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Die Illusion von Freiheit – Russlands Rückzug von der Demokratie

Title: Die Illusion von Freiheit – Russlands Rückzug von der Demokratie

Essay , 2005 , 25 Pages

Autor:in: Julia Schatte (Author)

Politics - Region: Russia
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In der letzten Zeit äußern westliche Politiker immer häufiger, dass angesichts der Entwicklung in der Russländischen Föderation unter Vladimir Putin die Hoffnung schwindet, Russland werde zu einer Demokratie nach westlichen Standards. Der in Putins erster Amtszeit eingeführter Begriff "gelenkte Demokratie" soll eine demokratische Entwicklung kennzeichnen, die der russischen Tradition und Geschichte gemäß, aber nicht neu erfunden ist.
Während der russische Präsident Putin versichert, dass Russland nicht von der Demokratie abkehren wird, sprechen die politischen Fakten für das Gegenteil.
Der folgende Beitrag soll einen Überblick über die letzten Entwicklungen in den Bereichen Medien, Wirtschaft, Innen- und Außenpolitik geben und darstellen, unter welchen antidemokratischen Vorzeichen die Russländische Föderation in das Jahr 2005 ging. Besonderes Augenmerk wird dabei auf den Vergleich der russischen und der westlichen Sicht und Argumentation gelegt. Am Schluss steht die Frage, ob es Alternativen zur derzeitigen politischen Entwicklung gab und gibt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Unabhängige Medien trotz Zentralisierung?

3. Großmacht durch Aufrüstung?

4. Wirtschaftwachstum ohne Modernisierung

5. Strategische Partnerschaft ohne gemeinsame Werte?

6. Traditionalisierung statt Demokratisierung

7. Gibt es eine Alternative für Russland?

8. Vermerke

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die politische Entwicklung der Russländischen Föderation unter Präsident Putin zu Beginn des Jahres 2005. Dabei wird untersucht, inwiefern die aktuellen Trends in den Bereichen Medienpolitik, Rüstung, Wirtschaft und Außenpolitik einen Rückzug von demokratischen Standards zugunsten autoritärer Machtstrukturen darstellen und in welchem Kontrast dies zur westlichen Wahrnehmung steht.

  • Entwicklung der russischen Medienlandschaft und zunehmende staatliche Kontrolle
  • Strategische Aufrüstung und die Rhetorik des Großmachtstrebens
  • Wirtschaftliches Wachstum bei gleichzeitiger struktureller Modernisierungsdefizite
  • Die "gelenkte Demokratie" als System der Machtzentralisierung
  • Vergleich russischer und westlicher Sichtweisen auf den Demokratisierungsprozess

Auszug aus dem Buch

3. Großmacht durch Aufrüstung?

Schon zu Beginn des letzten Jahres war aus dem russischen Verteidigungsministerium zu hören, dass in Russland eine neue Waffe entwickelt worden sei, die das von den USA geplante Raketenabwehrsystem nutzlos mache. Im November 2004 verkündete der russische Präsident schließlich mit einem geplanten Budget von 112 Millarden Rubel für 2005 die Entwicklung einer neuen Generation von Atomwaffen, die bisher keine Nuklearmacht der Welt besitzt und die in wenigen Jahren schon einsatzbereit sein soll. " Das werden Modelle sein, die keine andere Atommacht im Moment oder in nächster Zukunft haben wird.",viii so Putin auf einer Kommandeurstagung in Moskau. Der Verteidigungsminister Sergej Ivanov deutete an, dass in nächster Zeit eine Version der Langstreckenrakete Topol-M getestet werde, deren Prototyp 2005 auch in Serie gehen könnte. Laut Berichten der russischen Medien würde das neue Waffensystem zehn atomare Sprengköpfe auf einer Entfernung bis zu 10000km befördern. Die maximale Belastung werde von 1,2 Tonnen auf vier Tonnen erhöht. Die Topol-M-Raketen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nur schwer aufzuspüren sind.

Wie begründet die russische Regierung ihre Pläne gegenüber der Weltöffentlichkeit und wie hat diese reagiert? Welche Absichten werden mit der atomaren Aufrüstung verfolgt?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der "gelenkten Demokratie" und Darstellung der Diskrepanz zwischen Putins Rhetorik und den politischen Realitäten in Russland zu Beginn des Jahres 2005.

