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Der Neuaufbau des Sports in Westdeutschland und der BRD nach dem 2. Weltkrieg

Title: Der Neuaufbau des Sports in Westdeutschland und der BRD nach dem 2. Weltkrieg

Seminar Paper , 2005 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sebastian Augustin (Author)

Sport - Sport History
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Neuaufbau des Sports in Westdeutschland in den Jahren von 1945 bis 1949. Im Bezug zum Seminarthema „Sport und Politik vom Ende des zweiten Weltkrieges bis zur Gegenwart“ setzt diese Seminararbeit zu Beginn der Demokratisierung nach dem Ende des zweiten Weltkrieges an. Ziel dieser Arbeit ist es, insbesondere die Anfangsjahre nach der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches, der so genannten „Stunde Null“1, nachzuzeichnen und den Weg bis zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1949 aufzuzeigen und zu analysieren. 2 Im Fokus steht dabei die Rolle des Sports, jedoch sollen auch gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen im Laufe der Ausführungen erläutert werden. Dabei soll unter anderem auch der Frage nachgegangen werden, aus welchem Antrieb heraus die Faszination für Sport in Westdeut schland nach dem verlorenen Krieg wieder neu entflammte. Des Weiteren ist auch ein kritischer Blick auf einige der führenden Persönlichkeiten des sportlichen Neuanfangs zu richten, vor allem im Rückblick auf ihre Kompetenzen zu Zeiten des Deutschen Reiches. Zunächst einmal aber ist es notwendig, die allgemeine Situation im besiegten Deutschland zu skizzieren. 1 WEIßPFENNIG, Gerd, „Der Neuaufbau des Sports in Westdeutschland bis zur Gründung des Deutschen Sportbundes“, in: H. UEBERHORST (Hrsg.), Geschichte der Leibesübungen, Bd. 3/2, S. 759 2 IMMISCH, Joachim, Zeiten und Menschen, Paderborn 1983, S. 180

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Ende des 2. Weltkrieges

3 Die Aufspaltung Deutschlands am Beispiel dreier Städte

3.1 Hannover, britische Besatzungszone

3.2 Frankfurt, amerikanische Besatzungszone

3.3 Ravensburg, französische Besatzungszone

4 Wiederaufbau von Strukturen

4.1 Die alliierte Kontrollratsdirektive Nummer 23

4.2 Das Problem der Entnazifizierung

5 Die Rückkehr alter Funktionsträger aus der NS Zeit

5.1 Die Person Guido von Mengden

5.2 Die Person Carl Diem

6 Der Weg zur Gründung des DSB

7 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert den Neuaufbau des Sports in Westdeutschland und der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1945 und 1949, wobei die politische und gesellschaftliche Neuausrichtung sowie die Rolle ehemaliger Funktionsträger im Fokus stehen.

  • Analyse der "Stunde Null" und der sportlichen Ausgangslage nach dem Zweiten Weltkrieg.
  • Untersuchung regionaler Unterschiede des Sportaufbaus anhand der Besatzungszonen.
  • Bewertung der Rolle alliierter Kontrollratsdirektiven für die Sportorganisation.
  • Diskussion der Entnazifizierung im Sport und der Kontinuität von Führungspersonen.
  • Nachzeichnung des Weges zur Gründung des Deutschen Sportbundes (DSB).

Auszug aus dem Buch

3 Die Aufspaltung Deutschlands am Beispiel dreier Städte

Die vier Besatzungsmächte USA, die Sowjetunion, England und Frankreich hatten sich zum Ziel gesetzt, Nationalsozialismus und Militarismus in Deutschland zu entfernen und dabei die Bevölkerung zur Demokratie und in die internationale Gemeinschaft zurückzuführen. Dabei hatte jede Besatzungsmacht eigene Vorstellungen und Wünsche, wie dieser Weg zu beschreiten sei.

Die USA, England und Frankreich versuchten dies nach dem Vorbild westlicher Demokratie und offener Marktwirtschaft, für die Sowjetunion stand vor allem eine Integration des sozialistischen Systems in ihrem Machtbereich im Vordergrund. Daher entwickelten sich schnell drei Westzonen, die der Amerikaner, Briten und Franzosen. Analog dazu grenzte sich hiervon eine Ostzone unter sowjetischer Kontrolle ab, aus der später die DDR entstand.

