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Der Erstspracherwerb

Title: Der Erstspracherwerb

Term Paper , 2005 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexandra Strathmann (Author)

Didactics for the subject German - Grammar, Style, Working Technique
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Summary Excerpt Details

Kinder werden in eine Gemeinschaft hereingeboren, in der das Hauptkommunikationsmittel die Sprache ist und mit der das Neugeborene schon vor der eigentlichen Geburt konfrontiert wird. Es wird dem Kleinkind keine andere Wahl gelassen, als die Sprache, die dann die Muttersprache wird, zu lernen. Der Säugling erlernt nicht nur die Sprache, sondern er lernt auch sehr viel über die Sprache.
Für die Erwachsenen ist es alltäglich und ganz normal geworden sich mit Freunden, Verwandten und mit jedem Mitbürger in einer Sprache zu unterhalten. Selten wird an den schwierigen Erwerb der eigenen Sprache gedacht und daran, was für ein langwieriger Prozess der Erstspracherwerb ist, denn „ zwar beherrscht schon ein Kind im Grundschulalter seine Sprache im allgemeinen recht gut, aber viele Strukturen werden erst später gelernt [...], und die sprachlichen Aufgaben, die es zu lösen hat, sind relativ eingeschränkt Dies zeigt, daß der [Erstspracherwerb] keinesfalls besonders schnell und leicht ist.“ (Klann- Delius 1999, S. 22)
Wie erlernt das Kind nun die Sprache? Lernt es durch Nachahmung oder kommen die Wörter irgendwann von alleine? Diese Fragen und der Lernprozess ist das Thema dieser Hausarbeit. Im ersten Teil geht es um die ersten Worte und Laute, die ein Kind produziert. Es werden die einzelnen Phasen des Erstspracherwerbs vorgestellt. Von den Phasen gehe ich über zu dem ersten Wort, dass ein Kleinkind produziert und zu dem Prozess, der sich „nach dem ersten Wort“ nennt. Ein Phänomen, dass man bei Erwachsenen beobachten kann, wenn sie mit kleinen Kindern sprechen ist, dass sie ihre Stimme verändern. Auf dieses Phänomen des „Baby Talks“ gehe ich dann im nächsten Punkt ein, der zur Entwicklung des Satzes führt. Da zur Sprache ebenfalls die Körpersprache zählt, hat der letzte Punkt die Entwicklung der Gestik und der Mimik zum Thema. Ich habe bewusst die verschiedenen Theorien nicht zum Bestandteil der Arbeit gemacht, weil ich die Praxis in den Vordergrund stellen wollte und so auch den Umfang der Arbeit, wie vorgegeben, halten konnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vor dem ersten Wort

2.1 Die Phasen des Erstspracherwerbs

2.2 Die Habituationstechnik

2.3 Zusammenfassung

3. Das erste Wort

4. Nach dem ersten Wort

5. Der Baby Talk

6. Die Entwicklung des Satzes

6.1 Der Hauptsatz

6.2 Der Nebensatz

7. Die Entwicklung von Gestik und Mimik

8. Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht den komplexen und langwierigen Prozess des Erstspracherwerbs bei Kindern, von den ersten Lautäußerungen bis hin zur Beherrschung komplexer Satzstrukturen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Kinder Sprache erlernen, insbesondere ob dies primär durch Nachahmung geschieht oder auf anderen kognitiven Lernprozessen basiert.

  • Die verschiedenen Phasen des kindlichen Spracherwerbs von der Geburt an.
  • Die Rolle der phonologischen Kompetenz, Objektkognition und sozialen Interaktion.
  • Die Funktion und Bedeutung des sogenannten "Baby Talks" für die Sprachentwicklung.
  • Die Entwicklung von Wortschatz, Satzbau sowie die begleitende Bedeutung von Gestik und Mimik.

Auszug aus dem Buch

2. Vor dem ersten Wort

Bereits im Mutterleib ist der Fötus soweit entwickelt, dass er ab dem sechsten Monat akustische Informationen wahrnehmen kann. Die Stimme der eigenen Mutter und ihr Herzschlag sind die beiden Dinge, die der Fötus am intensivsten wahrnimmt Deshalb verfügt das Kind bei der Geburt bereits über die Fähigkeit der auditiven Diskriminierung, die ihm ermöglicht, die Stimme der eigenen Mutter bereits nach wenigen Tagen von anderen Stimmen zu unterscheiden. Des weiteren verfügt ein Säugling über die Fähigkeiten verschiedene Informationsmuster zu differenzieren. Er besitzt eine hohe Sensivität für Wort- und Satzgrenzen und für Tonhöhen, Tonlängen und den Rhythmus. Der Rhythmus ist besonders wichtig für den Spracherwerb des Kindes. „Die Sensibilität für psychoakustische Kategorien führt zur Bildung phonologischer Kategorien“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Sprache als zentrales Kommunikationsmittel und definiert den Erstspracherwerb als einen langwierigen Prozess, der über die bloße Nachahmung hinausgeht.

