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Das Peer-Mediationskonzept als Beitrag zur Prävention von Gewalt in der Schule

Title: Das Peer-Mediationskonzept als Beitrag zur Prävention von Gewalt in der Schule

Thesis (M.A.) , 2005 , 113 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Elwira Zalewska (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, welchen Beitrag Peer-Mediation zur Gewaltprävention in der Schule leisten kann. Es geht darum, einen realistischen Einblick in das Mediationsverfahren zu gewährleisten und sich sowohl mit ihren Chancen als auch Schwachstellen bzw. bzw. Grenzen bei der Aggressionsprävention auseinander zusetzen. Hierfür werden die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Implementierung sowie mögliche Schritte zur Verankerung in die schulische Praxis vorgestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition relevanter Begriffe

2.1 Aggression und Gewalt

2.1.1 Was ist Aggression?

2.1.2 Was ist Gewalt?

2.1.3 Zum Verhältnis der Begriffe „Aggression“ und „Gewalt“

2.2 Was ist ein Konflikt?

2.2.1 Positives Konfliktverständnis

2.2.2 Umgang mit Konflikten

2.2.2.1 Destruktive Konfliktaustragung

2.2.2.2 Konstruktive Konfliktaustragung

2.2.3 Konfliktregelung in der Schule

2.3 Zusammenhang zwischen Konflikt und Aggression

3 Theoretische Erklärungsansätze für Aggression

3.1 Klassische psychologische Erklärungsansätze

3.1.1 Frustrations-Aggressions-Hypothese

3.1.2 Lernpsychologische Theorien

3.1.2.1 Lernen am Modell

3.1.2.2 Lernen am Erfolg

3.1.2.3 Signallernen

3.1.2.4 Kognitives Lernen

3.2 Soziologische Erklärungsansätze

3.2.1 Die Anomietheorie

3.2.2 Die Subkulturtheorie

3.2.3 Die Etikettierungstheorien

3.2.4 Aggression als Folge von Modernisierung und Individualisierung

4 Ausmaß und Erscheinungsformen von Aggression in der Schule

5 Aggressionsprävention und Aggressionsintervention

5.1 Begriffsbestimmung

5.1.1 Was ist Aggressionsintervention?

5.1.2 Was ist Aggressionsprävention?

5.2 Möglichkeiten der Aggressionsprävention im Schulalltag

5.2.1 Ebenen der Aggressionsprävention

5.2.2 Adressaten der Aggressionsprävention

5.3 Zwischenfazit

5.4 Schulische Konzepte und Modelle zur Aggressionsprävention

6 Mediation

6.1 Definition der Mediation

6.1.1 Mediation als Begriff

6.1.2 Mediation als Verfahren

6.2 Ziele der Mediation

6.3 Ursprünge der Mediation: Allgemeine Grundzüge

6.3.1 Historische und kulturelle Wurzeln

6.3.2 Entwicklung und Etablierung der Mediation in Deutschland

7 Peer-Mediation

7.1 Peer-Group-Education

7.2 Entwicklung der Peer-Mediation

7.2.1 Peer-Mediation in den USA

7.2.2 Etablierung der Peer-Mediation in Deutschland

7.3 Ablauf einer Peer-Mediation

7.4 Peer-Mediatoren

7.4.1 Rolle und Aufgaben der Peer-Mediatoren

7.4.2 Haltung und Kompetenzen der Peer-Mediatoren

7.4.3 Ausbildung der Peer-Mediatoren

7.4.4 Auswahl der Peer-Mediatoren

7.4.5 Betreuung der Peer-Mediatoren

7.5 Peer-Mediation in der schulischen Praxis

7.5.1 Zuständigkeit und Grenzen der Peer-Mediation

7.5.2 Allgemeine Vorteile der Peer-Mediation

7.5.3 Kritik und Probleme der Peer-Mediation

8 Peer-Mediation und Aggressionsprävention

8.1 Möglichkeiten und Chancen der Peer-Mediation bei der Aggressionsprävention

8.2 Zusammenhang von Peer-Mediation und der Erklärungstheorien zur Entstehung von Aggression

8.3 Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Implementierung