Trotz gleicher Vorstellungen der westlichen Siegermächte bezüglich Demokratie und Marktwirtschaft gab es in den Besatzungszonen unterschiedliche Entwicklungen. Diese zeigten sich auf verschiedenen Ebenen, sowohl im gesellschaftlichen und kulturellen, als auch im politischen Umfeld. Auch die sportliche Entwicklung in den westlichen Besatzungszonen wurde von diesen Unterschieden maßgeblich beeinflusst. Welche Unterschiede im organisatorischen Neuaufbau auftraten, wird am Beispiel dreier Städte aus unterschiedlichen Besatzungszonen deutlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit definiert den Untersuchungszeitraum von 1945 bis 1949 und legt den Fokus auf den demokratischen Neuaufbau des Sports sowie die Rolle relevanter Führungspersönlichkeiten.

2 Das Ende des 2. Weltkrieges: Das Kapitel beschreibt den Zusammenbruch der staatlichen Ordnung und die ersten, oft improvisierten Versuche der Bevölkerung, sportliche Aktivitäten unter den Bedingungen des Nachkriegselends wiederaufzunehmen.

3 Die Aufspaltung Deutschlands am Beispiel dreier Städte: Anhand von Hannover, Frankfurt und Ravensburg werden die unterschiedlichen sportpolitischen Ansätze der britischen, amerikanischen und französischen Besatzungsmächte verdeutlicht.

4 Wiederaufbau von Strukturen: Es wird erörtert, wie die alliierte Kontrollratsdirektive 23 den Sport regulierte und welche Herausforderungen sich bei der Entnazifizierung des sportlichen Personals ergaben.

5 Die Rückkehr alter Funktionsträger aus der NS Zeit: Das Kapitel befasst sich mit der ambivalenten Rolle ehemaliger NS-Funktionäre, insbesondere Guido von Mengden und Carl Diem, beim Wiederaufbau des Sports.

6 Der Weg zur Gründung des DSB: Dieser Abschnitt beschreibt den Prozess der interzonalen Konsensfindung, der schließlich 1950 zur Gründung des Deutschen Sportbundes führte.

7 Schlussbetrachtung: Das Fazit resümiert den gelungenen organisatorischen Neuanfang und die Bedeutung des Sports als gesellschaftliche Plattform im Nachkriegsdeutschland.

Schlüsselwörter

Neuaufbau, Sportgeschichte, Nachkriegszeit, Besatzungszonen, Kontrollratsdirektive 23, Entnazifizierung, Guido von Mengden, Carl Diem, DSB, Sportverein, Demokratisierung, Westdeutschland, deutsche Sportgeschichte, Sportorganisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Organisation und dem strukturellen Wiederaufbau des Sports in den westlichen Besatzungszonen Deutschlands zwischen 1945 und 1949.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Auswirkungen der Besatzungspolitik, der Prozess der Entnazifizierung, die Rolle ehemaliger NS-Funktionäre sowie die organisatorische Zusammenführung zum Deutschen Sportbund.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Weg von der "Stunde Null" bis zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland sportgeschichtlich zu analysieren und die gesellschaftliche Funktion des Sports in dieser Transformationsphase zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, indem er den Prozess anhand von Literaturquellen, Fallbeispielen und Dokumenten der Besatzungszeit systematisch nachzeichnet.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der regionalen Unterschiede in den Besatzungszonen, die Auseinandersetzung mit der Kontrollratsdirektive 23 und die kritische Betrachtung einflussreicher Akteure wie Carl Diem.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Neuaufbau, Entnazifizierung, Sportbund, Westzonen und Sportgeschichte definiert.

Warum unterscheidet sich die sportliche Entwicklung in Ravensburg von der in Hannover oder Frankfurt?

Die französische Besatzungsmacht verfolgte in Ravensburg eine restriktivere Politik gegenüber Turnvereinen, da diese als militaristisch eingestuft wurden, während in den anderen Zonen der Wiederaufbau rascher zugelassen wurde.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Carl Diem?

Die Arbeit erkennt Diems immense Verdienste um den deutschen Sport an, thematisiert jedoch gleichzeitig die Kontroverse um seine Vergangenheit im Nationalsozialismus.

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Details

Title
Der Neuaufbau des Sports in Westdeutschland und der BRD nach dem 2. Weltkrieg
College
Sport Academy Cologne
Course
Sport und Politik nach dem 2. Weltkrieg
Grade
1,3
Author
Sebastian Augustin (Author)
Publication Year
2005
Pages
14
Catalog Number
V39873
ISBN (eBook)
9783638385381
Language
German
Tags
Neuaufbau Sports Westdeutschland Weltkrieg Sport Politik Weltkrieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Augustin (Author), 2005, Der Neuaufbau des Sports in Westdeutschland und der BRD nach dem 2. Weltkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39873
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