2. Vor dem ersten Wort: Dieses Kapitel erläutert die frühen Phasen des Spracherwerbs, wie das Schreien und Gurren, und führt die Habituationstechnik als wissenschaftliche Methode zur Untersuchung der auditiven Fähigkeiten bei Säuglingen ein.

3. Das erste Wort: Hier wird der Übergang zur gezielten Wortverwendung untersucht, wobei der Fokus auf dem komplexen Zusammenspiel von phonologischer Kompetenz, Objektkognition und sozialer Interaktion liegt.

4. Nach dem ersten Wort: Dieser Abschnitt beschreibt die rasante Erweiterung des Wortschatzes und die kognitive Entwicklung des Kindes, die es ermöglicht, Konzepte zu benennen und innere Zustände sprachlich auszudrücken.

5. Der Baby Talk: Das Kapitel analysiert die vereinfachte Sprachform von Erwachsenen gegenüber Kleinkindern und deren unterstützende Funktion bei der sprachlichen Entwicklung.

6. Die Entwicklung des Satzes: Diese Ausführung behandelt den Aufbau von Haupt- und Nebensätzen und die zunehmende Komplexität der kindlichen Syntax.

7. Die Entwicklung von Gestik und Mimik: Hier wird verdeutlicht, dass nonverbale Kommunikation wie Mimik und Gestik ein integraler und notwendiger Bestandteil des Spracherwerbsprozesses ist.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass der Spracherwerb ein hochkomplexer, mehrphasiger Prozess ist, der bis weit über das Kleinkindalter hinausgeht.

Schlüsselwörter

Erstspracherwerb, Spracherwerb, phonologische Kompetenz, Objektkognition, Habituationstechnik, Baby Talk, Satzentwicklung, Holophrasen, Lautsystem, Gestik, Mimik, Kindersprache, soziale Interaktion, Wortschatzentwicklung, Grammatikalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Grundlagen und der Entwicklung des Erstspracherwerbs bei Kindern von der pränatalen Phase bis hin zum Grundschulalter.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Phasen des Spracherwerbs, die Rolle der Eltern (Baby Talk), die syntaktische Entwicklung sowie die Bedeutung nonverbaler Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Lernprozess bei Kleinkindern zu verstehen und zu klären, welche Mechanismen (wie z.B. Nachahmung) das Erlernen der Muttersprache ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener linguistischer und psychologischer Theorien zum Spracherwerb, um ein praxisnahes Bild der Entwicklung zu zeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Im Hauptteil werden der Prozess vom Schreien über das Babbeln bis zum ersten Wort sowie die anschließende Entwicklung von komplexen Sätzen und nonverbalen Ausdrucksformen detailliert beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Erstspracherwerb, phonologische Kompetenz, Objektkognition, Baby Talk und Sprachentwicklung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich der Spracherwerb vor und nach dem ersten Wort?

Vor dem ersten Wort steht die auditive Diskriminierung und die Ausbildung phonologischer Kategorien im Fokus, nach dem ersten Wort beginnt eine explosionsartige Erweiterung des Wortschatzes und die Bildung erster Satzstrukturen.

Warum ist der "Baby Talk" für die Sprachentwicklung wichtig?

Der "Baby Talk" dient als vereinfachtes Sprachangebot, das die Aufmerksamkeit des Kindes auf die Sprache lenkt und ihm den Einstieg in komplexere Strukturen durch Wiederholungen erleichtert.

Welche Rolle spielen Mimik und Gestik beim Spracherwerb?

Sie sind integrale Bestandteile der menschlichen Sprache, die es dem Kind ermöglichen, Gefühle zu intensivieren und Sachverhalte auszudrücken, bevor es über einen vollständigen sprachlichen Wortschatz verfügt.

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Details

Title
Der Erstspracherwerb
College
Bielefeld University
Course
Spracherwerb
Grade
1,0
Author
Alexandra Strathmann (Author)
Publication Year
2005
Pages
25
Catalog Number
V39950
ISBN (eBook)
9783638385916
ISBN (Book)
9783638655231
Language
German
Tags
Erstspracherwerb Spracherwerb Kind sprechen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexandra Strathmann (Author), 2005, Der Erstspracherwerb, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39950
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