2. Unabhängige Medien trotz Zentralisierung?: Untersuchung der zunehmenden Einschränkung der Pressefreiheit in Russland durch staatliche Maßnahmen und den Mangel an unabhängigen Massenmedien.

3. Großmacht durch Aufrüstung?: Analyse der russischen Pläne zur Modernisierung der atomaren Streitkräfte und die damit verbundene Rhetorik eines Großmachtanspruchs.

4. Wirtschaftwachstum ohne Modernisierung: Erörterung der wirtschaftlichen Entwicklung Russlands, die trotz Wachstums durch Rohstoffexporte strukturelle Reformen vernachlässigt und den staatlichen Einfluss verstärkt.

5. Strategische Partnerschaft ohne gemeinsame Werte?: Auseinandersetzung mit der russischen Außenpolitik, die primär auf den Erhalt des Großmachtstatus ausgerichtet ist, was die strategische Partnerschaft mit dem Westen erschwert.

6. Traditionalisierung statt Demokratisierung: Beschreibung des politischen Systems unter Putin als bürokratisch-autoritäres Regime, das demokratische Institutionen zugunsten einer Machtvertikale schwächt.

7. Gibt es eine Alternative für Russland?: Reflexion über die historischen Rahmenbedingungen und die Frage, ob eine demokratische Transformation unter den gegebenen sozio-ökonomischen Umständen realistisch war oder ist.

8. Vermerke: Quellen und Referenzen zu den zitierten Belegen.

Schlüsselwörter

Russland, Wladimir Putin, Gelenkte Demokratie, Pressefreiheit, Außenpolitik, Wirtschaftswachstum, Großmachtstatus, Autoritarismus, Atomwaffen, Modernisierung, Zivilgesellschaft, Medienpolitik, Rechtsstaatlichkeit, Politische Entwicklung, Rohstoffexporte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der politischen Entwicklung Russlands unter Präsident Putin zu Beginn des Jahres 2005 und analysiert, wie sich das Land von demokratischen Standards weg hin zu einem autoritären Regierungsstil bewegt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Medienpolitik, der atomaren Aufrüstung, der wirtschaftlichen Struktur und der russischen Außenpolitik im Verhältnis zum Westen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob die Entwicklungen in Russland unter Putin eine echte demokratische Entwicklung darstellen oder ob die Rhetorik lediglich eine "gelenkte Demokratie" verschleiert, die auf einer Machtvertikale basiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen essayistischen Beitrag, der auf der Analyse von politischer Rhetorik, ökonomischen Daten und einer Gegenüberstellung der russischen und westlichen Perspektiven basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zur Medienlandschaft, zum Aufrüstungsprogramm, zur Abhängigkeit von Rohstoffen, zur Außenpolitik und zur Kritik am autoritären Regierungsstil.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "gelenkte Demokratie", "Großmachtstreben", "bürokratisch-autoritäres Regime" und der Mangel an struktureller Modernisierung.

Wie bewertet die Autorin den "Fall Yukos"?

Der Fall Yukos wird als deutliches Beispiel für die politische Dimension der staatlichen Einflussnahme und die Schwächung marktwirtschaftlicher Wettbewerbsbedingungen angeführt.

Warum ist laut der Arbeit eine strategische Partnerschaft mit dem Westen schwierig?

Der Autorin zufolge fehlt das Fundament eines gemeinsamen Wertekonsenses, da die russische Führung eigene, teils konträre Ziele verfolgt und eine kritische Diskussion im eigenen Land unterdrückt.

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Details

Title
Die Illusion von Freiheit – Russlands Rückzug von der Demokratie
Author
Julia Schatte (Author)
Publication Year
2005
Pages
25
Catalog Number
V39812
ISBN (eBook)
9783638384933
ISBN (Book)
9783638644778
Language
German
Tags
Illusion Freiheit Russlands Rückzug Demokratie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Schatte (Author), 2005, Die Illusion von Freiheit – Russlands Rückzug von der Demokratie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39812
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