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Wie kam es zur Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins (ADF)?

Title: Wie kam es zur Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins (ADF)?

Seminar Paper , 2005 , 15 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Martin Walter (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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Die Frauen und ihre gesellschaftliche Stellung sind in Deutschland in den letzten Jahren immer wieder ein aktuelles Thema und zum Teil auch Mittelpunkt kontroverser Debatten. Gerade an Daten wie etwa dem Weltfrauentag ( 8. März) wird die Rolle der Frau in der Gesellschaft in das Zentrum einer breiten Öffentlichkeit gerückt und es finden Diskussionen im Bezug auf überwundene und noch vorhandene Mißstände statt. So ist zum Beispiel die Politik immer noch weitgehend eine Domäne des Mannes, und auch wenn Frauen inzwischen vereinzelt leitende Ämter innehaben ist die weiterhin relativ große Diskrepanz in der Politik im Verhältnis zwischen Mann und Frau durchaus auffällig. Doch gerade in Betracht von diesem auch zu Beginn des 21. Jahrhundert noch nicht ganz überwundenem Geschlechterunterschied in unserer Gesellschaft stellt sich die Frage, wie dann erst die Lage vor 100 oder 200 Jahren gewesen sein mag.
Ausgehend von einem Sitzungsprotokoll der Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins im Jahre 1865, veröffentlicht 1890 von einer gewissen Louise Otto-Peters in ihrer Schrift Das erste Jahrhundert des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins, möchte ich daher im Folgenden der Frage nachgehen, wie es dazu kam, dass jene Louise Otto-Peters gemeinsam mit Auguste Schmidt diese Gründung initiiert hat und versuche zugleich die Hintergründe der damaligen Frauenbewegung zu beleuchten. Wer ist diese Louise Otto gewesen und was hat sie angetrieben? Seit wann existiert eine Frauenbewegung und welche Ziele hat sie verfolgt? Welchen Einfluß haben dabei solch epochale Ereignisse wie die Französische oder die 48er Revolution ausgeübt? Welche gesellschaftlichen und politischen Voraussetzungen haben Mitte des 19. Jahrhunderts geherrscht und welche Rolle hat darin das weibliche Geschlecht gespielt? Speziell den Zeitraum zwischen den Politischen Unruhen 1848/49 und der Gründung des ADF 1865 möchte ich dabei einer näheren Betrachtung unterziehen.
Hauptsächlich stütze ich mich bei meinen Ausführungen auf Werke von Cordula Koepcke und Florence Hervé, beziehe aber auch Originalwerke der damaligen Zeit mit in meine Überlegungen ein und gehe auf ausländische Autoren, allgemein- historische Darstellungen und Fachzeitschriften ein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Kurzbiographie Louise Otto-Peters

2. Stand der Frau in der Gesellschaft Mitte des 19. Jahrhunderts

2.1 Einfluss der Französischen Revolution 1789

2.2 Die soziale Lage: Frauenarbeit und Rechte der Frau

3. 48er Revolution und Aufbruch der Frauen

3.1 Der Übergriff der Revolution von Frankreich auf Deutschland

3.2 Die bürgerliche Frauenbewegung im Aufbruch

3.3 Die Frauen - Zeitung

4. Die offizielle Geburtsstunde der bürgerlichen Frauenbewegung

4.1 Gründung des ADF am 15. Oktober 1865

4.2 Wirken und Wirkungen des ADF

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Hintergründe und die Entwicklung der deutschen Frauenbewegung im Zeitraum von der 48er Revolution bis zur Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins (ADF) im Jahr 1865, wobei insbesondere die Rolle von Louise Otto-Peters analysiert wird.

  • Die Biografie und das Wirken von Louise Otto-Peters als treibende Kraft der Frauenbewegung.
  • Die gesellschaftliche Stellung der Frau und die Auswirkungen der Französischen Revolution.
  • Die Bedeutung der 48er Revolution für den Aufbruch der bürgerlichen Frauenbewegung.
  • Die Rolle der Frauen-Zeitung als Medium der politischen Artikulation.
  • Die Gründung, Ziele und Auswirkungen des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins (ADF).

