IT-Governance? Schon wieder so ein Modebegriff? Die Unternehmen sind in der heutigen Zeit, wenn sie dem Leistungsdruck Stand halten wollen, immer mehr auf Informationstechnologie (im Nachfolgenden IT genannt) angewiesen. Die dadurch entstehende Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT erfordern optimierte IT-Prozesse, die in das interne Kontrollsystem des Unternehmens mit einbezogen werden. Des Weiteren sind die Anforderungen auch vor allem an die Sicherheit der IT immens gestiegen. ITGovernance ist ein wesentlicher Bestandteil eines ganzheitlichen Corporate Governance-Ansatzes zur Steuerung und Kontrolle eines Unternehmens. Die ITGovernance zielt darauf ab, die IT-Prozesse zu steuern und zu überwachen. Der Begriff Governance stammt von dem griechischen Wort KYBERNÂN ab und bedeutet "Steuern eines Schiffes". Was ist nun eigentlich IT-Governance?
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 DEFINITION IT-GOVERNANCE
1.2 ZUSAMMENHANG ZWISCHEN CORPORATE GOVERNANCE UND IT-GOVERNANCE
1.3 ZIELGRUPPE
1.4 PROBLEMSTELLUNG
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN DER IT-GOVERNANCE
2.1 ENTWICKLUNG DER IT-GOVERNANCE
2.1.1 ENTSTEHUNG
2.1.2 AKTUELLE ENTWICKLUNG
2.1.3 ABGRENZUNG ZU INFORMATIONSMANAGEMENT
2.2 PROZESS DER IT-GOVERNANCE
2.3 IT-GOVERNANCE MODELL
2.4 ZIELE DER IT-GOVERNANCE
2.4.1 WERTBEITRAG
2.4.2 RISIKOMANAGEMENT
2.4.3 STRATEGISCHE AUSRICHTUNG
2.4.4 RESSOURCEN-MANAGEMENT
2.4.5 MESSUNG DER PERFORMANCE
3 UMSETZUNG DER IT-GOVERNANCE IM UNTERNEHMEN
3.1 UNTERNEHMENS-CHECKLISTE
3.1.1 AUFDECKUNG STRATEGISCHER IT-THEMEN
3.1.2 BEHANDLUNG STRATEGISCHER IT-THEMEN DURCH DAS MANAGEMENT
3.1.3 SELBSTBEWERTUNG DER IT-GOVERNANCE
3.2 EINFLUSSFAKTOREN DER IT-GOVERNANCE
3.2.1 PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN
3.2.2 KUNDENSTRUKTUREN
3.2.3 GEOGRAPHIE / REGIONEN
3.2.4 KOOPERATIONEN / LIEFERANTENSTRUKTUR
3.2.5 UNTERNEHMENSGRÖßE
3.2.6 INFORMATIONSTECHNOLOGIE
3.2.7 RECHTSFORM UND EIGENTUMSVERHÄLTNISSE
3.2.8 ENTWICKLUNGSSTADIUM DER ORGANISATION
3.2.9 KONKURRENZSITUATION
3.2.10 TECHNOLOGISCHE DYNAMIK
3.3 IT-GOVERNANCE UMSETZUNGSPLAN
3.3.1 AKTIVITÄTEN
3.3.2 ERGEBNISMESSUNGEN
3.3.3 BEST PRACTICES
3.3.4 KRITISCHE ERFOLGSFAKTOREN
3.3.5 PERFORMANCETREIBER
3.4 AKTUELLER STAND DER UMSETZUNG VON IT-GOVERNANCE
3.5 REFERENZMATERIAL
3.5.1 COBIT (CONTROL OBJECTIVES FOR INFORMATION AND RELATED TECHNOLOGY)
3.5.2 ISO 17799
3.5.3 ITIL (INFORMATION TECHNOLOGY INFRASTRUCTURE LIBRARY)
4 FAZIT
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht das System der IT-Governance, analysiert dessen theoretische Grundlagen und beleuchtet kritisch die praktische Umsetzung in Unternehmen, wobei der Fokus auf Methoden zur Steuerung und Messung von IT-Leistungen liegt.
