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Prozesskostenrechnung: Entwicklung eines Lehrbeispiels

Title: Prozesskostenrechnung: Entwicklung eines Lehrbeispiels

Seminar Paper , 2003 , 43 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Wirtsch.-Inf. (FH) Sven Sörensen (Author)

Business economics - Controlling
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Immer lauter wird die Kritik an der Genauigkeit der vor rund 100 Jahren entwickelten Kostenrechnungsverfahren, die auch heute noch weiträumig vor allem in Fertigungsbetrieben zum Einsatz kommen. Damals bildeten das Material und der Arbeitslohn die ausschlaggebenden Kostenblöcke; Gemeinkosten in den indirekten Leistungsbereichen wie der Verwaltung, dem Qualitätswesen, der Logistik, der Beschaffung oder der F&E spielten eine eher untergeordnete Rolle.
Doch zunehmende Rationalisierungen, technischer Fortschritt, fortschreitende Automatisierung der Produktion, Individualisierung der Nachfrage und der stetig steigende Wettbewerbsdruck durch Internationalisierung und Globalisierung der Märkte führten zu einem drastischen sowohl relativen als auch absoluten Gemeinkostenanstieg in den Betrieben. Dieser neuen Herausforderung werden traditionelle Wirtschaftlichkeitssteuerungsverfahren direkter Unternehmensbereiche nicht zuletzt wegen ihres meist kurzfristigen Charakters (Grenzplankosten-, Deckungsbeitragsrechnung) alleine nicht mehr gerecht. Quersubvention durch falsche Zuschlagssätze und Kostenblindflug sind vorprogrammiert, eine Erhöhung der Unternehmenskomplexität und damit strategische Fehlentscheidungen letztlich die Folge.

Als Antwort setzte Mitte der 80er Jahre eine Bewegung in den USA ein, die als Rechnungsgrundlage für Kostenträger Aktivitäten bzw. Prozesse anstelle der bis dato typischen funktionalen Organisationseinheiten in den Mittelpunkt der Betrachtung stellt. Horváth und Mayer adaptierten 1989 Grundvorstellungen des als Activity-Based-Costing (ABC) publizierten Verfahrens und modifizierten das amerikanische Konzept für deutsche Kostenrechnungszwecke als Prozesskostenrechung (PKR).
Der Grundstein von dem, womit sich diese Ausarbeitung befassen wird, war gelegt.

Im Rahmen dieser Abhandlung wird ein formales Modell entwickelt, dass das Vorgehen der PKR anatomisch durchleuchtet und strukturiert. Die abstrakte Darstellung wird zur Veranschaulichung zeitgleich an einem Beispiel entwickelt, so dass die Bezüge zur Anwendung in der Praxis dem Leser nicht verschlossen bleiben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) EINFÜHRUNG

2) DAS KONZEPT DER PROZESSKOSTENRECHNUNG

2.1) Grundsätzliche Aspekte der Prozesskostenrechnung

2.2) Die Vorgehensweise bei der Prozesskostenrechnung

3) KERNZIELE UND INHALTE DES AUFSATZES

4) ENTWICKLUNG EINES BEISPIELSZENARIOS

5) BEGRIFFLICHKEITEN DER PROZESSKOSTENRECHNUNG

5.1) Prozesse

5.2) Prozesshierarchien

5.2.1) Geschäftsprozesse

5.2.2) Hauptprozesse

5.2.3) Teilprozesse

5.2.4) Tätigkeiten/ Aktivitäten

5.3. Kostentreiber

6) FORMALE DARSTELLUNG DES LEHRBEISPIELS

6.1) Grundlagen zur Darstellung

6.2) Hauptprozessanalyse

6.3) Teil- und Hauptprozessmengen

6.4) Prozesskosten der Teilprozesse

6.5) Prozesskosten der Hauptprozesse

7) WEITERE ANWENDUNGS- BZW. AUFGABENBEREICHE DER PKR

8) KRITISCHE WÜRDIGUNG

9) ACTIVITY-BASED-COSTING

9.1) Die Entstehung des ABC

9.2) Unterschiede zwischen der PKR und dem ABC

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die theoretische Erläuterung und praktische Veranschaulichung der Prozesskostenrechnung (PKR) anhand eines entwickelten Lehrbeispiels, um die Schwächen traditioneller Kostenrechnungsverfahren in indirekten Leistungsbereichen zu verdeutlichen und eine prozessorientierte Kostensteuerung aufzuzeigen.

  • Grundlagen und Vorgehensweise der Prozesskostenrechnung
  • Strukturierung von Prozesshierarchien und Identifikation von Kostentreibern
  • Mathematische Modellbildung und formale Darstellung der Prozesskostenverrechnung
  • Anwendungsbereiche der PKR und deren strategischer Mehrwert
  • Abgrenzung der PKR gegenüber dem amerikanischen Activity-Based-Costing

Auszug aus dem Buch

5.3. Kostentreiber

Kostentreiber KT (engl.: Cost Driver) dienen zur Messung von Leistungsmengen einzelner Prozesse. Sie stellen eine spezielle Bezugs-/Mess-/Zählgröße für die Prozessdurchführungen dar. Eine Erhöhung des durch den Kostentreiber charakterisierten Teil- oder Hauptprozess führt automatisch zu einem proportionalen Anstieg des Ressourcenverbrauchs. Lmn Prozessen können demnach keine KT zugeordnet werden; sie sind nur für lmi Prozesse definierbar. Exemplarisch dafür kann der TP Bestellen Standardteile wieder herangezogen werden. Sein Kostentreiber die Anzahl der Bestellpositionen sagt aus, dass bei einer Verdopplung der Anzahl der Bestellpositionen automatisch ein doppelter Ressourcenbedarf aller lmi Aktivitäten gedeckt werden muss. Diese Verdopplung kann in Arbeitskraft (statt 3,3 MJ dann 6,6 MJ) in Geldeinheiten (statt 360 k€ dann 720 k€) oder mit Hilfe anderer, eindeutig quantifizierbarer Größen gemessen werden.

