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Wie kommt es zu sozialer Exklusion im Wohlfahrtsstaat und was kann der Staat dagegen tun?

Title: Wie kommt es zu sozialer Exklusion im Wohlfahrtsstaat und was kann der Staat dagegen tun?

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 22 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Tanja Lorenz (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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[...] Diese Arbeit beschäftigt sich insofern mit dem Thema sozialer Inklusion und Exklusion im Wohlfahrtsstaat, dass zunächst die Hintergründe zu Entstehung und Wirkungsweise des Wohlfahrtsstaates im Allgemeinen beleuchtet werden, um einen Einblick in die Wirkungsweise wohlfahrtsstaatlicher Handlungsweisen zu geben. Anschließend wird die Frage diskutiert, ob und wie der Staat in seiner Eigenschaft grundsätzlich eine Inklusion (benachteiligter) Gesellschaftsmitglieder in Teilsysteme unserer Gesellschaft bewirkt. In diesem Sinne wird im vorletzten Kapitel der Arbeit die Situation jugendlicher Arbeitsloser eingehender betrachtet und der Frage nachgegangen, welche Rolle die Erwerbsarbeit heute überhaupt spielt und ob es dem Staat heute tatsächlich noch gelingen kann, die Vielzahl betroffener Jugendliche in das Erwerbsleben zu integrieren, wobei auf die Darstellung konkreter Programme und Maßna hmen verzichtet wird - es werden lediglich Sparten von Programme benannt, um dennoch die Fülle staatlicher Maßnahmen darzustellen. Im ersten Abschnitt des zweiten Kapitels wird zur Einführung auf das Phänomen ‚Wohlfahrtsstaat’ und seine historische Entwicklung eingegangen. Im Folgenden werden die Ba usteine der wohlfahrtsstaatlichen Funktionsweise dargestellt und gegeneinander aufgebaut. Es wird gezeigt, inwiefern der Wohlfahrtsstaat aufgrund der fortschreitenden gesellschaftlichen Differenzierung, welche in Abschnitt 2.2 erläutert wird, eine immens wichtige Funktion innerhalb der Gesellschaft einnimmt. Weiterhin werden in Abschnitt 2.3 die Inklusions- und folglich auch Exklusionsphänomene moderner Gesellschaften aufgezeigt und mit den Prozessen fortschreitender gesellschaftlicher Differenzierung in Verbindung gesetzt. Den Abschluss
dieses zweiten Kapitels bildet unter 2.3.3 die Vorstellung der Wirkungsweise des Wohlfahrtsstaates, welcher genau an den Punkten in der Gesellschaft versucht, Inklusionsphänomene zu erzeugen, wo entsprechende Defizite herrschen. Im Anschluss daran werden diese Inklusionsbestrebungen des Wohlfahrtsstaates anhand eines vieldiskutierten Problems der heutigen Zeit besprochen - der Jugendarbeitslosigkeit. Es wird gezeigt, welch hohen Stellenwert Erwerbstätigkeit in der heutigen Zeit für die Mitglieder moderner Gesellschaften hat und was als Ursachen bzw. Folgen von Arbeitslosigkeit für den Einzelnen benannt werden kann. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Die Bedeutung des Wohlfahrtsstaates im Zeitalter funktional differenzierter Gesellschaften

2.1. Die historische Entwicklung des Wohlfahrtsstaates

2.2. Die funktionale Differenzierung der modernen Gesellschaft

2.3. Die Bedeutung des Wohlfahrtsstaates bezüglich Inklusionschancen und Exklusionsgefahren für die Gesellschaftsmitglieder

