begriffen, weil kein praktischer Nutzen erkannt wird. Somit trägt es nicht zur Identitätsbildung bei, da es nicht angewandt wird. Damit verbunden ist das Problem des mangelnden Transfers. Träges Wissen ist nur in der konkreten Situation anwendbar, in der es erworben wurde. Der richtige Lösungsweg wird also nur imitiert. Konstruktivistische Lernumgebungen umgehen diese Probleme, indem sie wie der Kognitivismus auf die Schulung der Problemlösungsfähigkeit abzielen.

Authentizität beschreibt das Lernen in hinreichend komplexen realen Situationen unter Anwendungsbedingungen und ist ein wichtiges Element der Transfersicherung. Situierte Anwendungskontexte sind weniger komplex, stellen das Problem aber aus Gründen der Veranschaulichung doch in einen größeren Kontext. Der Soziale Kontext umfaßt das kooperative Erarbeiten und Anwenden von Problemlösungen zwischen den Lernern selbst und mit dem Lehrer. Multiple Kontexte sind ebenfalls ein geeignetes Mittel zur Transfersicherung erworbenen Wissens. Durch die Vielfalt der Anwendungskontexte schult der Lerner die Fähigkeit, Wissen zu dekontextualisieren, also aus dem jeweiligen Kontext zu extrahieren, um es dann in einem anderen Kontext wieder anwenden zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel zur Wissensgesellschaft und begründet die Notwendigkeit von lebenslangem Lernen sowie den Einsatz von Learning Networks.

2. Die konstruktivistische Lerntheorie: Dieses Kapitel arbeitet die lerntheoretischen Grundlagen des Konstruktivismus heraus, grenzt ihn von Behaviourismus und Kognitivismus ab und definiert Merkmale wie Selbststeuerung und situatives Lernen.

3. Learning Networks und die Varianten des E-Learnings: Hier werden unterschiedliche E-Learning-Formen wie CBT, WBT und virtuelle Seminare systematisiert und unter konstruktivistischen Gesichtspunkten kritisch hinterfragt.

4. Learning Networks und die Effizienz am Arbeitsplatz: Das Kapitel analysiert, wie Learning Networks durch Anwendungsbezug und Motivationssteigerung konkret zur Effizienz im Arbeitsalltag beitragen.

5. Fazit: Das Fazit bewertet Learning Networks als positive Entwicklung der betrieblichen Weiterbildung, weist jedoch auf notwendige Verbesserungen in der praktischen Umsetzung hin.

Schlüsselwörter

Learning Networks, E-Learning, Konstruktivismus, betriebliche Weiterbildung, selbstgesteuertes Lernen, Wissenstransfer, Arbeitseffizienz, Wissensmanagement, Softskills, Hardskills, Blended Learning, Lernumgebungen, Instruktionspsychologie, Kompetenzprofil, lebenslanges Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung konstruktivistischer Lerntheorien auf moderne E-Learning-Konzepte, um die Effizienz der betrieblichen Weiterbildung zu verbessern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Lerntheorien, verschiedene E-Learning-Methoden, die Prinzipien der Gestaltung von Lernumgebungen und die betriebliche Effizienz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu bewerten, inwiefern Learning Networks und konstruktivistische Ansätze den Wissenstransfer fördern und somit die Effizienz von Mitarbeitern steigern können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse und Literaturarbeit, um Konzepte aus der konstruktivistischen Pädagogik auf die betriebliche Personalentwicklung zu übertragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Konstruktivismus, die detaillierte Vorstellung technischer E-Learning-Varianten und die Herleitung von Effizienzkriterien für den Arbeitsplatz.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Learning Networks, Konstruktivismus, selbstgesteuertes Lernen und betriebliche Effizienz definieren.

Warum wird der "gemäßigte" Konstruktivismus gegenüber dem "radikalen" bevorzugt?

Der radikale Konstruktivismus wird als zu destruktiv und problematisch für praktische Lernkontexte bewertet, während der gemäßigte Ansatz eine Brücke zwischen aktiver Wissenskonstruktion und notwendiger Instruktion schlägt.

Welche Rolle spielt die "Authentizität" bei der Gestaltung von Lernumgebungen?

Authentizität ist entscheidend, um Lernen in komplexen, realen Situationen zu ermöglichen, was wiederum als Schlüssel zur nachhaltigen Transfersicherung des Gelernten auf den Arbeitsplatz gilt.

Welche praktische Herausforderung besteht beim Einsatz von Learning Networks laut der Arbeit?

Obwohl theoretisch sehr wirksam, scheitern Learning Networks in der Praxis häufig an einer mangelhaften Umsetzung, was zu hoher Demotivation und Abbruchraten bei Lernenden führen kann.

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Details

Title
Mit Learning Networks zu mehr Effizienz am Arbeitsplatz: Grundlagen und Kritik aus lerntheoretischer Perspektive
College
Martin Luther University
Course
Seminar Spezielle BWL WS 04/05
Grade
2,0
Author
Thomas Duda (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V39779
ISBN (eBook)
9783638384674
ISBN (Book)
9783638749718
Language
German
Tags
Learning Networks Effizienz Arbeitsplatz Grundlagen Kritik Perspektive Seminar Spezielle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Duda (Author), 2004, Mit Learning Networks zu mehr Effizienz am Arbeitsplatz: Grundlagen und Kritik aus lerntheoretischer Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39779
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