Mayer empfiehlt, bei der Wahl eines Kostentreibers sich immer auf einen zu beschränken, auch wenn ein Prozess mehreren Kosteneinflussfaktoren unterliegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1) EINFÜHRUNG: Diese Einleitung kritisiert die mangelnde Genauigkeit traditioneller Kostenrechnungsverfahren bei steigenden Gemeinkosten und stellt die Prozesskostenrechnung als moderne Alternative vor.

2) DAS KONZEPT DER PROZESSKOSTENRECHNUNG: Hier werden die Grundlagen und die systematische Vorgehensweise der PKR erläutert, wobei insbesondere die Vollkostenrechnung im Fokus steht.

3) KERNZIELE UND INHALTE DES AUFSATZES: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit und leitet die nachfolgende theoretische und formale Vertiefung ein.

4) ENTWICKLUNG EINES BEISPIELSZENARIOS: Es wird die Firma Messing GmbH eingeführt, deren indirekte Leistungsbereiche als Basis für die praktische Anwendung der PKR dienen.

5) BEGRIFFLICHKEITEN DER PROZESSKOSTENRECHNUNG: Dieses Kapitel definiert die zentralen Fachbegriffe wie Prozesse, Prozesshierarchien und Kostentreiber.

6) FORMALE DARSTELLUNG DES LEHRBEISPIELS: In diesem Hauptteil werden die theoretischen Ansätze in mathematische Modelle überführt und die Prozesskosten für die Messing GmbH berechnet.

7) WEITERE ANWENDUNGS- BZW. AUFGABENBEREICHE DER PKR: Es werden zusätzliche Einsatzmöglichkeiten der PKR diskutiert, wie z.B. Prozessoptimierung und Benchmarking.

8) KRITISCHE WÜRDIGUNG: Dieses Kapitel hinterfragt die praktische Anwendbarkeit und die strategische Aussagekraft der PKR und benennt deren Grenzen.

9) ACTIVITY-BASED-COSTING: Abschließend wird das amerikanische Ursprungsmodell des Activity-Based-Costing mit der PKR verglichen.

Schlüsselwörter

Prozesskostenrechnung, Gemeinkosten, Kostentreiber, Prozesshierarchie, Messing GmbH, Activity-Based-Costing, Kostenrechnung, Prozessorientierung, Prozessmengen, Teilprozesse, Hauptprozesse, Zuschlagskalkulation, Ressourcenverbrauch, Leistungsmenge, Kostenstellen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Prozesskostenrechnung (PKR) als Instrument zur genaueren Verrechnung von Gemeinkosten in indirekten Leistungsbereichen von Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen der PKR, die mathematische Modellierung von Geschäftsprozessen sowie der Vergleich zur amerikanischen Methode des Activity-Based-Costing.

Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?

Das Ziel ist die Entwicklung eines verständlichen Lehrbeispiels, an dem die formale Funktionsweise der PKR und die Herleitung von Prozesskostensätzen demonstriert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine deskriptive Methode angewandt, die auf einer theoretischen Fundierung durch aktuelle Fachliteratur sowie einer mathematischen Modellierung anhand eines Praxisbeispiels basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die formale Darstellung der Prozesskostenrechnung, von der Definition der Prozesshierarchie bis zur Berechnung von Prozesskostensätzen für die Messing GmbH.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Prozesskostenrechnung, Kostentreiber, Prozesshierarchien und leistungsmengeninduzierte Kosten geprägt.

Warum wurde die Messing GmbH als Fallbeispiel gewählt?

Die Messing GmbH dient als typisches Fertigungsunternehmen, bei dem die Anwendung der PKR zur Kostentransparenz in indirekten Leistungsbereichen besonders gut illustriert werden kann.

Wie unterscheidet sich die PKR vom amerikanischen Activity-Based-Costing?

Der Hauptunterschied liegt in der stärkeren Einbeziehung der Kostenstellenstruktur bei der PKR im Vergleich zum amerikanischen Modell, das eher auf Kostenarten basiert.

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Details

Title
Prozesskostenrechnung: Entwicklung eines Lehrbeispiels
College
University of Applied Sciences Wedel
Course
Seminar BWL
Grade
1,3
Author
Dipl.-Wirtsch.-Inf. (FH) Sven Sörensen (Author)
Publication Year
2003
Pages
43
Catalog Number
V39984
ISBN (eBook)
9783638386173
ISBN (Book)
9783638706148
Language
German
Tags
Prozesskostenrechnung Entwicklung Lehrbeispiels Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Wirtsch.-Inf. (FH) Sven Sörensen (Author), 2003, Prozesskostenrechnung: Entwicklung eines Lehrbeispiels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39984
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