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Telefonmehrwertdienste als neue Erlösquelle für TV Sender

Titel: Telefonmehrwertdienste als neue Erlösquelle für TV Sender

Hausarbeit , 2005 , 13 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Stefan Zeidler (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medienökonomie, -management
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Um den Zuschauer an den Sender zu binden, scheinen inzwischen aufwendige und kostenintensive Eigenproduktionen nicht mehr ausreichend. Und so werden zwar weiterhin Kandidaten auf abgelegene Inseln geschickt oder in dorfähnliche Kulissen gesteckt und beobachtet, um den voyeuristischen Anwandlungen der Zuschauer gerecht zu werden, jedoch wird dies immer stärker mit Telefongewinnspielen verknüpft, die so zum einen stärkere Zuschauerbindung über Gewinnspiele und Interaktivität generieren. Zum anderen dient diese inzwischen gängige Praxis aber der Refinanzierung eben jener Produktionen. Auch lässt sich so mit relativ geringem Kostenaufwand die Nachtschiene bedienen, die im Hinblick auf die werberelevante Zielgruppe eher stiefmütterlich behandelt wird.
Da wird per SMS – To – Screen gechattet und der Traumpartner gesucht oder wenigstens die eigene mit geringem Informationsgehalt versehene Nachricht auf den Schirm geschickt, was so für einen kurzen Moment mit einer gewissen Prominenz, bzw. Öffentlichkeit verbunden ist. Beim Betreiber aber klingelt mit jeder dieser vergleichsweise teuren Nachricht die Kasse.
Wie nun die diversen TV – Sender die Telefonmehrwertdienste und SMS Premiumservices zur Finanzierung nutzen und in welcher Form sie auftreten, soll im Folgenden näher dargestellt werden. Auch werde ich einen Blick auf gesetzliche Regelungen und Kontrollinstitutionen, sowie besondere Regelungen für die öffentlich – rechtlichen Anstalten werfen.
Ebenso erläutert werden die genauen Vorgehensweise und der Aufbau solcher Telefonmehrdienstleistungen, wie sie beispielsweise von Anbietern wie Talkline angeboten werden.
Am Ende werde ich einen Ausblick auf neue Regelungen im 8. Rundfunkänderungs- Staatsvertrag geben, der mit Wirkung zum 01.04.2005 in Kraft getreten ist und eine Prognose für die weitere Entwicklung dieser Finanzierungs- und Unterhaltungsform geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Inhaltsverzeichnis

4 Technische Grundlagen

4.1 Intelligent Network

4.2 Dienstleister

4.3 Telefongewinnspiele

5 Finanzierung

5.1 Beispiel 1: „Einsatz in 4 Wänden“, RTL

5.2 Beispiel 2: „9live“

5.3 Beispiel 3: „S.O.S.“, ProSieben

6 Rechtliche Grundlagen

6.1 Regulierungsbehörde (RegTP), Mehrwertdienste - Gesetz

6.2 Rundfunkänderungsstaatsvertrag

7 Erscheinungsformen

8 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Telefonmehrwertdiensten und SMS-Premiumservices als ergänzende Refinanzierungsquelle für Fernsehsender. Dabei wird analysiert, wie diese Dienste technisch realisiert, wirtschaftlich genutzt und rechtlich reguliert werden, insbesondere im Hinblick auf den Unterschied zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.

  • Technische Grundlagen (Intelligent Networks)
  • Wirtschaftliche Erlösmodelle anhand konkreter Fallbeispiele
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Regulierungsbehörden
  • Entwicklungen durch den Rundfunkänderungsstaatsvertrag
  • Unterschiede in der Nutzung zwischen Privat- und ÖR-Sendern

Auszug aus dem Buch

4.1 Intelligent Network

Die hier besprochenen Telefonmehrwerte und SMS Premiumdienste basieren allesamt auf der gleichen Technologie, so genannten Intelligent Networks. Diese sind durch Anbindung an Voice – Server, also Hochleistungsrechner mit entsprechender Sprachsoftware in der Lage, eine große Anzahl von Anrufen zeitgleich zu bearbeiten, weiterzuleiten oder in Warteschlangen zu halten.

