Ein Praktikum in der Hospiz der Hansestadt Rostock


Praktikumsbericht / -arbeit, 2005

17 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Hospiz am Südstadt Klinikum der Hansestadt Rostock

3. Die Arbeit der Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin

4. Die Aufgaben der Praktikantin

5. Begegnungsqualität
5.1. Begegnung zwischen Anleiterin und Klienten
5.2. Begegnung zwischen Anleiterin und Praktikantin
5.3. Begegnung zwischen Praktikantin und Klienten

6. Praxisbeispiel
6.1. Fallbeispiel
6.2. Interventionsgerontologisches Konzept (vgl. J. Schilling)

7. Zusammenfassende Bewertung

1. Einleitung

In der Zeit vom 07.02.bis 01.04.2005 absolvierte ich mein Praktikum im Hospiz der Hansestadt Rostock. Diese Arbeit berichtet von meinen Eindrücken und Erfahrungen des Praktikums in der sozialen Arbeit mit älteren Menschen, Schwerkranken und Sterbenden.

Ich habe mich bewusst für diese Einrichtung entschieden, weil mich das Thema Tod und die Sozialarbeit mit Sterbenden sehr interessiert. Das Praktikum in meiner Heimatstadt Rostock zu machen, kam mir sehr entgegen um, auch dieses Aufgabengebiet der sozialen Arbeit praktisch kennen zu lernen.

Das Vorstellungsgespräch verlief sehr harmonisch und ich fühlte mich „willkommen“.

Die ausführliche Unterhaltung mit Frau Plessentin bestärkte mich, mein Praktikum im Hospiz zu absolvieren. Sie war sehr interessiert an meinem Studiengang und während der gesamten Praktikumszeit verlor sie mich nicht aus den Augen.

2. Das Hospiz am Klinikum Südstadt der Hansestadt Rostock

Das Hospiz am Klinikum Südstadt befindet sich auf dem Gelände des Klinikums Südstadt in Rostock. Das Klinikum ist der Träger des Hospizes, welches das erste stationäre Hospiz in Mecklenburg Vorpommern ist.

Am onkologischen Zentrum des Klinikum Südstadt mit der onkologischen Fachambulanz, die seit 1984 existiert, wurde 1986 die onkologische Tagesklinik zusätzlich eröffnet. Seit 1990 gibt es auf der internistischen Station 7 Betten speziell für palliativ-medizinische Patienten. Für die Palliativstation wurde ein erhöhter Personalschlüssel bewilligt.

Hier wurde 1996 die Idee geboren, zusätzlich zu den bereits vorhandenen onkologischen Stationen ein Hospiz aufzubauen. Der Kreis der Behandlungen und der des Lebens sollten sich schließen. Von der Idee bis zur Eröffnung des Hospizes vergingen 2 Jahre. Das erste Stationäre Hospiz Mecklenburg-Vorpommerns wurde am 12.Oktober 1998 mit damals noch 6 Einzelzimmern, eröffnet.

Auf Grund großer Nachfrage und Annahme in der Bevölkerung reichte diese Bettenkapazität bald nicht mehr aus. Deshalb entschloss man sich hier, das Hospiz zu vergrößern. Im Januar 2005 konnte die Erweiterung übergeben werden. Es entstanden vier weitere Bewohnerzimmer (PatientenospiHhhc nlkklfg werden hier im Hospiz als Bewohner bezeichnet), Büros für die Geschäftsleitung und die Sozialarbeiterin, ein Gästezimmer für Angehörige, die die Nacht bei ihrem Verwandten im Hospiz verbringen möchten und ein separater Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter. Damals waren die Büros der Geschäftsleitung und der Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin (im Folgenden verwende ich auf Grund der besseren Lesbarkeit nur die Bezeichnung Sozialarbeiterin) noch im Gebäude des Klinikums untergebracht.

Die Bewohnerzimmer sind in hellen warmen Farben, gestrichen die eine gewisse Gemüt- lichkeit ausstrahlen - keine Krankenhausatmosphäre. Pflegebett, ein Kleiderschrank, eine kleine Sitzecke, sowie Fernsehgerät, ein Radio, Telefon und eine Sanitärzelle hat jedes Zimmer, Platz für eigene Dekorationsgegenstände aus der Häuslichkeit ist auch gegeben.

Anspruchsberechtigte Patienten sind:

- Krankheitsbilder mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen
- Vollbild der Infektionskrankheit Aids
- Erkrankungen des Nervensystems mit unaufhaltsam fortschreitenden Lähmungen
- mit Erkrankungen die progredient verlaufen und bereits ein weit fortge-schrittenes Stadium erreicht haben
- bei denen eine Heilung ausgeschlossen ist und eine palliativ-medizinische Behandlung notwendig und vom Patient gewünscht wird
- bei denen eine begrenzte Lebenserwartung von Wochen oder wenigen Mo-naten vermutet wird
- und eine Krankenhausbehandlung im Sinne des §39 SGB V nicht erforderlich ist
- und die über 18 Jahre sind

Im Hospiz werden keine lebensverlängernden oder lebenserhaltenden Maßnahmen durch- geführt. Die Bewohner des Hospizes kommen in diese Einrichtung, um in ihrem allerletzten Lebensabschnitt von ausgebildeten Kräften, begleitet zu werden. Es wird alles getan um ihnen die letzte Lebenszeit so angenehm wie möglich zu gestalten.

Im Hospiz wird aktive Sterbehilfe abgelehnt.

Die Versorgung der Bewohner erfolgt durch 10 Krankenschwestern, Altenpfleger und/oder Pflegehelfer, durch eine Sozialarbeiterin, zwei Hauswirtschaftspflegerinnen und verschieden Praktikantinnen sowie Zivildienstleistenden. Außerdem arbeiten 15 ehrenamtliche Hel-ferinnen mit. Die ärztliche Versorgung übernimmt das Klinikum. Vier Ärzte des onko-logischen Zentrums teilen sich die medizinische Betreuung der Bewohner. Täglich kommt der diensthabende Arzt zu einem Besuch ins Hospiz. Bewusst habe ich hier den Ausdruck Besuch gewählt und nicht Visite, da der Aufenthalt im Hospiz nicht dem im Krankenhaus gleichen soll. Der Arzt bespricht erst mit der diensthabenden Schwester den Zustand der Bewohner und die Vorkommnisse der letzten 24 Stunden. Danach besucht er jeden einzelnen Bewohner in seinem Zimmer und bespricht die momentane Befindlichkeit, ändert bei Bedarf die Medikation.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Ein Praktikum in der Hospiz der Hansestadt Rostock
Hochschule
Fachhochschule Braunschweig / Wolfenbüttel; Standort Wolfenbüttel
Autor
Jahr
2005
Seiten
17
Katalognummer
V39970
ISBN (eBook)
9783638386074
Dateigröße
490 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Erfahrungsbericht über das Praktikum bei einer Sozialarbeiterin im stationären Hospiz
Schlagworte
Praktikum, Hospiz, Hansestadt, Rostock
Arbeit zitieren
Kathrin Kirstein (Autor), 2005, Ein Praktikum in der Hospiz der Hansestadt Rostock, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39970

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