Auszug aus dem Buch

3.3 Die Frauen-Zeitung

Mitten hinein in die umwälzenden Ereignisse der Jahre 1848/49 gründete Louise Otto am 21. April 1849 die Frauen-Zeitung. Das Programm dieser ersten Ausgabe drückte die Forderungen der Frauen aus, in einem Abschnitt heißt es: „Wir wollen unseren Teil fordern: Das Recht, das Rein-Menschliche in uns in freier Entwicklung aller unserer Kräfte auszubilden, und das Recht der Mündigkeit und Selbstständigkeit im Staat.“

Dieser kleine Ausschnitt verdeutlicht schon, dass bereits 16 Jahre vor der offiziellen organisatorischen Begründung der Frauenbewegung durch die Entstehung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins hier die Ziele und Forderungen derselben deutlich formuliert wurden. Dem Motto ihrer Zeitung „ Dem Reich der Freiheit werb´ ich Bürgerinnen“ verlieh Louise Otto in ihrem programmatischen Teil ebenfalls Ausdruck: „ Wohlauf denn, meine Schwestern, vereinigt euch mit mir, damit wir nicht zurückbleiben, wo Alle und Alles um uns und neben uns vorwärts drängt und kämpft.“

Schwerpunkt der Frauen-Zeitung und ihrer Herausgeberin ist die Forderungen nach Teilnahme der Frauen an den Angelegenheiten des Staates sowie die Unterstützung von Bildungseinrichtungen für das weibliche Geschlecht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kurzbiographie Louise Otto-Peters: Das Kapitel zeichnet den Lebensweg von Louise Otto-Peters nach, von ihrer Kindheit über ihre frühen schriftstellerischen Tätigkeiten bis hin zu ihrem politischen Engagement für die Arbeiterinnen und Frauenrechte.

2. Stand der Frau in der Gesellschaft Mitte des 19. Jahrhunderts: Es wird die rechtliche und soziale Benachteiligung von Frauen in einer patriarchalischen Gesellschaft sowie der Einfluss der Französischen Revolution auf das frühe Frauenbewusstsein thematisiert.

3. 48er Revolution und Aufbruch der Frauen: Dieses Kapitel beschreibt, wie die politischen Unruhen der 1848er Jahre den Ruf nach Frauenrechten verstärkten und zur Entstehung erster Frauenvereine und Medien wie der „Frauen-Zeitung“ führten.

4. Die offizielle Geburtsstunde der bürgerlichen Frauenbewegung: Hier wird die Gründung des ADF im Jahr 1865 analysiert, die als Reaktion auf verwehrtes gesellschaftliches Mitwirken der Frauen sowie als Meilenstein für organisierte Frauenbildung und berufliche Teilhabe gilt.

Schlüsselwörter

Frauenbewegung, Louise Otto-Peters, ADF, 48er Revolution, Frauen-Zeitung, Emanzipation, bürgerliche Frauenbewegung, Frauenrechte, soziale Lage, Bildungsförderung, Frauenarbeit, Gleichberechtigung, Politische Teilhabe, 19. Jahrhundert, Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung der deutschen Frauenbewegung im 19. Jahrhundert, ausgehend von den revolutionären Ereignissen 1848/49 bis hin zur Vereinsgründung 1865.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Frauenbiografie von Louise Otto-Peters, die soziale und rechtliche Lage der Frau sowie die Entstehung der ersten organisierten Frauenvereine.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Hintergründe der Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins (ADF) zu beleuchten und den Einfluss von Louise Otto-Peters auf diesen Prozess zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die sich auf zeitgenössische Quellen sowie auf neuere fachwissenschaftliche Sekundärliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Lebensweg von Louise Otto-Peters, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, den Aufbruch während der 48er Revolution sowie die Gründung und das Wirken des ADF.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Emanzipation, Frauenbildung, politische Teilhabe, 48er Revolution und Louise Otto-Peters.

Welche Rolle spielte die „Frauen-Zeitung“ für die Bewegung?

Sie diente als erstes Sprachrohr für die Ziele der Frauenbewegung, wie etwa das Recht auf Mündigkeit, berufliche Bildung und politische Partizipation im Staat.

Warum wird der ADF als offizielle Geburtsstunde der bürgerlichen Frauenbewegung gesehen?

Weil mit ihm 1865 erstmals eine organisierte, überregionale Struktur geschaffen wurde, die gezielt Bildungs- und Erwerbsinteressen von Frauen bündelte.

Inwiefern beeinflussten die 48er Jahre den weiteren Weg der Frauen?

Obwohl die Revolution scheiterte, entstand eine Aufbruchstimmung, die den Grundstein für die spätere organisierte Arbeit von Vordenkerinnen wie Louise Otto-Peters legte.

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Details

Title
Wie kam es zur Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins (ADF)?
College
University Karlsruhe (TH)  (Institut für Geschichte)
Course
Einführung in das Studium der Neueren und Neuesten Geschichte
Grade
2.0
Author
Martin Walter (Author)
Publication Year
2005
Pages
15
Catalog Number
V39875
ISBN (eBook)
9783638385404
ISBN (Book)
9783638902199
Language
German
Tags
Gründung Allgemeinen Deutschen Frauenvereins Emanzipation Frauenrechte Gleichberechtigung Louise Louise-Otto Peters Auguste Schmidt Leipzig ADF 1865 Frauenbewegung Rechte Wahlrecht Mutterschutz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Walter (Author), 2005, Wie kam es zur Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins (ADF)?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39875
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