Der Anrufer wählt also eine entsprechende Nummer, die vom Dienstleister zur Verfügung gestellt wird und wird so über die letzte Meile seines Netzbetreibers mit dem Intelligent Network des Dienstleisters verbunden, wo sein Anruf gezählt und dann gemäß im Vorfeld festgelegter Vorgaben entweder zu einem Anrufbeantworter, einer Warteschleife oder einem Callcenter innerhalb dieses Netzwerkes weiterverbunden wird.

Dieses Prinzip kennt vermutlich inzwischen jeder, der schon einmal eine telefonische Anfrage bei seinem Mobilfunkanbieter hatte und sich erst durch ein akustisches Menu navigieren musste, bevor er dann an einen Mitarbeiter weiterverbunden wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Der Autor führt in die Thematik ein und erläutert, warum Telefonmehrwertdienste zur Refinanzierung von TV-Produktionen an Bedeutung gewonnen haben.

4 Technische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert das technische Konzept der Intelligent Networks sowie die Rolle der Telefondienstleister und den Ablauf von Telefongewinnspielen.

5 Finanzierung: Anhand konkreter Beispiele wie RTL, 9live und ProSieben wird verdeutlicht, wie Sender durch Telefonmehrwertdienste Erlöse generieren.

6 Rechtliche Grundlagen: Der Abschnitt befasst sich mit der Regulierung durch die RegTP sowie dem Einfluss des 8. Rundfunkänderungsstaatsvertrags auf die Sender.

7 Erscheinungsformen: Hier wird ein Überblick über die Verteilung und Nutzung verschiedener Nummernräume (0137, 0190, 0900) in der deutschen Medienlandschaft gegeben.

8 Ausblick: Der Autor schätzt die zukünftige Entwicklung ein und thematisiert neue Aspekte wie Micropayment.

Schlüsselwörter

Telefonmehrwertdienste, SMS-Premiumdienste, Intelligent Network, Rundfunkökonomie, Refinanzierung, Telefongewinnspiele, RegTP, Rundfunkänderungsstaatsvertrag, 9live, Zuschauerbindung, Micropayment, Televoting, Medientechnologie, Medienregulierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Nutzung von Telefonmehrwertdiensten als Finanzierungsquelle für deutsche Fernsehsender.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die technischen Voraussetzungen, die ökonomische Ausgestaltung der Erlösmodelle sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen dieser Dienste.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie TV-Sender Telefonmehrwertdienste zur Refinanzierung ihrer Programme nutzen und wie sich die Regulierung dabei unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse von Fallbeispielen, Fachstudien der Medienbranche und die Auswertung rechtlicher Bestimmungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die technische Umsetzung, die konkreten Finanzierungsbeispiele bei verschiedenen Sendern und die rechtlichen Einschränkungen für Rundfunkanstalten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Telefonmehrwertdienste, Intelligent Network, Refinanzierung und Medienregulierung.

Warum spielt das "Intelligent Network" eine so wichtige Rolle für Sender?

Es ermöglicht die zeitgleiche Bearbeitung einer großen Anzahl an Anrufen und dient als Basis für die automatisierte Steuerung von Gewinnspielen und Mehrwertdiensten.

Welche Auswirkungen hat der 8. Rundfunkänderungsstaatsvertrag auf die öffentlich-rechtlichen Sender?

Er untersagt den öffentlich-rechtlichen Sendern die Erzielung von Gewinnen aus Telefonmehrwertdiensten; Erlöse dürfen nur noch zur Deckung des technischen Aufwands dienen.

Wie unterscheidet sich die Nutzung bei privaten Sendern im Vergleich zum ÖR?

Privatsender nutzen diese Dienste intensiv zur Gewinnmaximierung und Programmfinanzierung, während der öffentlich-rechtliche Rundfunk dies aufgrund gesetzlicher Auflagen einschränken musste.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Telefonmehrwertdienste als neue Erlösquelle für TV Sender
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Publizistik und Kommunikationsforschung)
Note
2,0
Autor
Stefan Zeidler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
13
Katalognummer
V39952
ISBN (eBook)
9783638385930
ISBN (Buch)
9783638749749
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Telefonmehrwertdienste Erlösquelle Sender
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Zeidler (Autor:in), 2005, Telefonmehrwertdienste als neue Erlösquelle für TV Sender, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39952
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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