8.3.1 Akzeptanz und Unterstützung

8.3.2 Langfristigkeit

8.3.3 Basistraining für alle Schüler

8.3.4 Verknüpfung der Peer-Mediation mit dem Schulprogramm

8.4 Grenzen der Peer-Mediation bei der Aggressionsprävention

8.5 Implementierung der Peer-Mediation

8.5.1 Modelle der Verankerung

8.5.2 Schritte der Verankerung

8.6 Evaluation

8.6.1 Stand der Evaluation in Deutschland

8.6.2 Eine Evaluation in Hamburg

9 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Beitrag des Peer-Mediationskonzepts zur Gewalt- bzw. Aggressionsprävention im schulischen Kontext. Dabei wird analysiert, inwieweit dieses Verfahren geeignet ist, konstruktive Konfliktlösungsstrategien zu fördern, das soziale Schulklima zu verbessern und die Eigenverantwortung von Schülern zu stärken, wobei die Grenzen der Methode kritisch hinterfragt werden.

  • Aggressionsforschung und Erklärungsansätze für schulisches Fehlverhalten
  • Systematische Abgrenzung der Begriffe Aggression, Gewalt und Konflikt
  • Konzeptionelle Grundlagen und Implementierung von Peer-Mediation
  • Voraussetzungen für eine erfolgreiche schulspezifische Verankerung
  • Evaluation von Präventionsmaßnahmen und Rollenverständnis von Lehrkräften

Auszug aus dem Buch

2.2.2.1 Destruktive Konfliktaustragung

Von einer destruktiven Konfliktaustragung spricht man, wenn der Konflikt als Störung verstanden wird und wenn sich die Konfliktparteien im Verlauf des Konfliktes zunehmend als Gegner positionieren. Jede Seite neigt dann dazu, ihre eigenen Motive und Verhaltensweisen für angebrachter und berechtigter zu halten als die der anderen Seite. Die Probleme verschärfen sich und die Beziehung zur anderen Partei wird durch Abweisung, Ablehnung und Vorurteile bestimmt. Die Kommunikation wird komplizierter und die Fähigkeit, zuzuhören, nimmt immer weiter ab. Statt aufeinander zuzugehen, entfernen sich die Beteiligten zunehmend weiter voneinander. Die ursprünglichen Inhalte der Auseinandersetzung verschieben sich, das eigentliche Problem rückt in den Hintergrund und die andere Konfliktpartei wird als das zentrale Problem gesehen.

Erfolgt die Konfliktregelung destruktiv, endet der Konflikt nach dem „Verlierer-Verlierer“ oder „Gewinner-Verlierer“ Modell. Beim „Verlierer-Verlierer“ Modell erleiden beide Streitparteien am Ende ihres Streits einen Schaden und bleiben mit Wut und/oder Enttäuschung zurück. Beim „Gewinner-Verlierer“ Modell gewinnt einer der Streitenden auf Kosten des anderen. Bei dem Unterlegenen werden immer Unmutsgefühle zurückbleiben, die sogar so stark sein können, dass sich Rachegedanken entwickeln und der Konflikt zu einem späteren Zeitpunkt, an einem anderen Ort und in einer neuen Situation fortgesetzt wird. In beiden Fällen hinterlässt der Konflikt das Gefühl, „verloren zu haben”. Die Beziehung wird stark belastet, wodurch weitere Konflikte entstehen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Aggression an Schulen ein, stellt Peer-Mediation als Präventionsansatz vor und definiert den methodischen Rahmen der Arbeit.

2 Definition relevanter Begriffe: In diesem Kapitel werden Aggression, Gewalt und Konflikt theoretisch definiert, voneinander abgegrenzt und ihr Bezug zum schulischen Umfeld analysiert.

3 Theoretische Erklärungsansätze für Aggression: Es erfolgt eine Darstellung klassischer psychologischer und soziologischer Erklärungsmodelle zur Entstehung aggressiven Verhaltens.