- Definition und Einordnung von IT-Governance im Kontext der Corporate Governance
- Prozesse und Modelle zur effektiven Steuerung der Informationstechnologie
- Einflussfaktoren bei der Implementierung von IT-Governance
- Messung der IT-Performance (z. B. mittels IT Balance Scorecard)
- Überblick über internationale Referenzstandards (COBIT, ISO 17799, ITIL)
Auszug aus dem Buch
2.4.2 Risikomanagement
Eine gute Unternehmenssteuerung führt ein aktives Risikomanagement durch. Dabei muss das Unternehmensrisiko nicht nur finanziell sein, denn Risikomanagement beginnt am effektivsten mit einem klaren Verständnis über die wesentlichen Unternehmensrisiken unter Einbeziehung der Geschäftsleitung. Gerade für IT Investitionen ist eine allgemeine Risikoeinschätzung über das gesamte Unternehmen erforderlich. Es muss definiert werden, ob die Unternehmenspolitik eher risikofreudig oder risikomeidend agiert, danach werden dann auch die Strategien für das Risikomanagement erstellt und Verantwortlichkeiten festgelegt. Management und Vorstand kann in Abhängigkeit der vorher definierten Unternehmenspolitik unter folgenden Aktionen auswählen:
• Risikoreduktion – Kontrollen werden implementiert
• Risikotransfer – das Risiko wird an einen Geschäftspartner weitergegeben
• Risikoakzeptanz – Anerkennung des existierenden Risikos, um es folglich zu überwachen
Jedes Risiko muss analysiert werden. Oft sind gerade die Risiken, die nicht richtig verstanden wurden, die gefährlichsten. Das Bewusstsein für Risiken beeinflusst die strategischen Entscheidungen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Definiert IT-Governance als Teil der Unternehmensführung und verdeutlicht die Notwendigkeit von Steuerungsprozessen zur Erreichung strategischer Unternehmensziele.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN DER IT-GOVERNANCE: Erläutert die Entstehung des Governance-Gedankens, den zugrunde liegenden Prozess und die zentralen Ziele wie Wertbeitrag, Risikomanagement und Performance-Messung.
3 UMSETZUNG DER IT-GOVERNANCE IM UNTERNEHMEN: Bietet praktische Checklisten, analysiert Einflussfaktoren auf die Organisationsstruktur und stellt Umsetzungspläne sowie internationale Frameworks wie COBIT, ISO 17799 und ITIL vor.
4 FAZIT: Resümiert die Notwendigkeit einer stärkeren IT-Verankerung im Management und betont, dass auch mittelständische Unternehmen verstärkt auf Governance-Standards setzen sollten.
Schlüsselwörter
IT-Governance, Corporate Governance, IT-Strategie, Risikomanagement, Wertbeitrag, Performance-Messung, Balance Scorecard, COBIT, ITIL, ISO 17799, Unternehmensführung, IT-Prozesse, CIO, IT-Management, Organisationsstruktur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der IT-Governance als essenziellem Bestandteil der Unternehmenssteuerung zur Überwachung und Kontrolle von IT-Prozessen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von IT-Governance, der theoretischen Herleitung, Einflussfaktoren bei der Implementierung sowie dem Einsatz von Standards und Messmodellen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die Darstellung und kritische Bewertung des Systems der IT-Governance sowie die Aufarbeitung von Ansätzen für dessen praktische Umsetzung im Unternehmen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung sowie eine Analyse von Best-Practice-Ansätzen und Referenzmodellen für das IT-Management.
Welche Inhalte bilden den Hauptteil?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen, die Einflussfaktoren auf die IT-Organisation sowie konkrete Umsetzungspläne inklusive der Vorstellung internationaler Standards.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind IT-Governance, Wertbeitrag, Risikomanagement, Strategische Ausrichtung, Performance-Messung und Referenzframeworks wie COBIT oder ITIL.
Warum spielt die IT Balance Scorecard laut Autorin eine wichtige Rolle?
Sie ermöglicht es, immaterielle Werte der IT messbar zu machen und IT-Prozesse direkt an den strategischen Unternehmensanforderungen auszurichten.
Was unterscheidet das Risikomanagement laut Arbeit von rein finanziellen Ansätzen?
Ein effektives IT-Risikomanagement erfordert ein ganzheitliches Verständnis der Unternehmensrisiken, welches über rein finanzielle Aspekte hinausgeht und eine klare Abstimmung der Risikopolitik (z. B. Risikoakzeptanz) beinhaltet.
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- Melanie Bückle (Author), 2004, IT-Governance, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39821