2.3.1. Begriffsbestimmung Inklusion/ Exklusion

2.3.2. Soziale Differenzierung und deren Auswirkung auf gesellschaftliche Inklusionschancen/ Exklusionsgefahren

2.3.3. Der Wohlfahrtsstaat als Instanz zur Förderung von Inklusion

3. Die Gefahr der sozialen Exklusion arbeitsloser Jugendlicher - ein Fall für den Wohlfahrtsstaat

3.1. Erwerbsarbeit in modernen Gesellschaften und ihr Wechselverhältnis zum Wohlfahrtsstaat

3.2. Arbeitslosigkeit - eine mögliche Ursache sozialer Exklusion Jugendlicher

3.2.1. Ursachen von Jugendarbeitslosigkeit

3.2.2. Maßnahmen des Wohlfahrtsstaates zur Bekämpfung der Jugend-Arbeitslosigkeit

4. Kritik der wohlfahrtsstaatlichen Bemühungen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Wohlfahrtsstaates bei der Bewältigung sozialer Exklusionsrisiken, wobei die spezifische Situation arbeitsloser Jugendlicher als zentrales Fallbeispiel dient, um die Wirksamkeit und Grenzen staatlicher Inklusionsbemühungen zu analysieren.

  • Soziale Inklusion und Exklusion im Kontext funktional differenzierter Gesellschaften
  • Historische und theoretische Grundlagen des Wohlfahrtsstaates
  • Die zentrale Bedeutung von Erwerbsarbeit für die gesellschaftliche Teilhabe
  • Ursachen und Auswirkungen der Jugendarbeitslosigkeit als Exklusionsrisiko
  • Grenzen staatlicher Interventionsmöglichkeiten in einer sich wandelnden Arbeitswelt

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Ursachen von Jugendarbeitslosigkeit

„Jeder Jugendliche sollte eine Ausbildungsstelle erhalten“ ist ein häufig ausgesprochener Satz von Politikern. Dabei ist jedoch gerade für die Jugendlichen das Risiko, arbeitslos zu werden, unverhältnismäßig hoch.

Der ehemals erste und mit der wichtigste Schritt eines Jugendlichen in das Erwerbsleben, der Übergang von der Schule in eine berufliche Ausbildung, stellt heutzutage aufgrund des herrschenden Lehrstellen- und Ausbildungsplatzmangels oftmals eine erste riesige Hürde dar. Auf die berufliche Erstausbildung folgt unmittelbar das Problem des Wechsels in ein geregeltes Arbeitsverhältnis. Ist auch diese Hürde genommen, stellt die weitaus gefährdetere Stellung junger Arbeitnehmer gegenüber der älteren Generation der Belegschaft ein drittes Problem dar, gegen das sich die jungen Erwachsenen nur schwer wappnen können. Zwar bedeutet eine Lehrstelle, eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Berufsleben bereits genommen zu haben, jedoch schützt eine erfolgreiche Berufsausbildung Jugendliche nicht vor Arbeitslosigkeit.

Die Gründe dafür, weshalb ein Jugendlicher keine Arbeit gefunden bzw. eine Stelle wieder verloren hat, können zum einen die unterschiedlichsten persönlichen Ursachen haben. Zwar sind hierbei die Bedingungen des Aufwachsens „ein entscheidender Stütz-Pfeiler für den Lebensweg der heranwachsenden Jugendlichen,“ jedoch sind neben der familiären Herkunft verschiedene Ebenen von Benachteiligungen und auch sozialen Exklusionen bereits im Vorfeld denkbar, welche dem jungen Erwachsenen den Eintritt in das Erwerbsleben erschweren oder nahezu unmöglich machen (Nationalität, Schulabschluss, fehlende betriebsspezifische Qualifikationen, Geschlecht, Situation im Wohnbezirk, Ausbildungsinteressen).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Jugendarbeitslosigkeit ein und skizziert die Fragestellung zur Rolle des Wohlfahrtsstaates bei der Inklusion betroffener Jugendlicher.

2. Die Bedeutung des Wohlfahrtsstaates im Zeitalter funktional differenzierter Gesellschaften: Es werden die theoretischen Grundlagen und die historische Entwicklung des Wohlfahrtsstaates sowie die Begriffe Inklusion und Exklusion in modernen Gesellschaften erläutert.