4 Ausmaß und Erscheinungsformen von Aggression in der Schule: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über empirische Befunde zur Häufigkeit und Art von Gewalt an Schulen.

5 Aggressionsprävention und Aggressionsintervention: Hier werden Begriffe definiert, Ebenen der Prävention erläutert und verschiedene schulische Interventionskonzepte vorgestellt.

6 Mediation: Dieses Kapitel erläutert den Fachbegriff Mediation, das zugrundeliegende Verfahren sowie dessen Ziele und historische Wurzeln.

7 Peer-Mediation: Es folgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit Peer-Mediation, dem Ablauf des Verfahrens, der Auswahl und Ausbildung von Mediatoren sowie deren praktischer Betreuung.

8 Peer-Mediation und Aggressionsprävention: Der Hauptteil diskutiert die Implementierung, die Chancen und die Grenzen von Peer-Mediation im Kontext der schulischen Präventionsarbeit.

9 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle der Peer-Mediation im modernen Schulentwicklungsprozess.

Schlüsselwörter

Aggression, Gewaltprävention, Peer-Mediation, Konfliktmanagement, Soziale Kompetenz, Schule, Konfliktlösung, Schulentwicklung, Interventionskonzepte, Aggressionsforschung, Partizipation, Sozialklima, Coaching, Mediation, Erziehungswissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit dem Peer-Mediationskonzept als pädagogischem Instrument zur Gewaltprävention in Schulen und analysiert dessen Potenzial und Grenzen.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Arbeit behandelt die Definition zentraler Begriffe wie Aggression und Konflikt, psychologische und soziologische Erklärungsansätze für Aggression sowie die methodische Ausgestaltung und Implementierung von Peer-Mediation.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es, einen realistischen Einblick in das Mediationsverfahren zu geben und zu untersuchen, wie es zur Aggressionsprävention beitragen kann, ohne es als "Wundermittel" zu verklären.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis vorhandener Fachliteratur, aktueller Studien und Evaluierungsergebnisse zur schulischen Gewaltprävention.

Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt des Hauptteils?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der praktischen Umsetzung von Peer-Mediation, einschließlich der Ausbildung von Mediatoren, dem fünfphasigen Mediationsablauf und der Bedeutung einer systemischen Verankerung im Schulprogramm.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist das Werk charakterisiert?

Die Arbeit wird durch zentrale Begriffe wie Aggressionsprävention, Peer-Mediation, Konfliktlösungskompetenz, Soziale Kompetenz und Schulentwicklung geprägt.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen destruktiver und konstruktiver Konfliktaustragung?

Destruktive Austragung führt zu "Verlierer-Verlierer"- oder "Gewinner-Verlierer"-Ergebnissen, während konstruktive Mediation auf Win-Win-Lösungen durch Interessenausgleich zielt.

Warum ist die "systemische Verankerung" laut der Autorin so wichtig?

Ein isoliertes Projekt ohne breite Akzeptanz im Kollegium und Einbettung in das gesamte Schulleben entfaltet laut der Arbeit nur geringe nachhaltige Wirkung auf die Schulkultur.

Welche Rolle spielt die Evaluation laut der Arbeit für Peer-Mediation?

Evaluation ist essenziell für die qualitative Verbesserung der Projektarbeit und die Sicherung ihrer Nachhaltigkeit, wenngleich objektive quantitative Messungen bei sozialen Prozessen wie Mediation methodisch schwierig sind.

Excerpt out of 113 pages  - scroll top

Details

Title
Das Peer-Mediationskonzept als Beitrag zur Prävention von Gewalt in der Schule
College
University of Hamburg  (FB Erziehungswissenschaft)
Grade
sehr gut
Author
Elwira Zalewska (Author)
Publication Year
2005
Pages
113
Catalog Number
V39953
ISBN (eBook)
9783638385947
ISBN (Book)
9783638720427
Language
German
Tags
Peer-Mediationskonzept Beitrag Prävention Gewalt Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elwira Zalewska (Author), 2005, Das Peer-Mediationskonzept als Beitrag zur Prävention von Gewalt in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39953
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