3. Die Gefahr der sozialen Exklusion arbeitsloser Jugendlicher - ein Fall für den Wohlfahrtsstaat: Dieses Kapitel analysiert die zentrale Rolle der Erwerbsarbeit, die Ursachen der Jugendarbeitslosigkeit und die staatlichen Maßnahmen zu deren Bekämpfung.

4. Kritik der wohlfahrtsstaatlichen Bemühungen und Ausblick: Der abschließende Teil kritisiert die Möglichkeiten und finanziellen Grenzen des Wohlfahrtsstaates bei der Bewältigung aktueller Exklusionsphänomene.

Schlüsselwörter

Wohlfahrtsstaat, soziale Exklusion, Inklusion, Jugendarbeitslosigkeit, funktionale Differenzierung, Erwerbsarbeit, Sozialpolitik, gesellschaftliche Integration, Strukturwandel, Ausbildungsmarkt, Arbeitslosigkeit, soziale Sicherheit, Teilsysteme, Teilhabe, Arbeitsmarktpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie es im modernen Wohlfahrtsstaat zu sozialer Exklusion kommen kann und welche Möglichkeiten der Staat besitzt, um diesem Prozess, insbesondere bei arbeitslosen Jugendlichen, entgegenzuwirken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die systemtheoretische Betrachtung von Inklusion und Exklusion, die Bedeutung der Erwerbsarbeit für die gesellschaftliche Teilhabe sowie die Analyse staatlicher Maßnahmen zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie der Wohlfahrtsstaat als Instanz zur Förderung von Inklusion fungiert und an welchen strukturellen Grenzen er bei der Integration junger Arbeitsloser stößt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse, die sich primär auf die systemtheoretischen Ansätze funktional differenzierter Gesellschaften stützt, um das Wirken und die Möglichkeiten des Wohlfahrtsstaates zu reflektieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung des Wohlfahrtsstaates, das Verhältnis von Erwerbsarbeit und Gesellschaft sowie konkrete Risiken der sozialen Exklusion für Jugendliche und die entsprechenden wohlfahrtsstaatlichen Reaktionsmuster.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Wohlfahrtsstaat, soziale Inklusion, Exklusion, Jugendarbeitslosigkeit und funktionale Differenzierung geprägt.

Warum stellt Jugendarbeitslosigkeit eine besondere Gefahr für die soziale Exklusion dar?

Da Jugendliche noch nicht vollständig in gesellschaftliche Funktionssysteme integriert sind, führt Arbeitslosigkeit bei ihnen schneller zu einem Teufelskreis, der ein dauerhaftes Ausscheiden aus zentralen Lebensbereichen und somit eine kumulative Exklusion begünstigt.

Wie definiert die Autorin den Wohlfahrtsstaat im Kontext der modernen Gesellschaft?

Der Wohlfahrtsstaat wird als eine Politikform verstanden, die als Rettungsanker dient, um durch staatliche Interventionen die Inklusion der Bürger in gesellschaftliche Teilsysteme sicherzustellen, auch wenn dies aufgrund des gesellschaftlichen Wandels zunehmend schwieriger wird.

Ist das Ziel der „Vollbeschäftigung“ laut der Arbeit noch realistisch?

Die Arbeit deutet an, dass die Möglichkeiten des Wohlfahrtsstaates begrenzt sind und dass das Modell aufgrund struktureller Veränderungen und finanzieller Überlastungen vor großen Herausforderungen steht, was eine Neubewertung der wohlfahrtsstaatlichen Leistungen erforderlich macht.

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Details

Title
Wie kommt es zu sozialer Exklusion im Wohlfahrtsstaat und was kann der Staat dagegen tun?
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Soziologie)
Course
Soziologie des Wohlfahrtsstaates
Grade
2,3
Author
Tanja Lorenz (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V39931
ISBN (eBook)
9783638385794
Language
German
Tags
Exklusion Wohlfahrtsstaat Staat Soziologie Wohlfahrtsstaates
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tanja Lorenz (Author), 2005, Wie kommt es zu sozialer Exklusion im Wohlfahrtsstaat und was kann der Staat dagegen tun?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39931
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